Freitag, 21. Juni 2024
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Bischof Bätzings Bashing: Ein deutscher Oberhirte spaltet die Christenherde

Bischof Bätzings Bashing: Ein deutscher Oberhirte spaltet die Christenherde

Vade retro, AfD-Satan: Bischofskonferenz-Chef Georg Bätzing (Foto:Imago)

Nun reiht sich also auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, in die Reihe der Anti-AfD-Exorzisten ein: Die Partei entspreche, so verlautbart er via “katholisch.de“, nicht seinem christlichen Postulat eines weltoffenen Deutschlands. Mit der Aussperrung von AfD-Mitglieder aus kirchlichen Ämtern (und wohl auch aus Untergliederungen der Kirche) will er „ein Zeichen für ein demokratisches, europäisches und weltoffenes Deutschland setzen“, so der katholische Oberhirte.

Kehren wir zurück in unselige Zeiten, in denen man nicht richtig wusste, ob weltliche Herrscher oder Kirchenfürsten den Ton im Land angeben? Nein: Heute gibt sich die Kirche einmal wieder zu Erfüllungsgehilfen der Herrschenden her. Das war schon bei Corona so und setzt sich jetzt in der neugefundenen Rolle als Fahnenträger des obergrenzenfreien und völlig ausgeuferten „Asylrechts“ fort. Dabei hinterließ der Religionsstifter Jesus Christus doch unmissverständlich die Botschaft: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“.

Infrastruktur für Flüchtlinge, nicht für Alte

Das „Asylrecht“ ist der Kirche so heilig, dass es „ohne Wenn und Aber“ auch dann gelten soll, wenn es faktisch zu etwas ganz anderem wurde. Und wer da anderer Meinung ist, der kann kein Kirchenamt mehr haben. Dass der weltliche Arm der Kirche, der Deutsche Caritasverband, zu einem großen Teil von der Zuwanderungswelle profitiert, dürfte kein Grund für eine solche Position sein: Dessen Beratungsdienste, Jugendeinrichtungen und andere Dienstleistungseinrichtungen für „Flüchtlinge“ und ihre Kinder boomen – während ganz in der Nähe ein neues Pflegeheim nicht in Betrieb gehen kann.

Warum fuhr die Kirche keine Geschütze auf, als andere Parteien das Asylrecht änderten? 1993 war die CDU mit der FDP an der Macht. Sie machten es sich einfach, indem sie die Drittstaatenregelung beschlossen, wonach keinem Ausländer Asyl in Deutschland zustand, der über einen EU-Staat oder einen sonstigen sicheren Drittstaat einreiste; damals wurde die Sache mit den “sicheren Herkunftsstaaten” eingeführt. Kurz: Der Rechtsschutz wurde eingeschränkt (Artikel 16a, Absatz 4 Grundgesetz). Wer in Deutschland Asyl will, müsste eigentlich seither mit dem Fallschirm abspringen, um die Einreise über Drittstaaten zu vermeiden. Wo blieb damals der Unvereinbarkeitsbeschluss der Kirche gegenüber CDU und FDP?

Was ist dieser Kirche eigentlich noch heilig?

In den Jahren 2015 und 2016 wurden die „Asylpakete“ I und II verabschiedet. Mit ihnen wurden – berechtigterweise – Balkanländer zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt und Regelungen zu erleichterten Abschiebungen beschlossen. Der Nachzug von Familienangehörigen wurde für zwei Jahre ausgesetzt und vieles mehr. Zwar wurde das Wenigste davon realisiert; trotzdem stellt sich auch hier die Frage an die Kirchenfürsten: Warum habt ihr damals nicht die Regierungsmitglieder der CDU und SPD aus euren Reihen ausgeschlossen, wie ihr es jetzt mit der AfD tut?

Und ist der Kirche nur „Asyl“ heilig, nicht aber ungeborenes Leben? Unter den Nicht-AfD-Parteien gibt es solche, die Schwangerschaftsabbrüche sogar bis fast zum Geburtstermin zulassen wollen. Ist so etwas vereinbar mit der Glaubenslehre der Bischöfe? Wäre es nicht vielmehr geboten gewesen, eine Säuberungswelle unter den Lebensverächterinnen vorzunehmen? Und wäre es nicht auch geboten, jenen die Tür zu weisen, welche die Ehe zwischen Mann und Frau auf eine unheilige Zweckgemeinschaft herabregeln wollen? Ich denke, Jesus würde heute nicht mehr den Tempel reinigen – auch, weil kaum noch jemand in die Kirche geht. Er würde eher in der Bischofskonferenz reinen Tisch machen, die nicht mehr die Taufe, sondern das Parteibuch zur Abgrenzung ihrer Glaubensgemeinschaft macht.

Jesus gab ein anderes Beispiel

Als die ZdK-Präsidentin Irma Stetter-Karp die Unvereinbarkeit von Ehrenamtlichen verkündete, hoffte ich, dass die Bischofskonferenz diesen Kelch an sich vorübergehen lassen würde. Doch nein: Die hohen Herrschaften löffeln die Suppe aus, die ihnen die katholische Spitzenfrau einbrockte. Die verkündete Kirchensäuberung durch die deutschen Oberhirten betrifft mich zwar nicht direkt, denn ich bin kein AfD-Mitglied – aber sie trifft mich in meinem religiösen Verständnis. Jesus beließ sogar seinen späteren Verräter Judas in der Apostelrunde und schickte ihn nicht in die Wüste; genauso wenig wie er Simon den (ehemals gewaltbereiten) Zeloten als unvereinbar mit seinem erlauchten Kreis behandelte.

Direkt betroffene Christen haben nun zwei Möglichkeiten: Sie verzichten auf eine politische Beteiligung – oder sie verzichten auf die politisch gewordene Kirche. Sofern sie weiterhin Gottesdienste besuchen, dürften sie im Vaterunser nicht mehr beten „…dein Wille geschehe…“, sondern müssten stattdessen deklamieren: “der Wille der Bischöfe geschehe!” Und im Glaubensbekenntnis wäre es nur konsequent, „…die heilige katholische Kirche…“ auszulassen. Denn ihre Heiligkeit hat sie spätestens jetzt verloren. Wo soll das alles noch hinführen?


Dieser Artikel erscheint auch auf der Webseite des Autors.

9 Responses

  1. Weißer Mann spricht mit gespaltener Zunge!

    Wie in allen Diktaturen zeigt sich die Kirche auch hier als Zeitgeistsurfer: “Wir auch, wir auch!”

    Den Regierungssprech haben sie drauf, die Kirchenmänner.

    Aber wie immer: das wichtigste an der Erlösung war schon immer der Erlös!

    (Steuerzahler-)Kohle abgreifen wollen sie nur, wie die anderen Kriegsgewinnler, die “Rettungs”-Boote betreiben, Wohnungen für Wucherpreise vermieten, so wie alle anderen Geschäftsmodelle, die die Asylindustrie betreibt.
    Hervorstechendstes Merkmal dieser “Würdenträger” ist die vollkommene Schamlosigkeit.

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  2. Als König der Juden war Jesus ein jüdischer Patriot. Römergeld warf er mitsamt Geldwechslern aus dem jüdischen Tempel. In gleichem patriotischem Geist warf sein Zeitgenosse Hermann im Teutoburger Wald die Römer hinaus.

    Bei vielen Pfaffen endet der Patriotismus exakt nach dem Kassieren von Adolfs Kirchensteuer.

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  3. wenn kinderschänderdulder recht sprechen wollen… dann fangt bitte zuerst mal in der kirche bei euren hirten an…amen…

    1. Natürlich ist jede Schändung eines Kindes ein nicht wieder gutzumachendes Verbrechen. Aber recherchieren Sie einmal die Anzahl der Missbrauchsfälle von EndeWK2 bis heute. Noch wichtiger ist es, zu erkunden, wo der Mißbrauch anfängt.
      Die katholische Kirche hat heute andere, größte existentielle Probleme, mit denen man sich auseinandersetzen muss.

  4. Ergänzend dazu möchte ich bemerken, dass vor einiger Zeit schon Kardinal Marx die Wähler der AFD als unerwünschte Personen beim Katholischen Kirchentag bezeichnet hat. Explizit hat er aber Leute muslimischen Glaubens eingeladen. Die katholische Kirche, wie auch die evangelische haben aber kein Problem damit von AFD Mitgliedern oder Wählern Kirchensteuer zu kassieren. Wer das immer noch mitmacht ist selbst schuld.

  5. Was ich ja bei den ganzen Linksgrünen und den Kirchen nicht verstehe. Warum gehen sie nicht hin und geben ihr Geld dafür aus und geben in ihren Häusern Unterkunft auf ihre Kosten ? Kann doch nicht so schwer sein. Warum wollen sie das andere Menschen dafür ausgeraubt werden ? Irgendwie hat sich bei denen in den letzten 500 Jahren nichts geändert. Damit hat sich aber auch am polititschen System nichts geändert.

    Und was man immer im Hinterkopf haben sollte ist die Aussage von Scholz dieses Land auf 90 Millionen Bevölkerung hochzutreiben wo doch die Zahl der Deutschen zurückgehen. Damit ist klar das dieses Land übergeben wird. Und wenn ich mir die Entwicklung in den Innenstädten ansehe sind wir schon weit über den Beginn hinaus.

  6. Jedes System, das Nutznießer und Privilegierte geriert, wird alles tun, um sich selbst zu
    erhalten. Wenn das Theologische an Kraft verliert und die Schafe inkl. Zwangsobolus
    davonlaufen, sucht man sich eben andere Wirkungsfelder und Betätigungsfelder,
    um die Daseinsberechtigung zu legitimieren und Macht, Einfluss und lukrative
    Pöstchen zu erhalten. Dass dabei die Grundsätze der christlichen Religion und
    deren Anhänger verraten werden — egal! Scheinheiligkeit und verlogenes Geschwätz
    sind in den Kirchen nichts Neues, es fällt nur in ihrer Unappetitlichkeit momentan
    besonders auf. Das sind aber auch nur die letzten Zuckungen. Die Kirchen haben fertig, sie
    sind nicht reformierbar. Es muss etwas gänzlich Neues entstehen, wenn genügend Menschen das wollen.