Was genau ist „Überbevölkerung“ und wer definiert sie?

Überbevölkerung: Eine relative Größe (hier ein Bahnsteig in Indien) (Foto:Imago)

Sowohl viele Menschen in der Bevölkerung als auch mächtige Stimmen in Politik und Wirtschaft sehen eines der großen globalen Probleme in der sogenannten Überbevölkerung.
Mich befremdet das Thema, weil jemand, der ein ernsthaftes Problem sieht, normalerweise auch eine Lösung desselben anstrebt. Nur: Was wären denn Lösungen, um das Problem – zu viele Menschen – zu beheben? Mir fallen da effektiv nur zwei ein. Erstens, man erreicht, dass sich möglichst wenig Menschen weiter fortpflanzen (oder verbietet es sogar). Oder zweitens, man tötet Menschen und reduziert die Anzahl damit direkt.

Beides sind sehr unappetitliche Lösungen, die mit Rechtsstaat und Freiheit unvereinbar sind und auch ein sehr negatives, lebensverneinendes Weltbild vermitteln, in dem der Mensch eine „Krankheit” für den Planeten darstellt – was man ja gelegentlich immer wieder so oder so ähnlich in der Diskussion zu hören bekommt – und etwas Schönes wie das Kinderkriegen plötzlich zur Sünde wird. Deshalb bin ich grundsätzlich sehr skeptisch, wenn mir jemand vom „Problem“ der Überbevölkerung berichtet. Worauf will er hinaus? Was will mir dieser jemand damit sagen? Welche Lösung schwirrt ihm im Kopf rum? Dies vor allem dann, wenn es sich um Personen mit Macht handelt.

Missverständnisse um Ressourcen

Die vorgelagerte primäre Frage, die man sich eigentlich zunächst stellen sollte, lautet: Was ist eigentlich Überbevölkerung? Die einfache Antwort lautet: Wir sind zu viele Menschen. Aber was heißt das? Zu viele Menschen – wofür? Hinter dem Begriff „Überbevölkerung” steht eine relative Größe, die zwingend einen Bezugspunkt benötigt, um Aussagekraft zu erlangen. Wir sind zu viele Menschen im Bezug auf Nahrung oder Wohnraum beispielsweise. Es gibt nicht genug von diesen Ressourcen. Das behaupteten unter anderem Dennis Meadows und seine damalige Ehefrau Donella im Auftrag des Club of Rome in ihren einflussreichen Publikationen „Limits to growth” (1972), zu Deutsch: „Die Grenzen des Wachstums”, sowie „Beyond the Limits” (1992, „Die neuen Grenzen des Wachstums”.

Im berühmten und vielzitierten Bericht „Beyond the Limits” prophezeiten sie unter anderem, dass die weltweite Getreideproduktion ihren Höhepunkt erreicht habe. Tatsächlich ist die weltweite Getreideproduktion pro Kopf in den letzten 60 Jahren – also auch in den 30 Jahren seit 1992, dem Prognosezeitpunkt -, sehr konstant weiter angewachsen. Wir sind also weitaus mehr Menschen als damals als oberste ernährbare Grenze angenommen, und jeder Einzelne hat in der Theorie dennoch mehr Getreide für sich als der Durchschnittserdenbürger vor 30 oder erst recht vor 50 Jahren.

Mehr Menschen bedeuten mehr Erfindergeist

Das zeigt sich auch in der Praxis: Laut „Brot für die Welt“ sank der Anteil der Weltbevölkerung, die mit weniger als 2.200 Kalorien pro Tag und Kopf auskommen muss, seit Anfang der 1960er Jahre von 57 Prozent auf nur noch 10 Prozent im Jahre 1999. Im gleichen Zeitraum verdoppelte sich die Weltbevölkerung. Wobei der Trend in der jüngsten Vergangenheit leider wieder in die falsche Richtung dreht – unter Anderem aufgrund der weltweiten Lockdown-Politik der letzten Jahre und dank gestörter Handels- und Lieferketten; aber eben nicht, weil wir jetzt schon zu viele wären. Auch Wissenschaftler, die natürliche Grenzen respektive erschöpfende Kapazitäten des Planeten angesichts der menschlichen Fortpflanzung sehen, gehen davon aus, dass durchaus 9 bis 10 Milliarden Menschen ernährt werden können; andere gehen bei steigendem technischen und wissenschaftlichen Fortschritt sogar von deutlich mehr aus.

Ebenso falsch wie das Ehepaar Meadows lag 200 Jahre zuvor schon ein gewisser Thomas Malthus, seines Zeichens einer der ersten klassischen Nationalökonomen und Populationsforscher, und der mit seinem „Essay on the Principle of Population zum selben Thema im Jahre 1798 den Grundstein für die modernen Theorien legte. Das 18. Jahrhundert sollte aber ebenfalls der Startschuss für eine beispiellose Bevölkerungsexplosion sein: In den nächsten 200 Jahren stieg die Zahl der Bevölkerung um dem Faktor 6 an – was aber kein Problem darstellte, weil die weltweit erzeugten Güter in derselben Zeit um das 80-fache anstiegen. Mehr Menschen bedeuten eben auch mehr Potential für gute Ideen und Tatkraft.

Eine zeitlose Angst

Doch auch Malthus war nicht der Erste, der die Befürchtung eines Zusammenbruchs aufgrund zu vieler Menschen äußerte – und sich irren sollte: „Was unserer Wahrnehmung am häufigsten zu entsprechend scheint (und Anlass zur Beschwerde gibt), ist unsere zunehmende, wimmelnde Bevölkerung. Ihre Zahl ist zur Belastung für die Welt geworden, die uns kaum noch ernähren kann … Tatsächlich müssen Seuchen und Hungersnöte und Kriege und Erdbeben als Heilmittel für Staaten betrachtet werden, als Instrumente, um die Auswüchse der menschlichen Vermehrung zu beschneiden.” Dieses Zitat, hier frei übersetzt, stammt von Tertullian, einem Kirchenautor aus Karthago im 2. Jahrhundert. Damals lag die Erdbevölkerung bei etwa 190 Millionen Menschen. Seine Aussage könnte aber auch eins zu eins von einigen heutigen Öko-Vertretern geäußert worden sein.

Wir erkennen also, dass die Angst vor Überbevölkerung gewissermaßen zeitlos und nicht neu ist. Die, die solche Ängste verbreiten, unterschätzten dabei stets die Intelligenz und den Ideenreichtum ihrer Mitmenschen. Die Meadows sahen aus ihrer damaligen Perspektive vielleicht keinen Weg, die weltweite Getreideproduktion weiter zu steigern; dass es ihn gab, haben findige Farmer allerdings zwischenzeitlich bewiesen. Noch eindrücklicher wird es im Fall von Tertullian: Dieser sah offenbar ein Ende der natürlichen Ressourcen über anderthalb Jahrtausende, bevor beispielsweise ein einziger Tropfen Öl aus der Erde gepumpt wurde. Mehr noch: Er wusste damals nicht einmal, dass diese schwarze Flüssigkeit, die damals allenfalls in Teergruben austrat, ein essentieller Rohstoff sein könnte – weil es damals keine Verwendung dafür gab. Die Aussagen dieser Mahner zeugen in gewisser Weise also auch von Arroganz und dem Überschätzen des eigenen Wissens. Es ist nämlich nicht die Natur, die uns Ressourcen auf dem Silbertablett serviert; es ist der Mensch mit seinem Erfindergeist, der aus der Natur Ressourcen macht.

Entscheidend ist der Fortschrittsgrad

Somit ist auch heute mit Bezug auf die Überbevölkerung viel eher die Frage zu stellen, ob der menschliche Erfindergeist bereits sein Maximum erreicht hat – und das möchte ich doch sehr bezweifeln. Wichtiger als die rechnerische Zahl der Menschen auf einer bestimmten Fläche ist der technische und wissenschaftliche Fortschrittsgrad: Südkorea ist 20 Prozent kleiner als Nordkorea, beherbergt aber doppelt so viele Menschen. In Nordkorea essen Menschen Baumrinde – und die Umwelt ist ein einziges Desaster -, in Südkorea schmeißt man Lebensmittel weg. Betrachtet man nur das Verhältnis von Bevölkerungszahl zur Fläche bei der Frage nach der Verfügbarkeit oder Kapazitäten von Ressourcen, wie es Vertreter der endlichen Wachstumstheorie tun, müsste man eher das Gegenteil erwarten. Es zeigt sich: Entscheidend sind der Entwicklungsgrad, das System und seine Effizienz, keine starren Formeln.

Es ist auch schwierig, sich das Ende der Ressourcen (also jener, die wir heute kennen) oder eine Überbevölkerung grundsätzlich vorzustellen, wenn man bedenkt, dass man jedem Menschen eine Fläche von über 30 mal 30 Meter entsprechend 900 Quadratmetern zuweisen könnte, wenn wir alle 8 Milliarden Menschen gleichmäßig auf dem Kontinent Australien verteilen würden.

Wir alle kämen locker in Australien unter…

Dafür wäre der dann Rest der Welt, von Amerika über Europa, Russland bis nach China im Osten und Afrika im Süden komplett menschenleer. Klingt das nach einer vollkommen überbevölkerten Welt, die kurz vor dem Kollaps steht?

Neben solchen Überlegung sollte gleichzeitig auch jedem bewusst sein, dass die Vorstellung von „zu vielen” Menschen Spielraum für gefährliche Gedankengänge bietet: Wie viele Menschen genau sind „zu viele”? Sollten wir die Zahl der geborenen Kinder gesetzlich limitieren, damit wir das Limit nicht überschreiten? Was passiert, wenn wir dieses Limit überschreiten? Sortieren wir ein „Paar“ aus, um das Überleben der Spezies und des Planeten als Ganzes zu sichern? Wenn ja, nach welchen Kriterien gehen wir vor? Spätestens hier befinden wir uns dann schon im Bereich der Eugenik. Wer trifft die Entscheidung zu solchen Fragen – unsere korrumpierten politischen Institutionen? Das World Economy Forum? Wie gesagt, wir geraten hier auf eine gefährliche Route, wenn man in die Richtung konsequent weitergeht.

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37 Kommentare

  1. ein guter Artikel, denn die Zahl der zu versorgenden Menschen hängt einzig und allein von deren Entwicklungsstand ab. Europa mit der großten Populationsdichte pro qkm beweist es. Sie ist eben deshalb so hoch weil Europa entwickelt ist. Es gab in den frühen 1980ern einmal eine Prognose, wie viel Platz die damals 3 Mrd. Menschen benötigten wenn jeder von ihnen einen Lebensraum von 120qm zur Verfügung hätte. Das Ergebnis hat jeden Überbevölkerungs-Apologeten widerlegt. Die Größe des US-Bundesstaats Texas reicht aus um diese Menschen unterzubringen. Die Erde hat also – Entwicklung vorausgesetzt, Platz für 10 oder 20 Mrd. Menschen und all die können erfinden, bauen und vielleicht sogar eines Tages das Sonnensystem besiedeln. Man muss es nur wollen.

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    • @Kane: Europa hat aber auch Glück. Wir legen in einer Klimazone, die es möglich macht kontinuierlich Nahrungsmittel anbauen zu können. Unsere Landwirtschaft hat bis jetzt es möglich gemacht, dass wir mehr ernten können, als verbrauchen. Wir haben in Europa keine Wüsten, kaum unfruchtbare Böden und wir hatten eine gute Schulbildung, was uns einen technologischen Vorsprung verschaffte, was auch mit unserer Kultur zu tun hat. Andere Länder haben mit ihrer Lage nicht so ein Glück. Es gibt Wüstenstaaten und es gibt Staaten, die vielfach Böden haben, die nicht das Getreide hervorbringen können, was vor allem für die menschliche Ernährung nötig ist. Die mit ihren Böden gerade mal sich selbst ernähren können oder ein bisschen mehr für den Markt. Und, was sollten wir alle in Texas? Wie sollten wir dort überleben? Auch in Australien könnten wir nicht alle überleben. Es geht nicht darum, auf wieviel Quadratmeter wie siedeln könnten, sondern, dass wir dort auch überleben können. Das ist der Knackpunkt von allem.

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      • In den meisten affrikanischen Gebieten könnte man zwei- oder in manchen sogar 3 Ernten jährlich einbringen. Dafür gibt es Belege. Genau DAS ist ja auch der Grund, weshalb man dort genmanipuliertes Saatgut verkauft, welches nur einmal trägt und das herkömmliche Saatgut verbieten will bzw. verboten hat. Wer steckt dahinter? Immer dieselben!

  2. In den Pariser Weihnachtskrawallen zeichnet sich der Untergang des Westens ab
    Paris ist eine Art Bagdad 2.0 geworden, geprägt nicht mehr von Franzosen, sondern von jenen, die über die Jahrzehnte aus anderen Shitholes dieser Erde nach Europa drängten und dabei nie zum einem Teil Europas wurden,
    sondern Europa zu einem Teil der eigenen Destruktivität machten.
    Und exakt das blüht uns auch in Deutschland. Von Jochen Sommer. Weiterlesen auf ansage.org

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    • Alles von langer Hand geplant von Gottes auserwählten Psychopathen, aber sag es, dann wirst du zensiert und/oder gesperrt:

      Rabbi David Touitou: „Ihr werdet einen sehr hohen Preis zahlen, ihr Europäer. Er wird so hoch ausfallen, dass ihr es euch nicht einmal vorstellen könnt. Es wird keinen Holocaust für euch geben mit Zügen, die euch in die Verbrennungsöfen bringen, euch werden an Ort und Stelle die Hälse durchgeschnitten. … Der Islam ist der Eiserne Besen Israels. Anstatt dass wir selbst die Arbeit machen, schicken wir den Islam zur Erledigung des Problems.“
      Das Islamisierungskomplott: Wer spielt gegen Europa? (komplettes Hörbuch)https://youtube.com/watch?v=aDNhyrTjZ7M&t=22836s

      MUSLIMS ARE JEWS’ NATURAL ALLIES IN EUROPE, SAYS RABBI PINCHAS GOLDSCHMIDT – https://www.bitchute.com/video/MdxdONnn1tco/

  3. Die „Überbevölkerung“ in Afrika heißt in der Staatssimulation Deutsch Fachkräftemangel.
    Afrika ist ca. 85 mal so groß wie Deutsch und hat ca. 15 mal so viele Menschen. Aber dieser Faktor wird noch weiter sinken, weil ja 180 Millionen bis 2050 nach Deutsch kommen sollen, auch wenn es hier dann keine Energie dafür aber totale Sklaverei gibt, und Europa tot ist.

  4. „WAS GENAU IST „ÜBERBEVÖLKERUNG“ UND WER DEFINIERT SIE“

    Das ist ganz einfach zu beantworten.
    Überbevölkerung durch Fremde stellt sich im Ergebnis
    in der Umvolkung und Abbau von Demokratie, etc. dar.

    Die Definition ergibt sich aus den sichtbaren Ergebnissen, die sich in Leerung der Sozialkassen, Wohnungsknappheit für die eigene Bevölkerung, kriminelle Handlungen von importierten Messermännern, vorwiegend gegen dtsch. Frauen/Mädchen und Männern in der Kriminalstatistik zeigen.

    Das Land hat sowas von fertig, fertiger geht gar nicht mehr.
    Die für u.a. den Staatsstreich der Umvolkung und Abvolkung der eigenen Bevölkerung verantwortlichen Multi-Dilettanten werden sich dann irgendwann schnell ins Ausland verpi….

  5. Da bin ich jetzt aber beruhigt.

    Nach der EU-Studie „Study of the feasibility of Establishing a mechanism for the relocation of beneficiaries of international protection“ (JLX/2009/ERFX/PR/1005) hat Deutschland eine Aufnahmekapazität von 274 Millionen Einwohnern.

    https://ec.europa.eu/home-affairs/system/files_en?file=2020-09/final_report_relocation_of_refugees_en.pdf

    Und ich dachte schon, Deutschlands Einwanderungspolitik könnte irgendwann zu Problemen führen, dabei habe ich nur die Intelligenz und den Ideenreichtum von Merkel, Scholz, Baerbock und Habeck unterschätzt.

  6. Sorry, aber es ist doch mehr als naiv anzunehmen, das hier noch Platz für weitere 10 Milliarden Menschen wären, selbst wenn man irgendwelche Flächenrechenmodelle heranzieht. Jeder Mensch braucht einen gewissen Platz, Nahrung, Kleidung, Energie, Medikamente Fortbewegungsmittel usw. Jeder Mensch der dazu kommt raubt der Natur und Tieren, Platz, Ressourcen und Lebensqualität. Alleine durch seine Anwesenheit tötet er andere Lebewesen, wozu ich auch Pflanzen rechne, mit was für einem Recht? Durch das Recht des stärkeren, des Intelligenteren oder was? Dazu kommt natürlich noch die Umweltzerstörung durch Reisen, Tourismus und Müll. Die Meere sind weitesgehends leergefischt, die Böden total überdüngt und ausgelaugt, die Gewässer mit trinkbarem Süßwasser knapp. Jeden Tag verhungern etliche Menschen, siechen an Krankheiten dahin, sterben durch Kriege aus Habgier und niederen Motiven, werden gefoltert, verfolgt, ausgeraubt und Menschen wie unser geschätzter Autor dieses Essays wollen noch mehr davon? Nein nein, es müssen weniger von uns werden und vor allem muss die Qualität angehoben werden, nicht die Quantität. Es gäbe durchaus Möglichkeiten, das schmerzfrei für vernünftige und einsichtige Menschen umzusetzen. Wer das nicht kapiert muss halt genudged werden. Wenn das so weitergeht wird dieser Planet irgendwann unbewohnbar und dann ist es mit allen aus, auch mit den meisten Tieren, die ja jetzt schon entweder ausgestorben oder im Zoo leben, weil in deren Ursprungsheimat auf diese Jagd gemacht wird, die Lebensbedingungen wegen Naturzerstörung nicht mehr gegeben sind oder kein Platz mehr vorhanden ist. Wie viele Arten stehen schon auf der roten Liste, sind schon weg oder werden in Zukunft noch verschwinden müssen, weil wir immer mehr von allem beanspruchen? Nein Freunde, das ist keine Option.

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    • SUPER Kommentar! Vielleicht ist es der Traum unserer „Eliten“. Mehr Menschen bedeutet ganz einfach mehr Konsumenten und höhere Nachfrage mit steigenden Preisen u. Gewinnen bei Konsumgütern; mehr Billiglöhner durch mehr Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt; höhere Gewinne in der Baubranche u. mehr Mieteinnahmen durch noch stärkeren Wohnungsmangel; höhere Gewinne der Chemieindustrie durch stärkere Nachfrage bei Medikamenten und Düngemitteln; höhere Gewinne bei Großgrundbesitzern durch explodierende Grundstückspreise; etc.; etc.. Aber sicher ist es ja ganz anders und unsere „Eliten“ denken nicht an Geld und Macht sondern freuen sich einfach über ganz viele liebe Menschen auf der Welt, ich bin ja nur ein Verschwörungstheoretiker.

  7. Ich würde sagen, dass es durchaus andere Lösungen als die vom Autor skizzierten gibt, um das Thema „Überbevölkerung“ in den Griff zu bekommen.
    Eine sehr humane und wirksame wäre, den Wohlstand, dort wo viele Menschen geboren werden, anzuheben. Steigender Wohlstand führt in der Regel zu sinkenden Geburtenraten.

    Natürlich ist damit nicht gemeint, diesen Ländern MEHR Entwicklungshilfe zu geben, denn die bekommen sie vermutlich jetzt schon sehr reichlich und sie ist auch der Grund, warum die Regierungen keinerlei Interesse haben an der Situation irgendetwas zu verändern.

    Nein, man muss diese Länder zwingen, ihre Probleme selber zu lösen und dazu ihre korrupten Regierungen davon zu jagen. So lange das Geschäftsmodell „Entwicklungshilfe“ funktioniert, wird sich nichts ändern…

  8. @„ÜBERBEVÖLKERUNG“
    ist genau das, was die „Eliten“ zur Befriedigung ihrer Interessen nicht benötigen! Nach neuesten bekannt gewordenen Vorstellungen also alles bis auf etwa 200 Mio Sklaven weltweit im Alter bis 30 – maximal 40 Jahre – demzufolge sind mindestens 7,5 Mrd. Menschen !
    Offen ist nur die Frage, wie man sie terminieren kann, ohne das sie begreifen und sich wehren!
    Geht zurück auf das alte Griechenland, als man auf die Idee kam, die Sklaven mit einem Kennzeichen zu markieren. „Bist du verrückt?“ sagten die anderen Ratsherren, „dann merken die, wie viele sie sind !“

  9. Das wichtigste finde ich kommt hier überhaupt nicht vor. Wie beschäftigen wir all die Menschen in der Zukunft? Massenproduktion in der Landwirtschaft ist hier nötig um die wachsende Erdbevölkerung satt zu bekommen. Für mich hört sich das als der Traum vom Schlaraffenland, an dessen Vision umgesetzt werden soll. Man setzt auf neue Technologien, die es noch gar nicht gibt. Die Realität sieht so aus, dass die Bildung immer weiter auf der Strecke bleibt und Fachkräftemangel die Realität ist. Eine kleine elitäre Schicht macht sich daran, ein digitales Bildungssystem durchzusetzen in dem die Oberlehrer und tatsächlichen Experten, den etwas weniger die Marschrichtung der Zukunft vorgeben werden. Ihr Wort ist dann Gesetz, für mich die Diktatur der Intelligenz wer sich der vorgegebenen Meinung nicht beugt, ist der Querdenker. Heute leider bittere Realität.

  10. Das Problem des ungebremsten Bevölkerungswachstums besteht in den weniger entwickelten Ländern. In Ländern mit hohem Lebensstandard wie Japan oder Deutschland ist die Geburtenrate bekanntlich niedrig (das Problem der Zuwanderung nach D mal unberücksichtigt gelassen). In den Industrieländern gibt es die vom Autor genannten findigen Farmer. Das Bildungsniveau der Entwicklungsländer reicht nicht, um mit Erfindergeist die Lebensqualität zu verbessern. Die These des Autors, dass ein hoher Entwicklunggrad es möglich macht, Bevölkerungswachstum und Überbevölkerung gut zu verkraften, geht somit von falschen Voraussetzungen aus. Genau dort, wo sich die Bewohner stark vermehren, gibt es keinen hohen Entwicklungsstand.
    Der Vergleich zwischen Nord- und Südkorea hinkt grundsätzlich. In Nordkorea herrscht bekanntlich sozialistische Misswirtschaft. In Südkorea herrschen zum Glück Marktwirtschaft und ein gutes Bildungsbewusstsein. Südkorea würde immer deutlich besser dastehen als der Norden – völlig unabhängig von der Zahl der Einwohner.

    Was wäre wohl mit der Umwelt los, wenn alle 8 Milliarden

  11. Die Gedanken gehen ziemlich am Problem vorbei!
    „Überbevölkerung“ heißt, dass Anzeichen dafür vorliegen, dass es von „einer Sorte“ eben zu viele gibt und bereits ein Verdrängungswettbewerb stattfindet (Flüchtlinge) oder demnächst unweigerlich in unkontrollierbaren Form stattfinden wird.

    Normalweise ist sogar die Natur so weise eingerichtet, dass sich unterschiedliche Arten und vor allem Beute und Fressfeinde immer in etwa die Waage halten und keine Ausrottungen drohen. Doch in einem zu kleinen Biotop (letztlich auch die gesamte Erde) funktioniert das einfach nicht mehr, da keine Auswege möglich sind. Die Aggressivität steigt unaufhörlich (auch Kannibalismus) und das heißt z.B. bei Menschen: Kriege und gewaltsame Dezimierungen, und Kriege, wie wir sie jetzt schon um Ressourcen sehen (Öl, Gas, sonstige Rohstoffe).

    Wenn Acker-, Wohn- Industrie-, Infrastruktur- und Schutzflächen in immer schärferer Konkurrenz zu einander stehen, dann kann das nicht funktionieren. Dem massenhaft unterstellten Erfindergeist (s.o.) muss man schon erhebliche Bedenken entgegenhalten, wenn man nur die Beispiele in den Blick nimmt, die hier immer wieder angeführt werden. Wenn offenbar ist, dass Regierenden selbst der gesunde Menschenverstand abhanden gekommen ist, kann von einem Bildungswachstum gewiss keine Rede mehr sein. Der Zustand des Bildungs- oder Gesundheitswesen in Deutschland ist bereits desaströs – und nicht nur das, auch sonstiges. Stört oder alarmiert das die Regierenden irgendwie?

    Und da es tatsächlich nur zwei Lösungen für die Masse Mensch gibt, kommt eben nur eine Geburtenreduzierung auf hoffentlich einsichtige Weise – auch durch Aufklärung und Verhütung – zustande, wie es sich in wohlhabenderen Ländern zeigt.

    Über Überbevölkerung muss man genauso wenig streiten, wie über Klimaerwärmung. Beides sind Tatsachen, bei denen sich nur die Frage nach den Ursachen und den Strategien stellt, wie man damit umgehen soll, kann oder muss. Gehandelt werden muss jedenfalls.

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    • Dein letzter Absatz ist richtig. Über beides muss man nicht streiten, weil

      1) Überbevölkerung ein Mythos ist

      2) sich das Klima ändert ohne das menschliche Zutun. Und WENN man schon will, daß es sich ändert, dann sollte es bitte wärmer werden – VIEL wärmer! Nie ging es den Menschen besser als in Warmzeiten. Dank der Wärme entweicht CO2 aus den Ozeanen und die Welt wird grüner, auch wegen der ergiebigeren Niederschläge durch die höhere Meerwasserverdunstung.

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  12. Jedem, der ein Aquarium hat, ist klar, dass er nicht unendlich viele Fische darin unterbringen kann. Es ist egal, ob das an der Ernährung der Fische liegt oder daran, dass sie keinen Platz mehr haben. Dazu kommt, und das ist in dem Artikel deutlich zu sehen, dass der Mensch quasi nicht in der Lage ist, exponentiell zu denken. Beispiel: Auf der Wasseroberfläche eines Teiches verdoppelt sich die Anzahl der Seerosen jeden Tag. Nach 99 Tagen ist der Teich halb voll. Wieviele Tage wird es noch dauern, bis der Teich ganz mit Seerosen bedeckt ist?
    Die andere Geschichte: Ein Bauer rettet vor Jahrhunderten dem chinesischen Kaiser das Leben. Auf die Frage nach seiner gewünschten Belohnung antwortet der Bauer, er hätte gerne ein Schachbrett voller Reiskörner. Auf dem ersten Feld eins, auf dem zweiten Feld zwei, auf dem dritten vier, dem vierten acht usw. Der Kaiser willigt milde lächelnd ein. Er kann die Menge, die zusammenkommt, nicht liefern.
    Es mag sein, dass wir noch (!) nicht endgültig die Erde überlastet haben. Wenn es so weitergeht mit der exponentiellen Vermehrung des homo „sapiens“, ist es nicht die Frage, ob es so kommen wird, sondern nur wann. Also sollte etwas dagegen getan werden. China hatte schon mal die Anordnung der „Ein-Kind-Ehe“. Das hat geklappt. Nur ist es inzwischen abgeschafft worden.

    • Klimaerwärmung? Den natürlichen Klimawandel gibt es lange bevor es den Menschen, wird es noch geben, wenn der Mensch nicht mehr ist.

      Scheinen zu wirken – die Propagandamedien.

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  13. Wenn Menschen eine Zukunft haben. Wenn sie nicht auf die Arbeitskraft von Kindern mehr angewiesen sind. Wenn Staaten ein Sozialsystem aufbauen. Wenn Menschen einen Fortschritt sehen und nicht mehr von der Hand in den Mund leben müssen, geht die Zahl der Kinder i.d.R. zurück. Staaten mit einer mehr alternder Bevölkerung ist auch nicht verloren. Japan zeigt uns, dass dann eben neue Technologien zwingend vorangetrieben werden müssen. Ein anderer Faktor ist die Religion: „Seid fruchtbar und mehret euch.“ Das sind nicht nur Worte, aber in manchen Kulturen, ist es so Sitte, dass der Mann seine Manneskraft beweisen muss. Die Kinder können dann meist nicht mehr ernährt werden und die Überflüssigen, wenn sie überlebt haben, dank Ärzte ohne Grenzen, landen dann bei uns. Dagegen sollte man bei den Kindern in der Schule schon angehen, ihnen ein neues Selbstverständnis geben. Auch wenn wir alle in Australien hineinpassen, sagt das überhaupt nichts aus, ob wir auch überall leben könnten. Viele Gebiete auf der Welt sind lebensfeindlich. Man kann dort kaum überleben oder nur sehr wenige Menschen können dort überleben. Gebiet mit gutem, ertragreichen Ackerland sind z.Z. endlich. Die Ernährung kann nur gesichert werden mit einer hochtechnologisierten Landwirtschaft. Die Grundlagen dafür werden aber gerade im Westen gekappt. Da Menschen nicht überall leben können, ist es in meinen Augen natürlich auch erforderlich, das Wachstum der Menschheit zu verlangsamen. Ich habe in meinem Leben noch nie soviel Menschen auf einem Fleck gesehen, wie in Indien. Das wirft natürlich auch Probleme auf. Wenn die Wirtschaft immer mehr digitalisiert wird, was macht man mit den vielen Menschen, die eigentlich dann überflüssig sind? Das ist eine Frage, die noch keiner wirklich beantwortet hat. Die Antwort der Goldenen Milliarde ist, Impfen und Reproduktionsmedizin. Sie wollen damit das Bevölkerungswachstum um 10 bis 15 % senken. Und ja sie machen es mit Unterstützung aller Regierungen auf der Welt, weil sie es können und weil sie sich das Recht dazu von den Ländern erkauft haben.

  14. Keine Angst, die Natur, bzw. das Universum regelt das von alleine. Das Massensterben der Art Mensch wird so oder so einsetzen. Die Spezies ist nicht gut für den Planeten. Also weg damit.
    Und dank der grenzenlosen Dummheit des Menschen macht der das auch noch selbst.

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  15. „Oder zweitens, man tötet Menschen und reduziert die Anzahl damit direkt.“ – Tja, genau das passiert gerade – über Giftspritzen, Abschaltung der Energie, Enteignung der Bauern wie in Holland, Hereinlassen hunderttausender Gewalttäter oder Verabreichung von Puberty-Blockern unter dem Deckmäntelchen der Selbstbestimmung. Irgendwo in den USA hat dieses kriminelle Gesindel aus Globalisten ein Monument aufstellen lassen, auf dem stand, dass die Weltbevölkerung auf 500 Mio. reduziert werden soll. Der Plan scheint gerade Fahrt aufzunehmen. Aber wie damals, Anfang der 40er-Jahren, will niemand so recht daran glauben. Es scheint einfach zu monströs, was ich wiederum absolut nachvollziehen kann.

  16. In den kommenden Jahrzehnten wird die Bevölkerung Europas schrumpfen, während die Afrikas weiter wächst. Das bedeuted zweierlei: Europa wird schwarz und muslimisch. Denn Afrika hat nicht die Ressourcen, die explodierende Bevölkerung zu ernähren. Dafür gibt es aber Europa vor der Haustür mit offenen Grenzen und der Vollversorgung für jedermann.

  17. „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“
    ―Mahatma Gandhi
    oder nach meiner Ansicht „die Gier weniger „

  18. Alle wollen da hin, wo der alte weisse Mann durch Kapitalismus und über Generationen etwas aufgebaut hat.
    In sozialistische Länder, wie Nordkorea, Venezuela, Belarus, China oder Russland will keiner.
    Auch wo keine Weissen wohnen oder man kein Christ ist, zieht es keinen hin.
    Scheinbar ist es gar nicht so schlimm, hier im Westen.

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    • @Peter: Wenn ich mich noch an mein Russisch erinnern könnte, außer ein paar Worte, würde ich sofort nach Russland gehen. Russland hat Zukunft, Deutschland und Europa nicht.

  19. Nach meinem Verständnis ist ein Land dann überbevölkert, wenn es sich aus eigener Kraft nicht mehr ernähren kann, somit auf Lebensmittelimporte angewiesen ist, ganz besonders dann, wenn die Bedingungen für Landwirtschaft gut sind. Die Lebensmittelproduktion benötigt Boden und der ist sehr wohl endlich.
    Deutschland war schon vor dem massenhaften Eindringen der Flüchtlinge und Südosteuropäer nicht mehr ihn der Lage sich aus eigenem Anbau zu ernähren.
    Da bei diesem Massenandrang zudem die Kosten-Nutzenbilanz ein komplettes Desaster ist, wächst die Wahrscheinlichkeit rasant, dass wir bald am eigenen Beispiel erfahren, was es heißt, wenn ein Land überbevölkert ist und die neue Bevölkerung den Sozialstaat sehr viel mehr in Anspruch nimmt, als es ihm Umverteilungsmittel erarbeitet!

  20. Endlich stellt mal jemand ein paar Fragen zu dem Thema „Überbevölkerung“, denn leider plappern auch viele ansonsten kritisch eingestellte Geister diesen Unsinn unreflektiert nacht. Die angebliche globale Überbevölkerung ist natürlich ein weiterer „Mythos“ (eigentlich ein verbranntes Wort heutzutage…) den die Superreichen in die Welt gesetzt haben.

    Überbevölkerung ist stets lokalisiert (Dorf, Stadt) und kann in der Regel immer durch verbesserte Infrastruktur und Technologie behoben werden. Nur dies ermöglicht es aktuell überhaupt so viele Menschen zu versorgen und unterzubringen. Auf der Erde könnten auch 10x soviele Menschen leben mit dem jetzigen Stand der Technik.

    Ein weiterer damit zusammenhängender Blödsinn ist der angebliche quasi rücksichtlose Verbrauch begrenzter Ressourcen. Gemessen an der Zahl der Menschen und der Zeitdauer unserer Zivilisation überhaupt, sind die Ressourcen auf der Erde allein praktisch unerschöpflich. Was glauben denn diese ganzen Leuchten, was eigentlich mit den Rohstoffen passiert, welche man der Erde täglich in Bergwerken rund um den Globus abringt? Meinen die Metalle und Mineralien werden nach Gebrauch wieder verbuddelt oder verdunsten einfach? Die Menschheit wird diesbezüglich immer reicher und das immer schneller, dank neuer Technologien!

    Theoretisch könnten die sogenannten „fossilen“ Brennstoffe uns in einigen Generationen ausgehen. Darauf gibt es aktuell aber keine Hinweise. Tatsächlich wurde „Erdgas“ (Methan) auch bereits in rauen Mengen außerhalb der Erde auf einem Jupitermond entdeckt. Diese Vorkommen sind natürlich aktuell für uns außer Reichweite, ABER die Implikation dieser Tatsache ist, dass Erdgas eben KEIN fossiler Brennstoff ist. Erdgas kommt nun in der Regel häufig zusammen mit Erdöl vor und Ölfelder scheinen sich wieder auffüllen zu können. Der Verdacht nahe, dass auch Erdöl KEIN fossiler Brennstoff ist, sondern auch anorganisch in den Tiefen der Erde ensteht bzw. entstehen kann.

    Kurzum: Ressourcen sind genug vorhanden, sie müssen allerdings erschlossen werden. Das schließt Energie natürlich mit ein.

    Eine geringer Bevölkerung liegt allerdings im Interesse der Superreichen, denn weniger Bevölkerung lässt sich leichter kontrollieren und beansprucht weniger Lande. Im Prinzip würde es ausreichen, wenn es gerade genug Menschen gäbe, um die Bedürfnisse der globalen Elite zu befriedigen….

    Tatsächlich sollte die Menschheit allerdings ein Wachstum anstreben, denn vielleicht ist sie eines Tage gezwungen die Erde zu verlassen oder sich einer radikalen globalen Herausforderung zu stellen. Dann ist die Menschheit besser zahlreich und besteht nicht nur noch aus ein paar Greisen die ihre Leben künstlich verlängert haben und deren Dienerschaft.

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  21. Pro Tag werden in Afrika etwa 100.000 Neubürger in die Welt gesetzt, die demnächst als potentielle Klimaflüchtlinge von dort abreisen könnten.
    „Schon heute sind mehr als 20 Millionen Menschen auf der Flucht vor den Auswirkungen des Klimawandels, mehr als die Hälfte aller Flüchtlinge weltweit. Besonders betroffen sind unter anderem die Sahel Zone in Afrika.“
    (greenpeace.de)
    „Die afrikanischen Staaten und vor allem die Staaten südlich der Sahara haben eine Geburtenrate von 34,5 pro 1000 Einwohner, das sind mehr als 36,45 Millionen Geburten pro Jahr“ „Afrika hat die Milliardengrenze an Einwohnern überschritten. Niger ist mit mehr als 7 Kindern / Frau das Land mit der höchsten Fertilitätsrate.Hier ist auch die jüngste Bevölkerung der Welt zu finden, 49 % der Bevölkerung ist unter 15 Jahren. Unter den 30 Ländern mit der höchsten Geburtenrate finden sich 26 afrikanische Länder“
    (de.globometer.com)
    Das lässt bald noch weit mehr Rettungsschiffe erforderlich werden.

    • @Peter Lüdin: Also der Klimawandel treibt niemanden fort. Manche Gegenden in Afrika sind sogar grüner geworden. Die hohe Geburtenrate trifft auf einen Kontinent, der ungünstig gelegen ist, um immer mehr Menschen ernähren zu können, viel Wüste, viel Savanne, weniger ertragreicher Boden. Dazu kommen noch altertümliche Stammeskulturen, die vielfach kriegsauslösend sind, Grenzen, die durch Europäer gezogen worden und ethnische Gruppen voneinander trennen, kein Sozialsystem und eine altertümliche Bodenbewirtschaftung mit Geräten, die es schon im alten Ägypten gab.

  22. Überbevölkerung lieber Autor erkennt man am Chart, wie jedes andere „Über“ auch.
    Du solltest eine exponentielle Kurve sehen. Die wird irgendwann austoppen und fallen.

  23. WAS GENAU IST „ÜBERBEVÖLKERUNG“ UND WER DEFINIERT SIE?

    Was Überbevölkerung ist, ist doch ganz einfach zu verstehen:

    Mehr Menschen leben in einem bestimmten Gebiet — gegebenenfalls der ganze Erde — als diese dauerhaft für die nowendigen Nahrungsmittel sorgen (und den anfallenden Abfall abbauen!) kann.
    Daß es da Grenzen gibt kann jeder verstehen, der in Physik aufgepaßt hat, z.B. Satz von der Erhaltung der Energie (alle Lebewesen dieses Planeten leben in letzter Konsequenz von der durch Pflanzen aufgenommenen Sonnenenergie, deshalb ist auch die Gesamtmasse aller Lebewesen seit Jahrmillionen mehr oder weniger konstant, Naturkatastrophen ausgenommen).

    An den simplen Tatsachen der Physik scheitern schon viele Argumente der Art, wie sie in diesem Artikel vorgebracht werden!

    Wer darüberhinaus in Biologie aufgepaßt hat, weiß auch, die Größe der Fläche, die bestimmte Lebewesen für ihre Nahrungsversorgung brauchen, ist oft viel größer, als offensichtlich. Insbesondere auch deshalb, weil Lebewesen voneinander abhängen, also ökologische Systeme bilden, in denen es oft weitreichende Folgen hat, wenn zum Beispiel eine unscheinbar erscheinende Art verschwindet — so sind die meisten Pflanzen unserer Breiten auf Insekten, zumeist Bienen, angewiesen, um durch Blütenbestäubung ihr Überleben zu sichern.

    (Deshalb sind auch Überlegungen wie die, alle heute lebenden Menschen könnten in Australien, oder Texas usw., untergebracht werden, völlig am Kern der Sache vorbei!)

    Zwar hängt also die Grenze der Übervölkerung auch von der Wirtschaftsweise insbesondere der Landwirtschaft ab. Aber die physikalisch möglichen Grenzen ändern noch so geniale technologische Fortschritte nicht grundsätzlich.

    Das haben Malthus und die Meadows verstanden (ebenso wie Paul Ehrlich), auch wenn sie den Einfluß technologischer Fortschritte weit unterschätzt haben (Malthus war nebenbei, obgleich Geistlicher, alles andere als ein Menschenfreund).

    Weltweite Überbevölkerung besteht dann, wenn die Natur der Welt insgesamt nicht dauerhaft soviel Nahrung liefern kann wie kontinuierlich nachwächst, und zwar unter der Bedingung dauerhaft stabiler Ökosysteme. Die Menschheit lebt m.E. schon lange von der Substanz, nur wird der Zusammenbruch der Ökosysteme nicht schnell, sondern im Verlauf von Jahrzehnten erfolgen, und deshalb von den meisten Menschen nicht als solcher wahrgenommen.

    Wer ernsthaft glaubt, dieser Planet könne eine beliebig hohe Zahl von Menschen dauerhaft tragen, der ist — sorry — nicht ganz richtig im Kopf. Und was soll denn der Zweck sein? Und wenn es mal 20 Milliarden Menschen gibt oder 30, kommt dann vielleicht irgendwer und sagt „jetzt ist es aber genug“?

    @Raro hat recht!

    Weil geschichtlich die „Eliten“ bzw. die jeweils Herrschenden stets Interesse an mehr Menschen = mehr Untertanen hatten überzeugt mich die Idee nicht, Leute wie Gates oder Soros usw. wollten die Zahl der Menschen begrenzen oder reduzieren (deshalb auch völlig richtiger Einwand, @Gier!)

    Was die Lösung des Problems betrifft, ist die doch ebenfalls ganz einfach: jede Familie soll aus ethischen Gründen nur soviele Kinder haben wie sie selbst ernähren und ihnen eine Zukunft versprechen kann! Das Prinzip Verantwortung ist eigentlich alles, was es braucht.

    Angesichts der in sehr vielen Ländern und der Geschichte der letzten 500 Jahre aus ideologischen oder oft religiösen Gründen verpönten oder gar verbotenen Geburtenregelung ein frommer Wunsch. Jemand wie dieser Afrikaner ist somit im Krieg mit dem Rest der Menschheit.

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  24. Ich versuche mal , etwas festzuhalten , das wir wohl alle als ein menschenwuerdiges Leben betrachten : Behuetet aufwachsen , Bildung , die Moeglichkeit uns selbst zu ernaehren ( = verbrauchen ) , uns zu entfalten . Ein „gewisser Grad“ medizinischer Versorgung . Hiermit meine ich eine Versorgung , die sicherstellt , dass nicht jedes Furunkel , nicht jede Infektion , nicht jeder Beinbruch toedlich ist . Sie darf jedoch nicht so weit fuehren , dass Erbkrank-heiten weitergereicht und der „Genpool“ geschwaecht wird . Allein hier schon werden sich die ersten Geister scheiden ; wer entscheidet ? Wollen wir es der Pharmaindustrie ueberlassen und ihrer Gier nach endlosen Patienten ?
    Der obige Artikel zeichnet sich durch das aus , was mich persoenlich schon immer umgetrieben hat : Anthropozentrischer Mittelpunktswahn . Wer von uns will denn entscheiden , welche Mitkreatur , welches Biotop denn neben uns Bestand haben soll ? Ich haenge keiner Religion nach , aber doch dem Glauben , dass wir alle eines , Gottes Atems sind . Die Welt aufzuteilen in Menschen und allem was ihnen nutzt und allem , was ihnen nicht (direkt) nutzt , ist mir seit jeher suspekt und widerspricht diesem meinem Glauben . Wenn das letzte Insekt mittels Glyphosat oder Aehnlichem vernichtet und der letzte Vogel , der sich beim letzten Fang vergiftet hat , verschwunden sind , was bleibt uns Menschen dann noch ? Ein Fruehling ohne Gezwitscher und ohne Freude darueber , einen weiteren Winter ueberstanden zu haben . Es wird nur noch ums Fressen gehen , nur noch ums Ueberleben , das Leben an sich wird sich von uns verabschiedet haben . Wir schulden unseren Mitgeschoepfen – egal ihrer Eigenschaften , Groessen oder Ansprueche – nichts , ausser unseren Respekt . Wer da glaubt , seinen Nachkommen eine allein dem Menschen angepasste Welt dem Paradies gleichstellen zu koennen , muss den Transhumanismus nicht mehr fuerchten , er hat sich ihm laengst verschrieben .

  25. War wohl doch nichts mit armen Frauen und Kindern. Die bleiben nämlich tapfer zuhause und bauen ihr Land wieder fleissig auf.
    (vol-asyl-statistik-neun-von-zehn-fluchtlingen-sind-mannlich)

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