Montag, 17. Juni 2024
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Transatlantizismus & Antiamerikanismus: Woher der Wurzelsepp seine Wurzeln hat

Transatlantizismus & Antiamerikanismus: Woher der Wurzelsepp seine Wurzeln hat

John Wayne (Mitte) in “Sands Of Iwo Jima”, 1949 (Foto:Imago)

Hilfreich sei “der Ami”, edel und gut. Dementsprechend auch das Narrativ über “den Ami”. Garant der Freiheit ist er, Befreier und Schutzmacht der Welt. Wie’s wohl kommt?

Dieses per Narrativ beförderte Image von “der Ami” ist in Europa sehr wahrscheinlich einer kollektiven Traumatisierung durch die beiden Weltkriege geschuldet, in Deutschland besonders durch den zweiten. Alles ist besser, größer und schöner in Amerika. Gerade die Deutschen suchten nach dem Untergang des Dritten Reichs nach einem neuen Vorbild. “Der Ami” als Generalbefreier. Seither ist das die vorherrschende Sicht auf Amerika. Als fragwürdiger Zeitgenosse gilt, wer diese Sichtweise nicht länger mehr teilt. Daß die Sowjetunion als einer der anderen Sieger im Zweiten Weltkrieg keine freiheitliche Alternative zu “der Ami” gewesen ist, stand allen Westdeutschen, die Verwandtschaft in der “Ostzone” hatten, allzu deutlich vor Augen. Das hat die Bewunderung für die amerikanische Freiheit noch einmal erheblich verstärkt. “Der Ami” wurde als Lehrmeister akzeptiert und als nur allzu natürlich kam es den Deutschen in der Bundesrepublik vor, daß ein solcherart “Edler” auch Weltpolizist gegen die Finsterlinge dieser Welt sein mußte. Wer denn sonst? “Der Ami” hatte die absolute moralische Überlegenheit. Das hat Konsequenzen bis heute. Der kollektive “Wertewesten” kann gar nicht anders, als immer “der Bessere” zu sein. Seine NATO ist ein Verteidigungsbündnis. Ein Hundsfott, wer behauptet, das sei Schönfärberei!

Aber was ist das heute?

Die Gewißheit, denkfaul an der Seite “des Amis” stehen zu dürfen, weil man damit sowieso auf der richtigen Seite steht, ist wiederum ursächlich für den fehlenden Widerstand gegen den schleichenden Verlust der Freiheit, die Zerstörung von Demokratie und Nationalstaatlichkeit, die Zwangsvereinheitlichung von Moralvorstellungen. BLM, Feminismus, Genderideologie, Diversity, die Islamisierung im Namen religiöser Toleranz, der Anti-Rassismus, die Rettung des Weltklimas, der Kampf gegen Rechts, die Zensur, die Aushebelung des Rechtsstaates und alles das: Nichts, worüber man sich ernsthaft Sorgen machen müsste, denn es ist doch so, daß wir alle ein wenig “Amerikaner” sind und dadurch immun. Wir sind Demokraten. Sind wir das? “Der Ami” ist wohl eine Art Narkosemittel für uns Europäer, besonders für die Deutschen. Es ist jedoch kein Zufall, dass die obengenannten Verfalls-Signale Denkweisen sind, die aus den USA nach Europa exportiert, resp. von Europäern importiert worden sind.

Es herrscht eine sehr eingeschränkte Wahrnehmung dessen, was die USA heute selbst sind: Eine zutiefst gespaltene Nation. Die eingeschränkte Wahrnehmung bezüglich der Vereinigten Staaten ist die größte Gefahr überhaupt. Trotz dieser Einschränkung wird das Handeln europäischer Politiker in seiner gnadenlos anmaßenden Selbstüberschätzung als “moralisch” legitimiert begriffen. Realiter ist es inzwischen völlig anders. Dadurch, daß “der Ami” zum Bestandteil einer kollektiven europäischen Identität geworden ist, scheint es unmöglich geworden zu sein, ihn vermittels einer schonungslosen Analyse zu identifizieren als das, was er heute tatsächlich ist. Gerade in den vergangenen dreißig Jahren, seitdem sich die USA als einzig verbliebene Supermacht begriffen haben, reihte sich ein kriegerisches Verbrechen an das andere. Wo das nicht zu leugnen war, galten sie noch immer als das “kleinere Übel”.

Identität

Diese fast schon dogmatisch zu nennende Amerikagläubigkeit der Europäer bringt als Nebeneffekt aber auch die Zerstörung europäischer Identitäten mit sich. Es hat fast den Anschein, als solle das amerikanische Modell dem Rest der Welt in geradezu brutaler, rücksichtsloser, identitätsloser, globalistischer Weise aufgezwungen werden, obwohl die Vereinigten Staaten als Nation etwas Künstliches sind, etwas, das sich nur auf ein Stück Papier gründet, die US-Verfassung. Die ist zwar im europäischen Geiste entstanden, aber mit der fortschreitenden Diversifikation in alle möglichen – und vor allem “gleichberechtigten” – Kulturen verliert sie von Jahr zu Jahr mehr von ihrer einigenden Kraft. Um sie dennoch weiterhin aufrecht zu erhalten, sind Amerikaner gezwungen, sich an sie zu klammern wie der Ertrinkende an den sprichwörtlichen Strohhalm.

Sie haben keine andere Wahl, keinen kulturellen Konsens, dem die Verfassung nachgeordnet wäre. Die Methoden beim Zwang unter die Verfassung werden zwangsweise zu solchen, die dem Geist der US-Verfassung immer stärker widersprechen müssen. Wo Gleichheit nicht existiert, aber verfassungskonstituierend ist, muß sie mit Gewalt erzwungen werden, resp. die Ungleichheit muß negiert werden, auch gegen alle Evidenz. Auf eine solche Weise wird selbst eine als freiheitlich gedachte Verfassung paradoxerweise totalitär.

Im Grunde amerikanisch: Der Globalismus

Das globalistische Konstrukt atmet diesen zum Scheitern verurteilten Geist der amerikanischen Verfassung. Alle Menschen sind gleich. Alle müssen sie sich einer “regelbasierten Ordnung” unterwerfen, in der die Regeln eben “amerikanische” sind. Ist eine solche Überlegung “Antiamerikanismus”? – Nein. Die amerikanische Idee würde ja rein formal funktionieren, wenn sich alle den Regeln der Amerikaner unterwerfen würden – und zwar ungeachtet ihrer jeweiligen religiösen und kulturellen Traditionen und Gebräuche. Das wird aber nicht passieren. Kulturelle Unterschiede lassen sich nicht unter einem Stück Papier ersticken.

Die Menschenrechte zum Beispiel sind mit Sicherheit keine islamische Erfindung. Moslems sind allerdings Menschen. Es ist gerade die aufgezwungene Globalisierung, die einen Antiamerikanismus befördert, der in einer multipolaren Welt überflüssig wäre. Solange aber der in Amerika selbst weit verbreitete Glaube an den amerikanischen Exzeptionalismus, – der Glaube daran, die Auserwählten zu sein, die in “Gods Own Country” leben also – , nicht als Ursache allen Übels erkannt wird, wird auch eine “Fanbase” wie die deutsche – gerade sie! – jeden bekämpfen, der den amerikanischen Teil ihrer Identität in Frage stellt oder gar angreift.

Vorsicht, Falle!

In letzter Konsequenz bedeutet das gerade zur Zeit, daß sich Deutsche viele neue Feinde überall auf der Welt schaffen, obwohl sie ja ihrer denkfaulen Überzeugung nach gar niemandem “etwas Schlechtes” wollen. Das ist eigentlich eine Tragödie. Eine indirekte Spätfolge des Dritten Reichs. Wer wären “wir” denn, wenn “wir” nicht zwanghaft “die Guten” wären? Zu beobachten ist eine fast infantile Scheu, “den Ami” infrage zu stellen. Warum? Überspitzt ausgedrückt ist es wohl so: Nazi wollen wir ja nicht sein. Auf gar keinen Fall. Das wäre wirklich das Allerletzte. Also sind wir eben deutsche Amerikaner. In diesen Extremen denken viele Deutsche. Und jetzt sollen wir Amerikaner auch nicht mehr sein? Das sind gar nicht mehr “die Guten”? Das will und will lieber niemand wahrhaben. Dennoch ist es so.

Die Amerikaner des Jahres 2023 sind nicht mehr die Guten. Und in der Ukraine haben nicht “keine Nazis” das Sagen – sondern die haben dort sehr wohl das Sagen! Den Amis ist das aber völlig egal. Nur: Für uns Deutsche darf das nie und nimmer wahr sein. Wen würden “wir” denn unterstützen? Gut wäre daher, wenn man wüsste, wer man selbst ist. Ein Blick nach Russland könnte deshalb einen gewissen “Aha-Effekt” haben. Die Russen wissen, wer sie sind. Die Amerikaner wissen es immer weniger. Der kollektive Westen driftet ab in eine sehr gefährliche Illusion über sich selbst. Im Rahmen dieser illusionären Selbstüberschätzung redet er sich vermutlich auch die NATO mächtiger als sie realiter sein dürfte. Für “das Militär der Gerechten” hält er sie ohnehin.

Transatlantizismus ist von gestern

Deshalb, allen Ernstes: Wer heute noch bedingungsloser Transatlantiker ist, hat den Schuß nicht gehört. “Der Ami” bevölkert ein sinkendes Schiff. Damit es langsamer sinken soll, wirft er die ach-so mit ihm “befreundeten” Europäer erst einmal über Bord. Sie sind Ballast geworden, mehr wirtschaftlicher Konkurrent denn Freund. “Der Ami” ist nicht unser Freund. Wir sollten dringend damit aufhören, ihm nützlich zu sein. Es ist höchste Zeit, eigene Interessen zu formulieren und sie dann auch durchzusetzen. Schon wegen der geographischen Lage auf dem Globus führt für uns Europäer kein Weg an einem guten Verhältnis zu Russland vorbei. Da es aber keine europäische Identität gibt, bleibt nur die der jeweiligen europäischen Nationen – und ihr je eigenes Verhältnis zu Russland. Eine europäische Identität ergäbe sich allenfalls aus der je nationalen Sympathie für die kulturelle und sprachliche Vielfalt des eigenen Kontinents. Wir sind eben nicht die Vereinigten Staaten von Europa – und wir werden es auch nie werden. Dazu sind wir zu verschieden. Gleichwohl sind wir natürlich Europäer – oder besser: Genau deswegen. Wäre eine europäische Identität denkbar, dann müsste es wohl eine sein, die nicht auf der Gleichheit fußt, sondern auf der Verschiedenheit. Eine EU, die nivellieren will, ist im Grunde ein kulturelles Krebsgeschwür und total antieuropäisch, ihrer Idee nach dafür aber sehr “amerikanisch”.

Europa ist sehr viel mehr als ein Verwaltungsgebiet von Technokraten. Und wir Deutschen sind ein elementarer Teil davon. Europa ist nicht irgendein Weltgebiet für irgendwelche “die Menschen”. Globalismus ist nichts für unsereinen. Deshalb sollten wir uns den auch nicht aufzwingen lassen. Ganz im Gegenteil. Wir sollten uns mit Händen und Füßen dagegen wehren. Doch nur, weil wir keine Amerikaner sind, sind wir noch lange keine Antiamerikaner. Vielleicht begreift ja sogar “der Ami” eines Tages, daß er nicht zum Vorbild für alle taugt – und daß ihm niemand übel will, nur weil er nicht zum Vorbild taugt.

24 Antworten

  1. @daß sich Deutsche viele neue Feinde überall auf der Welt schaffen,
    das US-gesteuerte Regime ist nicht Deutschland und die Deutschen !
    Ich könnte mir vorstellen, daß dieser Unterschied schnell klar wird, wenn das US-Imperium den Weg allen Vergänglichen gegangen ist !

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  2. Treffer🎯:
    “In letzter Konsequenz bedeutet das gerade zur Zeit, daß sich Deutsche viele neue Feinde überall auf der Welt schaffen, obwohl sie ja ihrer denkfaulen Überzeugung nach gar niemandem “etwas Schlechtes” wollen.”

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  3. Nach dem Krieg, da waren die Amis gar nicht so beliebt, wie der Herr Erdinger glaubt. Es gab genug Leute die sich “noch gerade so” an Rheinwiesenlager, Beraubung durch die GIs, Bombardierungen, absichtlichen Hungern, weil Eisenhower es befohlen hatte, … und all die anderen Nettigkeiten erinnern konnten.

    Es ging auch nicht um “Freiheit”, sondern um Vollfressen können, also “Wirtschaftswunder” und Geld in der eigenen Tasche haben, was im Westen für die US-Unterwerfung viel wichtiger war. Bei leeren Läden und verfallenden Städten, da hätten die USA noch so viel Freiheit der BRD bringen können, die Leute wäre denen nicht bis zum Anschlag in den Arsch gekrochen.

    Von “Befreiern” hat auch keiner gesprochen. “Befreiung” ist sowjetische Propagandasprache.

    Also erst ab 2023 kein US-Arschkriecher mehr sein? Seltsam das dann so viele Ihrer Zeit, Herr Erdinger, voraus waren. Aber Afghanistan, Irak und Co. muß man wohl, seit 20 Jahren, nicht richtig einordnen können, obwohl sich die richtige Einordnung aufzwingt und ich daher mich schon mit US-Sklaven bei PI.News 2007 “balgte”, im Kommentarbereich, ob deren Hirnlosigkeit, Unwissen und Erbärmlichkeit.

    Die USA sind, falls es wer nicht mitbekommen hat, seit 1861 tot. Als Lincoln seinen Krieg machte, um die Union, entgegen der Verfassung, mit Gewalt zu erhalten, wurde die Republik zum Empire. Das brauchte dann zwar noch 80 Jahre um wirklich zu entstehen, in seiner vollen Größe, aber der Bruch ist 1861.

    Die USA sind auch ideologisch gescheitert. Der Melting Pot funktioniert nicht. Er hatte den Anschein zu funktionieren, solange es eine bestimmende Kultur gab. Als Lyndon B. Johnson aber 1965 die Grenzen (EinwanderungsUNrecht) öffnete, wurde das ganz schnell anders. Die Weißen hatten den Ton angegeben, die Braunen, Schwarzen, Roten, Gelben hatten sich eingefügt oder waren so wenige, daß ihre Separierung nicht weiter auffiel. Dann aber wurde geflutet, von 88% Weiße auf jetzt unter 60%, bei gleichzeitig faktischer Abschaffung des Christentums.

    Lassen sie es mich bildlich sagen. Vorher hatten die USA einen Steuermann ( die weiße, mitteleuropäische, christliche Kultur). Jetzt haben die USA kulturelle Beliebigkeit (jede Kultur, jede Religion), bei der niemand mehr die Richtung vorgibt. Und wie ein Schiff ohne Steuermann, so zerschellen die USA daran, weil Diversität eben nicht stärker macht, sondern schwächer, alles zerfällt.

    Da die Hirntoten in Europa aber zu einem Teil der USA werden woll(t)en, haben sie auch auf Buntheit gemacht (ich lasse mal die finsteren Gestalten der NWO und wie diese auch hier verantwortlich sind unbeachtet). Raten wir wie das ausgeht, wenn auch in der BRD (Frankreich / England, Niederlande …) die Weißen dann die Minderheit sind.

    Aus den USA kommt Gift für die ganze Welt, verpackt in grüne Dollarnoten + Scheinfreiheit, was für praktische alle ausreicht, daß sie es schlucken und niemals kapieren läßt, was sie denn umbringt. Siehe auch “Corona” und Giftspritzenjunkies.

    Herr Erdinger übersieht dann aber auch noch, daß die USA es so gar nicht mögen, wenn man nicht auf den Party tanzt. Die lassen ihre Sklaven nicht einfach gehen und einen auf “den Globalismus dann bitte nicht mehr für mich” machen. Das ist eine ehrenwerte Gesellschaft, da gibt es nur einen Weg raus. Noch interessanter wird es, wenn man besetztes Gebiet der USA ist und solche Anflüge hat.

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    1. Das ist im Grunde nichts anderes als das, was ich selbst geschrieben habe. “Nach dem Krieg” ist allerdings lang. Spätestens ab den Sechzigern wurden die Amis sehr wohl als die Befreier gesehen. Da fand nämlich diese Verknüpfung statt zwischen Wohlstand und Freiheit. Dazu der amerikanische Kulturexport (Doris Day, John Wayne, Hollywood überhaupt, die Musik aus der angloamerikanischen Welt etc.pp.) Natürlich sind die USA ideologisch gescheitert, seit sie keinen kulturellen Steuermann mehr haben. Im Übrigen habe ich nicht übersehen, daß es die Amis nicht mögen, wenn man nicht auf ihrer Party tanzt. Das ist die politische Aufgabe: Dafür zu sorgen, daß es einem egal sein kann, was die Amis diesbezüglich mögen oder nicht, sprich: geopolitische Neuorientierung. Russland und Alaska liegen ja auch nicht so weit auseinander.

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  4. .
    Ach ja, wage hier
    mal die These, daß die Geschichte für Deutschland und wohl auch für Europa wohl besser verlaufen wäre, wenn, ja, wenn der Sezessionskrieg siegreich für die Südstaaten ausgegangen wäre und nicht so ein kontinentaler, übergriffiger Block wie die USA entstanden wäre.

    Welche, nachdem diese
    mit ihrer Landnahme an den Ufern des Pazifiks angekommen waren, alsbald ihre Griffel nach anderen Weltregionen ausstrecken mußten und sich selbst Kolonien erobert haben und danach darangingen (angefangen mit Kolumbien), systematisch Länder zu spalten, bzw. Teile abzuspalten (Panama) usw. usf.

    Bleibt für mich die Frage,
    wieso die Briten, die eigentlich ja noch ein Hühnchen mit ihren entsprungenen Kolonien zu rupfen hatten und auch selbst Meister im (ab)spalten und herrschen sind und waren, es nicht verhindert haben, daß sich übern großen Teich so eine große Machtzusammenballung entwickeln konnte, die ihnen dann ja auch in historisch kurzer Zeit den Rang ablaufen konnte und sie zu beerben — in nicht viel mehr als 50 Jahren ?

    Ja, warum ?!
    Nun, ich kann es mir eigentlich denken. Weil dies besser zu gewissen Plänen gepaßt hat und folglich die Geschichte Europas nie so, wie dann tatsächlich geschehen, zu unser aller Leidwesen hätte ablaufen können. Aber das ist dann schon wieder ziemlich vermintes Gelände …
    .

  5. “In letzter Konsequenz bedeutet das gerade zur Zeit, daß sich Deutsche viele neue Feinde überall auf der Welt schaffen, obwohl sie ja ihrer denkfaulen Überzeugung nach gar niemandem “etwas Schlechtes” wollen”

    Wollen Sie nicht ? Das klingt derzeit aber deutlich anders.

    Das Attest der Denkfaulheit unterschätzt massiv die seit 1933 antrainierte Russophobie, die auch nach 1945 in der BRD reichlich und im Grunde unterbrechungsfrei weiter gepflegt wurde. Sozusagen das Spiegeläquivalent zum Transatlantizismus. Die gleichen Leute, die heute noch am Glauben an den “gutem Ami” festhalten, haben nämlich auch den “finsteren, tumb-brutalen Russen” als Feindbild genauso verinnerlicht.

    Was auch kaum verwundert, taucht der doch genauso lange schon in Filmen auf. Abwechselnd mit genauso tumb-brutalen Deutschen=Nazis oder Arabern. Je nachdem, welches Feindbild auf der US Tagesordnung gerade benötigt wurde. Insofern braucht es gar keine Erklärung über eine spezifisch deutsche Historie, es reicht Hollywood und dessen seit 70 Jahren omnipräsente Propaganda. Und US-gelenkte Medien. siehe Operation Mockingbird der CIA.

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  6. ALLE DAUMEN HOCH Herr Erdinger, selten hat mir ein Text so aus der Seele gesprochen! Als in der DDR sozialisierter, mit “Zwangs”Freundschaft zur SU beglückter, Mensch habe ich sehr spät erst realisiert, dass die wirkliche Freiheit bedeutet, SELBST entscheiden zu können. Nun, die Rote Armee hat Deutschland verlassen, “die” Russen haben uns in die Freiheit entlassen.

    Passend dazu:

    https://youtu.be/_RHLI9CameM 😉

    Mit den allerbesten Grüßen aus Thüringen

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    1. Genau, die Russen sind komplett weg, die Amis sind noch da. Die werden doch nicht so einfach ihre Stützpunkte verlassen! Das wäre ja noch schöner! Ironie aus

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  7. “Vielleicht begreift ja sogar “der Ami” eines Tages, daß er nicht zum Vorbild für alle taugt – und daß ihm niemand übel will, nur weil er nicht zum Vorbild taugt.”

    Das ist eigentlich lustig. Bis Ende des letzten Jahrhunderts war er das. Seit BLM, MeToo, LGBTXYZ+- und anderen Blüten der Wohlstandsverwahrlosung sagt sich der gemeine Asiate, Osteuropäer oder auch Südamerikaner “Coca Cola, Boeing und Levis sind vielleicht ganz cool, aber wollen wir auch den Rest? Neee, dann lieber doch nicht”. Das wird weltweit sehr genau wahrgenommen und man kommt immer mehr zu einem Schluss: Eure “westlichen Werte” und eure “Demokratie” sind ein Scheißehaufen. Da behalten wir lieber unser eigenes System. Tja. Nix war’s. Und die Welt dreht sich weiter.

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  8. Hallo, in Thüringen herrscht eine Linke Regierung, welche den sogenannten Stalinismus anscheinend wieder einführen will. Ich bin anerkannter ehemaliger politischer Häftling und wollte nicht zur Armee. Ich war dafür 3 Jahre im DDR-Knast. Aber da gab es die innerdeutsche Grenze wo, die einen Deutschen auf die anderen Deutschen geschossen haben, wenn diese in den bösen Westen wollten. Es gab ja zum Glück den goldenen Westen und dort wollte ich schnell hin und nicht zur Armee. Für Leute, die Arzt, Ingenieur oder gute Handwerker waren, gab und gibt es keine Probleme in den sogenannten goldenen Westen einen Job zu bekommen. Ich hätte das auch geschafft, denn ich hatte einen abgeschlossenen Beruf und dazu noch Verwandtschaft in der BRD die eine kinderlose Ehe geführt haben und mich aufgenommen hätten, da sie schon im fortgeschrittenen Alter waren. Heute haben wir ein Land von Dummschwätzern und Nichtskönnern und den amerikanischen Traum von Tellerwäscher zum Millionär gibt es nur a,la Hollywood. Ein kulturloses korruptes Land sind die sogenannten Vereinigten Staaten. Sie waren es auch, welche die Wirkung von 2 Atombomben an der Menschheit testeten. Hitlers Nachfolger die heute die Welt regieren wollen. Die Dummheit vieler Dummer scheint das möglich zu machen. Gruß aus Thüringen, ihr superschlauen und intelligenten Mitbürger. Parteien haben noch nie was verändert. Es kam zum Schluss nur Krieg zustande. Arbeiterverräter und Kriegstreiber Partei SPD vornweg. Deutschland erwache oder verrecke.

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  9. Ich komme aus dem Osten und habe als junger Mensch noch die letzten Jahre des Vietnamkrieges erlebt. Seit dem verachte ich das Establishment der USA, auch als dort ein Neger an der Spitze war. Obwohl mir Trump persönlich nicht sympathisch ist, so ist er vielleicht doch ein gewisser Lichtblick.

    Was die Deutschen bus heute noch nicht begriffen haben: Deutschland ist seit dem Fall des Eisernen Vorhanges für die USA völlig bedeutungslos, ja sogar gefährlich, geworden.

    Zur Zeit des Eisernen Vorhanges brauchten die USA Deutschland als Bollwerk gegen und als Schaufenster für den Ostblock. Diese Zeit ist vorbei. Damit ist Deutschland für die USA völlig nutzlos geworden und könnte wegen seiner wirtschaftlichen Stärke gefährlich werden.

    Deshalb wird die USA alles daransetzen Deutschland zu vernichten. Außerdem biedern sich den USA solche schmierigen Länder wie Polen und die baltischen Staaten an, die den USA wirtschaftlich nicht gefährlich werden können.

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  10. Amerika war nie ein Freund, für niemand. Amerika duldet neben sich nur Lakaien, so lang es sie braucht. Das sieht man am besten an den ehemaligen Verbündeten in Europa, vor allem Deutschland. Heute Gegner. Auf Amerika ist gepfiffen, ihre Selbstdarstellung als Retter der Menschheit, als Gutmenschen, als die größte Nation ever ist schal, ist ausgelutscht und entspricht nicht mehr der Wahrheit. Russland und China, der Iran, und ein paar andere, zusammen, würden Amerika von der Landkarte fegen. Ich frage mich, wann sie es endlich tun.

  11. Ami go home !
    oder besser
    hau endlich ab und suche deine Lakaien wo auch immer
    aber nicht in unserem Land.
    Jetzt ist erst zu verstehen, warum so viele Menschen mit
    Verstand auf der Welt dieses Krieg treiberische politischen
    Ami-Land hassen und nicht für voll nehmen !

  12. Ich habe nie verstanden, warum die Wessis diesem widerlichen verblödeten und deshalb gefährlich durchgeknallten Volk der USA hinterherdackeln. Alles was die sind, wirtschaftlich und kulturell, ist gestohlen und geraubt.
    Die wahren Amerikaner sind seit Karl May unserem Interesse entzogen. Selbst beim Namen, den ihnen Columbus gab, sollen wir sie nicht mehr nennen.
    Als Dresdner und DDR Bürger ist die angelsächsische Welt, die man niemals mit den richtigen Sachsen verwechseln sollte, ein Aus und an Lüge, Gewalt und Menschenverachtung.
    Kein vergessen, kein vergeben, kein Verzeihen.
    Wie in en 30igern Polen gegen Deutschland in Stellung gebracht wurde, macht man es heute nur mit der Ukraine.
    Und sagte der Kriegsverbrecher Churchill nicht, daß man in Bezug auf das Dritte Reich das “falsche Schwein” geschlachtet habe?
    Niemals gegen Rußland. Bismarck war ein großer Politiker. Kein intellektuelles Hiroshima, kein Kinderbuchautor und auch kein seniler Brüllaffe, der Bürger beschimpft.

  13. Übersehen wird bei derartigen Texten gern die Tradition. Was gewissermaßen auf einer Seite wie dieser schon ein bisschen seltsam anmutet. Will sagen: Die Amerikaliebe der Deutschen ist kein Produkt der Nach-WK2-Zeit, keine Folge der NS-Distanzierung. Sie hatte eine lange Tradition, die längste überhaupt mögliche, denn sie begann schon in den 1770er Jahren. Und sie riss nie vollständig ab. Selbst in der NS-Zeit herrschte in Deutschland Amerika-Liebe: Es wurde Coca Cola gesoffen, es wurden amerikanische Filme gesehen, amerikanische Zigaretten geraucht, es wurde amerikanische Literatur gelesen. Und bis heute gilt: Die Mehrheit der Amerikaner – so um oder etwas über 40 % der Weißen – hat deutsche Wurzeln; das kann kein anderes Volk von sich behaupten. Das gilt auch umgekehrt: In keinem anderen Land der Welt haben die Deutschen kulturell so starke Spuren hinterlassen.

  14. Der Beitrag erklärt eigentlich nicht, warum es einen Anti-Amerikanismus gibt! Er erklärt stattdessen, warum es einen nach wie vor prägenden Amerikanismus gibt!
    Ich sehe da einen ganz anderen Zusammenhang, der die eigentlich nicht nachvollziehbare Unterwürfigkeit m.E. viel schlüssiger erklärt.

    Ausgangspunkt und Zitate aus dem Eintrag:

    Erstens: “Der Ami” wurde als Lehrmeister akzeptiert und als nur allzu natürlich kam es den Deutschen in der Bundesrepublik vor, dass ein solcherart “Edler” auch Weltpolizist gegen die Finsterlinge dieser Welt sein musste.“
    Zweitens: „Diese fast schon dogmatisch zu nennende Amerikagläubigkeit der Europäer bringt als Nebeneffekt aber auch die Zerstörung europäischer Identitäten mit sich.“
    Drittens: „Eine EU, die nivellieren will, ist im Grunde ein kulturelles Krebsgeschwür und total antieuropäisch, ihrer Idee nach dafür aber sehr “amerikanisch”.

    Bei allen Erklärungsversuchen, warum die Welt nun so ist, wie sie ist, bleibt meines Erachtens der wichtigste Faktor unberücksichtigt: Der Antisemitismus, wie er durch die Nazis geprägt wurde!

    Man stelle sich einmal vor, die Nazis hätten sich nicht des Völkermordes an den Juden schuldig gemacht! – Einfach mal wegdenken! – Das kann man sich eigentlich ganz leicht vorstellen, weil der Antisemitismus schließlich kein Kriegsgrund war und am Verlauf so gut wie nichts ändert. Juden wurden in vielen Ländern „nicht gemocht“ und teilweise verfolgt. Gerade im Osten, Russland, der Ukraine und in Polen.

    Wie wäre dann der Blick auf Anlass, Motiv und Verhältnisse vor dem Beginn des Krieges? Man würde sich mit der Finanzierung der Nazis befassen, Polens Hetze und Kriegsplanung gegen Deutschland, eines abwartenden und aufrüstenden Russlands mit einem Völkermörder Stalin und einer auf Ausweitung ihrer Weltmacht und Vorherrschaft schielenden USA. – Der Unterschied? Deutschland hätte den Krieg verloren, aber die moralische Keule, die man mit dem Völkermord an Juden in die Hände gespielt hatte, gäbe es nicht! Und damit wäre ein Weg frei gewesen, die wahren Ursachen und Zusammenhänge zu erforschen und vor allem die Schuldfrage in einem gänzlich anderen Licht zu sehen. So kam es aber zu einem schwerwiegenden psychologischen Effekt – und nicht zu sagen: Defekt.

    So wussten vor allem die Deutschen nach dem Krieg, dass sie Teil eines Völkermordes und damit unverzeihlicher Verbrechen geworden waren. Was will man denn dann aus dieser Position heraus an Kriegsverbrechen oder Ursachen an anderen noch kritisieren und entgegenhalten? Man musste zwangsläufig an eine bessere „amerikanische Welt“ glauben, da man damals die globalen Zusammenhänge und die Macht der Finanzhaie noch gar nicht wahrnahm. Die materielle und moralische Niederlage war einfach komplett.

    Die übrigen Alliierten konnten und können sich nicht aus der finanziellen Abhängigkeit von den USA befreien. Zudem war allen Parteien klar, dass der Krieg ohne das Eingreifen der USA vermutlich verloren worden wäre. Die USA beschränkten sich zu Beginn des Krieges darauf, England und Frankreich, aber eben auch Russland massiv zu unterstützen. Erst als Russland ganz Europa zu überrollen drohte, bequemte man sich im Juni 1944 dann doch selbst mit der Landung in der Normandie einzugreifen. Der Krieg konnte so beendet und die Russen gestoppt werden. Das Bündnis mit Stalin war eben auch ein Bündnis mit einem bekannten Massenmörder, was der hohen Moral jedoch keinen Abbruch tat.
    Wie ein Kampf Nazi-Deutschlands gegen Kommunisten-Russland ohne jegliche amerikanische Unterstützung bzw. Gegnerschaft ausgegangen wäre, wird niemand beantworten können.

    Und heute: Nach jahrzehntelanger Indoktrination mit der Verherrlichung der USA als moralisches Aushängeschild (Befreier!) und Verteufelung Russlands (nur dort Kriegsverbrechen!!) aufgrund der Stalin-Zeit, ist es nun so, wie es ist.
    Dass die Verhältnisse inzwischen maßgeblich ganz andere geworden sind und dass inzwischen erdrückende Fakten gegen eine „moralisch vorbildliche USA“ vorliegen, will man aus Selbstschutz einfach nicht wahrhaben. Doch man sollte es:
    Die Verbrechen der Nazis stellen heute keinen Grund mehr da, in den USA noch länger ein Vorbild oder gar immer noch Befreier sehen zu wollen. Deutschland hatte weder am ersten noch am zweiten Weltkrieg die Alleinschuld. Und vor allem muss der Völkermord an den Juden nicht länger als Knute zur Unterwürfigkeit gegenüber den USA dienen. Dass Deutschland aufgrund seiner historischen Schuld Juden und damit auch dem Staat Israel moralisch zu tiefst verpflichtet ist, steht jedenfalls auf einem ganz anderen Blatt!

    Den Anti-Amerikanismus gibt es nur bei denen, die die Geschichte aus besserer Kenntnis und Erkenntnis beurteilen können.

    Und richtig ist jedenfalls: Europa heißt Vielfalt in Sprache und Kultur und nicht EU-bürokratische Einfalt und Wirtschaftsdiktatur!

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  15. https://media.deutschlandkurier.de/2023/KW22/flesch2.mp4

    vom 4.6.23 ?

    „Serdar Somuncu hetzt gegen die AfD | Reaktion von Oliver Flesch“

    Danke Oliver Flesch, wieder ein sehr guter Kommentar über einen
    Typ, der nach eigenen Aussagen 5x im Jahr in den Urlaub fahren
    kann, 3 Autos besitzt sie sich alles leisten können und wiederholt
    langatmig ./. die AfD hetzt !

    Der Angeber sollte sich vom Acker machen und seine Hetze gegen eine demokratische Partei (AfD) sofort im Sinne von Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit der AfD einstellen.

    Wenn ich diesen zweitklassigen Komiker im TV sehe/höre, schalte ich
    sofort ab/um.

  16. “Hilfreich sei “der Ami”, edel und gut. Dementsprechend auch das Narrativ über “den Ami”. Garant der Freiheit ist er, Befreier und Schutzmacht der Welt. Wie’s wohl kommt?”

    Genau das ist das Problem, dass viele Demokraten in Europa bis heute nicht wissen oder nicht mitbekommen haben, dass die US Amerikaner im Kalten Krieg sehr viele Diktaturen installierten oder unterstützten. Es ging im Kalten Krieg überhaupt nicht um die Verteidigung von westlichen Werten, um die Demokratie, um Freiheit oder um die Menschenrechte!
    Im KAlten Krieg installierten udn unterstützten die Amis viele brutale Diktaturen in Lateinamerika :
    https://en.wikipedia.org/wiki/1954_Guatemalan_coup_d'%C3%A9tat

    https://en.wikipedia.org/wiki/Contras
    https://en.wikipedia.org/wiki/Augusto_Pinochet#U.S._backing_of_the_coup

    Als die Russen in Afghanistan einmarschierten, unterstützten die Amis radikalislamische Gotteskrieger (Mudschaheddin).

    Und was viele auch nicht wissen. Unter US Präsident Roosevelt waren die Steuern viel höher als im Nachkriegsdeutschland unter Erhard und Co!
    Ja Roosevelt war vielleicht ein Sozialist. Aber die Republikaner waren bis zu den 1960-ern auch nicht besser. Da die Reps. dieses hohe Steuerniveau in den USA damals auch beibehalten wollten und politisch mitgetragen hatten. Erst in den 1960-er und in den 1970-er wurden die Steuern in den USA langsam abgesenkt. Ehe dann Reagan mit seinem Reagonomics Programm kam, wodurch die Steuern in den USA radikal gesenkt wurden.
    DIe US Amerikaner müssten eigentlich nach dem westlichen Denkschema bis zu den 1960-ern Jahren wirtschaftspolitisch radikale Sozialisten gewesen sein.

  17. Die NATO ist kein Verteidigungsbündnis und auch niemals eines gewesen. Das erhellt schon daraus, daß der Warschauer Pakt als Reaktion auf die NATO gegründet wurde und nicht umgekehrt. Auch wenn mir die Schule einen gegenteiligen Eindruck vermittelte. Und nach Auflösung des Warschauer Pakts hat sich die NATO eben nicht aufgelöst, das paßt also.

    Das positive Narrativ über “den Ami”. Garant der Freiheit ist er, Befreier und Schutzmacht der Welt. Wie’s wohl kommt?

    Hat sicher gar nichts damit zu tun, daß alle Medien direkt nach dem Krieg nur mit Genehmigung der Besatzer erscheinen durften, und bis heute bei ihnen Chefredakteur, Intendant usw. nur wird, wer in Atlantikbrücke, und/oder German Marshall Fund usw. usw. eingebunden ist.

  18. 1945 wollten 9/10 der Deuschen “zum Ami”! Als die Amis aus Sachsen und Thüringen abzogen, kam sofort der Sowjet-Terror wie 1953 in der DDR, 1956 Ungarn, 1968 CSSR usw.. Aber ist doch einem gewissenlosen Putinisten wie Erdinger (erneut mit der Lüge, in der Ukraine hätten Nazis das Sagen) egal, der hier die westliche Freiheit nutzt für seine ungenießbaren anti-westlichen Essays, während bei seinem Idol Putin jede Opposition, Kritik wie beim Mörder-Scheusal Hitler gleich in Haft endet.
    Ohne die Amis wäre, stünde Putin längst wieder in Berlin und würde dort seine faschistoid-stalinistische Schreckensherrschaft errichten wie zuhause, aber darauf hoffen wohl die verkommenen hiesigen Putinisten.
    Bei allen Mißständen ist es in den USA und allen westlichen Ländern immer noch xmal besser als im Putin-Gefängnis! Natürlich nicht für die nicht wenigen braunen, roten, rotbraunen und sonstigen verbohrten West-Hasser, und das ist auch gut so. Möge der Ami bis ewig hier sein, um Euch jede Chance auf die Macht zu nehmen!!

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  19. Wir brauchen und wollen keine politisch faschistischen Amis und schon gar nicht
    solche, die sich weltweit, auch in UK, als Kriegstreiber verkommen sind und uns
    einen, ihren Stellvertreterkrieg aufgzwungen haben !

    Pfui und abermals pfui !

    ami go home and stay out of here

  20. Der Beitrag erklärt eigentlich nicht, warum es einen Anti-Amerikanismus gibt! Er erklärt stattdessen, warum es einen nach wie vor prägenden Amerikanismus gibt!
    Ich sehe da einen ganz anderen Zusammenhang, der die eigentlich nicht nachvollziehbare Unterwürfigkeit m.E. viel schlüssiger erklärt.

    Ausgangspunkt und Zitate aus dem Eintrag:

    Erstens: “Der Ami” wurde als Lehrmeister akzeptiert und als nur allzu natürlich kam es den Deutschen in der Bundesrepublik vor, dass ein solcherart “Edler” auch Weltpolizist gegen die Finsterlinge dieser Welt sein musste.“
    Zweitens: „Diese fast schon dogmatisch zu nennende Amerikagläubigkeit der Europäer bringt als Nebeneffekt aber auch die Zerstörung europäischer Identitäten mit sich.“
    Drittens: „Eine EU, die nivellieren will, ist im Grunde ein kulturelles Krebsgeschwür und total antieuropäisch, ihrer Idee nach dafür aber sehr “amerikanisch”.

    Bei allen Erklärungsversuchen, warum die Welt nun so ist, wie sie ist, bleibt meines Erachtens der wichtigste Faktor unberücksichtigt: Der Antisemitismus, wie er durch die Nazis geprägt wurde!

    Man stelle sich einmal vor, die Nazis hätten sich nicht des Völkermordes an den Juden schuldig gemacht! – Einfach mal wegdenken! – Das kann man sich eigentlich ganz leicht vorstellen, weil der Antisemitismus schließlich kein Kriegsgrund war und am Verlauf so gut wie nichts ändert. Juden wurden in vielen Ländern „nicht gemocht“ und teilweise verfolgt. Gerade im Osten, Russland, der Ukraine und in Polen.

    Wie wäre dann der Blick auf Anlass, Motiv und Verhältnisse vor dem Beginn des Krieges? Man würde sich mit der Finanzierung der Nazis befassen, Polens Hetze und Kriegsplanung gegen Deutschland, eines abwartenden und aufrüstenden Russlands mit einem Völkermörder Stalin und einer auf Ausweitung ihrer Weltmacht und Vorherrschaft schielenden USA. – Der Unterschied? Deutschland hätte den Krieg verloren, aber die moralische Keule, die man mit dem Völkermord an Juden in die Hände gespielt hatte, gäbe es nicht! Und damit wäre ein Weg frei gewesen, die wahren Ursachen und Zusammenhänge zu erforschen und vor allem die Schuldfrage in einem gänzlich anderen Licht zu sehen. So kam es aber zu einem schwerwiegenden psychologischen Effekt – und nicht zu sagen: Defekt.

    So wussten vor allem die Deutschen nach dem Krieg, dass sie Teil eines Völkermordes und damit unverzeihlicher Verbrechen geworden waren. Was will man denn dann aus dieser Position heraus an Kriegsverbrechen oder Ursachen an anderen noch kritisieren und entgegenhalten? Man musste zwangsläufig an eine bessere „amerikanische Welt“ glauben, da man damals die globalen Zusammenhänge und die Macht der Finanzhaie noch gar nicht wahrnahm. Die materielle und moralische Niederlage war einfach komplett.

    Die übrigen Alliierten konnten und können sich nicht aus der finanziellen Abhängigkeit von den USA befreien. Zudem war allen Parteien klar, dass der Krieg ohne das Eingreifen der USA vermutlich verloren worden wäre. Die USA beschränkten sich zu Beginn des Krieges darauf, England und Frankreich, aber eben auch Russland massiv zu unterstützen. Erst als Russland ganz Europa zu überrollen drohte, bequemte man sich im Juni 1944 dann doch selbst mit der Landung in der Normandie einzugreifen. Der Krieg konnte so beendet und die Russen gestoppt werden. Das Bündnis mit Stalin war eben auch ein Bündnis mit einem bekannten Massenmörder, was der hohen Moral jedoch keinen Abbruch tat.
    Wie ein Kampf Nazi-Deutschlands gegen Kommunisten-Russland ohne jegliche amerikanische Unterstützung bzw. Gegnerschaft ausgegangen wäre, wird niemand beantworten können.

    Und heute: Nach jahrzehntelanger Indoktrination mit der Verherrlichung der USA als moralisches Aushängeschild (Befreier!) und Verteufelung Russlands (nur dort Kriegsverbrechen!!) aufgrund der Stalin-Zeit, ist es nun so, wie es ist.
    Dass die Verhältnisse inzwischen maßgeblich ganz andere geworden sind und dass inzwischen erdrückende Fakten gegen eine „moralisch vorbildliche USA“ vorliegen, will man aus Selbstschutz einfach nicht wahrhaben. Doch man sollte es:
    Die Verbrechen der Nazis stellen heute keinen Grund mehr da, in den USA noch länger ein Vorbild oder gar immer noch Befreier sehen zu wollen. Deutschland hatte weder am ersten noch am zweiten Weltkrieg die Alleinschuld. Und vor allem muss der Völkermord an den Juden nicht länger als Knute zur Unterwürfigkeit gegenüber den USA dienen. Dass Deutschland aufgrund seiner historischen Schuld Juden und damit auch dem Staat Israel moralisch zu tiefst verpflichtet ist, steht jedenfalls auf einem ganz anderen Blatt!

    Den Anti-Amerikanismus gibt es nur bei denen, die die Geschichte aus besserer Kenntnis und Erkenntnis beurteilen können.

    1. “Gerade im Osten, Russland, der Ukraine und in Polen.”

      DIe Behauptung, Stalin sei ein radikaler Antisemit gewesen, ist ein Lügenmärchen, das von den US Amerikanern und von den Westjuden in die Welt gesetzt wurde.
      In Stalin’s Roter Armee kämpften immerhin 500.000 Juden. Und die kämpften freiwillig für die Roten Sowjet-Kommunisten!

      Und ich stimme Ihnen nicht zu. Die Juden wurden auch in Westeuropa über viele Jahrhunderte ständig extremer Verfolgung und staatlichem Terror ausgesetzt !

      1. Auch in 1.WK kämpften viele Juden auf deutscher Seite in der Hoffnung auf mehr gesellschaftliche Anerkennung!
        Mir ging es nur darum aufzuzeigen, dass der Antisemitismus keine “deutsche Erfindung” war.
        Die Affäre Dreyfess steht Frankreich und im Mittelalter hatten sich jeweils England, Frankreich und Spanien für “judenfrei” erklärt! Und dies für die Juden gewiss nicht freiwillig!
        Für das damalige Polen stimmt meine Aussage jedenfalls unbedingt!

        Antisemitismus und Rassismus ist jedenfalls immer saublöd! Das heißt aber gewiss nicht, dass man jegliche staatliche Ausländerpolitik – gerade durch illegale Einreisen – deshalb als angemessen ansehen müsste. Und da versagt diese Regierung ganz bewusst – wie auch auf allen anderen Feldern, die für die Bürger, Gesellschaft und Wirtschaft von Bedeutung sind!