Lug und Trug – über und unter den Wolken

Die Welt kommt unter die Räder (Symbolbild)

Meldungen über zwei Flüge sorgten gestern für erkleckliches Rauschen im digitalen Blätterwald; zwei Fälle, die beide auf ihre Weise von den mentalen Erkrankungen unserer Zeit künden: in dem einen, einen Linienflieger von Istanbul nach Hamburg betreffend, saß die Leiche eines 51-jährigen Mannes, der trotz vollständiger Impfung angeblich „en Route“ an Corona verstorben war. Im anderen, einem Gulfstream-Privatjet mit Ziel Glasgow, saß Amazon-Multimilliardär Jeff Bezos, der zum „Klimagipfel“ anreiste.

Nur selten verdichtet sich die komödiantische Farce, die ganze Verlogenheit jener bleiernen Scheinprobleme, mit denen sich nach Anleitung politischer und akademischer Eliten die Menschheit von Jahr zu Jahr in immer belastenderer Schwere herumplagen muss, so prägnant wie in diesen beiden Meldungen: Zum einen eine „Pandemie“, von der immer mehr Menschen insgeheim oder bekennendermaßen zu ahnen beginnen, dass sie die inszenierte Hysterisierung eines immer dagewesenen, zuvor nur nie beachteten Normalzustands ist. Zum anderen ein „Klimawandel“, dessen Schrecken ausschließlich prognostisch-virtuell in dramatischen Kurven und Extrapolationen daherkommt und der allenfalls durch Instrumentalisierung bzw. Uminterpretation schon immer dagewesener Wetterextreme manifest wird.

Bei beidem handelt es sich um abstrakte Menschheitsbedrohungen, nicht zufällig getragen von einem dogmatisch beschworenen „wissenschaftlichen Konsens“, die für den einzelnen Weltenbürger zumeist völlig abstrakt, da ohne konkreten Bezug bleiben und allenfalls durch Verschaltung von Einzelfällen – solitäre schwere Verläufe und Beatmungsfälle hier, Hochwasser oder Tornados da – erlebbar gemacht werden. Nudging und Framing sind die mentalen Techniken zur Gefügigmachung und Weichkochung der Massen durch eine diffuse Angst, die Transformationswille und untertänige Duldungsstarre bewirkt: Allzeit opferbereit, sich den Arsch retten zu lassen. „Winter is coming“ bzw. „denn die Nacht ist dunkel und voller Schrecken„, würde man bei Game of Thrones sagen. Ein freies, ungezwungenes, unpolitisches Dasein darf nicht mehr sein. Oder, frei nach Adorno: Es gibt kein richtiges Leben mehr im falschen.

Endsieg über Viren und Wetter

Zum Endsieg über Viren und Wetter ist die Zweckentfremdung und generationenüberspannende Bindung aller finanziellen und geistigen Ressourcen des Planeten kein zu hoher Preis – auch wenn diese „Feinde“ in realiter für den einzelnen so gut wie nie wahrnehmbar werden. Solange die Propagandafront nicht bröckelt und wir nur die „richtigen“ Bilder zu sehen bekommen, funktioniert der ruchlose Plan bestechend gut, uns nicht nur zum omnipräsenten „Verzicht“ zu bewegen, sondern gar zur weitgehenden Preisgabe unserer Freiheit und unseres Naturrechts auf ein tunlichst unbekümmertes, weil ohnehin vergängliches irdisches Dasein. Übertragen auf den aktuellen Entwicklungsstand der genannten Kollektivpsychosen „Corona“ und „menschgemachter Klimawandel“ bedeutet dies: Solange die Intensivstationen aus allen Nähten platzen und unter den Beatmungsgeräten nun angeblich auch „jüngeren“ Patienten verröcheln sollen, solange fleißig weiterhin die „Zahlen explodieren“, lässt sich eine Impfkampagne für die Ewigkeit gut weiterbetreiben. Und solange die täglichen Wasserstandsmeldungen über in spätestens 30 Jahren absaufende Küstenstädte und austrocknende Kontinente mit Milliarden Klimaflüchtlingen weiterhin den öffentlich-rechtlichen Äther fluten, lässt sich auch der globale CO2-Schuldkult fortexerzieren. Beides dient Machtzentralisierungs- und Profitinteressen, die kein „Aluhut“ erst erspinnen muss, weil sie die inzwischen völlig ungeniert vertreten werden.

In Verlegenheit kommt der große Apparat allerdings dann, wenn die Idylle des drohenden Zusammenbruchs von Gesundheits- und Klimasystemen getrübt wird. Wenn die Narrative plötzlich Risse bekommen. Wenn die Glaubwürdigkeit des Katastrophenkatechismus ins Wanken gebracht wird.

Zum Beispiel – und damit sind wir wieder bei den eingangs genannten Meldungen – wenn sich der angeblich alternativlose Segen einer Impfkampagne und die Seriosität der medialen Corona-Berichterstattung in einem Double Strike in Luft auflösen: Im Flieger aus Istanbul soll also ein Vollimmunisierter an eben der Krankheit gestorben sein, gegen die er doch vorbildlich geimpft war; ein weiterer Impfdurchbruch „on air“? Wenn das stimmt, dann ist es mindestens ebenso denkwürdig, als wenn sein Tod Folge der Impfung war. Oder war, dritte Möglichkeit, der Befund „Corona“ hier ein weiteres Mal nur eine Nebendiagnose, trat der Tod an Bord etwa aus ganz anderen, womöglich gar natürlichen Gründen ein – so wie es wohl in einem beträchtlichen Teil (wenn nicht gar der überwältigenden Mehrzahl) der sogenannten Covid-Todesfälle gewesen sein dürfte? Was immer es war, es bleibt der schale Nachgeschmack: Hier stinkt etwas zum Himmel.

Zeremonielle Selbstgeißelung

Zum Beispiel, wenn mit Jeff Bezos ein grüngewaschener Big-Tech-Egomane und „Master of the Universe“, der seinen ökologischen Fussabdruck bereits auf privaten Stratosphärentrips reichlich verbreitert hat, per Privatflieger zehntausend Flugmeilen nach Schottland jettet, um sich dort mit der Créme der dekadenten Klimajugend und ebenfalls nicht mit dem Ruderboot angereisten Staatenlenkern zu treffen und zeremonielle Selbstgeißelung zu üben. Die buchstäblich himmelstrabende Heuchelei jener, die sich als grüne Planetenretter inszenieren, ist ebenfalls geeignet, einen Glitch in der Matrix zu erzeugen – spätestens wenn all denen, die keinen Learjet oder Fuhrpark ihr eigen nennen, das Fliegen und Autofahren kaputtverteuert oder ganz verboten wird.

Ohne eine überfällige Umkehr, eine De-Ideologisierung, ein Zurück zu Freiheit und Eigenverantwortung der Individuen und eine Entmachtung der Zirkel, die uns immer tiefer in eine kollektive Gesundheits- und Umweltneurose treiben wollen, ist die nächste Tyrannis nur einen Steinwurf entfernt. Finden wir endlich zurück zu ein gesunden Normalmaß: Leben und leben lassen, überleben und überleben lassen.