Aufhören, wenn’s am schlimmsten ist: Merkels Scherbenhaufen

Herz der Finsternis: Angela Merkel (Foto:Shutterstock)

Es spricht viel dafür, dass Angela Merkel im Lichte der Nachwelt als großes Verhängnis für ihr Land erscheinen wird, über deren Amtszeit als einzig positiver Aspekt die historische Zäsur der Tatsache verbleibt, dass die die erste Frau der deutschen Geschichte im höchsten Regierungsamt war. In dieser Hinsicht gleicht sie Barak Obama, dessen Hautfarbe das einzig Denkwürdige einer ansonsten ganz und gar vergessenswerten Amtszeit war. In beiden Fällen haben diese Pioniere der von ihnen vertretenen, bis dahin von höchsten ferngehaltenen Identitätsgruppen deren Emanzipation allerdings einen Bärendienst erwiesen.

Sicherlich hätte es jede Menge geeignete schwarze Präsidenten und weibliche Bundeskanzler gegeben, doch Obama und Merkel gehörten nachweislich nicht dazu. Vor allem im Fall Merkels – sofern deren „Frausein“ überhaupt zum Kriterium ihrer Amtszeit taugt – dürften sich nicht nur reaktionäre und chauvinistische Gegner des Programms „mehr Frauen in Spitzenämter“ in ihren Zweifeln bestätigt fühlen, sondern nun, 16 Jahre später, auch viele Bürger, die dieser ersten „Kanzler*Innenschaft“ gegenüber ursprünglich sehr aufgeschlossen waren. Allerdings war Merkel beileibe nicht die einzige Frau, die im großen Stil Scheiße gebaut hat; mit Ursula von der Leyen oder Franziska Giffey wollen wir an dieser Stelle gar nicht anfangen. Wer ausgerechnet diese Frauen als Testimonial von Gleichstellung bemüht, redet damit unbewusst einer Rückkehr zum obligaten Patriarchat das Wort.

Unaussprechliche Versündigungen

Doch selbst wenn man die identitätspolitischen Premiere einer ersten Frau als Kanzlerin Merkels Habenseite zurechnet, so stehen auf der Sollseite ihrer Regierungszeit beinahe unaussprechliche Versündigungen an diesem Land, diesem Volk und diesen Staatswesen, das bis zur Jahrtausendwende noch uneingeschränkt als Erfolgsmodell, als bis in die Feinabstimmungen hinein gut funktionierendes Konstrukt bezeichnet werden konnte, auf das Deutsche wirklich stolz sein konnten, cum grano salis, und dies auf praktisch allen Ebenen: Wirtschaftskraft. Soziale Teilhabe und sozialer Friede. Erträgliche Umverteilung ohne Sozialismus, aber mit Schwerpunkt auf Mittelstandsgesellschaft. Ein „Wir-Gefühl“ durch weitgehende kulturelle und ethnische Homogenität, bei durchaus weltoffener Aufgeschlossenheit. Weitgehende Spaltungsfreiheit. Multilaterale exzellente Beziehungen zum Ausland.

All das hat Angela Merkel mit ihrem beliebigen, machtopportunistischen Ausspielen gesellschaftlicher Gruppen und der Rückgratamputation ihrer eigenen Partei nicht nur aus der Balance gebracht, sie hat die Gesellschaft irreversibel zerrissen und den inneren Frieden kurz und klein geschlagen. Ein im DDR-Regime sozialisierter Wissenschaftsnerd, kinderlos und erkennbar soziopathisch, von Kohl nur aus Quotenproporzgründen (ostdeutsch, weiblich) für damalige Randministerien in die späte Bonner Republik geholt, geriet dank Spendenaffäre und CDU-Machtkampf zur Verlegenheitslösung und stolperte als blasseste und damit kompromissfähigste Lösung zuerst an die Parteispitze, dann ins Kanzleramt.

Was sie dort in 16 Jahren anrichtete, das hat nun der britische „Economist“ kurz vor ihrem Abgang, wann genau auch immer dieser stattfinden wird, zusammengetragen – und er findet zu einer bitteren Bilanz: „Nach goldenen Jahren droht der deutschen Wirtschaft der Abstieg„. Statt die unaufhaltsam bevorstehende Ruinierung ihrer Wohlstandssubstanz zur Kenntnis zu nehmen, meinen die Deutschen, die Welt warte nur auf sie, um ihr in Klimalösungen und ihrer moralischen Avantgarde nachzufolgen. In Wahrheit ist das Land abgehängt, Eigen- und Fremdeinschätzung divergierten nie stärker. „Wer derzeit die Deutschland-Studien der großen internationalen Investmentbanken liest, kann schnell den Eindruck bekommen, dass sich das Ausland mehr Sorgen um Deutschland macht, als das Land selber„, kommentiert die „Welt“ unter der bezeichnenden Überschrift „Abgesang auf Deutschland„.

16 Jahre Reformverweigerung

Hauptgrund dafür ist, dass Merkel jede unnötige und irrationale Entscheidungen getroffen hat, um mit ideologischer Politik Stimmungen zu bedienen: Atomausstieg, Mindestlohn, Rente mit 63, Abschaffung der Wehrpflicht, Flüchtlingsaufnahme, EU-Wohltaten von Targetsalden bis Coronabonds – und zuletzt dann auch noch Energie- und Mobilitätswende durch quasiplanwirtschafte Rahmensetzungen. Was sie stattdessen völlig unterließ waren Reformen. In ihren vier Amtsperioden wurde „keine nennenswerte Reform“ verabschiedet, konstatiert auch der „Economist„. Weder Struktur- noch Steuerreform, kein wieder und wieder versprochener Bürokratieabbau, keine echte Innovationsförderung. Das Investitionsklima ist schlecht wie nie.

Patente entstehen woanders, Gründer und Spitzenkräfte fliehen das Land, Prekariat wandert stattdessen ein. Nur vier der Big-Tech-Digitalkonzerne der USA (Apple, Amazon, Microsoft und Google) sind mehr wert als der gesamte, auf 40 Titel aufgeblasene DAX – von China erst gar nicht zu reden. Eine aktuelle OECD-Studie sieht die deutsche Arbeitsbevölkerung in den kommenden zehn Jahren um über vier Millionen Menschen schrumpfen – schönen Gruß ans Rentensystem! Die britischen Wirtschaftsjournalisten bringen ihre Beunruhigung darüber zum Ausdruck, dass die politische Klasse von Merkel gelernt zu haben scheint, es sei besser, „die Wähler nicht mit zu viel Wandel zu verschrecken„.

Die Zukunftsfähigkeit Deutschland wird sich nicht am Klima entscheiden und schon gar nicht an der energiepolitischen Geisterfahrt, die wachsende Abhängigkeit von ausländischen fossilen und atomaren Stromimporten garantiert (bereits jetzt durch die preistreibenden russischen Daumenschrauben bei den Gaslieferungen zu beobachten). Im Gegenteil ist die Messe längst gelesen – im 21. Jahrhundert wird Deutschland, so wie Merkel es in fast zwei Jahrzehnten „aufgestellt“ hat, keine wesentliche Rolle spielen. Das Land ist ultimativer Abstiegskandidat, und vermutlich – spätestens am Sonntag werden wir es wissen – ohne Chance auf einen Relegationsplatz.

12 KOMMENTARE

  1. Diese Frau ist schlimmer, als die bekannten Diktatoren zusammen. Sie ist der Ausbund an Unfähigkeit, an Sturheit und Arroganz. Von ihrer narzisstischen Persönlichkeitsstörung einmal abgesehen. Sie ist nicht nur verhängnisvoll, sie ist Pest und Cholera in Personalunion. Hitler war für Deutschland schon eine Katastrophe, aber sie stellt diesen Wicht noch in den Schatten.

    • Völlig richtig. Aber wer hat sie hinaufgehievt und vor allem, wer hat sie so lange ungehindert gewähren lassen?

  2. Bei der Kritik an Merkel stört mich regelmäßig nur eines: der immer wiederkehrende Verweis auf ihre DDR-Sozialisierung. Hinter diesem verbirgt sich die heimliche Reinwaschung überwiegend westdeutscher Kritiker, sie selbst – die Kritiker – hätten es ja besser gewusst und nichts zum Merkel-Elend beigetragen. Der zweite verdeckte Vorwurf in dieser Kritik richtet sich insgesamt gegen den ostdeutschen Bevölkerungsanteil, der ja ebenso DDR-sozialisiert ist.

    Es war aber dieser ostdeutsche DDR-sozialisierte Bevölkerungsanteil, der das SED-Regime abschüttelte und es war der westdeutsche Nicht-DDR-sozialisierte Bevölkerungsanteil, der dazu nicht das schwarze unter dem Fingernagel beitrug.

    Es war der westdeutsche Bevölkerungsanteil, der mit den regelmäßig besseren CDU-Wahlergebnissen für Merkels Wahl und Wiederwahl sorgte, während im Osten schon frühzeitig alternativ gewählt wurde.

    Wenn also eine Himmelsrichtung für das Merkel-Elend die Hauptverantwortung trägt, dann ist es der Westen unseres Landes, der sich das endlich einmal eingestehen sollte anstatt wie weiland Pontius Pilatus mit dem Verweis auf irgendeine DDR-Sozialisierung Merkels weiterhin seine Hände in Unschuld zu waschen versucht.

    Nirgends hat man sich von Merkel stärker einlullen und verar$chen lassen, als im Westen. Es ist völlig egal, wo die Frau geprägt wurde; entscheidend ist, wer sie immer und immer wieder gewählt hat.

        • Ja und? Die DDR ist nicht der einzige Ort auf der Welt, an dem es Kommunisten gab. Auch der Westen war und ist voll davon:
          Kinder der Frankfurter Schule, Kulturmarxisten. Die sitzen heute an allen entscheidenden Schnittstellen. Das sind keine Ost-Kommunisten. Der ideologische Dreck aus dem Westen ist viel feiner, subtiler, verführerischer und zerstöreischer. Und auch schwerer zu erkennen. Offenbar hat der Westen in der Breite noch gar nicht realisiert, welche Läuse er sich da im Pelz hält.

          • entscheidend war aber , daß die cdu von der ost-cdu und dem demokratischen aufbruch geflutet wurde, die prall gefüllt waren mit sed und stasi kadern. allen voran lothar de maiziere, merkel, gauck etc. die west kommunisten haben sich dann drangewanzt, als sie sahen, daß f…tze merkel erfolgreich ist.

  3. Merkel und ihre servile Politkaste wurde von den Dummdeutschen immer und immer wieder gewählt.
    Und auch diesmal wird sich nichts ändern. Deutschland – und ich denke auch die ganze westliche Welt – wird aufgrund Verblödung und Dekadenz gegen die Wand fahren. Ein immer wiederkehrendes Prinzip von Zerfall und Wiederaufbau.

  4. Das Scheusal quoll in Hamburg ans Licht der Welt. HH-Eimsbüttel.
    Man sollte nie übersehen, daß deren Mischpoke völlig freiwillig in die Ostzone übersiedelte.

    • Eben. „Wenn’s Dir hier nicht gefällt, dann geh‘ doch nach drüben!“ So haben uns unsere Eltern immer den Wind aus den Segeln geholt, wenn wir zuviel herummotzten. Kein auch nur halbswegs anständiger Mensch hätte je einen Wechsel in die Ostzone in Erwägung gezogen.

  5. BILANZ DER ÄRA MERKEL … mit Beteiligung der SPD!
    ➡ das geringste private Haushaltsvermögen aller Euro-Länder
    ➡ die geringsten Rentenansprüche EU-weit
    ➡ mit die höchsten Steuerlasten weltweit
    ➡ die höchsten Mieten, die wenigsten Eigenheime
    ➡ die höchsten Strom- und Gaspreise der Welt
    ➡ zuwanderungsbedingte überbordende Ausländerkriminalität
    ➡ ökonomisch hirnrissige ideologiebasierte Energie- und Wirtschaftspolitik
    ➡ Zerstörung der energetischen und industriellen Basis des Landes
    ➡ Milliarden Entschädigungszahlungen wegen vorzeitigen Atom-Ausstiegs
    ➡ Über 40 Milliarden Euro pro Jahr Alimentierung von Millionen Migranten
    ➡ Duldung von Ausländer-/Migranten-Kriminalität
    ➡ Außerkraftsetzung von Asylrecht und Artikel 16a GG für Zuwanderung
    ➡ Verrottung von Schulen, Universitäten, Straßen, Kitas, kurz der Infrastruktur
    ➡ Schließen von Hallen-/Freibädern, Theatern, Jugendtreffs (angebl. Geldman-gel)
    ➡ Vernachlässigung von Alten, Kindern, Jugendlichen, sozial Schwachen
    ➡ höchste Rentner- und Kinderarmut
    ➡ höchste Anzahl von Tafeln und Obdachlosen (im reichsten Land der Welt!)
    ➡ höchste Anzahl von Bundestagsabgeordneten, höchste Diätenzahlungen
    ➡ Nichtabschiebung kriminellster Asylanten
    ➡ Justizskandale (Kuschelurteile für Clan- und Bandenkriminalität, Vergewalti-ger…)
    ➡ Hunderte Millionen Euro Kindergeld für nichtexistierende Kinder im Ausland
    ➡ Terroranschäge (Breitscheidplatz, Bahnhofschubser, Messer- und Axtmör-der…)
    ➡ Internetzensur, Maulkorberlass, Diffamierung und Arbeitsverbot für ihre Kriti-ker
    ➡ Indoktrination, Manipulation, Verbote, Gleichschaltung der Medien
    ➡ Verantwortlich für Brexit (Migrations-Diktatur)
    ➡ Schleichende Enteignung deutscher Sparer durch die verheerende Nullzinspoli-tik
    ➡ Prekäre Arbeitsverhältnisse (Zeit?/Leiharbeit), Spitzenplatz bei Niedriglohn
    ➡ Verschleudern von Milliarden Steuergeldern in alle Welt
    ➡ höchster Anteil von Sozialabgaben (20,6 Prozent des Bruttoeinkommens)
    ➡ Abkehr von Kohle-/Atomverstromung
    ➡ „Klimapaket“-Abzocke (u.a. Verteuerung von Diesel, Benzin, Gas, Flügen),
    ➡ Vernichtung hunderttausender Arbeitsplätze
    ➡ Höchste Abwanderung von Fachkräften ➡ dafür Islam-Appeasement
    ➡ Duldung und Alimentierung von Linksextremismus/linker Gewalt
    ➡ Milliardendefizit bei Krankenkasse wegen Asylantenkosten
    ➡ Zwang der Finanzierung von Regierungspropaganda (GEZ)
    ➡ Einführung sozialistischer Planwirtschaft/Renaissance der SED/DDR
    Aber sonst? Alles Bestens!

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