Heidelberger Betrachtungen: Totalitär bleibt totalitär

Einschüchterung eines Häufleins Spaziergänger, Diffamierung und Schikanen gegen friedliche Demonstranten: Das Coronaregime und seine nützliche "Idiot*Innen"

Vorgestern in Heidelberg: Ende eines „Spaziergangs“ auf der Neckarwiese (Foto:privat)

Heidelberg war eine frühe Hochburg der Nationalsozialisten. Schon 1920 gab es am Neckar erste Aktionen der späteren NS-Bewegung, bei den Kommunalwahlen 1930 erhielt die NSDAP gar 35,7 Prozent. Dies als einleitende Vorbemerkung.

Am vorgestrigen Samstag, den 18. Dezember griff auch ein Häufchen Heidelberger, bestehend aus jungen Familien und Kindern, die derzeit bundesweit immer häufiger umgesetzte Idee auf, einen Spaziergang als Protestaktion gegen strenge Coronaregeln und die kommende Impfpflicht zu unternehmen, und versammelte sich auf der Neckarwiese unter der Ernst-Walz-Brücke. Es dauerte nicht lange, da erschien ein massives Polizeiaufgebot vor Ort – und hinderte die friedlichen Bürger in bester realsozialistischer oder besser maoistischer Tradition daran, ihren friedlichen Spaziergang auf der Wiese fortzusetzen (siehe hierzu auch den Bericht zum Thema auf „Reitschuster.de„).

Und gestern, am Sonntag, fand dann vor dem Gebäude der Neuen Universität eine weitere Demonstration statt. Der Versammlungsort war diesmal passend gewählt: Die dortige Inschrift „Dem lebendigen Geist” wurde nach der Gleichschaltung der Universitäten vor knapp 90 Jahren durch „Dem deutschen Geist” ersetzt und nach dem Krieg wieder mit der ursprünglichen Inschrift geschmückt. Doch wie lange noch? Möglicherweise wird am Gebäude bald „Dem diversen Geist” oder auch „Dem Neuen Menschen”, „Dem grünen Menschen” oder gar „Dem Transhumanisten” prangen.

„Dem lebendigen Geist“ – wie lange noch?

Der Heidelberger Geist ist schon lange im Sinkflug. Er riecht nach ranzigem Getreide in Ökoschuppen und müffelt nach feuchten, ungewaschenen Wollpullovern der Weststadtschickeria, die miesepetrig „wegen der Gesundheit” im vegetarischen Restaurant „Red” Rohkost verzehrt, die wie Gold aufgewogen wird. Zu den Bauchlandungen des Heidelberger Geists zählt auch der Rufmord an dem Pianisten Martin Münch, unter anderem Gründer der Jahrhundertwende-Gesellschaft, der sich offen gegen die Grenzöffnung von 2015 stellte und früh vor einer Islamisierung Deutschlands warnte. Seine Heidelberger Kollegen schlossen in bester, gleichgeschalteter Tradition die Reihen und schwärzten ihn so lange bei seinen Auftraggebern an, bis er schließlich nicht mehr engagiert wurde (siehe hier, hier und hier).

Passend zu ihrem halbtoten Geist ist sich die Stadt Heidelberg nicht zu schade, die Tradition der Belohnung regimetreuer Handlanger fortzusetzen. So wurde im November 2018 die Bürgerplakette an eine gewisse Frau Elke Messer-Schillinger verliehen, die es sich mit der Seite „AfD-Watch” auf Facebook zur Lebensaufgabe gemacht hat, die größte deutsche Oppositionspartei AfD zu „beobachten“, einzelne ihrer Anhänger gezielt zu diffamieren und heimlich aufgenommene Fotos von Parteimitgliedern zu veröffentlichen. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat ihr dennoch die Plakette verliehen. Auf der Urkunde steht in der typischen verschleiernden euphemisierenden Sprache der heutigen Machthaber: „Die Geehrte betreibt Online-Plattformen, die als Informationsquelle dienen. Mit Argumenten und Fakten widerlegt oder belegt sie Meldungen über Vorgänge in Heidelberg und in der Region. In einer Zeit, in der Informationen ungeprüft in sozialen Netzwerken verbreitet werden, bietet Elke Messer-Schillinger mit viel Hintergrundwissen und durch ihre Recherche einen Gegenpol. Ihr Engagement steht für demokratische Werte und eine freiheitliche Diskussionskultur in Heidelberg.” Wir lernen: erwünschte Informationen sind seriös und faktenbasiert, unerwünschte Informationen sind „ungeprüft“ und undemokratisch.

Bürgerplaketten für Handlanger des grünen Regimes

Doch zurück zu den Corona-Protesten vom Wochenende, zum Spaziergang des kleinen Häufchens unter der Ernst-Walz-Brücke und der Demo am gestrigen Sonntag auf dem Universitätsplatz, bei der ich persönlich kurz zugegen war. Bereits im Vorfeld hatte besagte Frau Elke Messer-Schilling den geplanten Spaziergang und die Demo friedlicher Heidelberger Bürger wie folgt auf ihrer mit Bürgerehren prämierten Seite „AfD-Watch“  kommentiert: „So. Also Leute: Jetzt ist es nicht nur so, dass die Rat lickers am Sonntag auf dem Uniplatz ‚demonstrieren‘ werden. Sie wollen sich auch am Samstag zum ‚Spaziergang‘ treffen. Ich rekapituliere mal kurz: Wir haben den Weihnachtsmarkt abgebrochen, weil ja Pandemie ist, was ich – so doof das auch ist – völlig in Ordnung fand. Die Stadt Heidelberg lässt aber am 4. Adventssonntag zu, dass sich genau dort, wo wir geimpft und getestet gern alle Glühwein getrunken hätten, ungeimpfte Rat lickers treffen. Ich halte das für gelinde gesagt, sehr schwer vermittelbar. Und weil die eine Demo, die uns allen ins Gesicht spuckt, noch nicht reicht, wollen die Typen nun auch gleich noch am Tag vorher als ‚Spaziergänger‘ durch die Gegend marschieren. Mir scheint, dass es dabei darum geht, endlich die maximale Konfrontation mit Polizei und Leuten, die von solchem Scheiß die Schnauze inzwischen echt voll haben, zu erreichen. Die Polizei wird das Ganze wohl eher wieder ‚begleiten‘ statt mal ordentlich ein STOP zu setzen. Also: Lasst Euch nicht provozieren, plant Eure letzten Weihnachtseinkäufe so, dass ihr weg seid, wenn die Deppen kommen oder so, dass ihr am Samstag gar nicht in die Stadt müsst.

Ja, auch Frau Elke Messer-Schillinger hält in allerbester Tradition die Sprache der Herrenmenschen aufrecht – und hat kein Problem damit, friedliche Demonstranten als „Deppen“ zu bezeichnen. Besonderes Augenmerk verdient jedoch der von ihr verwendete Ausdruck „Rat Lickers”, mit dem sie die friedlichen Demonstranten bedenkt: Dieser bedeutet wörtlich übersetzt „Rattenlecker” und ist eine Anspielung auf die mittelalterliche Pest, die bekanntlich von Rattenflöhen übertragen wurde. Seit Covid-19 wird dieser entmenschlichende Schmähbegriff auch für sogenannte „Maskenverweigerer“ benutzt.

Rattenlecker und Aasgeier

Ich weiss nicht, wie es den lieben Lesern aller Geschlechter bei dem Wort „Ratte“ geht, doch in mir weckt er leider ungute und starke Assoziationen zu der Terminologie, die im 3. Reich für Angehörige eines bestimmten Glaubens verwendet wurde. Und wo wir gerade dabei sind, nehmen wir doch auch gleich die Äußerungen des baden-württembergischen Landesvaters, von Alt-Maoist Winfried Kretschmanns hinzu: Dieser bezeichnete die Demonstranten, die Corona-Proteste zur Diffamierung staatlicher Institutionen nutzen, als „Aasgeier der Pandemie”.

Bei der Demo habe ich gestern jedenfalls kein Federvieh gesehen – zumal Aasgeier nur dann auftauchen, wenn es ohne große Mühe etwas zu fressen gibt. Ist das denn nicht eigentlich die Kernkompetenz der Grünen, Herr Kretschmann? Während ich von 14 bis 17 Uhr in der Kälte ausharrte und der Rednerliste lauschte, wurde jedenfalls keine einzige staatliche Institution in irgendeinem Redebeitrag auch nur ein einziges Mal diffamiert oder in Frage gestellt. Dafür hat die staatliche Institution Polizei, die – gemäß ihren neuen Einsatzprioritäten –  ebenfalls wieder mit einem martialischem Aufgebot vor Ort war, peinlich genau auf die Einhaltung der Maskenpflicht (im Freien!) und die Abstände geachtet.

Zudem wurden unter der steten Androhung, die Versammlung aufzulösen, ständig weitere Einsatzkräfte angefordert, so dass schließlich ein Ordner bzw. Polizist auf durchschnittlich weniger als zehn der meist älteren, gänzlich unaggressiven und völlig normalen Teilnehmer kam. Wohl zur Einschüchterung (Mao: „Bestrafe einen, erziehe Hundert”) wurde eine ältere Dame ohne Maske von mehreren Polizisten brutal abgeführt und verschwand auf Nimmerwiedersehen in einem Polizeiwagen, während sich die Polizisten in breiter Reihe vor den wütenden Demonstranten postierten. Einer von ihnen konnte sich dabei das feixende Grinsen kaum verkneifen; ob aus innerer Genugtuung oder als Übersprunghandlung wegen empfundener Scham, werden wir wohl nie erfahren.

Kameras und eine Socke als „Bewaffnung“

Das Publikum der Demo, es sollen nur rund 350 Teilnehmer gewesen sein, bestand aus völlig unauffälligen, durchschnittlichen Bürgern aller Schichten: Alte, Junge, Kleine, Große, Linke, Rechte, Arme und Reiche. Die einzige „Bewaffnung”, die ich bei ihnen ausmachen konnte, waren Fotoapparate, geschliffene Worte – und eine Socke, die ein künstlerisches Duett, das zwischen den Vorträgen coronakritische Lieder zum Besten gab, pantomimisch nutzte.

Was mich persönlich hingegen schockierte und am meisten besorgte, waren die extreme Polizeipräsenz und die ständigen Schikanen und Durchsagen eines stark schwäbelnden Polizeichefs (war es womöglich Kretschmann selbst?) aus einem der Einsatzwagen, die offenbar absichtlich gezielt auch während der Lieder oder Redebeiträge erfolgten und erkennbar den Ablauf stören sollten.

Die anderswo bereits in Stellung gebrachten Gegendemonstranten waren hier ebenfalls nur schwach vertreten. Lediglich ein klägliches Häufchen der Antifa mit komplett verhüllten Gesichtern vertrat die große Fraktion der Heidelberger Edelmenschen (besonders lustig dabei ist übrigens, dass die deutsche Antifa, die damals wie heute stramm auf Regierungslinie ist, von der regierungskritischen, französischen Antifa ausgelacht wird!). Auch glänzten hier die sonstigen üblichen Verdächtigen der „Zivilgesellschaft“ mit Abwesenheit – zum Beispiel Seenotrettungsaktivisten und Klimaschützer, die sonst in Sonderzahl aufmarschieren.

Das Missverhältnis zwischen Staatsmacht und Demonstranten war auch deshalb so groß, weil sich bei beiden Versammlungen – sowohl dem Spaziergang am Samstag als auch der Demo am Sonntag – im Vergleich zu anderen ähnlichen großen Städten enttäuschend wenige Teilnehmer eingefunden hatten. Zum Vergleich: In Saarbrücken, 170 Kilometer weiter westlich, „spazierten“ gestern rund 10.000 Menschen durch die Stadt. Für Heidelberg ist diese Zurückhaltung leider typisch – denn wirklich kritische Zeitgenossen mit Mumm sind hier eine Minderheit; die Mehrzahl sind Konformisten. Das ist das Heidelberg, wie es heute leibt und lebt. Um dies näher zu erklären, muss ich einen Exkurs wagen und den Menschenschlag und die Gesinnung erklären, die hier zuhause sind.

In der Mehrzahl Konformisten

Alt Heidelberg du feine”? Von wegen. Ich bin sehr häufig in dieser Stadt und muss leider bekennen: Ich empfinde für einen beträchtlichen Teil der der Leute, die hier leben, Abscheu. Denn Heidelberg, das ist das Elysium für wohlstandsverwahrloste Träumer und Revoluzzer. Es ist die Stadt, in der die Pseudoproletarier jeden Samstag auf dem Wilhelmsplatz in der Weststadt ihren überteuerten, selbstgebastelten Schund verkaufen. Wo sie „voll revolutionär” mit struppigem Haar barfuß auf dem Asphalt die Marktbesucher mit Klampfe und ausgelutschten Hippieliedern belästigen. Wo 40-jährige Frauen ihre Ringelstrumpfhosen und Rattenschwänzchen oder  als Zeichen der „Solidarität“ mit ihren afrikanischen Schwestern im Slum – verlauste Rastalocken zur Schau tragen, während sie im In-Café „P11” am Römerkreis Roséschorle schlürfen.

In Heidelberg trinkt frau zuhause Bio-Kokoswasser – wegen ganz, ganz schlimmer Laktoseintoleranz. Dass die Kokosnuss mit C02-produzierenden Flugzeugen eingeflogen wird, verdrängt das leidende weibliche Wesen im hintersten Winkel seines leeren Hirns.
Bei Antritt ihres Studiums benötigen Frauen in der verschämt reichen Heidelberger Weststadt oder im schamlos reichen Neuenheim gewöhnlich mehrere Wochen und stundenlange, mitfühlende Gespräche im Kreise ihrer Herzensfreundinnen für die Überwindung des ersten Traumas in ihrem wohlstandverwahrlosten Leben: Der Transport des wertvollen Klaviers durch das Fenster in die wunderschöne Altbauwohnung. Was für ein schrecklicher Stress mit dieser unglaublich ungehobelten Umzugsfirma!! Die Wohnung hat natürlich Papi für die feministische Tochter gekauft, damit sie 10 Jahre lang ohne Geldsorgen ein nutzloses geisteswissenschaftliches Studium ohne Abschluss verbummeln kann, bis endlich ein solventer Mann erscheint, der dumm genug ist, sie zu heiraten.

Solche Frauen werden als Weltversteherinnen und Herrscherinnen geboren. Sie leiden unter Ungleichheit, Rassismus, Kolonialismus und dem gesellschaftlich zugeordnetem Geschlecht. Gemeinsam mit ihren geklonten Mitstreiterinnen demonstrieren sie für die Seenotrettung und dass Heidelberg ein „sicherer Hafen” wird. Deshalb wurde der Heilige Weststädter Wilhelmsplatz schon mehrfach als potentieller Asylwohnheimstandort gehandelt. Dies führte jedoch jedes Mal zu einem mittleren Erdbeben und Panikattacken in den Jugendstilvillen. Denn auf dem „Willi” treffen sich gammelnde Studienabbrecherinnen, Mamis mit ihrem hochbegabten Nachwuchs, feministische Männer, deren Muskeln im umgekehrten Verhältnis zu ihrem überbordendem Haar- und Bartwuchs stehen und höchst assimilierte, „wahnsinnig nette” Ausländer und -innen. Wie soll man denn seine Toleranz, Offenheit und Eine-Welt-Ideologie zelebrieren, wenn plötzlich Asylanten auf dem Wilhelmsplatz wohnen? Geht doch gar nicht! Ist uncool! Wir haben uns alle echt lieb, aber alles hat Grenzen! Lieber machen wir es da doch wie die vornehme, weißhaarige Professorengattin mit blutig rotem Lippenstift, die im Vorort ihre Wohnung an ungehobelte Migranten vermietet, aber in ihrem Weststädter Umfeld scharf auf ausländerfreie Zonen achtet.

Verarmte Kämpferinnen gegen das Patriarchat

Zahlreiche 60-jährige Pippi Langstrumpfs in der West- und Altstadt brüsten sich damit, dass sie noch nie einer entfremdenden Arbeit im Patriarchat nachgehen mussten und ausschließlich in Frauenräumen tätig waren. So sehen sie dann auch aus: Spröde Haare, durchsetzt mit orange verfärbtem Henna. Der Haarschnitt oft revolutionär asymmetrisch und es baumelt – als Krönung der Revolution! – nur in einem Ohr ein Ohrring. Ergänzt wird das anti-konservative Auftreten durch den Understatement-Kaftan ärmlichster Kleidung und verschlissener Jeans, die getragen werden, bis sie abfallen – angeblich, um „Verschwendung“ vorzubeugen und kleine Bangladeshi-Näherinnen zu retten (die ihrerseits die westlichen Idiotinnen verfluchen, weil sie wegen deren Sparsamkeit ihren Job verlieren).

Tatsächlich haben diese Frauen schlicht am Ende des Geldes viel zuviel Monat übrig. Nicht, weil sie sich in einer Ehe mit rigider Rollenaufteilung für die Kindererziehung aufgeopfert hätten, um dann wegen einer Jüngeren verlassen zu werden. Ganz im Gegenteil. Sie sind seit jeher faul, dumm und egoistisch gewesen, wollten nie wirklich etwas leisten, geschweige denn, sich unterordnen und haben sich deshalb auf Staatsknete von einem grünen Weltrettungsprojekt zum nächsten gehangelt, um „sich selbst zu verwirklichen”. Die Quittung ist dann: Armut. Aber, hey! Frau hat sich wenigstens nicht dem Patriarchat ergeben!

Auch die meisten Männer in Heidelberg sind besonders. So braucht Heidelberg keinen Osterhasen, weil die Männer schon vorgesorgt haben: Sie lagern ihre Eier inzwischen seit Jahrzehnten so gut versteckt im Gebüschen ab, dass sie sie – selbst wenn sie wollten – nicht wiederfinden könnten. Und wie es sich gehört, hat Heidelberg mit Wolfgang Erichson einen schwulen Bürgermeister, eine starke LGBT-Gemeinde, einen hyperfeministischen Frauennotruf und ein paar deutsche, echte Restmänner im Arbeiterstadtteil Pfaffengrund. Ansonsten schlurfen die Jungs mit Dutt und löchrigen Vintage-Jeans durch die Gegend. Viele junge Frauen scheinen sich diese willfährigen „Männer” allerdings nur so lange zu halten, bis sich etwas Muskulöseres findet.

Nach wie vor gibt es aber auch noch edle, ältere Damen in Heidelberg. Diese schaffen den Spagat, sich in Neuenheim an den traditionellen, kleinen Handwerksbetrieben zu erfreuen und ihnen gleichzeitig ohne jede Skrupel das Haus unter dem Hintern wegzukaufen.

In bester sozialistischer Tradition

Letztlich hat sich in Heidelberg also nichts geändert. Während der Nazi-Zeit stammten die Heidelberger Kreis-, Kreisamts- und Ortsgruppenleiter „zu fast 80 Prozent aus der beruflichen Mittelschicht der kleinen und mittleren Beamten, Angestellten und selbstständigen Handwerksmeister”, wie die „Rhein-Neckar-Zeitung“ (RNZ) schreibt – also dem sozialen Milieu, das damals sehr gut situiert war und in den letzten Jahrzehnten in den gentrifizierten Stadtteilen Rohrbach, Weststadt, Neuenheim und Handschuhsheim durch Beamte, Angestellte und Erben abgelöst wurde. Heute stellt diese Schicht die neuen stalinistischen Kreis- Kreisamts- und Ortsgruppenleiter“INNEN“.

Bei den Heidelberger Gemeinderatswahlen 2019 lagen die Grünen mit 31,9 Prozent noch etwas unter dem Ergebnis der NSDAP von 1930; zählt man jedoch die SPD (13,9 Prozent) dazu, kommt man auf erkleckliche 45,8 Prozent, was 23 von 48 Sitzen im Gemeinderat entspricht. Mit dieser absoluten rot-grünen Mehrheit läßt sich schon so einiges in bester, sozialistischer Tradition wuppen. Wie zum Beispiel das Streichen von Parkplätzen für das Proletariat, das außerhalb von Heidelberg (neben Freiburg der Nabel der Welt für selbstgerechte Ökoakademiker) lebt, oder die Erhebung des Klimaschutzes zur Stadtreligion.

Kein Wunder, dass hier systemkritische Demonstrationen auf keinen fruchtbaren Boden fallen und die Staatsmacht leichtes Spiel mit Abweichlern hat. Denn Heidelberg war und ist eine reaktionäre Stadt mit stark konformistischen Beamten, Angestellten und reichen Erben, die Heidelberg unerbittlich in eine homogene, grüne Wohlfühloase transformieren wollen und bereit sind, diese gegen Andersdenkende, SUV-Fahrer, „Aasgeier“ und „Rattenlecker“ mit Zähnen und Klauen zu verteidigen. Mir schaudert dabei. Denn: Hatten wir so etwas nicht schon einmal? Wie ehemals unter den Nationalsozilisten besetzen nun Kader der Grünen und Linken die Schalthebel der Macht und verkaufen ihr totalitäres Gedankengut dem Bürger gegenüber als offen, unschuldig, mitfühlend und bürgernah. Ob diese Politik nun links oder rechts ist, ist völlig gleichgültig.

Totalitär bleibt totalitär: „Ziel der NSDAP war es ja letztlich, die Gesellschaft durch und durch – „total“ – zu durchdringen, die Bevölkerung innerlich von der Richtigkeit der nationalsozialistischen Ideologie und der Maßnahmen der nazifizierten Regierung zu überzeugen. Man wollte die Einheit von Volk und Führung, eine nicht nur ethnisch, sondern auch politisch homogene ‚Volksgemeinschaft‘ schaffen. Das konnte nicht nur durch Drohungen, Gewalt und Repression geschehen, sondern sollte auch durch soziale Maßnahmen und positive Anreize gelingen. Dafür musste ein Repräsentant der NSDAP vor Ort auch als eine Art ‚politischer Seelsorger‘ fungieren, an den man sich wenden konnte, wenn man Wünsche und Sorgen hatte. So gab es auch so etwas wie Bürgersprechstunden. Neben der Aura als weltanschaulich gefestigte Nationalsozialisten und Vorkämpfer des ’neuen Staates‘ gehörte zum Idealbild, das die Mitmenschen von Uniform-Trägern der NSDAP haben sollten, auch ein integerer Charakter, möglichst allseitige Popularität sowie eine fürsorgliche, allzeit hilfsbereite Einstellung.” („NSDAP in Heidelberg„, RNZ).

Nährboden der grünen neufeudalistischen Transformation

Bis auf die „ethnische Homogenität“ erinnert diese Aussage doch auffallend stark an die fürsorglichen, hilfsbereiten Blumenkinder, grünen Kuschelräume, vegane Cafés, Afrikachöre, Kinderkrippen, autonome Volksküchen und zugleich an die rigorose Durchsetzung von Coronamaßnahmen und den „Marsch durch die Institutionen“, den Kretschmanns Vorbild Mao entwickelt hat. Die „totale Durchdringung der Gesellschaft” der NSDAP ist fast deckungsgleich mit den angestrebten Gesellschaftsveränderung der Grünen. Manche Denkmuster ändern sich, unabhängig von vorherrschenden Zeitgeist, eben nie:
Die Generation der 68er griff das von ihren neomarxistischen Professoren der Frankfurter Schule vertretene ideologiekritisch geprägte Gedankengut auf. Ein kleiner Teil der damals beteiligten Studenten hat auch trotz der Berufsverbote und Radikalenerlasse in der Politik, im öffentlichen Dienst und in den Medien Karriere gemacht und versucht, dieses Gedankengut der Gesellschaftsveränderung durchzusetzen.” (Wikipedia)

Heidelberg hat die sozialistisch-neofeudalistische Transformation unter der Tarnkappe der „grünen“ Umweltschützer fast abgeschlossen; die einstige kurpfälzische Hauptstadt ist dafür der ideale Nährboden. Wie fast überall in Deutschland, zumindest im Westen, werden die Zerstörung der Familie, die Ablehnung von Leistung und die Gleichmacherei maßgeblich durch reaktionäre, verblendete, kommunistisch-feministische Frauen der gehobenen Schicht vorangetrieben, die ihr ödes Leben mit Sinn zu füllen suchen und in vielen Fällen noch nie für ihren eigenen Unterhalt sorgen mussten. Da viele von ihnen keine oder erwachsene Kinder haben, benötigen sie ein Ventil für ihre Zuwendung, die sie irgendwelchen indigenen Völkern am anderen Ende der Welt oder desinteressierten Migranten aufdrängen, die die ausgehungerten Damen und deren Geld als Eintrittstor in die deutsche Gesellschaft benutzen. Ergänzt wird diese durchaus mit einer Geisteskrankheit vergleichbare Lebensweise durch überhöhte Klimaschutzfantastereien (Kinder produzieren CO2!) und infantilen, esoterischen Aberglauben („Ich schicke einfach einen Wunsch ans Universum”, „Was sagt meine Engelskarte heute?”) als Ersatz für echte Transzendenz.

Inmitten dieser körperlichen, seelischen und spirituellen Verwahrlosung spitzt sich die Lage unserer Gesellschaft immer weiter zu. Zwölf Millionen Ungeimpfte können ungestraft als „Aasgeier“, „Covidioten“, „Ratten“ und Schlimmeres bezeichnet werden. Gregor Gysi, der nach dem Fall der Mauer das Vermögen von SED / PDS / Die Linke rettete (siehe auch hier) und stets oben auf der Parteiensuppe zu schwimmen scheint, kann sich als echter Wendehals sogar „Gefängnisstrafen” für Impfverweigerer vorstellen.

Strafen wegen Hassrede, Rügen wegen Hasstaten

Für das Abwehren der Anfänge ist es schon lange zu spät: Wir befinden uns bereits in der Frühphase einer Diktatur, einer mit Billigung und Akklamation der Mehrheitsgesellschaft, die vorerst nur für Minderheiten und Abweichler ihre Schattenseiten entfaltet, doch die staatlichen Übergriffe und Maßnahmen werden immer aufdringlicher und willkürlicher. Die Mächtigen wollen zwar gegen „Hassworteauf Telegram vorgehen, verharmlosen, vertuschen oder bagatellisieren jedoch vollende „Hasstaten”  – wie auf dem Breitscheidtplatz, der Kölner Domplatte oder in Kandel – um jeden Preis. Und wenn Hundertausende Migranten ohne Papiere in unser Land marschieren und Sozialleistungen in Anspruch nehmen können, während steuerzahlende Bürger nicht einmal ein Buch ohne Ausweis und QR-Code kaufen dürfen, dann erfüllt dies durchaus die ersten Bedingungen einer totalitären Diktatur.

Und dennoch – sogar in Heidelberg gilt: Widerstand wirkt. Und wenn die Wirkung auch nur darin besteht, die Regierenden nervös zu machen. Das sind sie bereits – sonst würden sie nicht versuchen, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, Demos und Spaziergänge zu verbieten und durch martialische Polizeiaufgebote harmlose Familien einzuschüchtern. Auch hier haben die Grünen und Blockparteien die Methoden der Unterdrückung gar nicht neu erfinden müssen.

Ich schließe daher mit einem Zitat aus „Rhein-Neckar-Wiki“ über den Nationalsozialismus in Heidelberg, das für sich spricht – denn die beängstigenden Parallelen mit den heutigen Maßnahmen zum Schutze des Volkes sind nicht zu übersehen:

Zunächst wandten sich die Nationalsozialisten (im folgenden kurz Nazis) außer gegen die von ihnen als ‚Juden‘ ausgegrenzten Menschen gegen ihren Hauptfeind, die Linke. Um deren Entfaltungsmöglichkeiten im Reichstagswahlkampf so weit wie möglich einzudämmen, mussten die Versammlungsfreiheit und die Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit eingeschränkt werden. Hierzu diente zunächst die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Volkes vom 4. Februar 1933. Auf der Grundlage dieser Verordnung konnten alle politischen Versammlungen und Aufzüge unter freiem Himmel verboten werden, die vom Reichsinnenminister oder den zuständigen Polizeibehörden als ‚unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ angesehen wurden.

 

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6 KOMMENTARE

  1. Faschisten beherrschen das Volk durch Volkszüchtigungs-Gesetze.
    Das Ding sollte umgedreht werden !
    Wer schützt das Volk eigentlich vor Faschismus des Gewaltmonopoles?
    BVG schon lange auf Regierungslinie, was interessiert den eigentlich
    vorhandenen sein solltern Schützer noch unser GG? Nichts mehr !
    Der BVSch. scheint auch nur einseitig unterwegs zu sein.
    Ist doch auch kein Wunder, beide Leiter wurden von Merkel zu ihrem
    Zwecke installiert.
    Wie nennt man solches auch, der Staatsstreich gegen das eigene Volk
    ist der Politik und seinen höchsten Behörden gelungen.
    Für solches kann ich nur noch Demokratie feindlichen Ekel empfinden
    und habe nur noch Verachtung.

  2. Genialer Beitrag! So stelle ich mir die salonbolschewistische Gut- und Bessermenschgesellschaft dieser Städte, wie Heidelberg, in der Tat vor, so empfindet man Vertreter dieses Schlages auch, Männlein, wie Weiblein spielt dabei keinerlei Rolle.
    Für Tübingen und Freiburg dürfte es ebenso passen, man sieht das auch an den entsprechenden Wahlergebnissen.
    Was mir in der Tat auch das Blut in den Adern gefrieren läßt, das ist die Herzlosigkeit und die haßerfüllte Ideologie, mit der diese Gattung Toleranzdeutscher infiziert ist.
    Wo kommt ein derartig infernalischer Haß gegen die Menschen her, die einfach ihre angeborenen Naturrechte einfordern, wo kommt der infernalische Haß her, gegenüber denen, die etwa gegen Spätabtreibung, oder vielleicht überhaupt gegen Abtreibung sind? Also gegenüber denen, die Leben schützen und sagen, verdammt, gebt doch den kleinen Seelen eine Chance, es gibt Babyklappen usw., Ihr braucht Euch nicht einmal zu kümmern (was ich zwar gruselig finde, aber eben dem Kind das Leben läßt!).
    Das und noch einige andere Haßobjekte ist in genau diesen, achso toleranten und sich für liberal haltenden Kreisen verbreitet wie religiös fanatische Dogmen.
    Spontan dazu und zu dem, was gerade in unserer coronafaschistischen Hölle mit den Kindern, aber eben auch völlig normalen, gesunden Menschen passiert, ging mir eine Werbung früherer Jahrzehnte durch den Kopf:
    Wick, Pinimentol und ähnliches, als Einreibemedizin, speziell auch für stark erkältete Kinder: Liebevoll wurde das Kind versorgt, zugedeckt und „schlaf Dich gesund mein kleiner Schatz“ gesagt.
    Wie gesagt, Werbung. Aber was für ein Unterschied, in Sachen Liebe, positiver Energie, gegenüber der heutigen, seelischen Grausamkeit und Geringschätzung, gepaart mit halsstarrigem Gesinnungsterror übelster Prägung!

  3. Ja, erbärmlich, die Bürger dieser Stadt. Ich war auch da. Während ca. 350 Leute sich für das GG einsetzen, laufen tausende die Einkaufsstrasse nebenan rauf und runter ohne auch nur zu verstehen, was grad in direkter Umgebung vor sich geht.

  4. Der Artikel ist brilliant und ihre Beobachtungen des linken Wohlstands Milleus treffen genau, Sehr geehrte Frau Schneider!

    Mitte bis Ende der 90ziger Jahre, hatte mein chronisch schwer kranker Mann des oefteren aerztliche Termine in Heidelberg, wozu ich ihn, obwohl voll berufstaetig und mit zwei Kindern, ihn jedesmalbegleiten und ueber 200 km fahren musste.
    Bereits damals fuehlte ich eine sehr negative,besserwisserische arrogante Gutmenschen Energie und machte aehnliche Beobachtungen wie Sie. Ich empfand eine instinktive Abneigung gegen diese Stadt und die Beispiele ihrer Bewohner, die Sie so treffend beschreiben.
    Nach jedem Termin, wollte ich so schnell wie moeglich raus und weg aus Heidelberg, hatte nie Interesse an der Innenstadt oder dem Heidelberger Schloss.
    Nun, inzwischen im Zeichen der bunten Toleranz, der Schueler und Studenten Indoktrinierung und der Ueberflutung Deutschlands mit Eindringlingen, ist alles noch viel schlimmer geworden.
    Diese Art wohlstandsverwahrloster, ohne Wuerde alternder, maennlich wirkenden, harten Feministinen und Spaethippiefrauen, waren mir immer suspekt, von den dazugehoerigen verweichlichten Yes men gar nicht zu reden.

    Das in Heidelberg nur eine geringe Schar Mutiger zusammen kam, ist schade, jedoch bezeichnend fuer die hirngewaschenen, selbstgerechten, auf links getreten Schafe.
    Das im gruenen Maolaendle, eine Uebermacht, der Polizei gegen diese kleine Schar Protestierer mobil gemacht wurde passt dazu. Wie sagte, Kretschmann’s Vorbild,“Bestrafe einen, erziehe viele“. Der Ausdruck“Asgeier der Pandemie“, ist absolut menschenverachtend.
    Der neue Faschismus zeigt sich in menschenverachtenden Auesserungsen der Frau, mit passenden Namen. Sie wuerde vertmutlich nicht davor zurueckschrecken, andere dazu auffzuhetzen , „Ratten“ zujagen und zu messern.
    Unglaublich was in D. vorgeht, Irrenhaus unter freien Himmel, mit Leitung der Insassen und/ oder Twilght Zone.
    Viele Gruesse
    Elise

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