Montag, 22. April 2024
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Was hat die Bundeswehr eigentlich im Niger verloren?

Was hat die Bundeswehr eigentlich im Niger verloren?

Nigerische Soldaten vor einem Luftwaffe-Airbus auf der Base Aerienne in Niamey (Foto:Imago)

Was genau geht da im Niger vor sich? Eine Dokumentation bei “Arte” zeigte dieser Tage die Hintergründe relativ deutlich: Auch dieser Konflikt lässt sich auf das immer gleiche Szenario zurückführen: Niger, bis 1960 eine französische Kolonie, hat nicht nur viel Sand, sondern verfügt – wie sollte es anders sein – über ganz erhebliche Bodenschätze. Aber nicht Gold oder Edelmetalle, sondern hier geht es um Uran – und da ist Niger immerhin der größte Produzent auf dem afrikanischen Kontinent und der fünftgrößte weltweit.

Da Frankreich aktuell 56 Atommeiler betreibt und mit seinem staatlichen Konzern Orano in dem Wüstenstaat eine vergleichsweise “große Nummer” schiebt (bis heute wurden im Niger 140.000 Tonnen des schweren Elements gefördert!), ist es nicht verwunderlich, wenn unbequeme Fragen gestellt werden. Man könnte es auch so ausdrücken: “Sie saßen im Sand, durften ein paar Jahre arbeiten und sitzen nun wieder im Sand.” Für Interessierte: Man findet die Sendung in der Mediathek bei “Arte” unter dem Stichwort: “Niger – Uran und die Folgen“. Das Bild ist ein Screenshot aus dem Film und zeigt die großen Förderstätten für Uran:

(Screenshot:Arte)

Doch unsere kriegsunterstützenden Parteien hierzulande könnten demnächst ein fettes Problem bekommen: Wie seit gestern überall zu lesen ist bereitet Frankreich sich darauf vor, alle französischen Bürger aus dem Niger zu evakuieren, nachdem die Aufständischen die Botschaft in Brand gesteckt hatten. Es kommt aber noch schlimmer: Denn auch die Bundeswehr unterhält in diesem Land einen Luftwaffenstützpunkt, über den der geordnete Rückzug der Soldaten aus Mali erfolgen soll. Und einmal mehr fragt man sich: Was in Dreiteufelsnamen haben wir da unten militärisch verloren? Wenn es darum geht, französische Wirtschaftsinteressen durchzusetzen, sollen unsere Nachbarn ihre ehemaligen Kolonien doch gefälligst bitte selbst befrieden! Oder geht es darum, dass Deutschland die Interessen der französischen Atomwirtschaft abzusichern hilft, weil vor allem mit importiertem französischem Atomstrom der Zusammenbruch der durch die grüne “Energiewende” heillos heruntergewirtschafteten deutschen Stromversorgung abgewendet werden kann?

Ansonsten ist das Einzige, was wir aus dem Niger zu erwarten haben, der nächste Flüchtlingsstrom. Aktuell sind vom Bundestag mehr als einhundert Soldaten dorthin entsendet; wollen wir hoffen, dass wenigstens diese unversehrt nach Hause kommen. Aber lasst um Himmels Willen diesmal die “Helfer” dort unten!

Autor: Markus Kink

23 Antworten

  1. Wenn die hundert Bundeswehrsoldaten wieder hier sind werden sicherlich auch wieder mindestens 150.000 “Ortskräfte” importiert.

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  2. Ja, es geht um’s Uran, das Frankreich so billig wie möglich und uneingeschränkt benötigt… aber da gibt es noch was, auf das ich gestern bei einem Telegram-Kanal gestoßen bin:

    Das Transahara-Pipeline-Projekt von Nigeria über Niger und Algerien nach Europa… das nun wohl nie zustande kommen wird.
    Europa sollte ” voraussichtlich” jährlich 30 Milliarden Kubikmeter nigerianisches Gas erhalten !
    (Grafik dazu kann ich hier leider nicht einfügen, aber ich denke, die findet man auf Telegram oder bei Google da)

    Und so wird dann doch ein Schuh mit der Bunten Versagertruppe draus, nachdem so viele Länder den Grünen den Stinkefinger wegen Gas gezeigt haben, wollten sie sich da wohl auch bedienen… möglichst billig und mit Militär…

    Jetzt bin ich mal gespannt, wie schnell es die “neue” Regierung von Niger schafft, Wagner-Truppen ins Land zu holen, um jede Art von “Farbenrevolution” oder “NATO-Demokratiekurs” zu verhindern…

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    1. Die Sache mit dem Transahara-Pipeline-Projekt von Nigeria über Niger und Algerien nach Europa habe ich in einer Spanischen Zeitung gelesen. Die Pipeline soll ja bis Spanien, von wo weiter nach Deutschland geliefert werden soll.

      Das sind ja echt Verbrecher-Banausen, diese Bande, die unser Land Richtung Untergang steuert.

  3. Was hat die Bundeswehr in Mali und anderen Orten verloren, wenn nicht ein Zeichen des unter den Etablierten propagierten deutschen Militarismus zu setzen. Es hat mit dem unter amerikanischer Führung und rot-grünem Hurra-Geschrei durchgeführten völkerrechtswidrigen Angriff auf Jugoslawien am 24. März 1999 begonnen. Heute langt das nicht mehr, die deutsche Großmannssucht der rotgrüngelbschwarzen Kriegstreiber ist unermesslich https://www.wsws.org/de/articles/2022/08/20/luft-a20.html und die Führungskräfte der Bundeswehr werden dementsprechend gedrillt https://www.bundeswehr.de/de/organisation/weitere-bmvg-dienststellen/fuehrungsakademie-der-bundeswehr/mediathek/-der-indo-pazifik-ist-nicht-las-vegas-5646480 Natürlich kann man den Amerikanern, laut Steinmeier, nicht in den Arm fallen, ob bei abgereicherten Uranmunition oder sonstigen Schandtaten, die letztendlich das Ende aller bedeuten könnten. «Ich weiß nicht, welche Waffen in einem dritten Weltkrieg zur Anwendung kommen. Aber ich kann Ihnen sagen, was sie im vierten benutzen werden: Steine”. Albert Einstein

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    1. Hören Sie endlich auf mit dem “völkerrechstwidrigen Angriff” gegen Jugoswawien, das schon 1999 gar nicht mehr existierte, da Kroatien und Slowenien bereits frei, national unabhängig waren, sondern sagen Sie ganz klar und brutal, daß Ihnen die Freiheitssehnsüchte der Völker, hier der gegängelten und teils auch ausgebeuteten Jugo-Völker gegen das serbischer Regime des Milosevic in Belgrad, wurscht sind.

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      1. Kein Mensch hat etwas gegen Freiheitsbestrebungen anderer Völker, wenn dieses ohne Einmischung anderer Länder, wie zB. den USA, geschieht. Da die sich aber grundsätzlich immer da einmischen, wo sie Interessen durchsetzen wollen oder in Gefahr sehen, bezahlen diese Völker mit ihrer Freiheitssehnsucht die Rechnung für die amerikanischen Interessen mit ihrem Leben. https://www.hss.de/news/detail/die-interessen-der-usa-auf-dem-westbalkan-news6949/

  4. Der Uranimport aus Niger soll 30% des französischen Bedarfs decken. Andere Staaten mit Uranvorkommen sollen Kasachstan und Russland sein. Große Auswahl an Staaten scheint es nicht zu geben. Wenn nun ein Teil des Urans ausfällt und Frankreich auch noch einen Teil der Kernkraftwerke wegen Wartungsarbeiten stilllegen müsste – davon hört man nichts mehr- wird Deutschland die Kohleverstromung intensivieren müssen. Die Sache mit dem grünen Strom ist jedenfalls passé.

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  5. Die Frage lässt sich doch seit “Struck” ganz einfach beantworten:
    Deutschland wird schließlich auf der ganzen Welt “verteidigt” – wenn die USA das so wollen!
    Das sieht unsere feministische Welt-Außen-Ministerin schließlich auch genau so.

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  6. Es droht noch mehr Ungemach für Deutschland. Wenn nämlich Niger die Uranlieferungen an Frankreich einstellt, dann kriegen die französischen KKWs ein Riesenproblem. Und die werden dann gewiss nicht einspringen, wenn in Deutschland der Zappelstrom ausfällt. So doof, dann die eigene Industrie abzuschalten, damit der dann freiwerdende Strom ins Ausland geliefert werden kann, ist nur unser Oberirrer Habeck. Die Franzosen sind es sicherlich nicht.
    Bereitet euch schon mal auf einen Blackout vor, im Herbst und ganz bestimmt im Winter ist es soweit!

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  7. Wir werden diese Goldstücke auch bekommen. blöd ist nur, daß sie nicht nur keine Fachkräfte sind – wir brauchen auch keine Fachkräfte, wir haben genug Deutsche, nur die sollten angemessen bezahlt werden – sondern diese Menschen sehr geschickt mit Machete umgehen. Und hier ist niemand hierauf vorbereitet, noch nicht mal die Polizei.

    Und in Niger haben wir nichts verloren. WAs wir da machen, ist mir schleierhaft. Bestimmt wieder Kriecher für die Franzosen…. Denn anderem in den Hintern hinterher zu kriechen können unsere Politiker und Elite ganz gut.

    Baerbock reist durch die Welt und lädt überall Menschen ein, nach Deutschland zu kommen, auch ohne Deutschkenntnisse. Hauptsache, wir bekommen von überall “eingeladene Fachkräfte” und das Land wird überflutet. Sie meint, wir brauchen 7. Millionen Fachkräfte, sonst kollabiert die deutsche Wirtschaft. Es ist an der Zeit die ganze Regierung wegzufegen, bevor wir so runter gewirtschaftet sind, daß eine Erholung und Wiederbelebung nicht mehr möglich ist.

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  8. Ist doch in Ordnung so, wenn Frankreich in die Bredouille kommt und keinen Strom noch Deutschland liefern kann. Nicht, weil ich was gegen Atomstrom hätte. Allein, daß diese grünen Schmierenkomödianten dann entgültig auf dem Schlauch stehen und ihr Rausschmiß noch vor der Zeit erfolgen könnte, lässt mich vor lauter Hoffnung im Stehen schlafen…

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  9. Allzu viele Niger 🇳🇪 People gibt’s hier nicht.
    Dafür massig Nigerianer

    Ob das so toll ist,wenn die Russen und Wagner da jetzt angesagt sind ?

  10. eins haben die deutschen gut gemacht!

    die bundeswehr-ausbildung des Putschführers ist anscheinend gelungen.

    kein witz!

  11. Alle Welt ist doch auf Krieg gebürstet? So rief Xi Jinping seinen Soldaten zu: “Sei bereit für den “Grossen Krieg” V. Putin beschiesst die Ukraine und droht dem Westen. In Mittelamerika herrscht bereits Krieg zwischen den Drogen-Kartellen und dem Staat, insofern der Staat nicht schon einem Kartell gehört. In Afrika führen die Clans ihre Kriege und machen den Westen dafür verantwortlich. Der Iran richtet Oppositionelle hin und arbeitet an Atomwaffen für Israel. Afghanistan verabreicht seinen Frauen wieder Stockhiebe. Boko Haram entführt Christen, um sie dem Islam zuzuführen. Der Daesh (IS) hat nach wie vor Freude am Enthaupten von Ungläubigen. Damit geht der Kampf der Systeme ums Ganze zwischen Kapitalismus, Kommunismus und Islamismus in die nächste Runde und der könnte in einem weltweiten Atomkrieg aufgehen. Zumindest wäre aber dann das weltweite Klimaproblem gelöst. No humans, no cry, no CO2.

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    1. Hier muss ich ausnahmsweise der Auflistung zustimmen!
      Wo gibt es denn noch Ecken auf dieser Welt, wo es friedlich zugeht? Nicht nur, dass die Welt in tiefe wirtschaftliche Hegemonialkämpfe, militärische Vernichtungskämpfe, terroristische Religionskämpfe und innerstaatliche Lager (gerade die USA!) gespalten ist, es fehlt durchgehend an Toleranz und gesundem Menschenverstand!

      Wenn es noch irgendwo friedliche Ecken gibt, dann nur deshalb, weil es da keine Rohstoffe, kein Reichtum, keine Handelsvorteile, keine Infrastruktur und nichts sonst Erstrebenswertes gibt …!

  12. Es soll doch immer noch den General geben, der mit gewissen
    Aufgaben für das System tätig werden soll.
    Dabei sollen zahlreiche Soldaten unter seinem Kommando stehen.

    Mir schwant schlimmes !

    Angedacht gewesen soll es, das Bürger-Unruhen in Sachen C-Märchen niedergeschlagen werden sollten.

    Wird die Truppe auch in Sachen Klimalügen, Klimahysterie
    eingesetzt?
    Auch dieser Einsatz wäre nach dem GG rechtswidrig, da die
    Bundeswehr im Inland keine Polizeimaßnahmen durchführen darf !

  13. Nach Putschstaaten wie Mali, Burkina Faso und anderen in der Region haben sich die meisten “westlich” gesonnenen Kräfte nach Niger zurückgezogen, so z.B. die französische, italienische Armee.
    Den antiwestlichen Kräften, die in der Region seit Jahren immer stärker werden, ist diese Entwicklung natürlich ein Dorn im Auge, und sie werden alles tun, um diese Ausländer aus ihrem letzten Refugium zu vertreiben. Im Moment ist nur noch nicht klar, ob das Ganze von russischen Söldnern unter Anleitung aus Moskau ausgeht, oder von Islamisten gesteuert ist.