Totalitaristenpresse: „Welt“-Autor plädiert für Zwangsimpfungen

„Und bist du nicht willig, gebrauch´ ich Gewalt“ – (Foto:Imago)

In der „Welt“ ist ein Plädoyer für Zwangsimpfungen erschienen. Verbrochen hat es Hannes Stein. Denkt der Mann eigentlich noch, bevor er schreibt? Und wenn nicht, warum dann nicht? Die Medienkritik.

Heute morgen ein Zitat von Hannah Arendt wiederentdeckt. „Nur wo der gesunde Menschenverstand seinen Sinn verloren hat, kann ihm totalitäre Propaganda ungestraft ins Gesicht schlagen„. Hannes Stein scheint es nicht gekannt zu haben. Vielleicht hat er auch einfach keinen gesunden Menschenverstand mehr.

Die sperrige Schlagzeile über seinem Meinungsbeitrag in der „Welt“ lautet: „Warum aus libertärer Sicht nichts gegen Zwangsimpfungen spricht.“ – und das ist schon so durchsichtig, daß man keine Brille mehr braucht, um die Absicht zu erkennen. Es ist nämlich keine libertäre Sicht notwendig, um zu erkennen, daß eine Zwangsimpfung nicht nur dem Grundgesetz, sondern auch dem Nürnberger Kodex aus dem Jahr 1947 widerspricht. Was bezweckt Steins Vermischung von Zwangsimpfung mit Libertarismus also? – Vermutlich will er auf der Spaltungswelle reiten. Auch unter Libertären dürfte es Leute geben, die sich in die Hosen scheißen, sobald das Wort „Pandemie“ auf ihr Trommelfell trifft. Es wäre die Unterstellung verfehlt, daß samt und sonders alle Libertären gegen Peter Singers Präferenzutilitarismus gefeit seien. Dem australischen Lieblingsphilosophen der Kanzlerin zufolge dient alles menschliche Denken lediglich der Rechtfertigung des Willens.

Der menschliche Geist ist bekanntlich zu allerlei grotesken Verrenkungen in der Lage. Die besten Verrenkungskünstler sind unter der Bezeichnung „Marxisten“ bekannt. Hannes Stein könnte also beabsichtigt haben, den Präferenzutilitaristen unter den Libertären jene Scheinargumente für eine Zwangsimpfung zu liefern, die dazu geeignet wären, daß sie für das Nachplappern von den übrigen Libertären verbale Prügel dafür beziehen, was dann wiederum dazu führen würde, daß die Libertären insgesamt geschwächt wären. Zwar sind Libertäre in Deutschland ohnehin eine Marginalie, aber Marxisten hassen auch Marginalisierte, wenn sie nicht „auf Linie“ liegen. Wie ausgerechnet Hannes Stein auf die Idee gekommen ist, Libertären die Welt erklären zu wollen, bleibt wohl sein Geheimnis.

Stein hätte wahrlich keine Libertären bemühen müssen, um gleich mit dem folgenden, komplett schwachsinigen Absatz zu beginnen: „Selbst wer staatliche Eingriffe auf ein Minimum beschränken will, muss die Bürger zum Impfen zwingen. Denn meine Freiheit endet dort, wo ich andere infizieren und so in Gefahr bringen kann.“ – es ist ihm also schon gleich zu Beginn seiner Einlassungen die Sicherung durchgeschmort. Es kann ja wohl nicht sein, daß ihm entgangen ist, wie nutzlos die Impfungen bisher verlaufen sind und daß Geimpfte keinesfalls einen Schutz für irgendwen darstellen. Inzwischen ist bekannt, daß die Impfung lediglich vor einem schweren Krankheitsverlauf schützen kann, keinesfalls aber muß. Außerdem ist selbst dem RKI bekannt, wie viele Todesfälle ursächlich mit der Impfung in Zusammenhang zu bringen sind und daß es schwere Nebenwirkungen bei fast 200.000 Geimpften gegeben hat. Ein Pathologe berichtete gar von einem jungen Mädchen, nach der Impfung verstorben und von ihm obduziert. Die schlimmste Hirnvenenthrombose, die er je gesehen hat, wie der Pathologe berichtete. Ein wahres Blutgerinnungs-Bombardement. Die sehr einleuchtende Erklärung für das Entstehen solcher Thrombosen lieferte Prof. Sucharit Bhakdi.

Impfung kein Schutz für irgendwen

Selbst einem Hannes Stein dürfte aufgefallen sein, wie in Deutschland mit hochqualifizierten Virologen, Epidemiologen, Statistikern und Medizinern umgesprungen wird, die nicht das gängige Corona-Narrativ nachplappern, sondern wissenschaftlich fundierte Gegenreden veröffentlichen. Um mit Hannah Arendt zu sprechen: Wer allein verfolgt, wie der wissenschaftsinterne Disput zu Virus und Impfung medial eingehegt und gesteuert wird, aus welcher politischen Richtung die Pro-Propaganda kommt, auf wie wenig Expertise sich die Entscheidungen der Bundesregierung stützen und daß sich Prof. Hockertz bspw. entschlossen hat, Deutschland zu verlassen deswegen, der braucht wahrlich keinen Hannes Stein mehr, der Libertäre aus dem Sack zaubert, um schwachsinnige Behauptungen aufzustellen. Sogar einem Hannes Stein dürfte aufgefallen sein, daß im „durchgeimpftesten Land der Welt“, in Israel, „horrende Inzidenzwerte“ herrschen, und daß es im britischen Überseegebiet Gibraltar mit seinen 240.000 Einwohnern trotz einer Impfquote von 115 Prozent (alle zweifach geimpft, manche bereits zum dritten Mal) einen Inzidenzwert von 600 gibt. ebenfalls müsste Hannes Stein klar sein, daß weder „Neuinfektion“ noch „Inzidenzwert“ ein Infektionsgeschehen widerspiegeln, sondern ein Testgeschehen.

Und schließlich sein übelster „Welt“-Leser-Verarschungstrick: Seine Freiheit endet angeblich schon dort, wo er andere infizieren und so in Gefahr bringen kann. Har-har-har. Schlußfolgerung: Seine Freiheit endet sowieso, ob geimpft oder nicht. Was er vermutlich sagen wollte, sich aber nicht mehr zu schreiben traute, war, daß seine Freiheit dort endet, wo die Freiheit des anderen anfängt. Die Freiheit des anderen hat er eben einfach ersetzt durch „Infektion“ und „Gefahr“. Helmchen auf zum gemeinsamen Gebet mit Hannes Stein.

Das ist eine der Binsenweisheiten, die man heute den Leuten wieder klarmachen zu müssen glaubt, weil es in einem präferenzutilitaristischen Sinne angezeigt erscheint: Meine Freiheit, deine Freiheit – und meint dabei doch immer nur die „Freiheiten“, also das exakte Gegenteil von Freiheit. Und schon wieder wäre übelst betrogen worden. Weder Steins noch meine, noch die Freiheit von irgendjemandem sonst endet dort, wo Angst, Panik und Hysterie des anderen beginnen. Das ist es nämlich, was „man“ heutzutage als die „Freiheit des anderen“ begreifen soll: Seine „Freiheit“, allen anderen mit seiner Uniformiertheit, seiner Dumpfbackigkeit, seiner Denkunfähigkeit und seiner daraus resultierenden Ängstlichkeit maximal auf den Sack zu gehen. Das soll selbst dann noch gelten, wenn eine solche hysterische Panik evident nach allen Regeln der kommunikations- und kognitionspsychologischen Kunst geschürt wurde, wie das im Fall von „Pandemie“ nachweislich gewesen ist und auch so fortgesetzt wird. Das ist wahr, Hannes Stein.

Von wegen „Freiheit“. Ehe ein Hannes Stein von „Libertären“ und von „Freiheit“ daherfaselt wie ein siebengescheites Kleinkind, soll er sich künftig den Mund mit Seife auswaschen. Doch ausgerechnet er inszeniert sich auch noch als „libertärer Insider“. Nächstens malt er sich wahrscheinlich das Gesicht schwarz an, der Stein, und hilft Roberto Blanco mit Ratschlägen beim Schwarzsein. Ist es überhaupt noch zu fassen?

Das auch noch

Im Verlauf von Steins gedrucktem Anschlag auf Logik & Wissen stellt sich dann auch noch heraus, daß es ihm gar nicht so sehr um die Zwangsimpfung geht, sondern um eine Erklärung dessen, was Libertarismus sein soll, und daß es sich dabei zunächst um eine „linke Idee“ – Wahnsinn!- gehandelt habe, die dann nach „rechts“ gewandert sei. „Rechte Libertäre“ also – und das alles entlang des unterstellten Leserverständnisses von „braunlinks“ als „rechts“, wahrscheinlich. Wahr ist, daß auch für Springers „Welt“ die Auflage eine sehr berücksichtigenswerte Größe darstellt – und daß man in einem dumpfbackigen, extrem staatsgläubigen und der Macht gegenüber devoten Volk die Auflage eben durch dumpfbackiges Streicheln der kollektiven Dumpfbackigkeits-Seele erzielt. Ich weiß ja nicht, wie das in der Chefredaktion bei der „Welt“ läuft, aber es sieht sehr danach aus, daß Hannes Stein der Mann der Wahl ist, wenn Dumpfbackiges zur Auflagensteigerung her soll.

Das libertäre Denken hat es in Deutschland immer schwer gehabt – genauer, es existiert nur am Rand der Gesellschaft, in intellektuellen Zirkeln, die furchtbar an Kultgemeinden erinnern –, deshalb muss man es hier ein bisschen erklären.“ – „man“ ist offenbar Hannes Stein. Das einzige, was stimmt, ist, daß man gerade Deutschen libertäres Denken näher bringen müsste, wenn man sie aus ihrer traditionellen Kollektivistenknechtschaft befreien wollte, was allerdings für sich genommen schon eine Anmaßung wäre. Der Libertäre ist alles andere, als patrernalistischer Volkspädagoge. Als paternalistische Volkspädagogen versteht sich die Gesamtheit der Hannessteins im Lande des intellektuellen Tieffluges mit „Baerbock-Airways“. Würde man dem heutigen deutschen Volk vor die Zahlen auf ihren blechernen Geschwindigkeitsbeschränkungen ein Minuszeichen hinsetzen, dann würden sie für den Rest ihres Lebens rückwärts fahren. Libertär ist die Frage: Wer wäre ich, daß ich andere Leute von ihren Flausen befreien will? Libertär ist die Forderung, daß einen die Masse denkbefreiter Lemminge gefälligst in Ruhe zu lassen hat. Roland Baader hat das In-Ruhe-gelassen-werden als das einzige wahrhafte Menschenrecht bezeichnet. Die Deutschen leben allerdings in einem Gemeinwesen, das „furchtbar an“ – Hannessteingemeinden – „erinnert“.

Und genau darum geht es beim merkbefreiten Räsonieren über den Segen der Zwangsimpfung: Es soll möglichst niemand mehr in Ruhe gelassen werden in einem kulturmarxistisch degenerierten Volk, das es zwar schick findet, einen Aufstand wegen Glyhosat zu machen, sich aber im nächsten Moment eine nicht ausreichend getestete, dem behaupteten Ziel gänzlich undienliche Giftsuppe in die Adern spritzen zu lassen, für die sowohl Hersteller als auch Regierung jede Verantwortung ablehnen. Was sowieso nur deshalb möglich erscheint, weil die Notstandsverordnungen die Grundlage dafür sind, daß die Impfstoffe ihre Notfall-Zulassungen behalten. Man frage sich, wer am Fortbestand dieser Notfall-Zulassungen ein Interesse haben könnte und ob er womöglich einen starken Lobbydruck auf die Regierung ausübt. Ausgerechnet der heutige Innenminister, Horst Seehofer, hat vor Jahren bereits eingeräumt, daß gegen den Lobbydruck aus der Pharmaindustrie kein politisches Kraut mehr gewachsen sei.

Ich verweise noch einmal auf das Eingangszitat von Hannah Arendt. Hannes Stein macht sich in der „Welt“ zum Büttel derer mit den totalitärsten Absichten. Der Mann könnte deutlich kenntnisreicher über den Totalitarismus schreiben als über den Libertarismus. Er will halt nicht. Aus verständlichen Gründen will er das nicht. Auch ein Hannes Stein muß in Deutschland aufpassen, nicht in die Ecke der intellektuell Aussätzigen abgeschoben zu werden. Soll nochmal jemand behaupten, in Deutschland würden keine Traditionen beachtet und hochgehalten werden. Pfui Teufel.

5 KOMMENTARE

  1. …und wer nicht folgt
    entwerder mit körperlicher gewalt…
    oder wegen Hochverrat an die Wand stellen!

  2. Die Zwangsimpfungen werden kommen, allerdings wohl kaum in dem Sinne, daß einen vier Mann festhalten und der fünfte die Spritze in den Arm jagt, sondern durch die völlige Verunmöglichung eines noch so kümmerlichen „ungeimpften“ Lebens: man wird nach und nach Ungeimpfte nicht nur vom Lebensmitteleinkauf ausschließen, sondern auch Sozialleistungen, Rentenzahlungen, die KV sowie den Zugang zum Arbeitsmarkt von der Impfung abhängig machen. Wer bis dahin nicht geflohen ist (wohin?), hat keine Chance. Der dystopische Albtraum eines 70er Jahre – Films, und er ist nicht mehr ferne.

  3. Peter Singers Präferenzutilitarismus …

    (was-immer-das-auch-sein-mag) Ich las nicht weiter. Es gibt zum Glück verständlichere Artikel über den Wahnsinn, der da politisch und in den Medien passiert.

    • Ja, es ist ein Glück, daß es für gewisse Leute Artikel gibt, die auch sie verstehen können. Ist das nicht wundervoll?

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