Namibia lädt Deutsche zum Überwintern ein: Wer sind hier die Klimaflüchtlinge?

Giraffen-Smalltalk im namibischen Etosha-Nationalpark: „Schau mal, schon wieder ein Boot mit deutschen Flüchtlingen!” (Foto:Imago)

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Dass Deutschland „die dümmste Energiepolitik der Welt betreibt”, ist nicht nur in den USA und Europa bekannt. Auch in den ehemaligen deutschen Kolonien hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass die frühere Wirtschaftsgroßmacht durch ihre amokartige Energiewende nicht mehr in der Lage ist, den eigenen Strom- und Heizbedarf sicherzustellen. Während in Deutschland bereits Forderungen laut werden, „Klimaflüchtlinge“ im großen Stil aufzunehmen (Abgeordnete der Grünen nahmen nonchalant bereits die Zahl von 200 Millionen Menschen in den Mund), sieht es nun eher so aus, als seien die einzigen Klimaflüchtlinge die Deutschen selbst – die dank drohender Gasmangellagen und Stromengpässen in Brown- und Blackouts versucht sein könnten, in südlicheren Gefilden zu überwintern.

Das hat man auch Namibia verstanden – und so kommt nun aus dem einstigen Deutsch-Südwestafrika das Angebot, dass Deutsche doch herunterreisen und von dort aus für bis zu sechs Monate im „Homeoffice“ arbeiten mögen, um dem bitteren heimischen Winter, der dank grüner Ampelpolitik noch ein bisschen bitterer zu werden droht, zu entfliehen. Dafür hat Staatspräsident Hage Gottfried Geingob sogar ein eigenes Visum einführen lassen. Nangula Uuandja, die Chefin des dem Präsidentenbüro angegliederten Namibian Investment Promotion and Development Boards, erklärte: „Ihr könnt hier den Winter über leben und arbeiten, braucht keine hohen Heizkosten zu fürchten wie in Deutschland! Unser Präsident will mehr Deutsche willkommen heißen!

„Wir haben immer Strom“

Anders als in der Bundesrepublik sei in Namibia auch kein Blackout zu befürchten. „Wir haben immer Strom!“, beruhigt Uandja. Sie verweist zudem darauf – offenbar in der irrigen Annahme, dies gereiche ihrem Land international zur Ehre -, dass Namibia als „Deutschlands kleine Schwester“ bezeichnet werde. Zum Glück für Namibia bezieht sich diese zugeschriebene Verwandtschaft allenfalls auf ein Deutschland von früher, das mit dem heutigen, im Aussterben begriffenen und quasi abgewirtschafteten Alman-Resthabitat wenig gemein hat: Man habe deutsche Architektur, deutsche Straßennamen, mit der A1 sogar eine deutsche Autobahn und Deutsch sei auch eine der Landessprachen, so Uandja stolz. Alles Dinge, die es in Deutschland schon heute immer seltener gibt – und demnächst gar nicht geben wird.

Hingegen finden die, die es nach Namibia zieht, dort, ausgerechnet an der afrikanischen Atlantikküste, die Version eins Deutschland vor, das teilweise einer verkitschten Zeitkapsel aus den 1970er Jahren ähnelt. Selbst Heino erscheint dort zu gelegentlichen Auftritten. Während man als Deutscher heute das eigene Land nicht mehr wiedererkennt, trifft man in Namibia ein Land an, das sich mit Tatkraft und Risikofreude aus eigenen Stücken eine bessere Zukunft erarbeiten will. Dem selbstverschuldeten Niedergang der einstigen Herrenkolonie steht man unter den afrikanischen Einwohnern wie auch den weißen Nachfahren der Namibiadeutschen mit zunehmender Fassungslosigkeit gegenüber: „Wir in Afrika dachten, ihr habt das unter Kontrolle, versorgt euch selbst, kommt alleine klar. Wir hätten nie gedacht, dass ihr eure Energie aus Russland bekommt. Wir helfen gern und freuen uns auf den Austausch. Es war ein Fehler, eure Atomkraftwerke abzuschalten! Wir hätten doch mit Uran helfen können”, stellte der namibische Politiker und Geschäftsmann Heinrich Hafeni unlängst erstaunt fest. Damit hielt er Deutschland gleich in mehrfacher Hinsicht einen Spiegel vor.

Regierung erwartet regen Zuspruch

Man kann es sich nicht ausdenken: Bald müssen also schon die Afrikaner uns Deutsche über den Winter retten. Clemens von Doderer, der die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung in Namibia vertritt, bestätigte inzwischen, dass die namibische Landesregierung „professionell wie nie um deutsche Besucher und Investoren“ werbe. Dabei gehe es auch um einen für beide Seiten förderlichen Erfahrungsaustausch. Die Regierung in Windhoek rechnet jedenfalls mit regem Zuspruch auf ihr Angebot. „Während der Corona-Pandemie haben viele Menschen gelernt, von unterwegs zu arbeiten. Und Namibia ist günstiger als Kapstadt oder Johannesburg”, erläutert Uuandja. Allerdings ist Namibia nicht Deutschland; hier kommt nicht jeder Dahergelaufene einfach ins Land: Bewerber müssen nachweisen, dass sie einen Arbeitsplatz haben, über rund 2.000 Euro Einkommen monatlich verfügen und ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Wer einen Lebenspartner mitbringt, der nicht selbst arbeitet, muss für diesen Einkünfte von rund 1.000 US-Dollar im Monat nachweisen, pro Kind zudem 500 US-Dollar. Erst wenn das alles funzt, heißt es „Willkommen!”. Uuandja  versichert jedoch: „Wir haben Platz! Es gibt keine Obergrenze“,

Moment mal – „Wir haben Platz?” Mit demselben Slogan warben bis vor kurzem deutsche Kommunen (und wirbt die Ampel bis heute) vor allem in afrikanischen und vorderasiatischen Ländern für ungebremste Migration nach Deutschland. Während Afrikaner nach Deutschland strömen, von demnächst steuerfinanzierten pseudohumanitären Schlepperbooten angelandet, flüchten Deutsche dann eben nach Subsaharaafrika. Und treffen dort ironischerweise auf ein Grenzregime mit an Einreisende gestellte Bedingungen, die wesentlich schärfer sind als das, was Deutschland seinen Zuwanderern auferlegt (nämlich gar nichts).

 

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12 Kommentare

  1. Hahahahaha, ich hole mich nicht mehr ein! Also wandern wir mal! Na ja ich kann nirgendwohin wandern. Aber das Karussell dreht sich immer schneller. Bald sind die Deutschen selbst Flüchtlinge. Einige auch Politiker und Ärzte sind ja schon gen Süden gereist. Aber im Ernst wer vor den Problemen hier wegläuft, wird auch woanders weglaufen. Da bin ich mir ganz sicher. Ich kann nur wieder sagen: Packen wir es an… Von Unten! Lassen wir uns nicht mehr länger von oben einpacken.

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    • Hier in Ungarn kommen ständig deutsche Flüchtlinge an und zwar die sogenannten Leistungsträger. Herr Orban hat vor kurzem erst öffentlich betont das Ungarn jeden Deutschen der seinen Lebensunterhalt selbst absichern kann herzlich willkommen heißt. Und ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, Ungarn ist ein Land in dem man gut und gerne lebt.

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      • Ungarn ist geopolitisch aber auch nicht unproblematisch, und wegen dem kontinentalen Klima kann man auch gleich in D bleiben. Hauptsache, keine Corona-Maßnahmen und keine unnötigen staatlichen Kontrollen.

        Die anderen attraktiven Länder haben immer ziemliche Hürden als Einwanderungsbedingungen. Seit Kurzem muss man für Panama mindestens eine 200.000 $-Investition tätigen, davor reichten ein paar formale Anmeldungen für insgesamt 12.000 $ (inkl. Gebühren und Anwalt) für eine residencia permanente.

        Panama ist übrigens ein Steuerparadies. Wer darüber an der Börse oder bei Cryptos Gewinne macht (ob Long oder Short), zahlt keine Steuern und hat kaum Aufwand. Ich selbst brauche das nicht, aber das war ein heißer Tipp.

        Auf PI-News wird immer noch für die Finca Bayana dort geworben, dabei ist das der korrupteste Laden, den man sich überhaupt vorstellen kann. Viele Landkäufer dort hocken noch in Zelten, während der Verkäufer in seiner Villa mit einem Dutzend freilaufender, metergroßer Hunde regiert, unten die primitiven Einheimischen, oben die unterschiedlich gut privilegierten Zugereisten. Es versteht sich, dass der Verkäufer und Entrepreneur auch der Einzige im Umkreis von 100-200 km ist, der einen Jeep (für den wöchentlichen Einkauf) hat und Schusswaffen.

        Und 200 km weiter unten, in der einzigen Hauptstadt Panama City (wo man auch einkaufen muss), tobt neuerdings der Mob wegen der unbezahlbaren Energiepreise. Da möchte man als privilegierter Weißer keine 100 Liter Diesel kaufen müssen, sonst wird man damit noch übergossen.

        – In Deutschland sind mir eigentlich die Menschen zu schlecht geworden. Es ist alltäglich geworden, anderen Menschen Leid und Schaden zuzufügen zum eigenen Nutzen, sei es Karriere oder Schadenfreude, aber niemals zu Zwecken der Gerechtigkeit. Aber, wie ein Vor-Poster schon bemerkte: Flucht ist natürlich auch nichts. – Also durch!

        P.S.: Cheers!

    • Wer in ein anderes Land geht, flüchtet nicht notwendig. Die USA ist voll von Deutschen. Und nicht wenige haben in der Ferne das erreicht, was sie in Deutschland nie erreicht hätten – siehe Trump. Meine Tante, bereits verstorben, wanderte mit ihrem Mann, meinem Onkel, nach Kanada aus, in den 1950ern. Sie haben es nie bereut.

      Für was kämpfen? Für ein Multikulti-Deutschland? Nein, danke. In allen Großstädten Deutschlands ist man als Deutscher fremd. Es gibt Bezirke, da ist die Quote 0 bis 5 % deutsch. Wenn Du von unten anfangen willst, heißt das mindestens 70% der Passdeutschen rauswerfen.

      Viel Spaß dabei…

      Dann lieber auf den Kanaren leben und das Leben genießen.

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  2. Also ich muß 2k und für den Partner nochmal 1k mtl Einkommensfluß nachweisen. 3k, dann darf ich sechs Monate bleiben. Das ist grotesk!
    Ein dauerhaftes Verbleiben fällt aus – was bleibt dann nach?
    Langzeittourismus!
    Und wozu dann der Einkommensnachweis? Einziger Grund kann nur sein, daß man sicher sein will, daß der Blödmann auch zurückgeht.
    Also spart der Deutsche etwas Heizkosten; geht dafür fliegen und wohnt doppelt. Wozu muß es dann das langweilige Namibia sein und nicht jeder andere Ort auf Gottes schöner Welt?
    Ach, die Zeitzone! 🙂
    Na die ist nun wirklich groß und sonst tut es auch ein Reisewecker!
    Über was für ein Angebot reden wir hier eigentlich?

    • Was ist daran falsch, dass man ein Einkommensnachweis braucht? Das ist damals (ich wollte vor 30 Jahren nach Kanada) fast überall dasselbe gewesen. Warum? Weil man das vermeiden will, was gerade in Deutschland passiert: ein gratis Leben auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung.

      Übrigens brauchst du keinen Einkommensnachweis. Hast Du Geld? Ersparnis? Dann leb dort, solange Dein Geld ausreicht.

      Andere Länder sind eben schlauer, denken wirtschaftlich und dadurch fortschrittlich. Nur in Deutschland wird jeder Straßenpenner, Mörder und sonstiges Gelump aufgenommen.

      Gut, dass ich auch bald meine Koffer packen werde und aus der Diktatur der Verblödeten abhaue.

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    • Ich war schon 4 mal in Namibia (beruflich). Ein wunderschönes Land, würde ich sofort hin auswandern wenn es auf familiären Gründen ginge.

  3. Kann dem Gasmangel Positives abgewinnen: 1. Die Deutschen werden finanziell in Namibia auch soooo großzügig unterstützt (finanziell etc.) und 2. es kommen keine Asylanten mehr nach D., da es hier zu kalt ist….Unsere Sozialausgaben erreichen wieder ein Normalmaß, die Wohnungen werden wieder bezahlbar, die Kriminalstatistik bessert sich…

  4. Deutschland hat die dümmste und unfähigste Regierung der Welt!
    Mehr an Dummheit, Faulheit, Überheblichkeit,Großmäuligkeit gepaart mit der totalen Unfähigkeit geht einfach nicht mehr.
    Die Frage ist doch nur noch wann selbst die hörigen Deutschen aufstehen und diesen Irren so kräftig in den verlogenen feisten Hintern treten denn etwas anderes haben diese Schwachköpfe nicht verdient. Wer sein Volk hintergeht, den Amtseid bricht, Landes und Volksverrat begeht der sollte nicht auf Gnade oder eine Gestzmäßigkeit bauen denn wer alles aushebelt der hat dann auch die Justiz ausgehebelt die ihn bestrafen wird.
    Auch wir lammfrommen Deutschen Doofbürger kenne die Methoden mit denen die Bürger anderer Diktaturen ihre Peiniger bestraft haben und auch wuir Deutschen sind da lernfähig!

  5. In einem „schwarzes Land“ würde ich niemals Urlaub machen.
    Warum, weil es dort noch weniger persönl. Sicherheiten gibt,
    als hier.
    Schwarze sehe ich hier schon zuhauf.

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  6. offenbar haben ehemals ganze 30 Jahre deutsche Kolonialzeit einen nachhaltig positiven Eindruck bei den Einwohnern Namibias hinterlassen. Wie sonst wäre man auf deutsche Architektur stolz und hat deutsch mit als Landessprache? Weiß das die hiesige MS-Presse?

    KUnd somit können wir die woke veranlassten Umbennungen der Lüderitzstraßen in BRD auch wieder rückgängig machen!

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