„Verantwortungsgemeinschaften“ statt Familie: Die FDP verliert sich in Wokistan

Karneval der Identitäten: „Transfamilie“ mit Nachwuchs (Symbilbild:Imago)

Das radikale Zersetzungswerk zur Zerstörung der traditionellen Kernfamilie wird von der Ampel unerbittlich fortgeführt und weiter vorangetrieben: Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hat eine schnelle und grundlegende Reform des Familienrechts angekündigt, oder besser: angedroht. Weil „die Vielfalt des familiären Zusammenlebens” angeblich größer geworden sei, brauche es „eine Zeitenwende auch im Familienrecht.” Unter anderem gelte dies für Trennungs-, Regenbogen- und Patchwork-Familien. Konkrete Vorschläge soll es noch vor den Sommerferien geben. „Schon zum nächsten Internationalen Tag der Familie soll einiges von dem, was wir uns vorgenommen haben, im Gesetzblatt stehen”, jubiliert Buschmann. Dies wäre also der 15. Mai 2023.

Eines der Irrsinnsprojekte der Ampel-Regierung zur weiteren Unterhöhlung der grundgesetzlich geschützten Familie nennt sich hierbei „Verantwortungsgemeinschaft“: Diese soll als „neues Rechtsinstitut“ auch Freunden oder Mitbewohnern offenstehen. Außerdem kündigte Buschmann Reformen im Namensrecht, im Abstammungsrecht, im Kindschaftsrecht und im Unterhaltsrecht an. Es müsse allen Menschen möglich sein, „selbstbestimmt ihre Vorstellung vom gemeinsamen guten Leben zu verwirklichen.

Gemeinschaften der Beliebigkeit

Buschmann vertritt diese destruktivistischen Pläne bereits seit Monaten. Konkret soll eine „Verantwortungsgemeinschaft“ durch zwei oder mehrere Erwachsene durch simple Eintragung beim Standesamt geschlossen oder wieder aufgelöst werden können. Einzige Voraussetzung ist lediglich ein „tatsächliches persönliches Näheverhältnis.“ Die Ausgestaltung von Rechten und Pflichten soll dann stufenweise erfolgen. Diese reichen von gegenseitigen Auskunfts- und Vertretungsrechten bis hin zu Pflege- und Unterhaltsleistungen.

Buschmann versichert, die Zukunftsfähigkeit der Ehe stehe nicht in Frage, sie passe jedoch nicht in jeden Lebenslauf. „Auch im Rahmen von Freundschaften und Wohngemeinschaften tragen Menschen Verantwortung füreinander, die sie rechtlich abgesichert sehen wollen“, behauptet er. Bereits im Februar kam Kritik – unter anderem von der Union, wo noch vereinzelte zuckende Relikte des einstigen christlichen Konservatismus in ihren letzten Zügen liegen, bevor auch sie vom Zeitgeist absorbiert werden. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andrea Lindholz (CSU) sagte: „Damit schwächt die Ampel das durch unser Grundgesetz besonders geschützte Institut der Ehe, indem sie eine Art ‚kleine Ehe‘ mit weniger Bindungswirkung für die Partner eröffnet.” Die Ampel öffne damit der Beliebigkeit Tür und Tor. Auch der rechtspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Günter Krings (CDU), verwies auf verfassungsrechtliche Bedenken zu einer „Ehe Light”. Wer ein „neues eheähnliches Rechtsinstitut” einführen wolle, müsse auch dauerhafte Rechte und Pflichten definieren und ein umfassendes Scheidungsrecht entwickeln. Auch die katholische Kirche warnte vor einem Konkurrenzmodell zur Ehe.

Kulturmarxistische Reißbrettplanung

Dass die FDP sich einmal wieder mustergültig zum Handlanger von Grünen und SPD bei deren ewigem Kernanliegen der Zerstörung von Ehe und Familie macht, dürfte ein Mitgrund für ihren dramatischen Absturz bei den letzten beiden Landtagswahlen sein. Der größte Teil ihrer einstigen Wähler wird sie auch deshalb nicht mehr ernst nehmen, weil sie sich abseitigen und rein ideologischen Randthemen widmet – und den Liberalismus tagtäglich mehr verrät.

Gerade erst zeigte wieder eine INSA-Studie unter 10.000 Befragten – passenderweise anlässlich des diesjährigen Familientages – dass 62 Prozent der Kinder bei miteinander verheirateten Eltern aufwachsen. 79 Prozent nannten die Familie als „wichtigen Faktor” für ihr Glück (bei Erwachsenen mit Kindern waren es sogar 87 Prozent!), und immerhin noch 69 Prozent nannten die Familie als wichtigste Anlaufstelle in Krisensituationen. Solche Zahlen zeigen, wie weit sich eine perverse Aktivistenkaste mit ihren kulturmarxistischen Reißbrettplanungen zum neuen Menschen und zu neuen Lebenswirklichkeiten von eben den Lebensrealitäten entfernt hat. Die FDP hätte wahrlich Wichtigeres zu tun, als Geburtshelfer für absurde Alternativmodelle aus der linken Mottenkiste zu spielen.

12 Kommentare

  1. „Verantwortungsgemeinschaften“. Ja, diesen Kampfbegriff durchgeknallter Ideologen kenne ich. Aus der Konzernsekte, da hat man sowas auch mal früher eingeführt, zunächst Sicherheitsgemeinschaft genannt. Geht aber nur nominal um Sicherheit, ist real auch Pudeldressur an erwachsenen Menschen und ein Teil der Agenda, die ab 2010 mit aggressivem Tempo vorangetrieben wird, zuvor vorbereitet wurde.
    FDP = Feige Darm Parasiten!

  2. Was Jahrtausende die richtige soziale Bindung war, bleibt sie auch. Da können die bigotten degenerierten Spinner sich noch so anstrengen! Die Natur und die Realität werden sich über kurz oder lang wieder durchsetzen. Das war schon immer so. Zwischenzeitlich: Wenn ich meinen Zimmerkaktus heirate, bekomme ich dann Steuerklasse 3? Er (mein Kaktus) sagt, das wäre ok.

  3. Nennt mich ruhig zurückgeblieben, extremistisch, rassistisch oder Nazi. Ich finde die Verherrlichung des Transgenderwahhnsinns widerlich und krank. Tut mir leid. Bin zu alt für so einen Unfug.

  4. „Auch im Rahmen von Freundschaften und Wohngemeinschaften“
    Dann können bald unsere Goldstücke mit ihren fünf Ehefrauen unkomplizierter ein großes Haus bekommen und gemeinsam abhartzen.

  5. Justitzminister Buschmann Finanzminister Lindner beide FDP ! Darum auch die ständig steigende Beliebtheit der FDP bei Landtagswahlen . Ob sich die FDP Wähler bei den Bundestagswahlen vera…. fühlen ? Versagen der FDP durch Rot – Grünen Mißbrauch nur Drohungen aber kein Ende der Ampel in Aussicht

  6. 45 % haben in NRW nicht gewählt! Warum? Ganz einfach, weil es für diese Wählerschicht keine Partei gibt, die ihre Probleme auch nur ansatzweise behandelt und lösen könnte. Und zur FDP? Wer braucht die FDP, die fasst nur noch aus Lindner besteht und kein eigenes Profil mehr hat. Da macht es doch Sinn, wenn Lindner den Geburtshelfer für die neuen Rechten mit linkem Anstrich spielt. So hat die FDP doch wenigstens auch eine winzige Bedeutung im großen Ganzen.

  7. Zum Thema „vielfältige Familie“, „Zeitenwende im Familienrecht“, „Transenfamilie mit Nachwuchs“ usw. jetzt mal keinen Kommentar von mir, hab ich jetzt keine Lust zu, ist mir auch zu dummkrank, nur kurz zur FDP („Freie Demokraten“): Dieser Verein ist sowieso eine der Prinzipien- und Charakterlosesten und Überflüssigsten überhaupt, die machen alles mit, solange es dem vermeintlichen „Zeitgeist“ entspricht und ihre Macht erhält und sichert (und natürlich ihre Diäten). Meine Meinung: Die braucht keiner, die können weg.

  8. Es ist irrsinnig, wieviel Aufmerksamkeit diesen Idiotien geschenkt wird. Diese Transen und ihre politischen Unterstützer gehören doch allesamt in die Klapsmühle oder vielleicht besser – 10 Jahre nach Sibirien zum Schneeschippen. Das kuriert. FDP=Faule Deppen Partei.

  9. Die gelbe Sekte = Vaterlandsverräter.
    Lügner, Volkszüchtiger und Rechtsbrecher arbeiten Hand in Hand
    um das Volk zu demütigen.
    Lindner muss weg, denn er hat sich der schmutzigen grünen Politik
    untergeordnet.
    Die gelben waren und werden immer eine Trittbrettfahrerpartei bleiben,
    bis sie endlich aus allen Parlamenten rausfliegen.

  10. Ganz grundsätzlich finde ich die Idee mit der Verantwortungsgemeinschaft gar nicht schlecht. Zum Beispiel das mit dem Auskunftsrecht ist nicht verkehrt, kenne selbst entsprechenden Fall, wo ein WG-Bewohner keinerlei Chance hatte zu erfahren, ob sein verunfallter Mitbewohner und bester Kumpel je wieder aus dem Krankenhaus heimkommen werde. Der eine hatte sonst keine Verwandtschaft, also niemanden, den der andere hätte fragen können.

    Dennoch bin ich dagegen.

    Denn das ist mal wieder so typisch linksgrüne Salamitaktik: Stück für Stück soll Gesellschaft zerstört werden. Kleiner Finger – ganze Hand.

    Daß da die FDP mitmacht, wundert mich spätestens seid Lindner nicht. Die ehemals Liberalen sollten endlich mit den „Grünen“ fusionieren, ein politisches Traumpaar.

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