Die „Documenta“ und der deutsche Kulturmasochismus

Woran es inhaltlich und politisch in Kassel mangelt… (Symbolbild:Imago)

Die „Documenta” in Kassel taumelt von einem Skandal zum nächsten: Schon Monate vor ihrem Beginn sah sich die alle fünf Jahre stattfindende Kunstausstellung Vorwürfen ausgesetzt, die Darstellung von Antisemitismus mindestens zu dulden, wenn nicht gar aktiv zu fördern. Die Generaldirektorin Sabine Schormann musste deswegen bereits ihr Amt niederlegen. Geändert hat sich jedoch bis heute nichts. Die Macher der zeitgenössischen Kunstschau verballern dort – unter dem Jubel ihrer verstiegenen feuilletonistischen Geschwister im Geiste – deutsche Steuergelder, um genau das zu verherrlichen, was hierzulande sonst als No-Go und Verbrechenstabu gilt, und dessen Bekämpfung von der Politik seit Jahren wie eine hohle Monstranz hochgehalten wird: Israel- und Judenhass, Intoleranz, Hass und Hetze. Denn dass die Documenta tatsächlich – und weiterhin – ein Tummelplatz für Antisemiten und linksextreme Kulturmarxisten ist, die sie dankbar für ihren Aktivismus missbrauchen, bestätigt nun ein weiterer Skandal um einen Hass- und Hetzkünstler ersten Ranges.

Konkret geht es dabei um den britischen „Künstler“ Hamja Ahsan, einen bengalischen Muslim, der über Facebook – dort natürlich unzensiert, also im Einklang mit den „Gemeinschaftsstandards“ – folgendes absonderte: „Fick Nato, fick neoimperialistisches Deutschland, fick die EU. Ich bin froh, nicht mit diesem neoliberalen, faschistischen Schwein Olaf verbunden zu sein. Ich will ihn nicht in meiner Documenta-Ausstellung.“ In einem weiteren Post schrieb er: „Zwei Schweine. Boris und Olaf“, womit er auch den britischen Premierminister Boris Johnson in seine Tiraden einbezog. Selbst wer – aus unterschiedlichen politischen Orientierungen – Scholz und/oder Johnson rundheraus als Politiker ablehnt und kritisiert, bei dem müssen angesichts dieser diskurs- und demokratieverachtenden Tiraden auf dem Niveau einer SA-Saalrede alle Alarmglocken schrillen.

Kein Tourette, sondern Verbalnotdurft mit Vorsatz

Nachdem der hessische FDP-Abgeordnete Stefan Naas auf diese Ausfälle öffentlich aufmerksam gemacht hatte, geriet er selbst ins Visier Ahsans: Prompt titulierte dieser Naas als „rassistischen, neoliberalen Apartheids-Regime-Lakaien“ und – ebenfalls – als „neoliberales Schwein“. Natürlich dürfen auch die üblichen Hass-Ausfälle gegen Israel nicht fehlen: Wiederholt sprach Ahsan von einer „Zionisten-Lobby“ und bezeichnet Israel als „Apartheid-Regime“, womit er die in diesen Kreisen so beliebte antisemitische Phraseologie nachbetet, die sich als „Anti-Zionismus“ tarnt, in Tat und Wahrheit aber reiner Judenhass ist.

Primitivling Ahsan, dem man nicht einmal irgendeine Art Tourette-Syndrom als mildernde Ursache seiner Verbalnotdurft zubilligen kann, unterstützt natürlich auch die israelfeindliche Kampagne BDS („Boycott, Divestment and Sanctions“). Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), erklärte gegenüber „Bild“: „Schlimmer als die eindeutig strafbare Beleidigung des Bundeskanzlers sind meines Erachtens die Terror-verharmlosenden Werke von Hamja Ahsan. Er verharmlost den Terrorismus der PFLP-GC und der al-Aqsa-Märtyrerbrigaden... Eine Distanzierung von deren Terror habe ich nirgendwo gefunden. Sein Humor geht auf Kosten der Terroropfer.“ Als Grüner kann sich Beck natürlich die Behauptung nicht verkneifen, es gehöre „zum Repertoire links- wie rechtsextremistischer Agitatoren, alles und jedes politisch Unliebsame als Faschismus oder Nationalsozialismus zu bezeichnen. Faktisch ist das immer eine Relativierung von Faschismus und Nationalsozialismus.“ Dass dies allerdings ein exklusives Privileg der äußersten Linken ist, während sich echte Rechtsradikale wohl kaum negativ über Faschismus oder Nationalsozialismus äußern würden, unterschlägt Beck geflissentlich.

Feige Reaktionen von Ausstellungsleitung und Politik

Wie alle linksextremistischen Agitatoren findet Ahsan auch nichts dabei, sich von demselben Staat, dessen Spitzenrepräsentanten er (ob in der Sache zu Recht oder nicht, in der Form jedenfalls indiskutabel) verunglimpft, finanzieren zu lassen. Die Documenta wird vom deutschen Staat hauptalimentiert, alleine mit 3,5 Millionen Euro durch die Kulturstiftung des Bundes und damit der Regierung des „neoliberalen, faschistischen Schweins”, in diesem Fall vertreten in Person der islamophilen grünen Kulturstaatsministerin Claudia „Fatima“ Roth.  Trotzdem fand eine Distanzierung der Documenta von Ahsan bislang nicht statt. Diese wäre vermutlich ohnehin nur ein bloßes Lippenbekenntnis, weil man davon ausgehen kann, dass dessen niedere Gesinnungen und Ansichten von weiten Teilen des nahezu ausschließlich linksdurchwirkten und zumindest latent antisemitischen deutschen Kunst-Establishments wiedergibt. So verwundert es dann auch nicht weiter, wenn eine Documenta-Sprecherin nichtssagend mitteilt: „Die documenta steht für einen sachlichen und respektvollen Umgang miteinander. Es ist aber nicht die Aufgabe der documenta, Äußerungen von Beteiligten außerhalb der Ausstellung zu kommentieren.“ Mit solchen Presseerklärungen ließe sich sogar eine Neuauflage der „Entartete Kunst”-Ausstellungsreihe des Dritten Reichs oder jede andere Niedertracht der NS-Kulturpolitik kommentieren.

Immerhin ist die politische Opposition gegen die Abgründe einer charakterlosen, verlogenen und moralisch degenerierten Kunstszene noch nicht ganz zum Erliegen gekommen: Wie auch schon die (medial diesbezüglich allerdings totgeschwiegene) AfD, fordert jetzt auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Müller-Rosentritt, der Kasseler Ausstellung endlich die Steuermittel zu streichen. „Was muss noch geschehen, bis die Finanzierung der Documenta 15 mit Steuermitteln beendet wird? Dass eine Bühne für Judenhass und Hetze gegen Israel geboten wurde und immer noch wird, ist schon Grund genug für einen Stopp der Förderung. Nun bekundet aktuell ein Documenta-Künstler ganz unverhohlen seine Unterstützung für BDS. Im Bundestag haben wir 2019 beschlossen, dass keine Bundesmittel für BDS verwendet werden dürfen. Frau Staatsministerin Roth, beenden Sie diesen ekelhaften Irrsinn!“ Von der sonst so redseligen Claudia Roth ist noch keine Reaktion bekannt.

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