Freitag, 19. Juli 2024
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“Wir brauchen wieder echte Perten oder Sachverständige“

“Wir brauchen wieder echte Perten oder Sachverständige“

“Perten der Weisheit”: Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Foto:Imago)

Wie sagte einst ein mir bekannter Systemphilosoph so treffend? “Ex-Ehefrauen sind ehemalige Ehefrauen, und Experten sind ehemalige Sachverständige. Wir brauchen wieder echte Perten“. Wenn wir uns in der öffentlich-rechtlich dominierten Medienwelt umsehen, finden wir eine Unmenge sogenannter “Experten“, die uns sagen wollen, was wir zu essen, denken und zu sagen haben, die uns erklären, wie wir unser Leben gefälligst zu gestalten haben und wie nicht. Sie erklären uns zudem, wie bestimmte Situationen entstanden sind und wie wir mit genau diesen Situationen umgehen sollen. Kurz: Experten in der medialen Wahrnehmung sagen uns, sobald ihre “words of wisdom“ wie göttliches Manna aus ihrem Munde tropfen, wie wir – in ihren Augen ungebildeten – Dummlinge einfach ihrem gloriosem Vorbild und ihren sensationellen Erkenntnissen kritiklos folgen sollten, um zurück ins Paradies zu gelangen.

Das Wort “Experte“ stammt von dem lateinischen Wort “expertus“ (“erfahren, sachkundig”) ab und hat seit Beginn des 19. Jahrhunderts über das Französische den Einzug in die deutsche Sprache gefunden. In unserer sprachlichen Wahrnehmung hat es den sperrigen hergebrachten deutschen Begriff “Sachverständiger“ weitgehend in die Nische der Behörden und Universitäten gedrängt. Als ich auf den großartigen Systemphilosophen aus Riefensbeek-Kamschlacken, der sich Groucho Schwarz nennt, aufmerksam wurde und den oben verewigten Aphorismus aus seinem ausschließlich an seiner Theke ausgesprochenem Oevre live mitschrieb, wurde mir sofort klar, dass Groucho hier eine tiefe Wahrheit ausgesprochen hatte.

Aufdringliche Klinkenputzer

Denn was sich früher “Handelsreisender“ oder “Handelsvertreter“ nannte, wird heute immer häufiger mit dem schönen Wort “Lobbyist“ umschrieben. Abfällig wurden aufdringliche Handelsvertreter gerne als “Klinkenputzer“ diskreditiert. In den Wandelhallen der meisten Lobbyisten gibt es zunehmend keine Klinken mehr, an die diese Klinkenputzer ihre Putztücher anlegen könnten. Hier hat BigTech Einzug gehalten: Es geht in erster Linie um Magnetkarten, Zahlencodes, Fingerprintlesegeräte oder Iris-Scans, mit denen man diese heiligen Hallen betreten kann. Deshalb putzen Lobbyisten immer weniger Klinken, sondern laden viel lieber zum gemeinsamen Hummerschmaus ein. Das öffnet diese elektronischen Türen viel effizienter.

Natürlich bezeichnen sich die wenigsten Lobbyisten selbst als solche, geschweige denn als Klinkenputzer oder als Interessen- respektive Handelsvertreter; sondern sie bezeichnen sich gerne als “Experten“ – das klingt einfach feiner, objektiver, neutraler. Die Lösungsvorschläge dieser “Experten“ sehen in der Regel so aus, dass mangelnder Sachverstand mit größerer Überzeugung von der alleinigen Wirksamkeit der Produkte oder Interessen des jeweiligen Auftraggebers ausgeglichen werden. Als Beispiel mag die bekannteste Klinkenputzerin der deutschen Rüstungsindustrie – die mit FDP-Parteibuch, Betonfrisur und “hübschem” Doppelnamen – gelten: Sie hat offensichtlich keinerlei militärischen Sachverstand (woher auch, war sie ja nie Soldatin gewesen oder hat nur nie irgendwelche militärische Verantwortung übernommen) geschweige denn ein Verantwortungsgefühl für diejenigen, die sie in eine exponierte politische Position in diesem Land gehoben und ihre Klinkenputzerei dadurch überhaupt erst ermöglicht haben.

Lobbyisten ohne Sachverstand

Sie verfügt auch nicht ansatzweise über den Sachverstand oder die militärische Erfahrung, um als echte Sachverständige gehört zu werden. Stattdessen trommelt sie im Sekundenstakkato in die Mikrofone der Medienanstalten, dass von unserem Steuergeld bei ihren Auftraggebern sündhaft teure Waffen angeschafft und an die Ukraine verschenkt werden müssten. Nachdem ihr echte Sachverständige gesteckt haben, dass diese Waffensysteme nahezu nutzlos sind, wenn die Bediener sie eben nicht blind beherrschen und damit durch disziplinierte, taktisch wie strategisch sinnvolle Anwendung die Durchschlagskraft dieser Waffensysteme überhaupt erst wirksam werden lassen, setzt sich dieser “Vertriebsturbo der deutschen Rüstungsindustrie“ nun verstärkt für eine Ausbildung der ukrainischen Panzerbesatzungen bei uns ein. Hätte sie Sachverstand, wüsste sie, dass das filigrane Zusammenspiel einer schlagkräftigen Panzerbesatzung über Jahre eintrainiert und gewachsen ist – und ihr wäre somit bekannt, dass ein kurzer Chrashkurs in die Benutzung der Bedienelemente eben NICHT den souveränen Einsatz eines komplizierten Panzersystems ermöglicht.

In der Lesart von Groucho heißt das wohl, dass wir an derartig verantwortungsvollen Stellen in unserer Gesellschaft doch lieber auf “Perten“ und Sachverständige als auf Ex-Perten und andere Klinkenputzer setzen sollten! Denn weil diese Ex-Perten niemals altruistisch agieren, sondern ausschließlich auf ihren eigenen Vorteil und ihr eigenes Provisionskonto bedacht sind, sollten wir sie keinesfalls auf politisch verantwortungsvolle Entscheiderposten hieven. Zumindest , solange es um eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung geht.

14 Responses

  1. Eventuell ist die Denkweise genau so wie beim “Gewehr was um die Ecke schießt”.
    Der Sohn eines Bekannten ganz heiß darauf Soldat zu sein, damals noch Wehrplicht. Beschwerte sich das das Gewehr so eine schlechte Qualität hat. Darauf sein Vorgesetzter, Das Ding braucht nur 10 Minuten zu halten beim Sturmangriff danach wäre er ohnehin tot. Die genaue Bezeichnung kenne ich nicht von dem Gewehr.

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    1. Das muß die “Kanaken-Rifle” sein, an der ich in den 60-igern ausgebildet wurde, um ganz viele Russen totzuschießen! Offiziell hießen die Dinger “Canadian-Rifle” und waren Restposten aus dem 2.WK. Geschossen wurde damit wie auf der Kirmes: Laden, 1 Schuß, Laden, 1 Schuß etc. Nach 10 oder 12 Schuß wurde Magazin gewechselt!

  2. @Sie verfügt auch nicht ansatzweise über den Sachverstand oder die militärische Erfahrung, um als echte Sachverständige gehört zu werden.

    die beherrschen genau zwei Sachen
    – sie können fremde Texte halbwegs fehlerfrei absondern
    – sie achten streng auf die eigene Tasche

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  3. Von den 10 größten Aktionären den Rüstungskonzernes Rheinmetall (Leopard Panzer) gehören neun zu den üblichen Verdächtigen der US-Finanzindustrie: Vanguard, Black Rock etc. , Nummer 10 ist der norwegische Staatsfond. Agnes Flak-Zimmermann ist also eine steuergeldsubventionierte (Abgeordnete des D. Bundestages) Klinkenputzerin amerikanischer Finanzkonzerne, mithin eine lupenreine US-Agentin, die ihr Grundgehalt vom deutschen Steuerzahler erhält. – Wirklich clever, sehr, sehr clever.

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    1. ja – im Grunde gehören alle Konzerne in der Bananenrepublik Amerikanern, bzw. sind unter US-Kontrolle mit Patenten und Geschäften. Nicht nur Rheinmetall !
      Unabhängig von den USA sind höchstens noch ein paar Mittelständler oder so- also die, die geraden in der Corona-Zeit vom Regime plattgemacht wurden!

      @eine lupenreine US-Agentin
      und nicht nur die – alle Transatlantiker, Bilderberger und wie die NGO-Gruppierungen alle heißen. Deutschland ist besetzt, und wer hier Karriere machen will, hat Lug, trug und den verrat an Deutschland schon in der Stellenbeschreibung, das gilt für Politiker ebenso wie für Juristen, Polizei, Militär und Wirtschaft.
      Und das erklärt so einiges, was in Politik, Justiz und Wirtschaft al Seltsamkeiten passiert !

  4. Wir alle haben Expertisen. Wir messen uns nur nicht an zu sagen, daß wir Experten wären. Auch ich besitze Expertisen und wer mich kennt, weiß das auch. Nur wenn ich etwas sage, gilt das nicht mehr, als das, was Tante Frieda von gegenüber sagt. Jeder Schlangenölverkäufer wird ernster genommen und es ist wie @Rob erklärte, keiner sagt jemals danke oder kommt auf einen zurück und sagt: “Du hattest recht.”
    Das hat vermutlich drei Gründe:
    1. Die Deutschen sehen alles als unverbindlich!
    Die Politik zahlt “Experten” Millionen und die haften nicht einmal. Ich würde zumindest die Freundschaft riskieren, würde meine Expertise danebenliegen.
    2. Die Expertise ist nicht das, was man hören will!
    Politiker nehmen dann lieber einen, “der einen versteht und das große ganze sieht”. Freunde geben Antworten wie: “Das können die ja nicht machen!” Oder schauen, als wäre ich geisteskrank.
    3. Ein Mangel an Denkfähigkeit / Konzentration:
    Es kommen niemals Rückfragen. Es kommt zu keiner Diskussion. Kein Nachhaken.

    Will sagen: Es ist keinesfalls so, daß keine Fachleute im Volke sind. Nur werden sie auf die eine oder andere Weise abgestellt. Entmutigt, ausgelacht, ignoriert, bedroht, verfolgt, bestraft. Hinzu kommt, daß political correctness nicht erlaubt über gewisse Themen zu reden und daß Worte umgemünzt wurden. Ich muß zB sagen, daß ich libertär sei. Es meint liberal, aber liberal meint heute links.
    Thorsten Polleit nannte sein Buch: “Ludwig von Mises: Der kompromisslose Liberale
    Der alte Ludwig war kein FDP Wähler oder gar links – er war im heutigen Sinne libertär.
    In “Erinnerungen” (kostenlos als pdf im Netz, großartig!) steht im Vorwort: «Ich wollte Reformer werden, doch ich bin nur der Geschichtsschreiber des Niedergangs geworden.»

    Er wurde traurig, verfolgt und wanderte aus. Das passiert in D mit “Perten”.

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    1. @daß keine Fachleute im Volke sind
      im Volke – mag sein, daß es trotz der “Schul- und Ausbildungs”-Politik des Regimes noch Fachleute gibt – aber nicht in Politik und Justiz, Polizei und Militär. Dort zählt Haltung als US-Lakai – nicht Fachkompetenz !

  5. Wenn Experten aus Expertiese heraus handeln spricht nichts dagegen, wenn sie jedoch aus anderen Motiven, wie Macht, Geld und anderem heraus handeln, ist dies zutiefst zu verurteilen!

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  6. Geheime Liste: Regierung zahlte Million an Journalisten – auch an ARD und ZDF

    https://www.mmnews.de/politik/195387-geheime-liste-regierung-zahlte-million-an-journalisten-auch-an-ard-und-zdf

    Es ist eine geheime Liste der Regierung aufgetaucht, aus der hervorgeht, dass über 1 Million Euro an gefällige Journalisten gezahlt wurde.

    Der überwiegende Teil des Geldes ging an Redakteure von ARD und ZDF.

    Geld für Journalisten von der Regierung: Hier gehts zur Liste:

    https://dserver.bundestag.de/btd/20/048/2004850.pdf

    „Achtung, Reichelt“ zeigt die Liste, die diese wahnsinnige Geschichte belegt.

    Dieses Dokument wurde von der Bundesregierung höchst selbst angefertigt und wurde jetzt durch eine Kleine Anfrage der AfD-Abgeordneten Martin Erwin Renner, Dr. Marc Jongen, Dr. Götz Frömming, Beatrix von Storch und der Fraktion der AfD publik. …ALLES LESEN !!

    Era kommentiert

    Meinen Dank an die AfD Fraktion im BT. Macht bitte weiter so.

    Deckt die ganzen Sauereien, die wahrscheinlich schon Jahrzehnte laufen, auf.