Donnerstag, 23. Mai 2024
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Medikamentenmangel? Gehen wir doch einfach zum Schamanen…

Medikamentenmangel? Gehen wir doch einfach zum Schamanen…

Gesundheitspolitik im Post-Lauterbach-Deutschland (Symbolbild:Pixabay)

Man stelle sich vor, jemand hätte einen zur Anschaffung eines Elektroautos genötigt, obwohl sich im Umkreis von tausend Kilometern kein einziger Stromanschluss befindet, geschweige denn eine reguläre Ladesäule. Da ist man ganz schön aufgeschmissen – und das hübsche Auto steht einfach herum und beginnt zu rosten. So ähnlich fühlte ich mich am Donnerstag in der Apotheke meines Vertrauens. Seit 25 Jahren gehen meine Schilddrüse und ich getrennte Wege, also benötige ich Thyroxin. Das allerdings war wieder einmal schwieriger zu bekommen als der Bauplan einer Atombombe aus dem Internet. Immerhin konnte mir der nette Apotheker eine Filiale nennen, die noch Restbestände gebunkert hatte – es klappte also beim zweiten Versuch. Beim Rezept davor hatte ich fünf Anläufe benötigt.

Denn auch wenn es das Präparat noch von einem anderen Hersteller gibt, dürfen es die Apotheken auf Anweisung der Krankenkassen nicht herausgeben; angeblich wären die Präparate nicht kompatibel. Das hatte ich bei einem anderen Medikament tatsächlich einmal – aber bei Thyroxin ist es eigentlich herzlich egal, wer der Hersteller ist.
Man fällt nicht gleich tot um, wenn man einmal eine der Tabletten auslässt, der Körper kann für kurze Zeit ein Ersatzhormon bilden. Wie dem E-Auto geht einem aber nach und nach der Saft aus. Nach ein paar Wochen wird es richtig kritisch. Allerdings nutzt es nichts, sich darüber aufzuregen, denn Blutdruckmedikamente sind ebenfalls von der Verknappung betroffen. Während der letzten Erkältungswelle fehlten Fiebersäfte für Kinder. Hartgesottene verwiesen zu dieser Zeit gern darauf “dass es die damals auch nicht gab”.

Selbsthilfe bei der Medizinfrau oder auf Youtube

Auch wenn ich die Anwendung von Hausmitteln für keine schlechte Idee halte, sollte es allerdings meiner bescheidenen Meinung nach in einer Industrienation für Eltern die Wahlmöglichkeit geben. Vor allem, wenn das mit dem Kinderarzt abgesprochen wurde.
Das Argument träfe zudem auf fast alle Bereiche der modernen Medizin zu. Wir könnten uns die Zähne wieder gegen einen kleinen Obolus beim Hufschmied ziehen lassen, wenn so das Gesundheitswesen entlastet wird. Und wer braucht schon Insulin oder Antibiotika? Vielleicht wäre das auch die Gelegenheit, jene Fachkräfte anzuwerben, von denen die Grünen so gern sprechen. Zum Beispiel Medizinfrau “Schwarze Adlerfeder” aus dem Sioux-Reservat, die uns zum Mindestlohn in der Kräuterschwitzhütte kuriert. Oder einen peruanischen Schamanen, der unsere chronischen Erkrankungen auf ein bedauernswertes Meerschweinchen überträgt. Bei Akne greifen wir zur Selbsthilfe, nachdem wir bei “Dr Pimple Popper” auf YouTube nachgeschaut haben, wie man ein Furunkel ordnungsgemäß beseitigt.

Das Problem mit dem Medikamentenmangel ist seit etwa drei Jahren bekannt. Zuerst kam es wegen der Corona-Krise zu Lieferengpässen aus Asien: Knappe Medikamente wurden erst einmal an jene Länder verkauft, die entsprechend dafür zahlten. Dazu ist unser Gesundheitssystem aber zu sehr kaputtgespart worden. Wegen der Energiekrise wandern nun auch noch die letzten deutschen Hersteller ab, denn die Produktion der chemischen Grundstoffe benötigt viel teures Gas. Diese Probleme müssten bekämpft werden, aber das ist aufwändig und teuer.

Abwendung des Weltuntergangs statt medizinische Grundversorgung

Offenbar sind chronisch Erkrankte dem Gesundheitsministerium aber nicht wichtig genug, um mehr als nur ein paar Symptome zu bekämpfen. Stattdessen gibt es skurrile Vorschläge für Medikamententauschbörsen. Drei Diazepam gegen ein Fläschchen Insulin… soll so die Zukunft aussehen?

Karl Lauterbach widmet sich derweil seinem “Hitzeschutzplan” – das bringt auch Pluspunkte bei grünen Wählern. Ach, der Klimawandel, er wird uns alle zugrunde richten! Schon gegen Ende der Corona-Zeit war abzusehen, dass dies sein nächstes Lieblingsproblem werden würde –  denn mit Alltäglichem beschäftigt er sich nicht gern. Es muss schon die Abwendung des Weltuntergangs sein. Bedenkt man, welche finanziellen Ressourcen er beschaffte, um damals seinem Impfwahn nachzugehen, spricht das Bände: Es funktioniert also, wenn man es nur will. Vielleicht sind gängige Medikamente – so sehr diese gebraucht werden – einfach auch kein gutes Geschäft für die Industrie mehr. Man sollte meinen, nach mehreren Jahren gäbe es endlich einen Aktionsplan; stattdessen werden jetzt Trinkbrunnen gegen die Hitze gebaut. Vielleicht lässt sich Herr Lauterbach auf jedem davon mit einer Gedenkplakette verewigen? Wenn es so weitergeht, werden wir tatsächlich zum Medizinmann gehen müssen. Bloß kann dieser in den meisten Fällen Deutschlands chronisch Kranken auch nicht helfen.

16 Antworten

  1. So lange Psychopathen im Gesundheitswesen die Keule ./. die Menschen “schwingen und zuhauen”, so lange wird sich nichts ändern.
    Der Tag wird kommen, wo diese Menschenverachter von Teilen des Volkes gejagt, gestellt und abgeurteilt werden.
    Denn kein Gericht im Bananenland wird jemals diesen Schmutz für ihre Taten verurteilen.

    Sie haben es sich absolut verdient !

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  2. https://deutschlandkurier.de/2023/07/nzz-chefredakteur-eric-gujer-deutschland-mutiert-zur-erziehungsanstalt/

    29.Juli 2023

    „NZZ“-Chefredakteur Eric Gujer: „Deutschland mutiert zur Erziehungsanstalt!
    Es ist ein „must read“! In einem brillanten Leitartikel unter der Überschrift „Der grüne Zeitgeist belagert die Deutschen“ rechnet der Chefredakteur der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ), Eric Gujer, mit dem Ökosozialismus im Nachbarland ab: Die deutsche Gesellschaft mutiere zur „Erziehungsanstalt, die ihren Insassen beibringt, welches Auto sie fahren, welche Heizung sie benutzen und wie sie korrekt sprechen sollen“, konstatiert das Schweizer Leitmedium.“

    Lest weiter im o.a. Link und bis zum Ende, denn es werden Euch die Sinne geöffnet !

    Für mich ist das eine der brilliantesten, zutreffendensten und wahrheitsgemäßigen
    Artikel eines auf dem Boden stehenden Blattes und dem o.a. Chefredakteur.

    Vielen Dank für die Analyse Herr Eric Gujer und bitte weiter so im Sinne von Freiheit und Gerechtigkeit !

    Ich schäme mich für diese Menschen züchtigende hiesige Politik und vielfach lacht das Ausland schon über diese Dilettanten und Lakaien des globalistischen Vernichtungssystems.

    Es grüßt alle herzlich
    Fiete aus dem hohen Norden

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    1. Ja.
      Aber ehrlich gesagt auch nix Neues.
      Insofern spricht dieser Schweizer auch nur aus was in Deutschland die meisten Menschen eben nur denken, aber nicht trauen zu sagen.

  3. @” Wenn es so weitergeht, werden wir tatsächlich zum Medizinmann gehen müssen. Bloß kann dieser in den meisten Fällen Deutschlands chronisch Kranken auch nicht helfen.”
    1. hat man den Medizinmännern hier vorsorglich das Praktizieren verboten und 2. sind sie dadurch nicht in der Lage zu zeigen was die können. Ein Bekannter von mir hatte Lungenkrebs, der Arzt gab ihm nur ein halbes Jahr. Der Schamane , wo er hin flog, sagte wenn er aufhören würde zu rauchen dann könne er noch lange leben. Er hörte zwar nicht auf zu rauchen und lebte dann noch ca. 2 Jahre. Stellt sich die Frage wer ist qualifizierter? Der Arzt der an der Uni fast alles auswendig gelernt hat oder der Schamane der in der Praxis bei einem Anderen viele Jahre gelernt hat.

    1. In den 70er Jahren mußte ich ein Projekt gemeinsam mit einem Filipino betreuen. Der Kollege war Masch.Bau.-Ing, sprach ein perfektes Deutsch u. hatte auch hier studiert. Was ich an ihm bewunderte war seine geradezu mönchische Gelassenheit. Nichts konnte ihn aus der Bahn werfen. Wir hatten viele bereichernde Gespräche über den Sinn des Lebens u.ä.
      Eines Tages wurde bekannt, dass sein Chef (der Abt.Lt.) schwer an Leukämie erkrankt war. Die Ärzte gaben ihm nur noch eine kurze Lebensspanne. Während ich feixte dann könne er ja selbst bald die Abt. leiten, was er entrüstet von sich wies, hatte dieser in seiner Todesangst meinen Kollegen (seinen MA) um Rat gefragt. Er erklärte mir, dass in seiner Heimat bei einer solchen Krankheit niemand zu einem in westl. Medizin ausgebildeten Arzt gehen würde sondern von einem „Kundigen“ die Seele geheilt werden müsse (in etwa seine Worte). Mit seltsamen Andeutungen versuchte er zu erklären was dabei zu geschehen hätte, was mich damals – mit Mitte 20 – aber nicht wirklich interessierte.
      Kurze Zeit später erfuhr ich, man war gemeinsam nach Manila geflogen und dort auch viele Wochen geblieben. Besagter Abt.Lt. hat kurz nach seiner Rückkehr seinem Job gekündigt und sein Leben völlig umgekrempelt. Als ich selbst etwa 3 Jahre später das Unternehmen verließ lebte der Totgesagte immer noch im gleichen Ort, arbeitete aber nicht mehr in seinem Beruf. Leider habe ich auch meinen damaligen Kollegen aus den Augen verloren aber meine Sicht der Dinge hatte sich schon damals verändert.

  4. Wenn das noch einige jahre so weiter gehen sollte und bei das derzeitige politische Personal hat ja den “Wohlstand des Weniger” zum Programm erklärt, werden die heutigen Apotheker ihre Eltern fragen, wie das denn damals in der DDR war. Damals hat es auch den mangel gegeben, aber auch zaghafte Versuche, den einzuhegen, wozu die “Pharmazeutischen Zentren” geschaffen wurden. Dort erfolgte u.a. auch die “Arzneimittel-Ersatzproduktion”.
    Eines der besten Pharmazeutischen Zentren in dieser Zeit war das in Wernigerode.
    Ich hätte nie gedacht, dass meine Gedanken nun voller Wehmut in diese schöne Stadt im Harz gehen …

  5. Man könnte direkt lachen, wenn einem das Lachen nicht im Halse stecken bliebe. Aber für (oder besser gegen) Letzteres gibt’s bestimmt auch ein Medikament.

  6. Medzinmangel, Ärztemangel, Pflegemangel, Lehrermangel, Gasmangel, Ernergiemangel, Wohnungsmangel, Wassermangel, Rohstoffmangel und vor allen Dingen Intelligenzmangel. Mangel wo man hinschaut.

    Nur an Asylis und Dumpfbacken mangelt es im besten Deutschland aller Zeiten nicht. Die gibt es an jeder Straßenecke im Dutzend.

  7. im fall Tyroxin können die krankenkassen ausnahmsweise nichts dafür, dass die aut-idem regel nicht angewendet werden darf.
    der wirkstoff steht auf der sogenannten AUSTAUSCHVERBOTSLISTE.
    das wir z.b. auch in den USA so gehandhabt um den wirkstoffpegel zu garantieren.
    seit letztem jahr gibt es zwar studien in den USA, die besagen, dass ein austausch doch nicht kritisch ist, aber das wird noch weiter erforscht.

    der medikamentenmangel hat auch wenig mit corona zu tun.
    schuld sind hier die krankenkassen und auch hr. lauterbach der vor langer zeit mit ulla schmidt die festbeträge für arzneimittel eingeführt hat.
    diese preise sind teils so niedrig, dass ein hersteller dafür tatsächlich nicht produzieren kann.
    man hat also den einkauf der chemikalien und wirkstoffe nach indien/china verlagert.
    oft gibt es nur einen zertifizierten hersteller dort. wenn es bei dem porbleme gibt, geht nichts mehr.

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  8. Die Unfähigkeit dieser Regierung ist allen bekannt. Auch die skandalöse Gesundheitspolitik
    des sogenannten Gesundheitsministers Lauterbach.
    Apropo Gesundheit – die sogenannte “Gesundheitswerbung ( Mundgeruch/Fußpilz/ Krampfadern/metabolisches Syndrom u.a. gehören wohl nicht neben Kommentare
    von ANSAGE! weches angeblichein alternatives Medium sein will!
    NIUS.de ist dagegen wirklich alternativ!

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  9. Es gibt auch – oder gerade? – bei chronischen Zivilisationskrankheiten interessante Alternativen zur krankmachenden Pharmaindustrie. Sie sind mühsamer und deshalb wenig beliebt. In der Regel gilt es seinen Lebensstil zu ändern und überhaupt erst einmal zu verstehen, was Gesundheit wirklich ist. Der Schamane hilft gerne dabei.

  10. @ Vielleicht sind gängige Medikamente – so sehr diese gebraucht werden – einfach auch kein gutes Geschäft für die Industrie mehr.

    Das glaube ich nicht.
    Eher glaube ich, dass ein Mangel auch zur gewollten Bevölkerungsreduktion beiträgt. Ich glaube deshalb eher an einer künstlichen Verknappung.

  11. “Dazu ist unser Gesundheitssystem aber zu sehr kaputtgespart worden.”

    also wenn ich den faktenbefreiten Unsinn immer lese…ganz nach ARD/ZDF.

    In BRD wurden 2022 fast 500 Mrd. Euro im System verbraten. BRD hat eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt.

    Die Effektivität ist mies! Hohe Ärztedichte, dennoch kaum Zeit für Patienten, zu viele Krankenhäuser, Bürger, die bei jedem Pieps zum Arzt rennen. Und v.a. viel zu hohe Vergütungen für Ärzte und Preise für Medikamente. Sog. Chefärzte als Internisten oder Radiologen nehmen durchaus 400.ooo Euro pro Jahr mit nach Hause. Auch normale Ärzte verdienen 6-stelllig.

    Die jetzige Krankenhausreform wird nochmal alles teurer machen, da es garantierte Vergütungen gibt für Nichtstun, und trotzdem Fallpauschalen obendrauf.

    Der angebliche “Medikamentenmangel” rührt nur daher, da Pharma noch höhere Gewinne haben will. Die machen Druck. Praktischerweise werden höhere Kosten ja einfach auf die Beitragszaher umgelegt. Für mehr Zeit zum Golfspielen und Drittporsche der Ärzte- und Pharmalobby-

  12. CDL sollte man möglichst im Haus haben, ja ich weiß Teufelszeug mit welchem man sich und seine Lieben vergiftet;(
    Kann bei vielen Krankheiten eingesetzt werden, auch als Antibiotika Ersatz.
    Ich habe die Wirkung selbst erlebt, bei unserem Hund, also nix mit dran glauben.
    Wird natürlich vertreufelt, verdient Big Pharma nichts dran.

  13. Ich empfehle das Buch DIE KRANKHEITSERFINDER. Viele Medikamente sind nicht notwendig sondern dienen nur dem Profit des Herstellers. Daß auch die Krankenkasse, der Arzt u. Apotheker noch daran verdient ist nur ein Nebeneffekt. Seit Corona sollten einige gemerkt haben, daß es nicht um unsere Gesundheit geht!

  14. Die Satire ist ja ganz nett zu lesen. Bringt aber nichts Verwertbares.

    Der Medikamentenmangel hat mehrere Gründe. Zufällig aus heiterem Himmel kam er nicht. Die Erfahrung lehrt, dass nahezu nichts zufällig passiert. Die Regierung unter Merkel und die jetzige Ampelkoalition haben rechtzeitige Gegenmaßnahmen versäumt. Oder wurden solche bewusst unterlassen? Mich würde eine absichtliche Verstärkung eines aufkommenden Medikamentenmangels nicht wundern, angesichts der politisch gewollten Verbrechen durch grenzenlose Migration mit ihrer Gewaltwelle gegen deutsche Einheimische, einer schon geplanten EU-weiten Nahrungsmittelverknappung und einer vermögensvernichtenden Energiepolitik, selbst gegen die Beurteilungen durch Fachleute und gegen den Willen fast der gesamten Bevölkerung.

    Informationen über betroffene Medikamente, stillgelegte oder ins Ausland verlegte Pharmafirmen mit Ihren Produkten und die voraussichtliche Entwicklung wären sinnvoller.