Montag, 26. Februar 2024
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Keine Überraschung: Europa verarmt gegenüber den USA

Keine Überraschung: Europa verarmt gegenüber den USA

Massives Wohlstands- und Wirtschaftsgefälle zwischen beiden Seiten des Atlantiks (Symbolbild:Pixabay)

Neue Schock-Zahlen über unsere Wirtschaft” titelte “Bild” vorgestern über eine Analyse des “Wall Street Journal” (WSJ), die die wirtschaftliche Entwicklung der alten Welt mit der der USA vergleicht, und fast das Ergebnis plakativ zusammen: “Europa stürzt ab!”. Im WSJ lautete das ernüchternde Fazit gar: “Europeans Are Becoming Poorer. ‘Yes, We’re All Worse Off.” Das Journal verwies etwa darauf, dass Europäer und Amerikaner laut Angaben der Weltbank im Jahr 2008 jeweils rund elf Billionen Euro ausgegeben hatten. Heute sind es in den USA rund 17,8 Billionen – mit steigender Tendenz! -, während es in Europa noch immer nur rund elf Billionen Euro sind – mit allerdings fallender Tendenz. Die Schere zwischen den Wirtschaftsräumen dies- und jenseits des Atlantik klafft also immer weiter auseinander.

Auch das Bruttosozialprodukt war 2008 noch beinahe identisch: In Europa lag es damals aut Internationalem Währungsfonds (IMF) bei 12,6 Billionen, in Amerika bei 13,1 Billionen Euro. “Bild” ist alarmiert: “Gegenwärtig liegt es in Europa bei 13,3 Billionen Euro, ein mageres Plus von sechs Prozent. In den USA schoss es dagegen auf 23,1 Billionen Euro hoch. Plus 82 Prozent!

Früchte der Merkel-Ära

Insofern die Zeitung selbst in ihrem reißerischen Artikel schreibt, dass sich diese Entwicklung seit der Jahrtausendwende anbahnte, verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz, was hieran jetzt so schockierend sein soll. Das alles ist doch für Menschen, die die letztem zwei Jahrzehnte mit offenen Augen durch die Welt gingen und gegen Scheuklappen und Propaganda nach besten Kräften immun waren, überhaupt nichts Überraschendes. Es waren stets die Medien gewesen, die uns ständig erzählt haben, was für ein grandioser Erfolg die “stabile” Merkel-Ära doch gewesen sei und was für “reiches” Land wir doch wären! Dabei war immer klar, dass der deutsche Reichtum ein Mythos ist. Wir sind ja nicht einmal im EU-Vergleich besonders reich – und die EU ist wiederum, wie man nun schwarz auf weiß lesen kann, im Vergleich zur Entwicklung der USA auch nicht wirklich reich.

Deutschland hat seit 2008 keinen realen Lohnzuwachs, sondern Verluste gehabt. Wir sind heute deutlich ärmer als vor 15 Jahren. Trotzdem halten sich Deutschland und Europa beharrlich für reicher, als sie in Wahrheit sind. Auch Amerika hat Probleme, die jetzt nicht aus den vom WSJ kommentierten Zahlen hervorgehen; aber insgesamt ist das ein ganz anderes Level – und das wird hier einmal mehr überdeutlich.

14 Antworten

  1. Vielleicht muß Europa verarmen, damit am Ende die EU zusammenbricht. So kann es jedenfalls nicht weitergehen.

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  2. @EUROPA VERARMT GEGENÜBER DEN USA
    die Plünderung der Kriegsbeute – verraten von ihren Politikern !
    Es begann von 200 Jahren !

    1. Vor 200 Jahren war 1823, da waren die USA ganz und gar mit sich selbst beschäftigt. Auf Expansionskurs sind die erst seit dem frühen 20. Jhd..
      Amerikaner sind einfach clevere Geschäftsleute, wer mit denen auf gehobenem Niveau zu tun hatte oder hat, wird das wissen, da wird nichts dem Zufall überlassen.

  3. Wer die USA als “Freunde” hat, braucht keine Feinde. Seit Ende des 2. Weltkriegs arbeiten die USA daran Europa, insbesondere Deutschland und Russland auseinander zu treiben und Europa gegen Russland aufzuhetzen. Und jetzt der von den USA provozierte Krieg in der Ukraine. Der wird Europa dann endgültig in den wirtschaftlichen Ruin treiben. Und die USA hörigen Politiker spielen brav mit.

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    1. Seit Ende des WK 2? Das Spiel haben die Briten 1896 begonnen. Bereits der WK1 diente einzig diesem Ziel.
      Die Planungen zur Zerstörung mit WK 1 wurden 1896 eingeleitet.
      Das Buch: “Krieg, Terror, Weltherrschaft Band 1” von M. Donner lesen!!!

  4. Lt. OXFAM sieht die Vermögensverteilung für BRD wie folgt aus:

    0,1% besitzen 20,4% des Vermögens,
    die oberen 1% gesamt 35,3%,
    die oberen 10% gesamt 67,3%,
    50% besitzen 1,3%;
    der Rest liegt dazwischen.

    Stand 2021 gibt es 1,6 Mio. Millionäre in BRD,
    wobei eben 50% keinerlei Vermögen oder Schulden hat.

    Politik wird eben seit der Jahrtausendwende mit Agenda2010, nun 2030, bald 2050, prioritär für Investoren/das Kapital und die oberen 10% gemacht.

    Wenn man natürlich täglich Gender- ,Transen-, Hitze- und Dürrewahn (Grüße an die Sylturlauber aktuell, Winterjacke nicht vergessen), Massenmigration, allgemeine Wokeness, und “alles so toll hier” in den Fokus rückt, dazu die Leute mit fragwürdigen Gesetzen traktiert, die Lebenshaltung absichtlich verteuert, merken ob dieser Dinge halt viele nichts.

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  5. Die U.S.A. ein ganz anderes Level?

    Nun ja, beim BIP vielleicht, da die Rüstungsindustrie ja boomt. Im Gegensatz zu uns europäischen Idioten verschenken die U.S.A. ihre Waffen ja nicht an die Ukraine, sondern verdienen daran prächtig und kaufen mit dem Erlös den fruchtbaren ukrainischen Boden auf.

    Aber Millionen einfacher US-Bürger können sich schon die Busfahrkarte in die nächste Stadt nicht leisten. Es sind nach letzten Zahlen 42 Millionen US-Bürger, die von Lebensmittelmarken (SNAP) leben, also über 12% der Bevölkerung. Von der Steigerung des BIP haben die nichts, gar nichts.

    Na schön, bei uns lebt vielleicht ein größerer Prozentsatz der Sozialleistungsabgreifer vom Steuerzahler — Mehr als jeder zweite Hartz-IV Bezieher hat Migrationshintergrund –, aber die bekommen Geld, das sie nach Syrien, Afghanistan, Eritrea und Nigeria schicken, um, wenn sie Hunger haben, die verbliebenen deutschen Rentner von den Tafeln vertreiben. Meines Erachtens immer noch ein anderes Niveau.

    Und in den U.S.A. lebt gewißlich keiner, der von Sozialleistungen lebt, im Drei-Sterne-Hotel.

    Sowas gibt es nur in Doofland.

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  6. Dabei hatte Amerika eine Rezession. Natürlich ist das ein asymmetrischer Krieg der hier läuft. Nicht nur wie Kelly Greenhill in “Migration als Waffe ” sagt, sondern auch in der sonstigen Agenda hin zur “neuen Weltordnung” a la Schwab die ja von Amerika ausgeht .

  7. Ich dachte immer dass man eine stabile Wirtschaft wie die deutsche, nicht so einfach zerstören könnte . Dabei war es ganz einfach. Man muss die Leute nur einer ständigen Gehirnwäsche durch die Medien unterziehen. Menschen gemachter Klimawandel Blödsinn, das Märchen von der dringend notwendigen Aufnahme von Migranten als Fachkräfte und Gegenpol zum demographischen Wandel, Russland Embargo, Corona Panikmache usw. Zu guter letzt schneidet man sich noch von sämtlicher, günstiger Energieversorgung ab und verbreitet diesen Bullshit der grünen Stromerzeugung. Ich könnte nicht mehr in den Spiegel sehen , wenn ich an der Verbreitung dieser Lügen beteiligt wäre ! Die Amis freuen sich jedenfalls darüber und bieten Deutschen Unternehmern , Ansiedlungen zu besten Konditionen an .

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  8. Na, dann machen es USA ja richtig.
    No wonder, Biden is laughing.
    Der lacht, weil Altbekanntes immerhin/weiterhin oder gar noch besser wirkt.
    Wenigstens ueber das Wirktimmernoch…

  9. Das ist doch erst der Anfang.

    „Für den Zeitraum nach 2030 strebt die Bundesregierung an, bis zum Jahr 2045 … einen Primärenergieverbrauch von 1 600 Terawattstunden.“ – § 4 Abs. 2b Energieeffizienzziele


    https://dserver.bundestag.de/btd/20/068/2006872.pdf

    Bei der geplanten Bevölkerungszunahme in Richtung 90 Millionen Einwohnern werden 2045 dann 1.600 TWh etwa 18.000 KWh/Kopf entsprechen.

    Dann darf jeder Deutsche nur mehr etwa das an Energie verbrauchen, was heute Venezuela (19.659 KWh/Kopf), Georgien (18.547), Paraguay (18.398) oder Aserbaidschan (17.924) pro Kopf an Primärenergie verbrauchen – und nur mehr ein Viertel von Turkmenistan (72.870) und nicht einmal halb so viel wie Kasachstan (41.643).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Energieverbrauch_pro_Kopf

    Effektiver kann man die Industrie Deutschlands doch gar nicht mehr zerstören – und das Land verarmen:

    „Es wird einen volkswirtschaftlichen Wohlstandsverlust geben. Man kann das übersetzen, dass wir alle ärmer werden.“ – Christian Lindner (FDP) am 07.03.202

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    1. Was für ein unverschämter Lügner. Ich bin ganz sicher, daß Christian Lindner nicht “ärmer wird”.