Warum ein Klimarechner den Nobelpreis erhält

Wenn Wetter zu Klima wird… (Symbolbild:Imago)

Die Fachwelt wundert sich, weil der Medizin-Nobelpreis nicht an die Erfinder des mRNA-Impfstoffes ging. Lassen sich die Vor- und Nachteile dieser Impfungen womöglich doch noch nicht absehen? Nicht geringer ist das Erstaunen jedoch über die Zuerkennung des Physik-Nobelpreises an Klaus Hansemann, einen Forscher, der eigentlich dem Geheimnis der Turbulenzprobleme auf den Grund gehen wollte (ein wahrhaft enorm kompliziertes Forschungsthema). Dazu sein Fachkollege Hans von Storch launig zu Hasselmann: „Vor die Frage gestellt, am Turbulenzproblem wahnsinnig zu werden oder das Klimaproblem zu lösen, hat er das Klimaproblem gewählt. Aber im Ernst: Klaus Hasselmann hat unterschiedliche Fächer wie Ozeanografie, Meteorologie und Geologie zur modernen Klimaforschung zusammengeführt, als erster in Deutschland, auch das ist sein Verdienst.“  Heißt: Hasselmanns Leistung bestand also in der Entwicklung eines Klimamodell mit einigen Unbekannten.

Er wurde gemeinsam zusammen mit einem Fachkollegen als Modellentwickler ausgezeichnet. Was er schuf, ist kein Modell, dessen Praxistauglichkeit man überprüfen kann – denn es fliegt nicht, fährt nicht und schwimmt nicht. Hasselmann entwickelte vielmehr „ein Modell zur Vorhersage des Klimawandels„, wie die Medien landauf, landab verkünden. Ich räume ein, kein „Klima-Experte“ zu sein, weiß aber, dass man aus dem Interpolieren von bisherigen wissenschaftlich fundierten Daten nicht bedenkenlos in die Zukunft extrapolieren darf. Wer trotzdem an „zuverlässige Prognosen“ glaubt, ist ein gläubiger Mensch mit akademischem Fundus.

Welche Alternative existier zum Glauben ohne Wissen? Man muss einfach an die Richtigkeit von Berechnungen glauben – insbesondere, wenn es die eigenen sind. Einen „glaubwürdigeren Glauben“ gibt es nicht, und selbst davon braucht es viel, sehr viel. Ich, um mit inbrünstiger Überzeugung aufzutreten. Ich weiß aus eigener Praxis, über die ich hier plaudern will, dass man umso mehr an die Richtigkeit von Berechnungen zu glauben geneigt ist, je länger und tiefer man sich in einen Formelsalat hineinstürzt. So erging es auch mir obwohl ich kein Mathematiker bin (obwohl ich von meinem Sohn einiges beigebracht bekam, der im Gymnasium „d‘ Mathe“ tituliert wurde). Allerdings hatte ich einen richtigen Mathematiker zur Seite. Doch nun zur Sache.

Sturz in den Formelsalat

Das künftige Klima wird von den Nobelpreisträgern mit derselben Selbstverständlichkeit berechnet, mit der ich es eine Zeit lang mit Schallpegeln tat. Ich beispielsweise „glaube“ fest an die Ergebnisse meiner Schallberechnungen – und zwar deshalb, weil es keine bessere Methode gibt – und weil es niemanden gibt, der die gelieferten Ergebnisse widerlegen kann. Nicht anders scheint es im Fall der Klimarechner zu sein, wobei es auch andere Experten gibt, die Fehler in der Weltklimaformel des Nobelpreisträgers ausgemacht haben wollen. Doch zunächst zu der von mir gut beherrschten Wissenschaft der Lärmberechnung, mit der ich mich unter anderem bei den Bürgerinitiativen gegen Schienenlärm am Oberrhein einbrachte. Diese sollen hier einmal Pate stehen, mit Abstrichen, für die Klimaberechnungen.

Auch Verkehrslärm für geplante Projekte muss vorausberechnet werden, weil es schlechterdings nicht möglich ist, künftigen Lärm zu messen. Schienenlärm soll als Beispiel dienen: Aus der Zuggattung, der Länge dieser Züge bzw. neuerdings den Achszahlen, der Bremstechnik und der Geschwindigkeit wird der Emissionspegel je Zug berechnet. Aus der Anzahl dieser verschiedenen Züge je Stunde wird ein „A-bewerteter“ Mittelungspegel als Grad der Lästigkeit für die Anwohner berechnet. Schon hier ergibt sich ein Problem, denn dieser Mittelungspegel ist eine theoretische Größe, den man nicht objektiv heraushören kann; was man hört, sind die jeweiligen „Vorbeifahrpegel“. Als Vergleich zum Ausgangsthema sei hier die CO2-Emission genannt, die so einfach auch nicht quantifiziert werden kann.

So wie Klimaforscher die Wirkung der CO2-Emissionen auf das Klima berechnen, geht es hier um die Schallausbreitung, um den Weg des Lärms zu den Immissionspunkten (also den Anwohnern). In die Näherungsformeln im Immissionsschutzgesetz und der Rechtsverordnung unter Berücksichtigung von technischen Normen gingen folgende Überlegungen ein: Handelt es sich um eine Punkt-, Linienschallquelle oder flächenbezogene Lärmquelle? Wie weit ist der zu berechnenden Immissionspunkt/Standort entfernt? Wie hoch liegt er für welches Stockwerk? Welche Reflexionen gibt es auf dem Ausbreitungsweg? Wie lang und hoch ist die abgestufte Lärmschutzwand? Und wie weit steht sie von den einzelnen Gleisen entfernt?

Glaube ist nicht Wissen

Über eine komplexe Formel wird der Umweg über die Beugekante (Oberkante der Lärmschutzwand) gegenüber dem direkten Weg als „Schirmwert“ berechnet; des alles unter Berücksichtigung der meteorologischen Schallkrümmung durch Temperaturen und Luftfeuchtigkeit, der jahresdurchschnittlichen Bodenbeschaffenheit und einer unterstellten Windrichtung von 3 Metern pro Sekunde mit Näherungsformeln.

Bei alledem ist durchaus der „Glaube“ an die Aussagekraft solcher Berechnungen gefragt. Und dieser Glaube an ihre wird fast unerschütterlich, wenn ein Rechenergebnis anhand eines von diesem Mathematiker erstellten Rechenprogramms dann auf ein Dezibel genau übereinstimmt mit den Ergebnissen der beauftragten schalltechnischen Gutachten der Bahnplaner. Alle glauben umso mehr an die berechnete Zukunft, je besser die Berechnungen übereinstimmen – was bei gleichen Formeln kein Hexenwerk ist. Die „Gutgläubigen“ solcher Schallprognosen sind praktisch alle Beteiligten: der (die Berechnungen zahlende) Bund, die planende Bahn, das genehmigende Eisenbahn-Bundesamt und auch ich als Experte – weil ich an die Korrektheit der für Laien schwindelerregenden Formeln glaube. Aber halten die angenommenen Parameter der Formeln auch der Wirklichkeit stand? Erfüllt sich die heutige Theorie in 25 Jahren, wenn ein Projekt gebaut ist?

Analog hierzu sind bei den den gehandelten Klimamodellen noch weitaus mehr Zweifel angebracht – denn die Variablen sind deutlich zahlreicher. Welches Gewicht hat CO2? Spielen auch andere Klimagase wie Methan eine Rolle? Ist die Speicherfähigkeit der Luft und Ozeane ein Fixum? Wie wirkt sich die „kalte Verbrennung“ der Verrottung aus, wenn Wälder sich selbst überlassen werden? Ist der Ausstoß der Vulkane und die hierdurch verursachte Verdreckung der Atmosphäre positiv oder negativ? Wie ist die Einstrahlbilanz, wird sich die Sonne „benehmen“ und ohne größere Eruptionen solide vor sich hin brutzeln, oder auch einmal streiken? Wollen wir immer mehr Menschen aus Ländern mit kleinem ökologischen „Fußabdruck“ in Länder mit großem Trampelpfad holen und den Pro-Kopf-CO2-Ausstoß so steigern oder nicht?

Generelle Zweifel am Klimamodell

Es bestehen insofern ernsthafte Zweifel, dass sich das „Klima“ auf unserer Erde über Jahrzehnte auf ein Grad Celsius genau vorausberechnen lässt. Es war schon nicht leicht zu belegen, dass die globale Durchschnittstemperatur im letzten Jahrhundert um ein halbes Grad zugenommen hat. Keinerlei Zweifel hingegen bestehen darüber, dass die Ressourcen der Erde abnehmen, denn das ist eine Tatsache. Insofern sollte Energiesparen eine Selbstverständlichkeit sein. Ob sich dies allerdings auf das Klima auswirkt, ist wiederum Glaubenssache – insbesondere wenn man sich vergegenwärtigt, dass sich 200 Jahre Industrialisierung unterm Strich praktisch kaum auf die Erdtemperatur ausgewirkt haben. In früheren Epochen, prähistorisch und schon in geschichtlicher Zeit seit der Antike, gab es deutlich größere Temperaturschwankungen.

Bleibt zu hoffen, dass die Klimaformel-Akrobaten dieselben Zweifel plagen wie mich bei schalltechnischen Berechnungen, und dass die dafür erforderlichen Annahmen und Parameter allen gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen. Hierzu sei an Folgendes erinnert: Bei fehlgeschlagenen Prognosen der Schallberechnung besteht ein Nachbesserungsanspruch bis zu 30 Jahren. Schwieriger hingegen wird es mit einer falsch kalkulierten CO2-Strategie: Ein Land, das sich dem Primat des vermeintlichen „Klimaschutzes“ total unterwirft, kann in 30 Jahren schon ruiniert sein.

Könnte das Nobelkomitee bei seiner Preisträgerauswahl noch politischer, Berlin noch grüner und die Zukunft der deutschen Wirtschaft noch schwärzer sein? Lautet die wahre Devise: Die Welt retten – Deutschland kaputt machen?

7 KOMMENTARE

  1. @ Lautet die wahre Devise: Die Welt retten
    nun – wer mit seiner eigenen Arbeit nicht fertig wird – macht es eben global.
    Wer den politischen Problemen des Landes nicht gerecht wird, plant eben die Welt zu retten – am besten im nächsten Jahrhundert, wenn er selbst nicht nur nicht mehr im Amt ist, sondern möglicherweise schon tot !
    Und wenn die Erde nicht reicht, dann das Sonnensystem oder die Galaxis !

  2. Diese Knobelpreise sind nur noch reiner Betrug, lange bevor der Klimaschwindler ausgezeichnet wurde. Man braucht auch dessen „Modell“ nur mit den gemessenen Daten der Vergangenheit zu füttern, sagen wir denen bis zum Jahr 2000 und dann schaut man, ob es die Jahre 2001 bis 2021 richtig berechnen kann.

    „Es war schon nicht leicht zu belegen, dass die globale Durchschnittstemperatur im letzten Jahrhundert um ein halbes Grad zugenommen hat.“

    Wurde nie nachgewiesen, es wird behauptet, von denen, die die gemessenen Daten manipulieren, damit ihre „Modelle“ die „richtigen“ Ergebnisse erbringen, welche den Wärmeinseleffekt auf die Meßstationen / gemessenen Werte als unbedeutend abtun und dann auch noch die völlig ungleichmäßige Verteilung der Meßstationen nicht beachten.

    „Keinerlei Zweifel hingegen bestehen darüber, dass die Ressourcen der Erde abnehmen, “

    Bullshit, das ist Club of Rome-Lügerei.

    Würde man dann auch noch die Kernenergie nicht sabotieren oder hätte schon Kernfusion, wäre das Thema so oder so durch. Die Raumfahrt steht auch nicht still und wartet ein ganzes Sonnensystem darauf erschlossen zu werden, als Rohstofflieferant.

    Selbst wenn man diese Drecks-BRD, dieses ekelhafte Anti-Deutschland, jetzt einfach verschwinden lassen würde, mit all den Zombies darin (und den wenigen noch verbliebenen Deutschen), würde dadurch gar nichts gerettet. A) weil es nichts zu retten gibt B) weil es, selbst nach der offiziellen Klimalüge und deren „Berechnungen“ keine Auswirkungen hätte.

  3. Der hat den Nobelpreis für ein Klimarechenmodell bekommen, mit dem man alles berechnen kann.
    Braucht die Regierung einen Erfolg, dann werden die Variablen so angepasst, dass eine Klimaverbesserung durch die zerstörerisch teuren Maßnahmen herauskommt.
    Braucht die Regierung hingegen wie üblich mehr Geld für den Sozialstaat und die EU, wird so gerechnet, dass dringend etwas geschehen muss, wofür die Bürger blechen müssen.
    Ist doch klar, dass so ein Ding, obschon naturwissenschaftlich lächerlich nutzlos, den Nobelpreis bekommt, denn es hilft den Finanzen der Regierung und nichts interessiert diese mehr, als ans Geld der verbliebenen ~15 Mio. nettosteuerzahlenden Bezahlnutzbürger zu kommen.

  4. „Keinerlei Zweifel hingegen bestehen darüber, dass die Ressourcen der Erde abnehmen“ Wie kommen Sie darauf? Weil es in der Zeitung steht?

  5. Alles, was die Globalisten anfassen, zerstören sie. Seit Obama einen Friedensnobelpreis vor die Füße gekippt bekam, betrachte ich Nobelpreise nur noch als irrelevant. Die Wetterfrösche haben schon große Probleme damit, die Temperaturen von Morgen für einen bestimmten Ort genau vorherzusagen. Wenn dann Leute daherkommen und die Klimaentwicklung weit in der Zukunft vorhersagen wollen, dann nehme ich die nicht ernst. Irrelevante Nobelpreise für solche Zeitgenossen ändern meine Einschätzung nicht. Natürlich habe ich nichts dagegen, wenn Forscher versuchen, solche Probleme zu lösen. Das eigentliche Problem ist politischer Natur. Mich stören die künstlich herbeigeführten politischen Zwänge, die von allen Seiten auf uns zukommen. Klima und Kohlendioxid werden ja nur als Vehikel benutzt.

    Ein gemittelter Schallpegel wäre mir als Anwohner auch völlig egal. Kein Mensch hört Mittelwerte sondern immer nur Augenblickswerte.

  6. Man muss wohl etwas von Informatik verstehen, um zu erahnen, was die Klimamodelle sind. Mit Algorithmen kann man vieles machen und, da die meisten – wie ich auch – sie nicht verstehen, „wissenschaftlich“ nachweisen. Den meisten bleibt nichts anderes als an diese „Wissenschaft“ zu glauben. Die Klimamodelle sind daher eine Sache des Glauben. Es ist schon erstaunlich, dass auf der Basis von Glauben Entscheidungen getroffen werden, die in das Leben unzähliger Menschen eingreift. Das gleiche gilt für die Corona-Maßnahmen, die auf wackeligen Statistiken beruht. Das Schlimmste ist, dass die meisten sich keine Gedanken machen. Nicht nur die CDU hat das Denken verlernt (Merz), sondern der überwiegende Teil Gesellschaft. Denken ist in einer übersättigten Gesellschaft zu anstrengend.

  7. Alle Klimamodelle, – ich wiederhole, ALLE – haben den entscheidenden Fehler, dass sie einiges NICHT berücksichtigen:
    1, Die durch die IR-Strahlung angeregten IR-aktiven Moleküle strahlen nicht dasd erhaltene Energiequantum zurück, sondern geben es an ihre Umgebung – N2 und O2 Moleküle ab. Das wissen wir seit den 30-er Jahren des 20. Jh (Jablonski).
    2, Warme Luft steigt nach oben, an ihre Stelle strömt kalte Luft.

    Was Hasselmann treibt, ist Scharlatanerie, udn das weiss er. Und das Nobelpreiskomitee weiss das auch. Alle Modelle haben kläglich versagt. So gehen sie jetzt dazu über, nicht Modelle für die nächsten Jahrzehnte zu machen, sondern für 80 Jahre. Wo keiner von uns mehr leben wird.
    https://www.eike-klima-energie.eu/

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