Eine Woche Krieg oder: Von Kindern, die in Brunnen fallen (II)

Abgründe und Perspektiven / 2. Teil

(Symbolbild:Imago)

Fortsetzung des gestrigen Beitrages

Nun beginnt also eine Zeitenwende, so werden wir jedenfalls gebrieft und konditioniert. Fakt ist: In dieser, jetzt genau eine Woche alten, weltweiten Hysterie werden geopolitische Veränderungen durchgesetzt, die noch vor kurzem absolut unmöglich schienen. Ex-Präsident Donald Trump wurde noch vor zwei Jahren beschimpft, als er “kriegstreiberisch” und “vergangenheitsverhaftet” von Deutschland 2 Prozent des Bruttoinlandproduktes für die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit verlangte. Diese Tatsache längst vergessen, kündigte vergangenes Wochenende nun Kanzler Olaf Scholz in seiner „Zeitenwende”-Rede plötzlich sofortige 100.000.000.000 (in Worten: Einhundert Milliarden) Euro plus in Zukunft besagte 2 Prozent BIP für die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit an (Siehe Teil I: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?”).

Alle Achtung: Von quasi nix zu blitzartig den vierthöchsten Militärausgaben weltweit – das ist allerhand! Man möge meine Verwunderung nicht falsch verstehen: Ich bin seit Jahren der Ansicht, die Bundeswehr benötigt dringend und umgehend massive Finanzmittel, um einen längst nicht mehr einsatzfähigen Schrotthaufen überhaupt wieder in Verteidigungsbereitschaft zu bringen, statt, wie seit geraumer Zeit exekutiert, Umstandshemdchen und Slip-Einlagen in Flecktarn-Pink für diverse oder mental gefühlte Transgender-„Soldatx:*innen” im falschen Körper anzuschaffen. Nach dieser Ankündigung werden jedenfalls die Hüter des linksgrünen Ponyhofs namens Almanien plötzlich vom kalten Ostwind der Realpolitik aus dem kuscheligen Einhorn-Karussell ihrer Schönwettermoral gepustet. Willkommen im Raubtiergehege. Vorsicht: Beißt. Woher diese Summe allerdings kommen soll, will sich auch mir nicht erschließen.

Dem Wahn verfallen

Während die immerhin zumindest bedingt einsichtige, ehemalige Verteidigungsministerin Annegret „A.K.K.” Kramp-Karrenbauer verdruckst gesteht: „Ich bin so wütend auf uns, weil wir historisch versagt haben”, irrlichtert ein vollkommen abgedrifteter und offenbar inzwischen vollständig dem Wahn verfallener Gesundheitsminister K.L. parallel dazu: „Die Welt hat wirklich Besseres zu tun, als sich mit den Großmachtfantasien von Putin zu beschäftigen. Wir müssen den Klimawandel bekämpfen, wir müssen die Pandemie bekämpfen, wir müssen neue Pandemien verhindern.

Wenn ein Robert Habeck noch vor nicht allzu langer Zeit von sich gab: „Patriotismus, Vaterlandsliebe also, fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute nicht” – und nun ganz en vogue in bemühtem Hypokrisie-Patriotismus postuliert: „Ich werde alles dafür tun, dass Deutschland geschützt wird”; wenn eine große deutsche Tageszeitung resigniert über unsere Verteidigungs-Babuschka Christine Lambrecht schreibt: „Militärisches ist nicht ihr Ding” und hohe Bundeswehr-Offiziere verbittert beklagen, die Ministerin lasse sich „nur ungern militärisch beraten” – dann fällt es schon gar nicht mehr ins Gewicht, dass unsere neue Außenbaerböckin neulich kryptisch-raffiniert von der „Ost-Kokaine” plapperte.

Weiter geht’s prompt mit der unantastbaren Frau von der Leyen, die im „Kampf gegen Propaganda und russische Lügen” nun prompt EU-weit die russischen Kanäle „RT-News” und „Sputnik” sowie all deren Tochtergesellschaften verbieten will. Ich hätte darauf wetten können: Gerade in der Flüchtlings- und Corona-Krise waren diese Kanäle eine aufklärende, wenn auch dem hiesigen Staatsfunk verhasste Nachrichtenquelle. Der Ukraine-Krieg bietet nun endlich den ersehnten Anlass zu deren Zwangsverstummung. Diktatoren zensieren Diktaturen. Aber die deutschen Gazetten titeln euphorisch: „Von der Leyen zieht in den Krieg – Rüstungsaktien gehen durch die Decke!” Bravo und Applaus.

Völlig neue Töne

Nochmal Kanzler Scholz’ markige Zeitenwende-Rede im Bundestag: „Wir werden die Cyber-Kapazitäten erhöhen, um (Achtung, jetzt kommt der Knaller:) unerwünschte Meinungen zu verhindern (!). Freiheit, Toleranz und Menschenrechte werden sich auch in Russland durchsetzen!”. Dauerapplaus. Gleichzeitig soll auch noch „die Energiewende mit maximalen Anstrengungen vorangetrieben werden”, so Scholz. Während Grün-Habeck noch mit den Worten „…es gibt keine Denk-Tabus” unter Schmerzensschreien der Grünen Jugend eine „Verlängerung bei Atom und Kohle” prüft, überholt ihn umgekehrt in seiner neu entdeckten Begeisterung für erneuerbare Energien sogar Gelb-Lindner. Mit völlig neuen Tönen und in geschwollenem Pathos verkündet er nämlich, dass erneuerbare Energie „Freiheitsenergie” sei. Warum erinnert mich das so schaudernd an die „Freedom-Fries”, jene „Freiheits-Fritten”, die im Golfkrieg die amerikanischen „French Fries” onomastisch zwangsbeerbten… Wie dem auch sei: Auch bei diesem Thema ist der Ukraine-Krieg endlich das Totschlag-Argument für die irrsinnige „Energiewende”. Ein echtes Win-Win sozusagen.

Nach seiner Rede weist Bundestagspräsidentin Bärbel Bas Kanzler Scholz übrigens mit den Worten zurecht: „Herr Bundeskanzler, Sie müssten Ihre Maske wieder aufsetzen.” Ordnung muss sein, in der Irrenanstalt Deutschland. Krieg hin oder her. Tief durchatmen. WIE soll man es bitte bewerkstelligen, all diesen bigotten, kläglichen Gestalten, die es geschafft haben, sich in unsere Führungsetagen zu gaunern, nun plötzlich Glauben zu schenken?!

Mut, Gratismut und Fähnchen

Ein kluger, von mir sehr geschätzter russischer Schriftsteller und Denker, vor 32 Jahren aus der Sowjetunion nach Deutschland geflohen, schreibt gerade verzweifelt und den Tränen nahe dies: „Meine Mutter schaut in Berlin russisches Fernsehen, wahrscheinlich ist Russland das einzige Land, wo über den Krieg nicht berichtet wird. Keine brennenden Panzer, keine abgeschossenen Flugzeuge, keine kaputten Häuser, keine Leichen, keine Massendemonstrationen gegen den Krieg. (…) Putins Ziel, wie er es immer wieder in den russischen Medien bekräftigt, ist es, dem ‘Imperium der Lügen’, dem Westen also, eine gescheite Antwort auf seine Intervention gegen Russland zu geben” resümiert er weiter. Und: „Die Politiker kommen und gehen. Die Russen sind freundliche, offene, kreative und trinkfeste Menschen, sie haben bloß Pech mit der politischen Führung.

Warum, frage ich mich still, wählen sie dann immer wieder die Gleichen? – und realisiere noch im selben Moment, dass das hiesige Wahlvolk stets demselben Mangel an Urteilsvermögen erliegt. Arthur Schopenhauer bemerkte schon vor zweihundert Jahren korrekt: „Was die Herde am meisten hasst, ist derjenige, der anders denkt; es ist nicht so sehr die Meinung selbst, sondern die Kühnheit, selbst denken zu wollen – etwas, das sie nicht kann.

Immerhin gibt es noch Licht jenseits des Herdenstalls: Mehr als 380 Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten, darunter 65 Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften, haben soeben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie sich entschieden gegen die russischen Kriegshandlungen positionieren. Unter anderem heißt es in dem Schreiben, das auch im Internet veröffentlicht worden ist: “Mit der Entfesselung des Krieges hat sich Russland zu internationaler Isolierung verurteilt, zu einem ausgestoßenen Land. (…) Der Krieg gegen die Ukraine ist ein Schritt ins Nichts. (…) Wir fordern die unverzügliche Einstellung aller gegen die Ukraine gerichteten militärischen Handlungen.” Die 1724 von Peter dem Großen gegründete Nationale Akademie mit Sitz in Moskau ist übrigens die ranghöchste Forschungseinrichtung der Russischen Föderation.

Maximale Brutalität in Russland

In Russland gehen gerade Anti-Kriegs-Demonstranten in St. Petersburg und anderen Städten zu Tausenden auf die Straße. Die Regierung setzt die Nationalgarde mit maximaler Brutalität ein, um sie zu zerstreuen. Berichten zufolge ist es allen russischen Medien untersagt, über die Proteste zu berichten. Die Moskauer Theater haben ihren Schauspielern verboten, öffentliche Kommentare zu russischen Aktivitäten in der Ukraine abzugeben. Daraufhin gab Elena Kovalska, die Direktorin des Moskauer Staatstheaters, ihren Rücktritt bekannt – aus Protest gegen die russische Invasion der Ukraine. „Es ist nicht möglich, für einen Mörder zu arbeiten und von ihm ein Gehalt zu nehmen”, schrieb die mutige Frau. Dies vielleicht zum gegenwärtig so viel zitierten, grenzenlosen Rückhalt im eigenen Land bezüglich der Entscheidungen des russischen Präsidenten.

Inzwischen gehen hier bei uns in den Städten Millionen gegen den Krieg, gegen Putins Krieg, gegen Russland, gegen den verbrecherischen, russischen Krieg- und für die Ukraine, für die freiheitliche Ukraine, für die unschuldige, freiheitsliebende, demokratische Ukraine… auf die Straße. Die Richtung ist also sonnenklar.

Ja, dieser Krieg, dieser Überfall, ist Unrecht. Russland ist hier Verlierer, auch bei voraussichtlichem Sieg. Das sehe ich nicht anders. Und doch kann ich mich nicht einreihen, in diese plötzlich so traute Harmonie der Millionen „Guten”, die, wie immer aus sicherer Distanz und mit staatlich gefiltertem Halbwissen, die ukrainischen Farben „heldenhaft” tausendfach als Fähnchen schwenken – auch wenn ich dabei plötzlich, oh Wunder, keine Maske tragen und keine Abstandsregeln zum Nebenmann mehr einhalten müsste. Ich habe gelernt, dass ich der Masse stets misstrauen muss – vor allem, wenn sie sich einig ist, und noch ein Stück mehr, wenn man selbst mit ihr übereinstimmt. Der gratismutige Deutsche „kämpft” seit eh und je am liebsten als eingezäunte Herde – mit bunten Fähnchen und Plakaten aus der Regierungsdruckerei; mit Verbalplattitüden, zusammengeflickt aus Eine-Welt-Parolen; mit Freibier, Regenschirm und Rückfahrkarte. Doch was am allerwichtigsten ist: Selbstverständlich ohne jegliches Risiko.

Rund um die Uhr laufen gerade all diese „edlen” Demobilder als Dauerschleife in „Tagesschau” & Co. Die Anti-Corona-„Nazis” mit den falschen Bannern wurden bis vorgestern noch zusammengeknüppelt. „Kann man nicht vergleichen!”, sagt ihr? Doch, kann man.

Zensur und Menschenverachtung geduldet

Fast alle dieser einheitlich Bewegten haben sich diese idiotische Maske aufzwingen lassen, sind brav zur Spritzung getrottet und haben jene, die für die Reste unserer Freiheit und Grundrechte kämpften, angeschwärzt und ausgegrenzt. All ihr Angepassten habt Zensur und Menschenverachtung geduldet und unterstützt. Und jetzt tut ihr so, als würdet ihr persönlich in den Krieg ziehen, mit euern Fähnchen, eurer „Haltung”, auf staatlich genehmigten „Friedensdemonstrationen” – für die Freiheit und die Ideale anderer. Auch ich finde diesen Krieg zum Kotzen – aber ihr ewigen Mitläufer, ihr friedensbewegten Gutmenschen, ihr Systemlinge – ihr, die ihr euch permanent leimen lasst von der ewigen Propaganda – ihr widert mich noch weitaus mehr an. Wie las ich gestern treffend beim von mir geschätzten Autor Ramin Peymani: „Bei vielen hat es von ‘Je suis geimpft’ bis ‘Je suis Ukraine’ nur Stunden gedauert. Schön wäre mal ‘Je suis kritisch’”.

Wenn ich jetzt gerade zurückdenken muss an die vorgestanzten “Wink-Elemente” auf den 1. Mai-„Demonstrationen” im Osten, so kommt das nicht von ungefähr. Mein selbstgemaltes Schild: „Gegen Waffen Frieden schaffen” landete per schulischer Anordnung im Papierkorb. „Gegen NATO-Waffen Frieden schaffen” lautete die dem Siebtklässler Jörg am Ende vorgeschriebene Losung. Sorry – aber Propaganda hinterlässt einen lebenslangen Kater. „Ich komme aus der DDR – ich komme aus der Zukunft”, schrieb schon Michael Klonovsky. Au point. Indes: Rennt ihr mal weiter auf die Straßen und schwenkt Fähnchen! Bei diesem Konflikt geht es einzig um eiskalte Geopolitik eines noch eiskälteren Deep State. Dies werden die meisten von euch Farbenschwenkern leider viel zu spät begreifen.

Binsenweisheiten, Basisgedanken und Realitäten

Gibt es noch andere westliche Werte außer der Dekadenz?” Jene provokant-ironische Frage fand ich heute Morgen in der Chronik eines geschätzten Facebook-Freundes. Wenn ich gerade die unzähligen Putin-Lobeshymnen lese, die Erlösungshoffnung aus unserem „westlichen Jammertal” vernehme, all die fast schon unterwürfige Toleranz diesem unverzeihlichen, kriegerischen Akt gegenüber auf mich wirken lasse und immer wieder „westliche Dekadenz”, „europäische Dekadenz”, „deutsche Dekadenz” lese – dann fallen mir tausend Dinge, tausend Werte ein, für die ich meine Kultur, meine westliche Hemisphäre, gegen all ihre Gegner spontan zu verteidigen bereit bin. Mein Instinkt sagt mir darüber hinaus, dass wir, als westliche Kultur, uns weit mehr noch gegen ein raubtiersozialistisches, malignes China wappnen sollten, als gegen ein, vom Westen zum übermächtigen Teufel stilisiertes Russland – und zwar sehr zügig.

Es ist leider wahr: Den einstigen freien, demokratischen, progressiven Westen gibt es nicht mehr. Er ist schon jetzt Geschichte. Von gnadenlosen Globalisten einer dystopischen, jegliche Faser von Individualität und Freiheit infiltrierenden New World Order, betrieben von seelenlosen Dementoren (man verzeihe mir die Entlehnung jenes so treffenden Begriffs) wird unsere Heimatwelt bis zur Unkenntlichkeit transformiert. Ein undurchschaubarer Deep State hat sich längst ihrer bemächtigt. Und weil ich nicht ausblenden oder wegwischen kann, dass der gegenwärtige Ukraine-Krieg eben jenen Architekten des Great Reset so offensichtlich und rasant in die Hände spielt, ist mein Misstrauen so geschärft wie nie zuvor.

Ja, ich möchte gern die vertraute Welt des freien, offenen Westens zurück. Mit echter Demokratie, echter Meinungsfreiheit, echter Toleranz und gesundem, weil gerechtfertigtem Selbstbewusstsein. Diese Welt gibt es jedoch, wie gesagt, nicht mehr – und es wird sie vermutlich nie mehr geben. Sie gehört zu einer vergangenen Ära.

Maximales Propagandamisstrauen

Mensch, jetzt positioniere dich doch mal und hör endlich auf mit diesem Eiertanz!”, höre ich innerlich beim Schreiben manchen angefressenen Leser dieser Zeilen, der bis hierher durchgehalten hat, ausrufen. „Alles ist doch eigentlich ganz einfach! Das ist die reine Wahrheit!” liest man gerade oft. Wenn immer mir derlei Sätze begegnen, habe ich es mir seit langem zur Angewohnheit gemacht, es mit dem guten Oscar Wilde zu halten, der bei dieser Gelegenheit seinem Gegenüber zu erwidern pflegte: „The truth is rarely pure and never simple.” Binsenweisheit, ich weiß.

Alles fein so weit. Ihr habt euch eure Meinung gebildet. Dann seid ihr vielleicht weiter als ich. Ich denke, ich habe mich bereits ausreichend positioniert. Noch einmal: Meine Position ist maximales, aus Erfahrung erwachsenes Misstrauen jeglicher Propaganda gegenüber. Nicht mehr – aber auch nicht weniger. Mein Vertrauen in das Berichterstattungsmarketing der Medien ist dahin. Das wird auch nicht wieder. Ich habe inzwischen zu viel über Politik begriffen, habe zu lange in schlaflosen Nächten über diese größte aller Huren sinniert, um mir selbstherrlich und eitel den Luxus leisten zu können, Pazifist zu sein – was selbstredend keinesfalls bedeutet, dass ich deshalb offensichtliches Unrecht, krankhafte Überreaktion und blindwütiges Morden legitimiere.

Und falls nun noch die Gretchenfrage kommt: Ja, ich bin für die Aufnahme ukrainischer Kriegsflüchtlinge – die ich, im Gegensatz zu einigen unserer Kultur völlig fernen, in anachronistischen Denk-, Religions- und Stammesstrukturen verhafteten, unintegrierbaren Fremdvölkern, als unsere Brüder und Schwestern betrachte.

Vorwärts leben, rückwärts verstehen

Ein Herzensfreund fasste übrigens kürzlich ein paar meiner eigenen Basisgedanken in knappen, aber völlig treffenden Worten zusammen: „Jede pazifistische Gesellschaft wird binnen kurzem überrannt von Nicht-Pazifisten, die Beute ohne Verluste machen wollen. Wohlstand und Luxus machen pazifistisch, machen weich und sanft. So schön das auch klingt – aber die Natur fegt alles Verweichlichte irgendwann hinweg. (…) Wenn wir weiterhin einigermaßen friedlich, gütig, tolerant und sanft leben wollen, müssen wir uns das durch ein Maß Verteidigungswillen, durch Härte, erkaufen.

Mit 20 hätte ich diese Zeilen noch verteufelt – heute weiß ich, dass sie wahr sind. Nicht nur das Leben, sondern auch die Politik muss man vorwärts leben; beides kann man aber leider nur rückwärts verstehen.

Im Übrigen haben wir alle unterschiedliche Meinungen zu den meisten Dingen. Großartig ist, wenn wir in ein paar wesentlichen übereinstimmen. Differenzen sind ok – manches kann man auch nicht ausfechten. Solange ich nicht verleumdet, beschimpft oder bedroht werde, wird mein Gegenüber mit der anderen Meinung nicht plötzlich mein Feind, sondern bleibt ein Mensch mit einer anderen Meinung. Ich hoffe inständig, dass dieses Kriegsthema nicht endgültig schafft, was Corona fast gelungen ist: Die totale, finale Spaltung unserer Reihen.

Zwar ist es derzeit in aller Munde – aber man kann es kaum häufig genug aussprechen: Ein Krieg in Europa ist das Fürchterlichste, was uns allen gerade passieren kann. Die Folgen sind unabsehbar. Die Gewinner werden am Ende die Globalisten der dystopischen New World Order sein. Momentan können wir im Wirrwar der Propagandaschlacht nur versuchen, die vagen Informationen einer fragilen Wahrheit zwischen den Zeilen zu lesen, den roten Faden nicht zu verlieren und persönlich vorzusorgen, um die lange, finstere Zeit, die ohne jeden Zweifel als eine Serie brachialer Nachbeben auf uns zukommt, zu überstehen.

Bereiten wir uns also auf das Kommende vor, halten wir zusammen und verzagen wir nicht. Es hat begonnen – und es wird noch heftig genug.

 

Ende


Auf Ansage schreiben unterschiedliche Autoren mit ganz unterschiedlichen Meinungen zum Russland-Ukraine-Konflikt. Die Ansichten des jeweiligen Verfassers geben daher nur dessen persönliche Meinung wieder, nicht die der Redaktion.

 

BITTE BEACHTEN: Klarstellung der Redaktion zu Leserkommentaren

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12 Kommentare

  1. „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“ Und was kümmert hier jemand, dass das Vereinigte Wirtschaftsgebiet aka das Staatsfragment Deutsch ein Protektorat der USA ist, die hier nach Japan die meisten Truppen stationiert haben?

  2. Solange die Faschisten und Kriegsverbrecher Stoltenberg, Scholz und Selensky leben, wird es keinen Frieden auf der Welt geben.

    Die drei „S“ des Grauens und des Terrors!

    • Der eigentliche Kriegstreiber ist schon seit langer Zeit der amerikanische Deep State. Scholz hat erst kürzlich bei seinem dortigen Besuch Biden versprochen, den amerikanischen Interessen zu DIENEN.

  3. Im Westen gibt es keine Politik mehr.
    Die Politik hat sich der – Profitmehrung durch unendliches Wirtschaftswachstum –
    untergeordnet.
    Einer Macht von Gates, Sörös, Rockefeller, Rothschilds u.a. deren Ziel ist kein geringeres, als die
    Eroberung des gesamten Weltmarktes.

    Die ausgerufene Pandemie von B.Gates hat denen MILLIARDEN an GEWINNEN gebracht, die jetzt
    in ein Krieg (Ukraine) investiert wird, um noch mehr Gewinne zu erzielen. SCHNEEBALLSYSTEM

    Mit der NATO ist das imperiale Bündnis aus USA und EU besiegelt. Der Logik folgend – immer weiter zu
    expandieren, um sich selbst zu erhalten.

    Die Aussage von A.K.K. „ich bin so wütend auf uns, das wir historisch versagt haben“
    Meint sie damit den IIWK verloren zu haben??
    Na mit den 100Mrd-en von Scholz wird ein Neustart zum „Endsieg“ gestartet??

    Ein Krieg in Europa ist schneller da, als es einigen lieb sein wird, sollten die Deutschen und die EU
    weiter die Menschenrechte der Bürger missachten.

    Lauterknall machts richtig, Ukrainer die den RU entkommen, werden mittels Nadel von Gates ermordet?

  4. Ich denke man braucht nicht viele Worte. Zusammenfassend kann man sagen:
    „Wir haben linkgrünen Faschismus.“

    Zuallererst vergreift sich jeder Faschismus an den Kindern:

    (1) Den Kinder wurde Angst gemacht wegen einer herbeigeredeten Klimakatastrophe.

    (2) Den Kindern wurde Angst gemacht, dass sie ihre Oma nicht mehr umarmen dürfen, damit sie sie nicht mit Corona anstecken.

    (3) Jetzt wird den Kindern Angst gemacht vor den Russen, weil sie Krieg wollen.

    (4) Ein Finanzbetrüger wie Scholz will die Lufthoheit über die Kinderbetten haben.

    (5) Eine Faser will den Kampf gegen Rääächz schon im Kindergarten. Was nichts anderes bedeutet, als dass die Kinder über ihre Eltern ausgehorcht werden sollen.

    Reicht das immer noch nicht zu begreifen, dass wir linksgrünen Faschismus haben?

    Nein, die Kinder fallen nicht in den Brunnen. Die Kinder werden von den linksgrünen Faschisten in den Brunnen hineingeworfen.

  5. Ein Artikel, der nachdenklich macht. Ein wichtiger Aspekt ist der Mensch in der Masse. In der Masse verliert der Mensch den Verstand. Er wird zum Herdentier – Tiere haben keinen Verstand. Alle Massenbewegungen – ob Klima oder Corona – setzen auf das Massenphänomen, gegen das es kein Mittel gibt – der Mensch ist nun einmal so, es gibt keinen anderen (Adenauer). Wer sich der Masse, die einen unwiderstehlichen Sog ausübt, nicht anschließt, kommt leicht unter die Räder. Selbst Prominente, von den man Rückgrat (Verstand) erwartet hätte, sind Mitläufer und übertreffen sich mit radikalen Forderungen. Der einzige Ausweg – es ist tragisch – scheint die Katastrophe zu sein, die wirtschaftliche Katastrophe – eine Art „Schöpferischer Zerstörung“, die einen Neubeginn, auf Vernunft gegründet, einleitet.

  6. Putin auf Deutsch / Wird er angreifen? Interview
    vom 27.01.2022

    https://www.youtube.com/watch?v=Y0CU_isi0aE

    Putin sagt ganz deutlich, wie Russland die ganzen Jahre vom Westen an der Nase herumgeführt wurde.

    Einmal muß Schluss sein mit den Lügen des Westens und mit der ständigen Bedrohung!

    Übrigens: Mit der DIREKTEN WAFFENLIEFERUNG DEUTSCHLANDS an die Ukraine
    ist Deutschland in den Krieg gegen Russland eingetreten. Damit hat Deutschland einseitig
    den Waffenstillstandsvertrag von 1945 gebrochen !!

    Maria U.kommentiert
    Der Einzige seit so vielen Jahren, der ehrlichen Respekt verdient, seriös und authentisch ist und mal keine Marionette ist! Ganz nebenbei….er kann besser Deutsch sprechen als die Baerbock

    Manuel Polte kommentiert
    In meinen Augen der beste Präsident der Welt, er verdient Respekt und Anerkennung. Von mir hat er sie schon Jahrelang. Und ich bin Deutsch.

  7. In Deutschland wird die Zensur eingeführt und Bilder von gestern oder vorgestern flimmern neu kommentiert über den Bildschirm. Schön, „In Russland gehen gerade Anti-Kriegs-Demonstranten in St. Petersburg und anderen Städten zu Tausenden auf die Straße …. Berichten zufolge ist es allen russischen Medien untersagt, über die Proteste zu berichten. “ Wobei man „Tausend“ seit langem, je nach politischen Standpunkt in Deutschland definiert. Komisch nur, das der russichen Normalbürger wenig Verständnis für solche „Demonstrationen haben.

    Vielleicht liegt es daran, dass wie jede Mutter, die Mutter in Russland und auch in der Ukraine Angst um Ihre Kinder hat. Zeitnahe Veröffentlichungen von Bloggern zeigen nichts gutes und verstärken die Sorge. Soldaten liegen neben Ihrem Kriegsgerät tot im Graben, der Volkssturm baut mit Baumaschinen und Altreifen Barrikaden und bewaffnet „Kinder“ für den Endsieg. Der jeweils andere ist der Feind – töte ihn!

    Der Krieg ist in Kiev angekommen und die Wahrheit stirbt wie immer zeitnah.
    05.03.2022 8:39 Uhr Welt – Wahllose Angriffe auf Vorort von Kiew.
    05.03.2022 – 9:19 Uhr Fotoreportage des Sonderkorrespondenten der Komsomolskaja Prawda, Alexander Kots: Russische Armee am Stadtrand von Kiew

    Euer E. Koslowski II (Zählmigrant seit 2012)

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