Wetterfrosch, vom Blitz getroffen: Impf-Pöbler Kachelmann legt nach

Totalitäre Tendenzen: TV-Moderator Kachelmann (Foto:Imago)

Meine Meinung über Meteorologen muss ich wohl revidieren. Bisher glaubte ich, Feuerwehrleute, Soldaten oder auch Kugelfisch-Restauranttester übten die gefährlichsten Berufe der Welt aus. Vielleicht auch Krokodiltrainer oder Trapezartisten. Aber der Job von Wetterexperten muss noch weitaus gefährlicher sein – oder zumindest das Risiko beinhalten, einem Blitzschlag zum Opfer zu fallen. Man geht morgens nichtsahnend vor die Tür, um nachzuschauen, ob die komplizierten Computermodelle das Wetter richtig berechnet haben, lutscht den Daumen an, um noch schnell die Windrichtung zu prüfen und – Kabumm! – zieht die speichelige Feuchtigkeit der Hand einen gewaltigen Blitz an! Und während man noch mit rauchendem Haar fassungslos gen Himmel schaut, hat die geballte Energie einen in die Rüpelvariante von Karl Lauterbach verwandelt. Mit einer Prise Ralf Stegner – und schon ist die Transformation zum Corona-Rumpelstilzchen mit Nazi-Paranoia vollzogen.

Twitter ist ohnehin eine Fundgrube für extreme Meinungen. Wer im realen Leben noch keine Virus-Paniker getroffen hat – zum Beispiel, weil er sich seit zwei Jahren nicht mehr vor die Tür gewagt hat – wird dort auf jeden Fall fündig. Eine stabile Seuchen-Fanbase würde sich ohne zu zögern den Fuß abhacken, wenn Christian Drosten dies im Kampf gegen das Virus als hilfreiche Maßnahme empfähle. Und der einstmals beliebte „Wetterfrosch“ Jörg Kachelmann, der die meteorologische TV-Vorschau durch seine lockere Art geradezu revolutionierte, erklärt etwa jeden leisen Hauch an der Impfpflicht als Dummheit, gegen die das Wundergebräu aus der Spritze dann auch noch helfen solle. Mit Biontech gegen das Versagen bei der Pisa-Studie. Wann werden die Entwickler endlich heiliggesprochen? Nun hat unser cholerischer Wetterfrosch auch noch das „Kollektiv“ für sich entdeckt:

(Screenshot:Twitter)

Egal, ob man dabei an das „Borg“-Kollektiv aus Star Trek, die in einheitliche blaue Overalls gehüllten Parteimitglieder aus „1984“ oder ganz reale, im Gleichschritt marschierende Massen denkt – da schrillt der Totalitarismus-Alarm. Es soll Menschen geben, die das Mehrheitsprinzip in der Demokratie mit einer Pflicht der Minderheit verwechseln, zu fressen oder zu sterben. Einst schützte das Grundgesetz diese Minderheit vor Übergriffen der regierenden Mehrheit, aber auch an diesem wurde durch das sogenannte Infektionsschutzgesetz fleißig gesägt.

Seitdem haben die Freunde autoritären Denkens Oberwasser, denn in der täglich gepredigten Gefahr fanden sie ihre Rechtfertigung. Da ist der „Kachelfrosch“ nur die Spitze des Eisbergs, denn dieses Denken breitet sich schneller aus als die Omikron-Variante. Schiff in Seenot, die Meuterei muss vertagt werden – wir brauchen jemanden, der weiß, was zu tun ist! Lasst euch nicht durch den Sirenengesang aus dem Rest Europas auf die Omikron-Klippen locken, ihr törichten Rebellen. Nur noch zehn Impfungen, dann sind wir gerettet, warum wollt ihr das nicht einsehen?

Was steckt hinter diesem autoritären Wunsch, auch noch den letzten Ungeimpften in die Finger zu bekommen? Ein Teil Realitätsverlust vielleicht, denn mittlerweile wird selbst in den Medien darüber gesprochen, dass die Impfung nicht so wirkt wie sie soll, die in sie gesetzten Hoffnungen schrumpfen in immer kürzeren Abständen in sich zusammen. Die Wunderwaffe ist gegen die neue Omikron-Variante nur noch eine Platzpatrone, dennoch will man nicht von ihr lassen. Verzweifelt werden auch noch die angeblich verbliebenen Vorteile angepriesen – um in Kachelmanns Jargon zu bleiben: Man wird im Kollektiv infiziert und kann sich mit dem Gedanken trösten, dass es ohne Spritze viel schlimmer gekommen wäre – obwohl man auch das nicht mehr genau weiß.

Angst vorm Absturz in die Freiheit

Vielleicht ist die Aggressivität der Impffreunde auch durch die immer häufiger vermeldeten Nebenwirkungen der „Wunderwaffe“ begründet? „Da musste ich auch durch, wieso sollte es anderen besser gehen?” – das kennen wir auch aus anderen Lebensbereichen. Jemand, der vor Autoritäten einknickt und der festen Überzeugung ist, man könne auch an den blödsinnigsten und sadistischsten Maßnahmen ohnehin nichts ändern, gönnt anderen erfahrungsgemäß keine Schonung. Das extremste Beispiel dafür sind beschnittene Frauen, die ihre Tochter nicht etwa schützen, sondern ihr einfach kein besseres Schicksal gönnen als das eigene. Die einfache Frage „Warum schaffen wir den Mist nicht einfach ab?” kommt diesen Menschen erst gar nicht in den Sinn; sie klammern sich an Regeln wie an ein Geländer, das sie vor dem Absturz in die gefürchtete Freiheit schützt.

Ob Kachelmanns „Hirnschiss“ oder der allgegenwärtige Vorwurf des Schwurbelns – wo die Argumente ausgehen, will man den anderen wenigstens in seiner Reputation beschädigen. Dumm muss er sein, ein Spinner oder Leugner. Da gräbt man dann gern eines der Irrlichter aus, die es in jeder Oppositionsbewegung gibt, in der Hoffnung, dass daraufhin eine generelle Distanzierung von den „Rebellen“ stattfindet – „Denk an deinen Ruf!”. Bei vielen mehr oder minder Prominenten hat die Taktik schon Früchte getragen. Das „Kollektiv“ reguliert sich auch ohne staatlichen Eingriff. Man fragt sich, wer hier der Dumme ist: Derjenige, der sich rechtzeitig aus der Propaganda-Blase herauskämpft, oder der Mitläufer. In ein paar Monaten, wenn die Stimmung vielleicht gekippt ist, wird er ganz eilig die nächste populäre Meinung annehmen – und es vielleicht nicht einmal merken.

18 Kommentare

  1. Er weiß nicht, was er redet: Kollektiv vor Einzelnem – das sieht jede Diktatur so. Und so erkennt man sie!

  2. Die hier publizierte Feststellung Kachelmanns ist aus ihren Zusammenhang gerissen. Insofern ist der gesamte Artikel irreführend. Herr Kachelmann erhebt schweren Vorwurf gegen die realitätsnegierenden Impf-Fans – und das ist gut so!!

  3. Es gibt Leute, die haben zeitlebens ein Riesending an der Birne, das man aber erst unter bestimmten Umständen bemerkt.

  4. Dieser Kachelarsch ist doch wohl der mit dem Hirnschiß. Vor nicht allzu langer Zeit pöbelte er noch gegen Leute, die beim Thema „Klima“ und den sog. „Chemtrails“ ihren Verstand bewahrten und nannte sie „Nazis“.
    Ich habe fast den Eindruck, dass er aus der Sex-Sache seinerzeit nur herauskam, indem er gewissen Leuten ewige Gefolgschaft und Unterstützung bei Propaganda schwor.

  5. Was für eine totalitäre, faschistoide Figur! Von solchen Leuten will ich nicht mal Wetterprognosen hören. Und dumm ist er obendrein, strunzdumm. Zu dumm, um eins und eins zusammenzuzählen. Dass diese sogenannte Impfung hochgefährlicher Dreck ist und das Produkt minderwertig, kann ein Sonderschüler bei einem Tick gesunden Menschenverstandes begreifen, diese aggressive Wetterlusche offenbar aber nicht. Ein strohdummer Büttel der Pharma-Mafia und eine durch und durch ekelhafte Type!

  6. Früher war Kachemann der einzige Experte, der den Klimawandelpredigern sachlich entgegentrat. Aber irgendwann musste er sich halt entscheiden zwischen seiner Meinung und seiner Firma, da man heute schon für viel weniger in die rechte Ecke gedrängt wird. Der Mann ist gut und wer Ironie findet, darf sie behalten.

    https://wetterkanal.kachelmannwetter.com/klima-herr-rahmstorf-und-heiliger-zorn-der-gerechten-und-leben-zwischen-den-stuehlen/

    https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_84212752/wetter-in-deutschland-kachelmann-ueber-den-klimawandel-kein-sommermaerchen.html

    https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_85620172/joerg-kachelmann-waldbrandgefahr-durch-waerme-bloedsinn-.html

  7. vielleicht will er wiederhaben, was sie ihm vor einigen Jahren genommen haben !
    Karriere geht über alles !

    Vor Jahren gab es einmal eine Umfrage unter US-College-Studenten :
    Man bietet ihnen ein Medikament an, mit dem sie zum Spitzenspieler werden würden, aber mit 45 Jahren dann sterben würden. Würden sie dieses Medikament nehmen ?
    Antwort : zu 80 % mit einem klaren Ja – – nur die Karriere zählt.

    Irgendwie Achill vor Troja – alt werden ohne Ruhm oder am Ende des Krieges Sterben mit unsterblichem Ruhm -wie erwählte, sollte den meisten bekannt sein.

    Paßt auch zu Milgram : 80 % der Menschen sind Schafe, die mit einer Autoritätsperson zu allem gebracht werden können bis zur Selbstaufgabe.
    Wie ist das noch bei CORONA ? Die Politiker sind die fanatischsten Spritz-Vertreter – und etwa s20% der Bevölkerung informieren sich und denken selbst !

    Da wundere ich mich nicht über das Fermi-Paradoxon – es gibt es nämlich nicht. Die Wahrheit ist, daß die Außerirdischen durchaus da sind, aber mit dieser Menschheit nichts zu tun haben wollen und es deshalb keinen Kontakt gibt.
    Mal ehrlich – sie haben das Problem der interstellaren Raumfahrt gelöst und reisen von Stern zu Stern, wie sie heute zum Bäcker fahren – würden sie wirklich mit dem CUM-EX zu tun haben wollen ? Oder mit seinen Wählern ?
    Oder würden sie eher weiterfliegen auf der Suche nach anderer Intelligenz im All ?

  8. Das so ein Element überhaupt noch im ÖR-TV eine Bühne hat,
    ist mir unverständlich.
    Raus mit ihm, sofort.

  9. Der bayrische VerfSch definiert Rechtsextremismus u.a. so:
    „Kennzeichnend für rechtsextremistische Strömungen sind etwa die übersteigerte Betonung der Nation sowie ein autoritäres Denken, das die „Volksgemeinschaft“ über das Individuum stellt.“ (auf Reitschusters Anfrage)
    ( ist durch den Versuch den Kachelmann Tweet fett darzustellen aus dem obigen Kommentar verschwunden!)

  10. Ich denke Kachelmann ist schlicht ein Mensch mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung der sich seine Twitter Blase auf 100 % Zustimmung zurecht stutzt. (Einzig aus dem Grund sich irgendwie relevant zu fühlen, indem man alle kritischen Stimmen ausblendet.).

    Mittlerweile genügt es seine Fäkalsprache zu kritisieren, wohlgemerkt nicht ihn in der Sache selbst, um „gnadenlos“ von ihm geblockt zu werden. Spannend ist eigentlich nur auf welchen Zug er aufspringt, wenn Corona erledigt ist. Dass er auf dem besten Wege ist, sich selbst zum Drachenlord von Twitter zu transformieren, bemerkt er offensichtlich nicht einmal.

    Deswegen mein Rat, einfach ignorieren, das dürfte die für ihn wohl schlimmste Strafe sein, auch wenn er das selbst wahrscheinlich gönnerhaft als Hirnschiss bezeichnen würde….

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