Vorbereitungen für den Ernstfall: Bloß keine Panik!

Preppen für Anfänger (Symbolbild:Imago)

Wenn Herr oder Frau Blackout zu Besuch kommen, dann wird es bekanntlich düster in der Wohnung – da hilft es auch nichts, wenn man eine Palette Dosenpfirsiche im Haus hat. Auch wenn Dosenpfirsiche – meine Theorie erhärtet sich mit jedem dystopischen Film, den ich sehen – die letzte Reserve vor dem drohenden Weltuntergang sind. Ob die Bundesbehörde für Katastrophenschutz empfiehlt, eine bestimmte Menge davon in die Speisekammer zu schaffen, habe ich noch nicht untersucht, lediglich die gesteigerte Frequenz der Werbeanzeigen für die Apokalypsen-Prävention fällt ins Auge. Man begann damit schon, bevor die Thüringer AfD ihre „Blackout”-Broschüre mit eigenen Tipps herausgab, wobei letztere vom „Spiegel“ prompt als „populistische Panikmache“ an den Pranger gestellt wurde. Offenbar ist staatliche Panikmache weniger schlimm – vor allem, weil man damit auch auf den Überraschungsbesuch der zehnköpfigen Familie des lange verschollen geglaubten Cousins aus Abu Dhabi vorbereitet ist. Oder den Orkan „Frieda” der die Kühe von der Weide fegt – ist er nicht grässlich, dieser Klimawandel?

(Screenshot:Twitter)

Nie hätte ich gedacht, dass ich einmal selbst zum Mini-Prepper werden würde. Zwar fand ich es immer schon spannend, Geschichten oder Reportagen über autonomes Wohnen zu lesen – denn mit so einem Häuschen in der Wildnis, das über selbsterzeugten Strom versorgt wird und über einen Brunnen verfügt, wenn es weit genug von der Zivilisation entfernt gebaut wurde, bietet sich eine Überlebenschance in allen möglichen Szenarien. Außerirdische Invasoren, Zombieepidemien oder Habeck-generierter Stromausfall: Hier hat man erst einmal Ruhe. Nur wenn das Refugium von anderen entdeckt wird, kann es Begehrlichkeit hervorrufen: Dann stehen plötzlich ein paar Desperados vor der Tür und begehren auf rüde Weise Einlass. Auch interessant sind daher Bunkerszenarien, wobei man den Eingang allerdings nicht so gut verriegeln sollte, dass man selbst nicht mehr hinauskommt. Im Psychothriller „The Philosophers“ geht es gar um die Frage, wer aus einer Gruppe von Studenten aufgrund seiner Fähigkeiten einen der begehrten und nur begrenzt vorhandenen Plätze in einem dieser Bunker bekommen darf. Wer ist wichtiger: Der Ingenieur, der notfalls die kaputte Technik reparieren kann? Der Biologe, der in der Lage ist, nach Ende der Apokalypse wieder Nahrungsmittel anzubauen? Oder der Künstler, der mit seiner Kreativität die Bunkerbewohner vor Depressionen bewahrt, wenn man mal länger festsitzt? Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten, wie es scheint.

Nun hat nicht jeder die Möglichkeit, sich einen vollausgestatteten Schutzraum unter der Erde zu bauen, schon gar nicht einen mit vollem Komfort. Mit etwas Glück sitzen wir auch nur ein paar Tage im Dunkeln; angeblich schützt uns das in einzelne „Cluster“ aufgeteilte Netz ja vor einem Totalausfall ,wobei ich dieser Zusage nicht ganz vertraue. Das mag vielleicht im Falle eines technischen Defekts funktionieren, aber nicht, wenn uns der Saft ganz ausbleibt und uns die europäischen Nachbarn nicht mehr unter die Arme greifen, weil sie von deutschen Alleingängen die Nase voll haben. Dann nutzt es auch nichts, einfach einen Teil des Netzes „abzuwerfen”. Aber wir wollen optimistisch bleiben.

Verlockungen der Überlebensausstattungen

Wenn man nur ein bescheidenes Notfallbudget hat, überlegt man natürlich, was man am dringendsten braucht, um eine Krise zu überstehen – abgesehen von Dosenpfirsichen. Licht natürlich, aber Kerzen sind in einem jüdischen Haushalt eigentlich immer vorrätig. Ohne Zigaretten wird es hart, aber noch härter ohne Kaffee. Also bin ich jetzt stolze Besitzerin eines Campingkochers und eines Wasservorrats. Bis vor einem Jahr hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können, dass ich einmal selbst über solche Anschaffungen nachdenke. Zwei zusätzliche Wolldecken habe ich auch schon erworben. Und eine Taschenlampe mit Kurbel. Welche Überlebensausstattung mich wohl als nächstes lockt?

Man merkt, wie die Preise langsam anziehen – und so mancher Politiker, der die AfD ebenfalls der Panikmache bezichtigte, wird ganz schön kleinlaut. Angesichts der jüngsten Nachrichten um Nord Stream bin ich allerdings schon einmal froh um meine Decken. Schon gehört? Die Pipeline hat Löcher – und wie seismologische Daten verraten, sind diese dort nicht hineingerostet. Waren es die Amerikaner, die dort gerade mit einer Flottille herumkreuzten? Oder doch rachsüchtige Ukrainer? Gar die Russen selbst? Man beschuldigt sich gerade gegenseitig; fest steht nur, dass die Täter über eine Profi-Ausrüstung verfügt haben müssen. Da kann man schon mal ein wenig unruhig werden. Vielleicht ist so ein Komfortbunker doch eine gute Sache… wer weiß, was sich rund um die Ukraine noch so entwickelt“ Zum Glück wächst dort kein Kaffee – sonst sähe ich schwarz.

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10 Kommentare

  1. das Geistige kommt hier zu kurz! (Zitat aus U-96) mindestens muß zwingend eine Mao-Bibel plus das grüne Parteiprogramm nebst WEF Pamphleten zum auswendig lernen (können die das heute überhaupt noch) vorhanden sein! Man muß ja schließlich an danach denken und den besten nämlich grünen Kommunismus schnellstens wieder aufbauen können, klappt diesmal ganz bestimmt! Dazu GenderbeauftragtES und ein 3fach-umgebautes GenosseInnen für den 5 Jahres-Plan! Blockwart zur Überwachung nicht vergessen! Und Eh klar, ohne Hakle 5-lagig gehts auch nicht, mal jeden Tag Dosenpfirsiche abkacken, heißt eine Palette Klopapier und jedes Blatt ist 2x zu verwenden! Reicht fürs 1. Jahr, danach wird sich schon was finden! Alles klar? na dann können wir ja im grün angestrichenen Jahrtausendbunker beruhigt abtauchen…aktuelle Empfehlung – Gerhard Polt zur Vertiefung der Vorsorgemaßnahmen: https://www.youtube.com/watch?v=QfgrpCO4yQ4

    • @Emanuel Precht: Vielen Dank für den Tipp mit den Raketenofen. Ich habe mir gleich entsprechende Angebote angeschaut, die auch für unseren Balkon passend sind. Einen Wasserfilter habe ich auch schon gekauft. In ein paar Gehminuten haben wir einen See bei uns. Besser man hat, als man hätte. Nach der Sabotage an NS1 und 2 sehe ich schwarz.

  2. @Man merkt, wie die Preise langsam anziehen
    man merkt aber auch, daß dem Regime die Drohung des Blackout gefällt !
    Wenn sie vergleichen, wie man bei Corona oder Ukraine reagiert – wer da dem Regime nicht paßt, der bekommt den totalitären Gegenwind – wirtschaftliche und soziale Vernichtung – von der physischen Vernichtung hat man noch nichts gehört – allerdings sind die ÖR doch so regierungskonform und zensiert, daß das Fehlen solcher Meldungen schon keine Bedeutung mehr hat.
    Die Polizeitoten bei den Spaziergängen werden auch nicht ÖR-gemeldet oder verfolgt.
    Insofern muß man davon ausgehen, daß der Blackout als alternative Ausgangs- und Kontaktsperre – unterfüttert mit CORONA-Maßnahmen – schon eingeplant ist.
    Da ist die Sprengung der Gas-Pipelines schon wieder passend – und wenn die USA wohl als Ausführende am besten passen, so ist doch die Unterstützung des bunten Regimes wiederum passend – auch wenn der MS selbstverständlich andere Anweisungen hat !

  3. da schmeiße ich meinen diesel- generator an:
    heize und habe strom für haus und opel-e-kübel zum fahren…
    gottlob hab eich schon vo rjhren 5000 liter gebunkert…

    das reicht bis zum bürgerkrieg lässig…

    dumm dümmer saudumm
    ddr2 – dummland…

  4. In der Tradition faschistischer Bewegungen der Vergangenheit hat Russland unter der Führung V. Putins ein Zeichen für sich eingenommen, das jetzt unverkennbar für Gewalt und Macht steht.
    Ein Führer, ein Reich und ein Symbol.
    Die gesellschaftliche, soziale und geistige „Entnazifizierung“ Russlands wird Generationen dauern.
    Es ist eine gewaltige Perversion der Geschichte, dass das Land, das am schwersten unter dem Nationalsozialismus gelitten hat, heute in der Tradition des Faschismus lebt.

  5. Es wird die geben, die gehamstert haben, und es wird die geben, die das nicht getan haben, aber besser bewaffnet sind. So oder so, es wird nicht gut ausgehen!
    Oder was glaubt ihr, machen all diese Leute, die bis jetzt umsonst und arbeitsfrei in unserem Land gelebt haben? Mit anpacken? Eher nicht.

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