Freitag, 19. Juli 2024
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Die ARD und das „Reichsbürger-Jubiläum“

Die ARD und das „Reichsbürger-Jubiläum“

Vor einem Jahr: Giga-Razzia mit Beweissicherung im Verfahren gegen “Heini Prinz Reuß & Co. (Foto:AUF1)

Am 7. Dezember jährte sich erstmals die mit ungeheurem medialem Getöse orchestrierte Aufdeckung des „Reichsbürgerputsches”, mit dem geriatrische Rentnerrebellen um den Adelsspross Heinrich XIII. Prinz zu Reuß die angebliche Wiederherstellung des Deutschen Reiches von 1871 betrieben haben sollen. Trotz aller Zweifelhaftigkeit muss der Stoff natürlich weitergesponnen werden – was die ARD diese Woche in einer „Dokumentation“ besorgte.

Das überrascht nicht: Der Linksstaat und seine Medien versuchen bis heute, der Öffentlichkeit einzureden, dass allen Ernstes einige betagte Wirrköpfe einen konkreten Staatsstreich geplant hätten – einschließlich der Entführung Karl Lauterbachs aus einem TV-Studio (von wo sonst?) -, der im letzten Moment gerade noch habe verhindert werden können.

Reichlich spinnert, aber nicht militant

Tatsache ist, dass die Beweislage alles andere als erdrückend war und es ein Jahr lang offensichtlich noch nicht genug Beweise für eine Anklageerhebung gegen die angeblichen Umstürzler gab – auch, wenn die „Tagesschau“ berichtet, man habe nun 27 Anklagen zusammen, die demnächst erhoben werden sollen. Auch sonst blieb es das ganze Jahr über erstaunlich ruhig, obwohl man doch erwarten würde, dass die Medien ständig neue Hintergründe über eine derartig existenzielle Bedrohung liefern würden.

Zum einjährigen „Jubiläum” hat die ARD nun aber doch eine „Dokumentation“ vorgelegt, in der sie den Hintergründen des ach so gemeingefährlichen „Reichsbürgernetzwerks nachging. Dass es sich dabei um eine zwar reichlich spinnerte, aber eben weder militante noch zu konkreten Taten fähige Truppe irregeleiteter Phantasten handelt, war schon lange vor dieser taktischen Inszenierung des Faeser-deutschen Staatsapparats mit über 3.500 eingesetzten Beamten klar.

Wenig Neues mit viel tendenziöser Schlagseite

Auch in der ARD-Doku kommt hier nicht viel Neues heraus. Der Unsinn, den die Möchtegern-Putschisten sich in Chatrooms und bei Treffen zusammengesponnen haben, wird da ernsthaft als eine reale Umsturzgefahr dargestellt – ohne dass erwähnt würde, dass die Protagonisten zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd die nötigen Mittel und die Organisation für eine Aktion hatten, die den Namen Putsch verdient hätte.

Am Ende wird dann noch die Schnurre geschildert, wonach Prinz Reuß, der Kopf der Gruppe, den früheren Ehemann Sahra Wagenknechts, Ralph Niemeyer, wegen dessen Kontakten zur russischen Regierung quasi als Geheimemissär zu Wladimir Putin geschickt hatte, um diesem einen Brief zu übergeben, in dem Reuß um „russische Militärhilfe ”ersuchte, um „die 26 Staaten des unauflöslichen und ewigen Bundes wiederherzustellen“.

Wagenknecht-Ex Niemeyer und ein Brief für Putin

Niemeyer, der jegliche Kontakte zur Reichsbürgerszene bestreitet, war zwar rund zwei Monate vor der Reichsbürger-Razzia tatsächlich „auf Einladung von ganz oben zu Gast in Russland gewesen“. Der Rechtsanwalt Friedemann Däblitz weist darauf hin, er habe dort unter anderem „öffentlichkeitswirksam“ den Außenminister Sergei Lawrow getroffen.

Den Brief von Reuß habe er nie übergeben, weder an Lawrow noch an Putin, sondern ihn – nach der Razzia – dem deutschen Verfassungsschutz übergeben, weil er ihm suspekt vorgekommen sei. Also nicht etwa der Polizei – die doch der natürliche erste Adressat gewesen wäre -, sondern gleich dem Inlandsgeheimdienst. Die Polizei habe dann Niemeyers Wohnung durchsucht, obwohl der Brief dem Verfassungsschutz bereits vorgelegen habe.

Bekanntes Geheimdienstmuster

Allein schon aus dieser Darstellung drängt sich für manch einen Beobachter der Verdacht auf, dass Niemeyer im Auftrag des Verfassungsschutzes gehandelt haben könnte. Dieses Muster ist seit dem gescheiterten NPD-Verbot von 2003 hinlänglich bekannt. Im sich damals anschließenden Prozess hatte sich herausgestellt, dass die Partei – die, wie heute die „Reichsbürger“, ebenfalls zur riesigen Staatsbedrohung aufgebauscht worden war, – tatsächlich fast mehr V-Leute des Verfassungsschutzes als tatsächliche Mitglieder hatte.

Damals wie heute stellt sich die Frage, zu welchem Anteil die stete „Bedrohung von rechts“ in Deutschland real ist und nicht vielmehr eine Fabrikation der Geheimdienste und des Linksstaats, der so von den eigentlichen subversiven Bedrohungen – Islamisten, Linksradikalen und Antifa, Klimaextremisten – ablenken will.

Ausgeblendete Ungereimtheiten

Auch im Verfahren gegen die rechtsradikale „Gruppe S wurde ein V-Mann zum Hauptbelastungszeugen, der sein halbes Leben wegen unzähliger Straftaten im Gefängnis verbrachte und schwerste psychische Probleme aufwies. Seine Glaubwürdigkeit war mehr als zweifelhaft.

Aber auf solche seltsamen Ungereimtheiten, die sich auch aus dem Verhalten Niemeyers ergeben, geht die ARD in ihrer Dokumentation gar nicht erst ein. Lieber transportiert sie das erwünschte Bild von den gemeingefährlichen Reichsbürgern, anstatt die Regierung anzuprangern, die sich offenbar ihre eigenen Bedrohungen erfindet, weil sie mit den realen Problemen nicht fertig wird – insbesondere mit der Massenmigration – oder gar nicht mit ihnen fertigwerden will.

Die wahren Bedrohungen werden verschwiegen

Mit einigen Rentnern, die sich irgendwelchen Unsinn zusammenphantasiert haben, kommt man eben wesentlich leichter zu Rande als mit jungen Islamisten, kriminellen Clans, Linksradikalen oder Klimaterroristen der „Letzten Generation“. Andere Medien springen ebenfalls bereitwillig auf diesen Zug auf: „Der Antisemitismus erstarkt. Hamas-Freunde schreien auf unseren Straßen israelfeindliche Parolen. Viele Juden fühlen sich hierzulande zu Recht bedroht. Ist die Demokratie in Deutschland nicht längst angezählt?“, fragt etwa eine „Focus“-Autorin, bevor sie zu der ARD-“Doku” überleitet.

Dass der Antisemitismus in Deutschland nahezu ausschließlich von arabisch-islamischen Migranten und ihren linken Freunden ausgeht, erwähnt sie mit keinem Wort. Stattdessen wird insinuiert, die Reichsbürger seien eine reale Gefahr für Juden in Deutschland. So wird das Narrativ von Nancy Faeser und Co. wieder einmal pflichtschuldig weiterverbreitet. Drängende Fragen, wieso nach einem Jahr keine Anklagen vorliegen, wenn es doch angeblich überwältigende Beweise für die Schuld der Putschisten gab und die Aktion unmittelbar vor der Ausführung stand, werden gar nicht gestellt.


Dieser Beitrag erschien zuerst auf AUF1info.

12 Responses

  1. Steckt die Lügenmärchen in den Arxxx.
    Für wie dumm wollen uns politisch geistige Tiefflieger
    eigentlich halten?

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  2. Das Volk wird immer blöder, die Gehirnwäsche immer billiger. Deutschlands Tage als geistige Hochkultur sind längst gezählt. Die Mehrheit lässt sich gerne belügen und akzeptiert nur noch das als Wahrheit, was ihr in den Kram passt.

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  3. Das ganze erinnert sehr stark an Michael Ballweg. Der wurde weil er zu unbequem war auch einfach mal weg gesperrt. Das sind die Lügenmärchen die man immer wieder zündet damit nur ja nicht die Gelder im Kampf gegen Rechts versiegen. Das könnte bei der jetzigen Situation im Haushalt ganz von alleine passieren. Hoffe es trifft sie alle!

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  4. Erstes Bundesland als rechtsextremistisch eingestuft
    https://opposition24.com/satire/erstes-bundesland-als-rechtsextremistisch-eingestuft/

    Der Verfassungsschutz hat den Freistaat Sachsen als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Damit kann das Bundesland nun mit nachrichtendienstlichen Mitteln umfassend beobachtet werden. Als Begründung führte die Behörde die hohe Zahl sogenannter Reichsbürger, Klimaleugner und Impfgegner an, sowie die erhöhte Bereitschaft, bei Wahlen für die AfD zu stimmen.

  5. Die einzige interessante Frage, die sich für mich nach der Lektüre stellt, ist folgende: Warum trifft sich der russische Außenminister mit einer Null wie Niemeyer?

    Mutmaßliche Antwort: Er will Faesers Narrativ von hochverräterischen und brandgefährlichen “Reichsbürgern” stützen.

    Letztlich sind fast alle Regierungen der Welt Marionetten eines Stammes, der die Weltherrschaft und – auf dem Weg dorthin – die Vernichtung Deutschlands anstrebt. Deshalb sind auch die ganze Narrative von den guten Russen und bösen Ukrainern bzw. umgekehrt so schwachsinnig. Letztlich sind alle Feinde vom selben Schlag wie “unsere” Regierung, die unsere Vernichtung anstreben.

    Bis vor wenigen Jahren war ja auch die deutsche Sektion von “Russia Today” migrantenfreundlich bis zu geht nicht mehr und die Deutschen, die nicht ausgerottet werden wollten, böse “Rassisten”.

    Interessanterweise war ja auch unter den Ukrainern, die mutmaßlich die Nordstream-Pipelines in die Luft gesprengt haben, eine russische Agentin, die jedoch von unseren Lügenmedien kaum beachtet wird, obwohl man es annehmen müsste, wenn man unseren Propagandamedien erst nähme, die uns dauerend von der “russischen Gefahr” erzählen. Und komischerweise hatte ja auch Russland die Gassendungen via dieser Pipelines vorher eingestellt, als wüsste man bereits, was geschehen wird.

    Auch die Rolle Russlands im “Wirecard”-Schwindel wird ja auch von allen Seiten nur sehr unzureichend beleuchtet, und die BRD-Regierung hat auch kein Interesse an einer Aufklärung, obwohl die Russen ja angeblich deren Feinde sind. Man lehnte ein Interview mit dem in Russland befindlichen mutmaßlichen Haupttäter ab.

    Vor diesem Hintergrund waren die verhafteten “Reichsbürger” natürlich sehr dumm und naiv, eine Befreiung von Putin zu erhoffen. Lustig natürlich auch, wie der Prinz – freilich ganz uneigennützig – davon faselt, „die 26 Staaten des unauflöslichen und ewigen Bundes wiederherzustellen“, damit er im deutschen Flickenteppich ein Herrscher sein kann.

    Doch bei allem Spott: Diese “Reichsbürger” haben im Gegensatz zu den meisten BRD-Insassen wenigstens den Ernst der Lage erkannt. Und sie sehen auch, dass eine Befreiung von unseren Vernichtern via Volksaufstand aussichtslos ist, da die meisten Deutschen unter der Hypnose eines teuflischen Propagandanetzwerks stehen, das einen von der Wiege bis zur Bahre einwickelt. Und sie griffen in ihrer Verzweiflung dann nach dem Strohhalm eines “deus ex machina”. Alles irgendwie auch menschlich. Und sofern sie keine bezahlten “agents provocateurs” sind, verdienen sie auch ein gewisses Mitgefühl.

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  6. Ich habe eigentlich keinen Zweifel daran, dass die Reichsbürger nichts ernst gemeint haben, sondern in einer geschossenen Chatgruppe Dampf abgelassen haben. Das hielten sie wohl für sicher. Sie glauben anscheinend an den Rechtsstaat BRD. Sie sind ja alle anständige bürgerliche Konservative, die ganz normal gehobenen bürgerlichen Berufen nachgingen, und keineswegs senil oder irre wirken. Das wurde im TV derart gewürdigt, dass sie zwei Gesichter hätten. Für mich bedeuten diese Vorgänge, dass ich beim Schreiben von Kommentaren Angst habe, denn dieser Staat kann jeden Bürger abholen und mitnehmen.

  7. Chemnitz und die “Hetzjagden” – Rückblick auf eine konstruierte Wirklichkeit
    Kanzlerin Merkel hatte 2018 erklärt, in Chemnitz habe es “Hetzjagden auf Ausländer” gegeben. Der Verfassungsschutzpräsident, der dem widersprach, wurde entlassen. Nun wird die Geschichte wieder aufgewärmt, anlässlich von Prozessen, die sich eigentlich um die Manipulation der Wirklichkeit drehen sollten.

    https://meinungsfreiheit.rtde.live/meinung/189538-chemnitz-und-hetzjagden-rueckblick-auf/