Wie man sich „Klima-Proteste“ schönredet

Zerstörung eines Klimt-Kunstwerks im Leopolden Museum (Foto:ScreensotTwitter)

Die „Querdenker”, so glaubt der ordentliche Bürger, sind ein barbarisches Völkchen, welches mordend und brandschatzend durch deutsche Städte zieht. Jeden Montag vernageln die Anwohner ihre Fenster und Türen mit dicken Brettern, verstecken sich vollkommen verängstigt in ihren Kellern und schicken ihre jungfräulichen Töchter zur Verwandtschaft aufs Land, auf dass sie nicht geschändet werden. Erst wenn das letzte Schwein vom Hof gestohlen und der Frau des Bürgermeisters der Schmuck vom bebenden Busen gerissen wurde, lassen sie ab von ihrem schädlichen Treiben, um am nächsten Montag mit verstärkten Kräften wiederzukehren und giftigen Corona-Odem in Straßen und Gassen zu verbreiten. Anständiges Volk, fürchte die Querdenker! Nur zwei wackere Wachtmeister standen Anno 2020 zwischen uns und der großen Katastrophe, als sie fast mit Fackeln und Mistgabeln bewaffnet den Reichstag erobert hätten. Wir hatten Glück, dass Superman und Batman an diesem schicksalsträchtigen Tag zufällig gleichzeitig dort Dienst taten, um die enthemmten Massen von der Machtübernahme in Berlin abzuhalten!

Was macht man, wenn die eigenen Verfehlungen unbedeutend aussehen sollen? Man bläst die „Schandtaten“ einer anderen Gruppe, die sich keiner großen Popularität erfreut, bis zur Unkenntlichkeit auf. Natürlich erst, nachdem man sich massiv daran beteiligt hat, diese andere Gruppe unpopulär zu machen. Der Grundsatz „nicht alle über einen Kamm zu scheren” ist mit einem Male vergessen, es wird verallgemeinert, was die Tastatur hergibt.  So wie hier beispielsweise:

(Screenshot:Twitter)

Ja, es gab diesen einen Fall, in dem ein Sympathisant der „Querdenker”-Bewegung einen Tankstellen-Kassierer ermordete. Aber wird uns sonst nicht stets gepredigt, es sei „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit”, vom Einzelnen auf alle zu schließen? Offenbar gilt die Unschuldsvermutung nur noch für bei den Medien akkreditierten Vereinigungen.
Aber selbst wenn die sogenannten Querdenker nur einen Hauch der schlechten Eigenschaften besäßen, welche ihnen angedichtet werden, änderte das nichts daran, wie andere Aktivisten sich verhalten. „Aber der Jens-Sören hat das doch auch gemacht!”, lässt man keinem Kita-Kind durchgehen, warum sollte man bei jugendlichen Öko-Fanatikern damit wieder anfangen? Im übrigen war es den Vorgängern der „Letzten Generation“ längst gelungen, in den Bundestag zu stürmen, um dort Flugblätter regnen zu lassen – nichts, was republikgefährdend war, aber doch zeigte, wie leicht man in dieses Gebäude kommt, wenn man es wirklich will. Das Trüpplein „Querdenker”, das sich letztlich damit zufrieden gab, auf der Treppe des Reichstags ein Gruppenfoto zu machen, nahm sich dagegen wie eine Gruppe fröhlicher Karnevalistinnen aus, die an Weiberfastnacht das Rathaus stürmten. Nicht sonderlich würdevoll, aber gewiss keine Gefahr für die Allgemeinheit. Schließlich wurde noch nicht einmal einem Bundestagsabgeordnetem die Krawatte durchgeschnitten.

Doch die „Letzte Generation“ erfreut sich längst nicht mehr der Popularität wie zu Beginn; selbst beim Berliner Senat nicht, der nun wirklich einiges gewohnt ist. Es gehört schon einiges dazu, die rote Stadtregierung derart zu verärgern, dass sie Strafmaßnahmen erwägt. Wenn die Aktivisten Fragen zur Verhältnismäßigkeit dieser Maßnahmen haben, sollten sie daher nicht bei den Querdenkern ansetzen, sondern sich wundern, warum gerade sie den Senat aufgescheucht haben, der mit einschlägigen Clans bislang recht milde verfahren ist, die allerlei Verbrechen harten Kalibers auf dem Kerbholz haben. Aber man will schließlich politisch korrekt bleiben, da bieten sich Corona-Maßnahmengegner zur Rechtfertigung des Selbstmitleids an.

Wo der Spaß aufhört

Den Berliner Senat dürften vor allem die hohen Kosten für Polizeieinsätze auf den Magen geschlagen sein, bei denen die Aktivisten vom Straßenbelag abgepflückt werden müssen. Bekanntlich nimmt die hiesige Polizei dabei mehr Rücksicht auf die zarte Haut der Lena-Sophies und Sören-Maltes als ihre Kollegen im benachbarten Ausland, das hält auf. Darüber hinaus sind schon Dutzende Rettungstransporte behindert worden, was auch die Feuerwehr verärgert. Da hört der Spaß auf, man will die Öko-Rabauken nun möglichst unkompliziert einmal ein paar Tage buchstäblich aus dem Verkehr ziehen können, wie das in Bayern bereits möglich ist. Dort hinein gehören nach Ansicht linker Journalisten aber die Querdenker fürs Querdenken. Allein das sollte strafbar sein, finden sie. Die Behauptung, die Spaziergänger kämen stets ungeschoren davon, ist bekanntlich darüber hinaus auch sachlich falsch, weder geht die Polizei zimperlich mit ihnen um, noch sind den Montagsdemonstranten Bußgelder erspart geblieben. Bei einer Demo in Berlin gegen das Infektionsschutzgesetz kamen gar Wasserwerfer zum Einsatz – obwohl niemand gewalttätig geworden war.

Die Popularität der „Letzten Generation“ schwindet, seitdem sie sich an bekannten Kunstwerken vergreift, wie erst vorgestern wieder ihre österreichische Sektion, an einem Werk von Gustav Klimt. Da braucht es dann wirklich schon sehr viel guten Willen, um aus solchen Aktionen noch irgendeinen Zusammenhang zum Klima herzustellen. Der Normalbürger, der berühmten Kunstwerken mit einigem Respekt begegnet, betrachtet derlei Attentate schlichtweg als Vandalismus. Sogar die mit den Öko-Guerillas sympathisierenden Medien treten langsam den Rückzug an. Wahrscheinlich werden deshalb die Verteidiger der Suppen- und Kartoffelbreiwerfer umso aggressiver in ihren Äußerungen; man darf das wohl als Rückzugsgefecht interpretieren. Auf Einsicht bei der „Letzten Generation“ warten wir allerdings vergebens – schließlich glaubt sie ja die Welt zu retten. Das allerdings nehmen Fanatiker schon seit Jahrzehnten für sich in Anspruch – und selten kommt etwas Gutes dabei heraus.

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12 Kommentare

  1. Stephan Anpalagan: Und wieder so ein arroganter, großkotziger Migrant, der sich erdreistet, über Deutschlands „Querdenker“ zu richten und erhebliche Lügen zu verbreiten…

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  2. die rede von speziellen Kursen, in denen angehende Kriminelle auf künftige Einsätze vorbereitet werden.
    Die Mitglieder der Organisation reisen inzwischen durch das gesamte Bundesgebiet – vorzugsweise nach Berlin – um an prominenten Orten ihre Straftaten ausüben zu können. Damit dabei alles nach Plan verläuft, geht es zuvor zum Crashkurs in Sachen Klima-Kleben. Auf dem Stundenplan stehen unter anderem die richtigen kriminelles lerner von Klebetechniken, Diskutieren mit aufgebrachten Autofahrern oder Widerstand gegen die Staatsgewalt.
    frage:
    könnt ihr das nicht mal hier bei mir machen… dann zeige ich euch den befreienden vorgang: wenn deppen die fahrbahn blockieren… hilft nur…………………….
    und das hilft ganz sicher…

  3. früher sagte man Frühling , Sommer , Herbst und Winter ………. heute sagt man Klimawandel und immer soll der Russe daran Schuld sein………… also wie der SCHULDKULT den UNS die Alliierten in die Bücher geschrieben haben………der Sieger schreibt die Geschichte !!!

  4. Die Querdenker bekommen alles mögliche angedichtet – wann war das noch mal mit dem Bombenanschlag in B – Mitte ? Und was diese Kartoffelbrei und Ketschup Schmiererei soll, erschließt sich mir auch nicht.
    Die Querdenkerszene ist ein bunt gewürfelter Haufen, wirklich“quer“ durch die Gesellschaft und deshalb dem Staat suspekt. Ganz nach dem Motto: Wird der Bürger unbequem, ist er plötzlich rechtsextrem !

  5. Vergiss nicht Muslime, du bist im christlichen Deutschland nur geduldet.
    Ich scheiße auf Mohamed und Gabriel.
    Ihr seid einfach nur Abschaum.
    @ Scholz Olaf. Du bist ein Freimaurer, und Kinder….. Olaf Scholz du bist der Hurensohn der Nation.
    Mein Name ist Daniel Auer, Kronberg im Taunus, Willhelm Bonn Straße 26.
    Olaf Scholz ist ein Freimaurer und kinderf……

  6. Es wird höchste Zeit, das sich Privatleute um die Klimaterroristen, Klimafaschisten
    nett kümmern.
    Staat und Justiz stecken unter einer Decke und letztere befinden sich
    bereits mehrfach in Tateinheit mit Strafvereitelungen.
    Solchen Richtern sollte der Beamtenstatus fix entzogen werden und es wird
    auch höchste Zeit für Dienstaufsichtsbeschwerden, die zur Personalakte
    kommen.
    Das soll Demokratie sein, das ist der größte Mist und das Recht wird auf den
    Kopf gestellt.
    Pfui Deibel

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