Ausgerechnet Frauen retten die Seele des deutschen Fußballs

Auffallend blond: Die deutsche Frauenmannschaft heute vor Spielbeginn in Wembley – ein Quell der genuinen Freude (Foto:Imago)

Auch wenn es am Ende in Wembley heute nicht gereicht hat, haben die DFB-Fußballerinnen bei dieser EM eine grandiose Leistung gezeigt – und der Beliebtheit und Akzeptanz des Frauenfußballs enormen Vorschub geleistet.

Ich mochte früher kein Frauenfußball. Treten erscheint mir eigentlich gänzlich unweiblich. An Frauen, die schwitzen, sich in robusten Zweikämpfen messen, der Länge nach und die empfindliche Frontpartie voran auf den Rasen klatschen oder mit schmerzverzerrter Miene, aus den Unterschenkeln blutend und mit aufgerissenen Knien, animalisch brüllen und die vor- und nach dem Spiel urmaskuline Kameradschaftsrituale imitieren, störte mich stets etwas. Vielleicht war es der völlige Mangel an Anmut und Grazilität des schöneren Geschlechts, dem hier – im Gegensatz zu traditionell (auch) weiblichen Sportarten wie Ballett und Gymnastik, aber auch Leichtathletik, Schwimmen oder Tennis – jeder Charme und Sex-Appeal gewollt ausgetrieben wird – wie übrigens auch in anderen Mannschaftssportarten (die allerdings noch nicht den Stellenwert des Frauenfußballs erreicht haben). Die aufregende Assoziation ekstatischer Kämpferinnen mit amazonenhaftem Ungestüm kam mir hier jedenfalls nie. Und weil die gerade im Fußball eigentlich unverzichtbare Ausdauer und Kraft eher Männer für diesen Sport prädestinierten, empfand ich dessen lange Zeit abwertend als „Lesbengekicke“ verhöhnte Frauenausgabe als die schlechtere Kopie. Die – zumindest theoretisch mögliche – spielerische Intelligenz, Taktik und Finesse mögen bei beiden Geschlechtern identisch sein (dazu kenne ich mich zu wenig aus) – doch mir schien es immer so, als reichten sie selbst bei den Profi-Frauen nicht über das Amateurniveau bei Männern hinaus.

Der ehrlichere Fußball

Von dieser Einschätzung, die zugegebenermaßen von einigen Stereotypen geprägt war, bin ich mittlerweile abgerückt – und das nicht bloß aufgrund es aktuellen EM-„Sommermärchens”. Tatsächlich empfinde ich den Frauenfußball – jedenfalls im Profibereich – inzwischen als die bessere, die ehrlichere, die authentischere Erscheinungsform dieses Sports. Das hat verschiedene Gründe.

Zum einen ist der Frauenfußball spielerisch-sportlich inzwischen so gut und ausgereift, dass das Zuschauen fast dieselbe Freude bereitet. Es mag etwas langsamer und insgesamt unsauberer zugehen, auch wenn die Theatralik bei den Fouls nicht an die Show der Männer heranreicht, doch für Laien und Nichtpuristen ist das Spiel nicht minder spannend. Zum anderen, und das ist das wesentlichere, ist der Frauenfußball kommerziell noch nicht annähernd so korrumpiert und versaut wie der Männerfußball, nicht in den nationalen Profi-Ligen und im international Wettbewerb erst recht nicht. Zwar gibt es durchaus schon Bestrebungen in diese Richtung, und die Diskussion um das Phantom „gender wage gap”, die angeblich strukturell bedingte Ungleichheit von Frauen- und Männereinkommen, hat auch hier begonnen, indem bizarrerweise vereinzelt schon gleiche Spielergehälter für weibliche Profikicker gefordert wurden. Und denn ist die politische Vereinnahmung im Frauenfußball noch erfrischend wenig vorangeschritten.

Erfrischend bodenständig

Das gilt auch für all die anderen weltanschaulichen Infiltrationen, die den Männerfußball durchtränkt und für alle Zeiten unrettbar verändert haben. Zwar sind auch sie nicht völlig dagegen gefeit, doch bislang nerven uns die DFB-Mädels erfreulich wenig mit Gay-Pride-Testimonials, Abknien gegen Rassismus und fürs Klima, Migrantenquoten, Ukraine-Statements und sonstigen wohlfeilen Zeitgeistbekenntnissen. Sie tun einfach das, was sie können und was ihnen ersichtlich Spaß macht: Fußball spielen – aus Freude am Spiel und am sportlichen Wettbewerb. Die Politik ist – jedenfalls noch weitgehend – außen vor geblieben, und das ist die beste gesellschaftlichen Integration, die ein Mannschafts- und Volkssport leisten kann: Verbindendes Element aller zu sein, ohne hohle Phrasen, politische Doktrine und totalitäre Zwangsverbuntung. Anekdote am Rande: Wie „normal“ und bodenständig unsere Frauenmannschaft auch ansonsten tickt, zeigte sich in einer aufschlussreichen Randnotiz. Von „Bild am Sonntag“ vor dem heutigen Endspiel gefragt, womit sie sich im Fall des Sieges zu belohnen gedenken, dachte fast die Hälfte des Teams darüber nach, sich ein Tattoo stechen zu lassen – und für die meisten wäre es das erste. Man denke hier zum Vergleich an die komplett gefüllten und durchgestochenen sicht- und nichtsichtbaren Hautpartien ihrer männlichen Kollegen.

Womöglich hält derzeit aber auch nur der natürliche und unverfälschte, ansteckende Enthusiasmus der deutschen Fußballmädels in England die PC-Calvinisten und Politikommissare und woken Sittenwächter davon ab, die Einhaltung der „reinen Lehre” zu monieren und Missstände zu tadeln… weil sie zu Recht fürchten, in der Öffentlichkeit noch mehr an Akzeptanz zu verlieren, sollten den Deutschen nun auch noch diesen flüchtigen Anlass zum Jubeln vergällen.

Wo die Quote bislang schnuppe war

Vielleicht ist das der Grund, warum in vielen Leitartikeln, ÖRR-Kommentaren und Anmoderationen der Sportsendungen bislang eher Zurückhaltung darüber geübt wird, dass zumindest die deutsche Frauen-Nationalmannschaft unerhörterweise tatsächlich noch mehrheitlich so aussieht wie ein Team indigener, mitteleuropäischer Frauen, in dem es zwar den einen oder anderen POC-Farbtupfer gibt, das mehrheitlich aber noch nicht anmutet bzw. deren Namen sich noch nicht so lesen, als träte hier die Auswahl von Arabafrika gegen den Rest der Welt an. Was natürlich nicht heißen soll, dass diese „schändliche Unterfremdung” einzelnen Leitmedien nicht bereits bitter aufgestoßen wäre – wie etwa der ARD-„Sportschau” zu EM-Beginn. Es wird deshalb garantiert nicht lange dauern, bis eine „Migrantenquote”, dieses – überspitzt gesagt –  heutige Pendant zum einstigen Arierparagraphen – auch im Frauenfußball offiziell oder informell durchgesetzt wird, und sei es zu Lasten der sportlichen Qualität. Jedenfalls für den Moment, im Freudentaumel der Siege bis zum Halbfinale, blieben wir gnädigerweise davon verschont.

Dasselbe gilt auch für die Trans-Diskussion und die Frage nach der sexuellen Orientierung. Auch hier steckt die Politisierung erst in den Kinderschuhen – wenn zuweilen auch hier schon lesbische Spielerinnen in die funktionale Opferrolle gedrängt werden, wegen angeblicher oder tatsächlicher homophober „Anfeindungen im Netz” (wo man immer schon nach Belieben themenübergreifend fündig werden konnte, was die beliebige Dokumentation aller erdenklichen niederen Instinkte und menschlichen Abgründe anbelangt). Mit zunehmender weiterer Popularität des Frauenfussballs nach dieser EM werden auch diese Themen künftig mehr ins Schlag- bzw. Flutlicht gerückt werden, ebenso wie leider wohl auch die Diskussion um Transmänner/-frauen im Fußball.

Ein Hauch von 2006

Wenigstens bedeutet die Fokussierung darauf, dass hier expliziter FRAUENfußball gespielt wird und es biologische FRAUEN sind, die eine einstige Männerdomäne endlich erobern, eine positive Rückbesinnung auf die Tatsache der biologischen Zweigeschlechtlichkeit. Die Genugtuung vieler Altlinken über diesen verspäteten Emanzipationserfolg immunisiert sie – wenigstens für den Augenblick – gegen die ideologische Seuche der angeblichen Beliebigkeit „konstruierter” sexueller Identitäten, der sie ansonsten das Wort reden.

Der wichtigste Grund jedoch, in diesen Tagen den Frauenfußball zu lieben, ist die Tatsache, dass uns das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg die Freude an einem unschuldigen Fußball zurückgegeben hat. Keine gelackte, geölte Millionärstruppe gepuderter männlicher Stars könnte heute diese Art von authentischem Fußball mehr verkörpern, weil ihnen dazu das Herzblut fehlt; in den unteren Amateurligen sind sicher auch Männer noch so begeisterungsfähig – doch je weiter oben in den Ligen, desto verlogener und egoistischer wird es. Die deutschen Kickerinnen mit ihrer genuinen Begeisterung, ihrer so lange nicht mehr gesehenen kollektiven Leidenschaft haben uns in England für einen kurzen Moment jenes unbeschwerte Gefühl zurückgegeben, das wir 16 Jahre nicht mehr spürten, seit dem großen „Sommermärchen” von 2006. Danke dafür! Und manch einer mag in diesen Tagen sogar ein Stück weit zum unbelasteten Schwarz-Rot-Gold-Patriotismus jener Zeit zurückfinden, der dem Ausland damals ein wahrhaft offenes, fröhliches, wirklich weltoffenes Deutschland präsentierte – bevor dann die bleierne Zeit Angela Merkels aus diesem Land ein Habitat der Spaltung und Gesichtslosigkeit machte, und das in jeder Hinsicht.

 

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18 Kommentare

  1. ein interessantes Spiel!
    Ich habe früher auch immer gegrinst: Frauenfußball????Igitt!
    Aber seit ….5 – 6 Jahren!!!!
    So manches Männermannschaft kann sich daran ein Beispiel nehmen.

  2. Nur ein kleiner Auszug aus NEW ORDER OF BARBARIANS des Portals OVERLORDS OF CHAOS:

    Sports for Girls: to De-emphasize Femininity

    Very important in sports was sports for girls. Athletics would be pushed for girls. This was intended to replace dolls. Baby dolls would still be around, a few of them, but you would not see the number and variety of dolls. Dolls would not be pushed because girls should not be thinking about babies and reproduction.

    Girls should be out on the athletic field just as the boys are. Girls and boys really need not to be all that different. Tea sets were to go the way of dolls, and all these things that traditionally were thought of as feminine would be de-emphasized as girls got into more masculine pursuits. Just one other thing I recall was that the sports pages would be full of the scores of girls‘ teams just right along there with the boys‘ teams.

    And that’s recently begun to appear after 20 years in our local papers. The girls‘ sports scores are right along with the boys‘ sports scores. So all of this to change the role model of what young girls should look to be. While she’s growing up she should look to be an athlete rather to look forward to being a mother.

    So, Herr Matissek,
    in meinen Augen hatten Sie initial die richtige Einstellung zu dieser und anderen „Frauensprortarten“

    Gruß Rolf

    • Und wenn DU etwas in einer fremden Sprache hinterlässt, dann erwarte ich, dass DU sie auch ins Deutsche übersetzt.
      Ein Übersetzungsprogramm kann das nicht, da es den Sinn der Sätze nicht erkennt.

  3. das GurkenEndSpiel hielt ich 10 Minuten aus, das Vorgeplänkel der Quäli ersparte ich mir ganz. Die weissen – Wie Real – gewann und GRÜN ist endlich zur LooserFarbe abgestempelt !!!

  4. Ich bin anderer Meinung: weniger Lesben ( ist das eigentlich Grundvoraussetzung in den weibl. Nationalmannschaften?), keine bunten Kapitänsbinden und keine einseitigen Kniefälle. Habe deshalb nach der dritten Partie dieser EM konsequent keine weitere gesehen. Ich brauche diesen „woken“ Blödsinn nicht.

  5. Sehr amüsant fand ich Ihre Schilderung, wie Sie ursprünglich zum Frauenfußball standen und aus welchen Gründen. Daß Sie dennoch in der Lage waren umzudenken, spricht für Sie

  6. Die Frauen der Lakedämonier (Sparta) durften auch Sport treiben, nicht zu knapp. Aber die wussten das Sportliche mit dem Angenehmen zu verbinden und hatten unter anderem einen Trick drauf, bei dem sie hochsprangen und die Füße ans Becken knallten. Als die anderen Griechen das erstmalig sahen, sind sie fast gestorben, das war zu viel für die, zu nahe am Paradies. Spartanische Frauen hatten einen legendären Ruf.

  7. Warum denn ein „ausgerechnet“? – Spielen da doch noch männliche Denkweisen eine Rolle?

    Einen Trost dürfte man tatsächlich haben: Mit einer Burka wird jedenfalls keine deutsche Frau auflaufen. Auch ansonsten dürften Frauen wesentlich konsequenter integriert sein als Männer, wenn sie es in die Nationalmann(!)schaft schaffen. Ich bin zwar ein überzeugter Gegner des „Schänderns“, aber bei einer aus Frauen bestehenden Einheit würde mich ein „Nationalfrauschaft“ oder „Frauschaft“ nicht stören! Genauso wenig wie eine „Torfrau“ oder ein „-in“ am Ende einer Berufbezeichnung.

    Man erinnere sich an „deutsche“ Männer (z.B. ein Özil), die sich aus Überzeugung und orientalischer Heimatverbundenheit weigerten, die deutsche Nationalhymne auch nur per Lippenbewegungen mit zu schauspielern.

  8. Was mich stört, sind extrem blöde Männer und ihre genauso extrem blöden Kommentare, wie auch hier. Schwächlinge, die um sich treten. Fußballgötter auf der Couch, armselige kleine deutsche Schwätzer.

  9. Frauenfußball? Männerfußball?
    Das ist doch alles politisch und hat mit Fußball nicht mehr zu tun.
    Es gibt keine Nationalmannschaften mehr, sondern einen bunten Multikultischeiß.

    Die Identifikation mit dem deutschen Volk fehlt vollkommen. Auch andere Sportarten sind davon betroffen.
    Ich schaue gar nichts mehr. Ist mir schlicht zu dämlich. Und, es geht mir schlicht und ergreifend auf den Sack, wie unfair Fußballer sind.
    Wenn ich mir da Snooker anschaue und die Fairness zwischen den Spielern und dann das Theater, was Fußballer abziehen … widerlich.

    Es fehlt mir nicht.

  10. So wie mich Männerfußball nie interessiert hat, ist es beim Frauenfußball nicht anders.

    Ich mache mir dennoch Gedanken, was nicht nur hinter diesem Hype, diesem offensichtlichen Forcieren, außer einer neuen Geschäftsidee, mit der sich Fädenzieher im Hintergrund den großen Reibach versprechen, sonst noch stecken könnte.

    Ist es etwa einer dieser zahlreichen Versuche, männliche und weibliche physische, psychische und intellektuelle Eigenarten und Einzigartigkeiten widernatürlich zu nivellieren?

    Die Frage ob männliches oder weibliches Verhalten angeboren oder Ergebnis von Erziehung und Umfeld ist, kann sich wohl jeder selbst beantworten, wenn er schon Kleinst-Babys beobachtet und feststellen wird, dass sich weibliche Babys eindeutig, also nicht aufgrund einer Erwartungshaltung, eines Vorurteils, „graziöser“ also weiblicher bewegen, vor allem die Beweglichkeit der Handgelenke betreffend, Jungs dagegen vergleichsweise steif, hölzern agieren.

    Ich bin davon überzeugt, dass Versuchspersonen, bei Babys, ohne Kenntnis des Geschlechtes, also unvoreingenommen, mit einer hohen Trefferquote aufgrund besagter Hand- und Fingerbewegungen das richtige Geschlecht bestimmen könnten.

    Demnach ist für mich dieses weibliche Verhalten eindeutig, wie etwa der Greif- oder Saugreflex genetisch vorgegeben, was nicht ausschließt, dass Erziehung und Umfeld die natürlichen Vorgaben etwas beeinflussen, „verschieben“ können.

    Den Körperbau betreffend, ist wohl unstrittig, dass das sich später in der Pubertät typisch breiter ausbildende weibliche Becken ebenso genetisch vorgegeben ist.

    Genauso wie diese weibliche Silhouette, dieses Trio (Brüste, Taille und Becken/Hüfte), wie auch Gesichtszüge und weiblicher Habitus als eine Art Muster im Mann genetisch abgelegt sind und bei Erkennung bzw. innerem Abgleich mit diesen Mustern dessen „Interesse weckt“.
    Der Mensch als Mustererkenner eben.

    Noch vor wenigen Jahren standen in der Damenabteilung eines Kaufhauses meiner Stadt weibliche Rümpfe (also „Schaufensterpuppen“ ohne Kopf und Gliedmaßen) wohl noch aus den 60er oder 70er Jahren stammend, zwecks Präsentation von Unterwäsche oft ungenutzt herum. Deren purer Anblick, seine Ästhetik war für mich zumindest anregend.

    Einfach deshalb weil solche früheren Rümpfe Frauenkörper noch so darstellten, natürlich idealisiert, wie er im Normalfall auch ist („gynäkoides Becken“ genannt, im Volkmund sprach man einst, nicht despektierlich sondern als Privileg gemeint, vom „gebärfreudigem Becken“).

    Nun haben über die letzten Jahrzehnte diverse Ereignisse dieses Muster, diese Anschauung durcheinander gebracht. Dahinter standen leider auch wieder mal Geschäftideen.

    Heute sind Schaufensterpuppen oft abstrahiert oder gar endsexualisiert gestaltet, ich vermute deshalb, um den Blick der Betrachters auf die Textilien zu lenken, denn die wollen ja verkauft werden, nicht die Schaufensterpuppe.

    Im Nebeneffekt bekommen dann aber u.U. junge Leute ein Zerrbild von weiblicher Attraktivität vermittelt und versuchen dies dann nachzuahmen bzw. ihre Partner gemäß dieses Zerrbildes auszuwählen.

    Ihren Teil dazu tragen dann etwa Modeschöpfer bei, die, weil nicht selten schwul und deshalb wohl auch keinen Blick für besagte frauliche Silhouetten verinnerlicht, dazu übergingen, in ihren Kreationen die weibliche Figur zu negieren und zunehmend entsprechend „burschikose“ Mannequins mit wenig ausgeprägten weiblichen Attributen zu bemühen.

    Da hier der gesellschaftliche (Mode-) Druck stärker zu sein scheint als besagte im Mann wohl abgelegte weil letztlich für die Gesundheit von Mutter und Kind auch wichtige weibliche Formenmuster, scheint das allgemeine neue Schönheitsideal „burschikose“ also schmalhüftige Frauen zu sein.

    Und heute werden sogar nicht nur in Discounter-Prospekten dargestellte Damenhosen oder Strumpfhosen in dieser Form gezeigt, bei der im Gegensatz zur Natur und früheren Abbildungen das Becken deutlich schmäler dargestellt werden als die breiteste Stelle des Oberschenkelknochens („großer Trochanter“).

    Normal ist jedoch, dass Beckenbreite und besagter „großer Trochanter“ fast gleich breit sind und der Übergang zur Taille, auch dank entsprechender Fettverteilung, abrupter verläuft und dadurch das Verhältnis Taille/Hüfte viel deutlicher hervortritt und entsprechend auch die männlichen Sinne positiv anregt.

    Wer sich die Mühe macht und alte Kataloge aber auch alte Allerweltsfotos betrachtet, wird erkennen, welche dramatische Fehlentwicklung momentan abgeht, alles des Profites wegen

    So haben sich gefühlt in gerade mal 2 Jahrzehnten wohl die Prioritäten der Männer verschoben, hin zu aufwändigen Frisuren, Schminken und Brüsten auf Kosten der für Mutter und Kind gesunden Beckendimensionen.
    Und der Schlankheitswahn hat dazu geführt, das „Hüftspeck“ verpönt ist, obwohl dieser Hüftspeck sich aus einer gesunden Mischung von Beckenknochen und Fettschicht bildet, nicht vom Fett allein.

    Eine fatale Entwicklung, dieses neue „Schönheitsideal“ die zu mehr medizinisch notwendigen Kaiserschnitten führt, was dann auch noch dem Kind den wichtigen Kontakt mit der Scheideflora vorenthält und es wohl sein Leben lang geringer ausgeprägte Keim-Abwerkräfte vorweist und immer mehr abhängig von Pharma-Produkten wird.

    Dieses Dilemma sollen jetzt sogar schon manche „Experten“ heraus gefunden haben und schmieren angeblich nun dem Kaiserschnitt-Neugeborenen etwas Scheidenschleim auf den Mund.

    Nun geben Frauen ihre Schmalhüftigkeit mit einiger Wahrscheinlichkeit an ihre Nachkommen weiter wodurch dann nötige Kaiserschnitte dann irgendwann generationsübergreifend fast schon Standart werden könnten.
    Man könnte fast meinen, da steckt Kalkül dahinter, des Profites wegen. Denn Kaiserschnitte werden mehr Einnahmen bringen als normale Geburten. Dazu kommen dann noch die profitablen aber medizinisch nicht notwendigen Schicki-Micki-Mode- Kaiserschnitte.

    Frauen waren schon immer den Männern intellektuell überlegen, damit auch sprachbegabter. Das hat sich evolutionär so ergeben, den wie soll eine körperlich schwächere Frau einem starken Mann Paroli bieten können, wenn nicht mit Intellekt als Gegenstrategie.

    Das müssen schon vor tausenden Jahren die Männer auch erkannt haben, also erfanden sie zwecks Machterhalt das Märchen, die Frau sei aus der Rippe des Mannes entstanden, ist also lediglich dessen minderwertiger Ableger. Somit begann wohl die bekannte jahrtausende dauernde Unterdrückung der Frau.

    Tatsächliche ist jeder Embryo anfänglich weiblich, also ist Männlichkeit tatsächlich ein Ableger von Weiblichkeit und nicht umgekehrt.

    Das so genannte Y-Cromosom ist ein stark verkrüppeltes X-Cromosom, mit der Neigung in zunehmendem Alter immer kaputter zu gehen. Wohl deshalb, neben anderen Ursachen, haben Männer eine geringere Lebenserwartung.

    Die meisten männlichen Dichter, Denker, Erfinder, Tüftler, Musiker, Maler tragen mehr weibliche Züge in sich als „normale“ Männer.
    Das sind die Männer, die dann zuweilen als „zart besaitet“, „Weicheier“ oder „Warmduscher“ verunglimpft werden von Leuten die dann im nächsten Moment ihr Smartfon einschalten, sich in ihr Auto setzen oder Musik und Kunst generell genießen, deren Entstehung sie aber den „Weicheiern“ zu verdanken haben.

    Es gibt zahlreiche Fälle aus Wissenschaft, Forschung und Kunst, deren Errungenschaften von Frauen stammten, deren Chefs oder Ehemänner sich aber als Urheber ausgaben, entweder ohne Wissen der Frauen oder weil intelligente Frauen noch nicht in den Zeitgeist passten, sie eher für Kinder und Herd zuständig erachtet wurden und studierende Frauen sowieso undenkbar waren. Also waren die Vermarktungschancen größer, wenn sich die Männer als Urheber ausgaben (z.T. vielleicht sogar in Absprache mit ihren Frauen).

    Warum spricht man zumindest in unserem Kulturraum von „Muttersprache“ und „Vaterland“ und nicht umgekehrt.
    Weil Frauen um Welten sprachbegabter als Männer sind (Sprache als Mutter jeglicher Geistesleistung), was sich evolutionär so entwickelte, weil die Männer ja außer Haus waren weil sie was anderes zu tun hatten, nämlich einsam jagen oder kriegerisch „Vaterländer“ schaffen, wobei sie nie sonderlich viel reden mussten, wogegen die Frau und Mutter ihren Kindern das Sprechen beibringen mussten.

    Kein Mann muss bei solchen Erkenntnissen Minderwertigkeitskomplexe bekommen.
    Mann wie Frau haben nach wie vor ihre Existenzberechtigung sie ergänzen sich gesellschaftlich wie biologisch (ohne dies gibt es nun mal keinen Nachwuchs..) .

    Was heute alles so abläuft, dieses krampfhafte Bemühen die Frau aufzuwerten, sei es mittels Emanzipation oder Genderquatsch ist überflüssig weil es an der Frau nichts aufzuwerten gibt, weil sie per se bereits ganz oben steht und dem Mann in vielerlei Beziehung überlegen ist.

    Deshalb ist auch Frauenfußball zu initiieren, nur mit der Motivation, damit die Frau „aufwerten“ und „emanzipieren“ zu wollen, überflüssig.
    Ebenso Medienvertreter, die derartige Motivationen einfach da hinein dichten wollen, weil es gerade chic ist darüber zu reden und weil es die Verkaufszahlen oder Klicks ihres Mediums erhöht

    Es spricht absolut nichts gegen ideologiefreies Frauen-Fussball oder Frauen-Tour de France usw.
    Aber warum kommt man jetzt erst darauf, zumal bei Sportarten, die es schon „etwas länger“ gibt.

  11. Unfaßbar finde ich die schrägen Kommentare von Männern angesichts der simplen Tatsache, daß Frauen Fußball spielen, und dies ganz offensichtlich mit Können, Spielfreude und Einsatz! Offenbar wird das Idealbild, das viele Männer von Frauen haben, durch den körperlichen Einsatz der Frauen bis hin zu aufgeschlagenen Knien massiv gestört. Übersehen wird dabei, daß alle Frauen auch männliche Anteile haben, so wie alle Männer auch weibliche. Was ist dagegen einzuwenden, wenn Frauen, die Spaß daran haben, diese Anteile ebenfalls auszuleben, das im Rahmen eines Fußballspiels tun, in dem es richtig zur Sache geht!?
    Mer moot och jönne könne!

  12. Frauenfussball ist über die Zeit viel besser geworden. Aber Frauenfussball ist wie Frauenbasketball. Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lang nicht Dasselbe. Und am Geld merkt man den Unterschied. Überläßt man die Bezahlung dem doch immer so vielgepriesenen Markt, zeigt sich der Unterschied von ganz alleine.

    Darum auch das aktuelle Geheule. Wir wollen auch so viel wie die Männer. Meine Antwort ist, dann spielt auch genauso wie die Männer. Können sie natürlich nicht. Werden sie auch nie können. Sind halt Frauen. Weniger Muskelmasse, weniger Testosteron. Eine Frauenmannschaft hätte gegen eine Männermanschaft nicht den Hauch einer Chance. Macht doch aber auch nix. Solange sie Freude daran haben spielen sie halt. Und wer Freude daran hat, schaut halt zu. Und gut is!

  13. Abseits tiefenpsychologischer Betrachtungen oder dessen, was man dafür hält, sollte man eines bedenken: Gerade Fußball – egal, was da nun von hochbezahlten Männern oder weniger bezahlten Frauen zusammengekickt wird – ist quasi der einzige Kulminationspunkt, in dem man noch auf nationales Bewusstsein trifft. Das gilt erst recht für das Ausland, wo an jedem Schrebergarten oder Hotel die Nationalflagge weht (USA; Schweiz, Frankreich,Italien, u.a.) Da stehen beim Empfang einer Mann- oder Frauschaft eben keine Orientalen, Araber oder Schwarze, die da schwarz-rot-gold wedeln, sondern man kann sicher sein, dass diese eben aus und mit Überzeugung Immer-noch-Deutsche sind. Dass dies noch der einzige Anlass ist, bei dem Fahnen dieser Farbkombination geschwenkt werden, ist zwar deprimierend, aber es ist zumindest ein hoffnungsvoller Rest.

    Vollkommen daneben ist aber wieder einmal eine Kapitäninen-Binde bei der deutschen (und nur der deutschen!) Frauschaft mit dem missbräuchlich sexualisierten Regenbogen. Das ist dann doch kein Deutschland mehr – einzig aus infantiler Ignoranz und in kompletter Verkennung des Geistes dieses Wettbewerbs. Einfach dumm!

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