Dienstag, 21. Mai 2024
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Die FDP-Basis hat den Ernst der Lage begriffen – im Gegensatz zu Lindner

Die FDP-Basis hat den Ernst der Lage begriffen – im Gegensatz zu Lindner

Totengräber der eigenen Partei: Buschmann und Lindner (Foto:Imago)

Ihre Beteiligung an der Ampel-Regierung hat den FDP-Ministern zwar die üblichen Privilegien eingebracht, beschert der Partei aber eine Wahlniederlage nach der anderen. Wie es weitergehen wird, ist klar, und dies zu erkennen bedarf keiner Kristallkugel: Entweder fliegt die Partei komplett aus Landtagen oder hangelt sich letztmalig haarscharf an der 5-Prozent-Hürde vorbei, bis sie dann spätestens 2025 final im BRD-Geschichtsalbum verschwindet – oder irgendjemand zieht die Notbremse und lässt die Regierung platzen, um Neuwahlen zu erzwingen, und inwiefern dies die FDP zu retten vermag, wird maßgeblich davon abhängen, wie sehr ihr in der öffentlichen Wahrnehmung hierbei das Verdienst zukommt, dem grauenhaften historischen Betriebsunfall der Scholz-Regierung aus eigener Einsicht den Garaus gemacht zu haben.

Dass die FDP nicht gewählt wurde, um als Erfüllungsgehilfe von SPD und Grünen bei der wirtschaftlichen Zerstörung Deutschlands und der Umsetzung linker Wahnprojekte zu dienen, ist Parteichef Christian Lindner und seiner Clique entweder nicht klar oder, wahrscheinlicher, egal, weil man sein Ministergehalt und lukrative Anschlussverwendungen über die Zukunft der Partei stellt. Dies wird offenbar auch immer mehr Basis-Mitgliedern klar: In einem Brandbrief forderten 26 Kommunal- und Landespolitiker nun den Austritt der FDP aus der Ampel-Regierung.

“Zu Recht abgestraft”

Die letzten Wahlen haben deutlich gezeigt, dass explizit die FDP von den Wählern in Deutschland für die Leistungen der Bundesregierung abgestraft wurde“, heißt es darin. Die Migrationsdebatte drehe sich mit wachsender Geschwindigkeit um sich selbst, Fortschritte gebe es „nur bei den Stimmanteilen der AfD und bei der Kriminalität“, ehrliche Arbeit sei weniger attraktiv als das Bürgergeld, die Energiepolitik der Ampel sei mit einem jemandem vergleichbar, „der ohne Fallschirm aus einem Flugzeug springt und dabei fest darauf baut, dass ihm auf dem Weg nach unten schon jemand einen Fallschirm bringen werde“, so die weitere Diagnose. In der Ampel-Koalition verbiege die FDP sich „bis zur Unkenntlichkeit“. Das werde von den Wählern „zu Recht abgestraft“. Die Partei nehme sehenden Auges in Kauf, dass ihr politisches Erbe von ‘Partnern’ beschädigt“ werde. Der Parteivorstand wird aufgefordert, sich „ernsthaft“ mit den bestehenden Alternativen zu beschäftigen „und ggfs. nach anderen Koalitionspartnern zu suchen, die für die Interessen Deutschlands und nicht für eine quasireligiöse Ideologie arbeiten.

Der Thüringer FDP-Chef Thomas Kemmerich, innerhalb der FDP als Schmuddelkind abgestraft und seit seiner durch Merkel-Ukas “rückgängig” gemachten legitimen Wahl zum Ministerpräsidenten samt seinem Landesparteitag innerparteilich diskriminiert, lobte den Brandbrief: Dieser  spiegele „die Stimmung wider, die es seit Längerem in Teilen der Partei und in der Bevölkerung gegenüber der Ampel gibt” und zeige, dass die Basis endlich „mutiger und lauter“ werde. Kemmerich sprach sich für eine „Deutschlandkoalition“ aus CDU, SPD und FDP als „Alternative der Vernunft” aus. Eine gute Idee, sofern man in diesem Dreibund die SPD durch die AfD austauscht – so herum könnte noch ein Schuh daraus werden. Auch dafür bräuchte es übrigens keine Neuwahlen, Scholz und sein Horrorkabinett könnten morgen schon durch konstruktives Misstrauensvotum abgewählt sein, wenn sich Merz und FDP endlich auf Inhalte statt idiotische Brandmauern und Etiketten besönnen und Politik im Interesse des Landes zu machen willens wären.

Selbstaufgabe einer einstigen Wirtschaftspartei

Bei Lindner stößt dies alles, einschließlich des Unmuts der FDP-Basis, erwartungsgemäß auf taube Ohren. Die Aufgabe der unterschiedlichen Ampel-Parteien sei es, “permanent auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen”, phraste er sich die Wirklichkeit schön. Er stehe zu den Kompromissen und Entscheidungen der Ampel und verkündete, dass er ihr so lange wie möglich “die Treue” halten werde. Den Grünen mache er „nicht zum Vorwurf, dass sie ein fundamental anderes Gesellschaftsbild haben als ich“, schwafelte er. Käme es allerdings an einen Punkt, an dem vertretbare Kompromisse nicht mehr gefunden werden könnten, gelte weiterhin sein Satz, dass es besser sei, nicht zu regieren, als falsch zu regieren.

Man kann angesichts solcher arroganten und uneinsichtigen Aussagen nur noch verzweifeln. Es ist erschütternd, dass Lindner die bisherige Selbstaufgabe der FDP in der Ampel tatsächlich für „vertretbar“ hält – zumal es bislang die Grünen waren, die sich in dieser Koalition am Ende noch mit allem durchgesetzt haben, sei es beim selbstmörderischen Atomausstieg, beim irrsinnigen Heizungsgesetz oder dem völlig absurden Selbstbestimmungsgesetz. Von Kompromissen kann hier gar keine Rede sein; Lindners und Buschmanns Beitrag bestand dabei stets darin, Kröten zu schlucken, ohne je zu erbrechen. Die ehemalige „Wirtschaftspartei“ der Liberalen hat innerhalb dieses faktischen Deutschlandzerstörungsbündnisses keinerlei eigene Akzente gesetzt und sieht dem Zusammenbruch des Wirtschaftsstandortes Deutschland tatenlos zu – und ihr eigener Chef hat offenbar kein Interesse daran, dass die FDP diese Koalition als Partei überlebt.

15 Antworten

  1. FDP – das Blättchen zwischen den Scherblättern SPD und Grün – genüßlich, genüßlich, sehr genüßlich wird es zerkleinert – und nur die Basis bemerkt es…
    Wer solche Häuptlinge hat sollte sich als Indianer selbstständig machen…

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  2. @FDP-BASIS HAT DEN ERNST DER LAGE BEGRIFFEN
    3 Jahre zu spät – sie hätten schon vor der Plandemie begreifen müssen, um wertvoll zu sein! Heute sind sie nur Leute, die ihren Platz am Futtertrog halten und sich vor der Verantwortung für die Staatsverbrechen drücken wollen !
    Besserverdienende eben !

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  3. Kann die Basis diesen grünen Marionetten nicht einfach den Stuhl vor die Türe stellen? Sprich die Basis ruft die Parteispitze ab? Diese Kriegstreiberin ebenfalls nicht vergessen! Weiß die überhaupt wer Hans-Dietrich Genscher oder Hildegard Hamm-Brücher ist? Die müßte doch vor Scham im Boden versinken, statt die Klappe derart dumm aufzureißen! Aber eins ist klar ich werde diesen gelben abgewirtschafteten Saustall nie wieder wählen, ist zwar lange her, aber mein Versprechen gilt auch lange. Wer solche Schädlinge in einer Partei zuläßt, dem gehört als Partei die kleiner 5% Quittung und ab in den Orks! Da habe ich keinerlei Mitleid mehr. Den astronomischen Schaden haben die erheblich mit zu verantworten, da gibts keine faulen Ausreden! Handelt endlich – Ihr schuldet das dem Deutschen Volk und ein Mindestmaß an Anstand kann man auch in heutigen Zeiten erwarten!

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  4. Ja ja “verstanden” hat die “Basis”, gar nichts. Hätten diese Ärsche irgendwas verstanden, dann hätten die Lindner nicht in den Posten gebracht und nie zugelassen, daß eine Junta mit Namen “Ampel” überhaupt entsteht. Die sehen gerade ihre Pfründe wegschwimmen, weil bis 2025 noch 2 Jahre sind (Buntetagswahl), aber vorher noch so einige Kommunal/Landtagswahlen, bei denen die FDP wohl überall rausfliegt. Mehr an “verstanden” gibt es da nicht, Angst um die eigenen Versorgungsposten.

    Und es sollte auch nicht sofort von Neuwahlen ausgegangen werden, sofern die FDP “geht”, es könnte Scholz auch einfach mit Merz ins Bett springen, GroKo Nummer 5. So wie Merz sich da schon an die SPD ranschleimt, ist dies mindestens so wahrscheinlich wie Neuwahlen.

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  5. Dahin wohin sie hingehören, alle zurückentwickeln und abtreiben inklusive den Heuchler Kubicki! Sie wurden wissentlich benutzt weil ihre Gier überwog. Mit lieber gar nicht regieren als schlecht regieren haben sie sich sich selbst belogen und hoffentlich für immer in der Versenkung katapultiert! Adios Amigos!

  6. Man schenke den beiden Herren bitte ihren ersten Rasierapparat! Mit über 50 wird es höchste Zeit! Ich habe meinen zur Konfirmation bekommen..!

  7. Bei einer möglichen schwarz-rot-gelben Konstellation bliebe alles beim alten, da die rot-grün getünchten Schwarzen auch bisher schon bei allen Schandtaten der Deutschland zerstörenden Ampel mitgestimmt haben! Demnach würde sich nichts zum Besseren für unser geschundenes Land verändern, es ginge es weiter bergab!

    Aber keine Sorge, soweit wird es nicht kommen, da die gelbe Umfall-Partei an der 5%-Hürde scheitern wird, die Schwarzen nicht über 20% und die Roten nicht über 10% Wählerstimmen erhalten wird. Und dann aus die Maus.
    Bei einer möglichen schwarz-rot-gelben Konstellation bliebe alles beim alten, da die rot-grün getünchten Schwarzen auch bisher schon bei allen Schandtaten der Deutschland zerstörenden Ampel mitgestimmt haben! Demnach würde sich nichts zum Besseren für unser geschundenes Land verändern, es ginge es weiter bergab!

    Aber keine Sorge, soweit wird es nicht kommen, da die gelbe Umfall-Partei an der 5%-Hürde scheitern wird, die Schwarzen nicht über 20% und die Roten nicht über 10% Wählerstimmen erhalten wird. Und dann aus die Maus.

  8. Die Basis der FDP ist solange eine Lachnummer, solange sie nicht die AFD als Koalitionspartner ins Spiel bringt. Alles andere ist doch nur noch Etikettenschwindel. Aber der Wähler ist zugegebenermaßen auch entsprechend blöd, das Spiel immer wieder mitzuspielen.

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  9. Die sind alle reichlich geschmiert. Leute, hier läuft ein Plan minutiös ab. Offensichtlicher geht es schon überhaupt nicht mehr.
    Jetzt kommen dann noch ganz viele Palänser. Deutschland ist im Eimer, rette sich wer kann.

  10. Lindner, besser ganz miese ./. das deutsche Volk regieren um Macht ausüben zu dürfen und sich den Staat insbes. aus eigenen Zwecken zur Beute zu machen.

    Wie billig und dreckig ist das denn, das man grünlinker Politik seiner vermeintlichen Partnern in einer Lakaienschaft absegnet, nicht wahr Buschmann !

    Die maßgeblich Gelben sind für mich nur noch große Löcher in der politischen Landschaft und sie werden nicht gebraucht, können ganz schnell weg.

    Ab geht es unter 5 % und das Grab ist bereits geschaufelt !

  11. Stürzt erst Lindner und dann die Ampel. Das ist die einzige Lösung. Entweder Typen wie Lindner, Buschmann und Konsorten verlieren ihren Job, oder die FDPler in den Landesparlamenten.