Freitag, 14. Juni 2024
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Demo gegen den politischen Islam in Hamburg: Widerstand ist jetzt

Demo gegen den politischen Islam in Hamburg: Widerstand ist jetzt

Gegendemonstration von Samstag in Hamburg gegen die Kalifat-Forderungen eine Woche zuvor (Foto:Imago)

Als ich vergangenen Jahres beim Podcast “Indubio” zu Gast war, schien die Welt noch in Ordnung zu sein. Neben Christian Schneider und Moderator Gerd Buurmann nahm auch Malca Goldstein-Wolf an der Sendung teil. Es war eine launige Sendung, in der wir viel zu lachen hatten. Alles schien leichter und unbeschwerter. Die Gegenwart gab sich nicht nur erträglich, sondern hoffnungsfroh.

Ein paar Monate später, am 7. Oktober, zerfetzte die Hamas diese Hoffnung. 1.200 Menschen verloren ihr Leben – und Millionen Menschen verloren ihre Leichtigkeit und Unbeschwertheit. Etwas, was vielleicht nie wieder zurückkehren wird. Etwas, von dem etwas bleiben wird. Nach der kostenlosen, weil wertlosen Weltbetroffenheit, die gefühlt maximal 72 Stunden anhielt, bevor die Täter-Opfer-Umkehr einsetzte und dem Mitgefühl mit Israel die aufgesetzte Empörung über die angeblich unangemessene “Vergeltung” wich, ging das Leben seinen altbewährten Gang. Vor allem in Deutschland: Es ist schon obskur, dass gerade das Land, welches seine Erinnerungskultur wie einen Tabernakel huldigt, in Windeseile zur Normalität zurückkehrte. In gewohnter, seelenloser Manier gedenken Deutsche den Opfern von Auschwitz-Birkenau; aber die Tatsachen, dass der 7. Oktober genau in dieser mörderischen Tradition steht und dass seit Zeiten der Nazi-Höllenlager noch nie so viele Juden an einem Tag getötet wurden, kommen in der Erinnerungskultur nicht vor.

Nie wieder“ bleibt „jetzt

Und als wäre das nicht betrüblich genug, bekamen in der Sekunde, als Israel sich gegen den islamischen Terror zur Wehr setzte, die Hamas-Versteher Oberwasser. In ganz Deutschland, speziell in den Ballungsgebieten, gingen Menschen auf die Straße, die Juden im Allgemeinen und Israel im Speziellen – sagen wir es höflich – nicht sehr freundlich gegenüberstehen. Zum Beispiel in Hamburg: Bereits am 10. Februar 2024 demonstrierten dort hunderte Menschen gegen den vermeintlichen “Genozid”, den die IDF den sogenannten Palästinensern angetan haben soll.

Die Mehrheit der Gesellschaft wirkte uninteressiert angesichts dessen, was bereits im Februar dieses Jahres und auch schon davor passiert war: Judenhass und Vernichtungsforderungen gegen Israel auf deutschen Straßen. Dabei hat sich dieses Land doch eigentlich auf die Fahnen geschrieben „Nie wieder“. Wenn „nie wieder“ doch „jetzt“ ist – wo ist dann der Widerstand?

Das Problem der Nazikeule

Die Antwort lieferte Hamburg: Vorgestern, am 4. Mai, demonstrierten dort rund 1.000 Menschen gegen den radikalen Islam. Kräfte aus eben dieser menschenfeindlichen Bewegung hatten nur eine Woche zuvor ebenfalls in Hamburg eine Demo organisiert, bei der es vordergründig um Gaza und die Situation der sogenannten Palästinenser gehen sollte, dann jedoch lautstark die Ausrufung eines Kalifats in Deutschland gefordert wurde. Dass genau eine Woche später immerhin dieselbe Zahl wie bei der Islamisten-Demo – 1.000 Menschen – die Stimme gegen die Kalifatsrufe und gegen den radikalen Islam in Deutschland erhoben und auf die Straße gingen, ist ein wichtiges Signal.

Nun könnte man sagen, dass nur 1.000 Menschen, die sich gegen einen muslimischen Gottesstaat wehren, viel zu wenig sind. Das stimmt: Es waren zu wenige Menschen auf der Straße. Andererseits war es auch aber nicht nichts. In einer Zeit, in der beinahe jede Art von Kritik am Islam mit dem Vorwurf „Nazi“ quittiert wird, braucht man sich eigentlich nicht zu wundern, wenn Menschen sich selbst zensieren, weil sie keine Lust haben, diffamiert zu werden. Umso wichtiger, wenn sich Menschen trotzdem zu ihrer Meinung und ihren Sorgen bekennen. Dennoch: Es müssen noch viel mehr Kritiker dieser infantilen Dialektik irgendwann über ihren Schatten springen. Es kann nicht sein, dass die Nazikeule im Jahr 2024 immer noch verfängt.

Wir sind nicht allein!

Wir müssen uns daran gewöhnen, dass nach dem 7. Oktober die Welt eine andere geworden ist. Liebgewonnene vermeintliche Gewissheiten mussten gefährlichen Unsicherheiten weichen. Diese Erkenntnis ist schmerzhaft und wichtig zugleich. Schmerzhaft, weil sie unser Leben negativ beeinträchtigt. Und wichtig, weil wir diesen Zustand nur durch diese Erkenntnis ändern können.

Sehr wahrscheinlich wird die Welt nie mehr so sein wie an dem Tag, als ich mit Malca, Christian und Gerd im Podcast war. Vielleicht kommt die Leichtigkeit wieder, doch wenn, dann wird die neue Unbeschwertheit eine andere sein. Eine, die nicht naiv, dafür umso robuster ist.
Malca Goldstein-Wolf hielt auf der Hamburger Kundgebung am 4. Mai übrigens eine Rede. Kern ihrer Botschaft war, neben völlig berechtigter Kritik an der hiesigen Regierung, vor allem eines: Wir sind nicht allein. Es gibt mehr Menschen, als man denkt, die wollen, dass von diesem Land noch etwas übrig bleibt. Vielleicht ist das die wichtigste Botschaft in diesen Tagen.

21 Antworten

  1. Ein paar hundert, vermutlich. Dafür kriegt der Michel den Arsch nicht hoch. Aber gegen rechts demonstrieren, schon. Gibt 60 €

  2. Genau das sagt PEGIDA seit gut 10, in Worten ZEHN Jahren schon!!

    Das hat keinen interessiert!
    Ausser ganz am Anfang, als in Dreden ca 50 000 Leute auf der Strasse standen. Genau da wurde es den Medien (******resse Will_ig war ganz erschrocken) und den ethab. Politikern mulmig, der Menge wegen, zumute !!

    Hier deren Homepage:
    https://www.pegida.de/

    Steht entlich alle zusammen für eine bessere Republik, für ein besseres Deutschland!

    1. Tja Pegida.
      Tja AfD.

      Letztere will mit ersteren nichts zu tun haben.
      Wieso auch, so antipatriotisch wie die AfD ist.

      So wird das nichts AfD. Ich brauche keine rechtsangestrichene Linken, sondern Rechte.
      Rechte stehen für Menschenrechte ohne Wenn und Aber.
      Ihr steht für gar nichts, ihr Kuscher. Euch ist es wichtig, sich den anderen Parteien unterzuordnen.
      Somit seid ihr keine Alternative, sondern nur Systemlinge.

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  3. Zur Info
    ::::::
    Folge 08: PEGIDA und die Hauptstadt des Widerstands

    Diesmal haben wir den Podcast in Dresden aufgenommen und mit den Köpfen der Bürgerbewegung Lutz Bachmann und Wolfgang Taufkirch gesprochen. Wie hat alles begonnen? Was ist in den letzten Jahren alles geschehen und wohin geht die Reise? In der aktuellen Folge werden nicht nur diese Fragen beantwortet, sondern in ganz privaten Erzählungen und Anekdoten, die Bewegung und die Akteure näher gebracht.

    Podcast (Audio) ca 48 min

    …!!

  4. Der politische Islam ist und bleibt neben einer Politik gegen die (noch) Demokratie, das gesellschaftlichen zusammenleben, die Sicherheit der Bürger insbes. der Frauen.

    Ein besonderer Dank geht an den unermüdlichen Herrn
    Stürzenberger mit seinem Team, der viele öffentl. Veranstaltungen a.d. Straßen/Plätzen unserer Großstädte
    im Jahr veranstaltet und bereits schon von “Islam-Leuten” angegriffen und geschlagen wurde.

    Eine derartige Politik, die u.a. den politischen Islam einlässt, duldet und mit sog. “Samthandschuhen” machen lässt, ist der Verrat an unserem Land, unserer Kultur und unseren Deutschen Bürgern/Bürgerinnen.

    Deshalb gilt es, nur noch AfD und alles wird wieder o.k., denn es reicht uns nachdenkenden und vorausschauenden Bürgern schon lange vor dieser schlechtesten Politik seit bestehen der BRD !

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  5. NEIN der Artikel hat mir nicht gefallen!
    Ich will/werde mich nicht für eine der beiden Parteien entscheiden, denn dann würde ich in die gestellte politisch-mediale Falle tappen.

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  6. Immerhin! Ein Lichtblick im sinistren (!) Ha(ra)mburg
    Das Licht am Ende des Tunnels könnte aber auch von den Scheinwerfern des entgegenkommenden Zuges stammen!
    (“Ihr habt Uhren, wir haben Zeit” sagen die Taliban).

  7. Die 5. Kolonne im Inneren, und die noch unterstützt von der Sozialhilfe.
    Da braut sich was zusammen.
    Oder anders gesagt: Wie gewählt, so geliefert.

  8. Man muss es so sehen: 1000 Menschen im linksversifften Hamburg sind besser wie nichts. Und wo die Gutmenschlichkeit zur kollektiven Geisteskrankheit geworden ist, da sind die Gestörten leider die Normalen.

  9. Es geht dabei um eine vollständige Transformation Europas….
    Wir steuern heute auf einen totalen Wandel Europas zu, das mehr und
    mehr islamisiert und zu einem Satelliten der arabischen und islamischen Welt
    werden wird.
    Die europäischen Spitzenpolitiker haben einer Allianz mit der arabischen
    Welt zugestimmt, in der sie sich verpflichtet haben, die islamische Sichtweise zu übernehmen.
    Das betrifft nicht nur die Außenpolitik sondern durch Einwanderung, die Integration der Einwanderer
    und die Vorstellung, dass der Islam ein Teil Europas sei, auch die europäische Gesellschaft von innen.

  10. Es gibt nur einen Islam, all die anderen Benennungen, “politischer Islam”
    oder “Islamismus” sind nur Floskeln und eine Schutzmauer zwischen Islam und
    Islamismus die in jeder Talkshow zum Thema “Islam” neu errichtet wird.

  11. In Deutschland schreitet die Islamisierung Schritt für Schritt voran, bis 2050 ist Deutschland islamisiert und wird umbenannt in “Germanistan”!!!

  12. es ist nur noch peinlich in diesem politdrecksland… da kommen paar analphabeten und wollen die regierung stürzen mit islamidreck und inshallah… das ist geduldet und wird beklatscht durch unsere politversager weil völlig harmlos… wenn ein rechter husten hat kommt dafür der staatsschutz….
    …. hier aber schauen die politversager zu und klatschen beifall… anschließend müssen deutscher deppen gegendemo machen um zu überleben… hahahah was für kranke dummdeppen leben hier…
    vor einigen jahrtzehnten wäre das in einem tag erledigt und das gästepack ausser landes…
    wir werden von idioten ruiniert… nicht regiert… jagt die deppen endlich fort… und vergesst die politverursacher nicht … dranbleiben..
    afd und die deppen ade…..

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  13. Vielleicht ist das die wichtigste Botschaft in diesen Tagen…..und die Menschen hören paralysiert zu…

  14. Ach so. Die Ermordung von Kleinkindern und Säuglingen ist also eine bloß angeblich unangemessene Vergeltung. Und überhaupt: Sippenhaft wie bei den Nazis? Für alle? Und für jeden getöteten Israeli müssen mindestens 10 Palästinenser sterben? Das ist ja wie die “Vergeltung” des Attentats auf Heydrich, wegen dem ein Dorf platt gemacht und alle Bewohner ermordet wurden. Also alles so richtig “Nazilike”!

    1. Immer schön unkritisch der Hamas-Propaganda und deren Zahlen glauben, so ist’s recht

  15. Steht Kreuzigung Jesu für Antisemitismus?
    Hat der US-Kongress jetzt Teile der Bibel für illegal erklärt?

    Am 2. Mai hat der US-Kongress ein neues Gesetz verabschiedet, das Formen von Antisemitismus nach Definitionen der IHRA für illegal erklärt. Damit könnten auch Passagen des Neuen Testaments betroffen sein. Christen reagieren irritiert.
    https://www.freiewelt.net/nachricht/hat-der-us-kongress-jetzt-teile-der-bibel-fuer-illegal-erklaert-10096533/

    m 2. Mai hat der US-Kongress mit 320 zu 91 Stimmen ein neues Gesetz verabschiedet, das Formen von Antisemitismus nach Definition der IHRA für illegal erklärt.
    So weit, so in Ordnung. Niemand will mehr Antisemitismus.

    Aber in einigen Punkten wurden die Definitionen sehr weit ausgelegt. So ist jetzt in den USA eine Diskussion entbrannt
    Denn es sollen wohl auch Aussagen als antisemitisch eingestuft werden, dass Judäer Jesus Christus in Jerusalem gekreuzigt haben sollen.

    Mein Kommentar: Jesus wurde von Juden(Pharisäern) angeklagt und verurteilt. Der römische Präfekt Pontius Pilatus (praefectus Iudaeae) des römischen Kaisers Tiberius in Judäa hatte sich damals dem Willen der örtlichen Bevölkerung in Judäa gebeugt

    Meinungsfreiheit in Deutschland: Neuer Radikalenerlass befürchtet
    Der Berliner Senat will eine umstrittene „Antisemitismusklausel“ einführen. Verfassungsrechtler fürchten einen Dammbruch.
    https://taz.de/Meinungsfreiheit-in-Deutschland/!6008173/

    “Ein Berliner CDU-Stadtrat hat in der Hauptstadt kürzlich zwei Mädchentreffs mit sofortiger Wirkung schließen lassen und drei Leiterinnen fristlos gekündigt. Der Grund: die Leiterinnen sollen an Pro-Palästina-Mahnwachen, die durch die Polizei aufgelöst wurden, teilgenommen und sich mehrmals „israelfeindlich“ geäußert haben, so der Vorwurf. Eine hatte auf ihrem Instagram-Account die Parole „From The River To The Sea“ zitiert, die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie.

    In der Hauptstadt wird die Staatsräson besonders konsequent durchgesetzt. Mitte April wurde ein umstrittener „Palästina-Kongress“ mit internationalen Gästen mit massivem Polizeiaufgebot abgebrochen, zwei Wochen später ein pro-palästinensisches Protestcamp vor dem Bundestag mit Polizeigewalt aufgelöst. Am Wochenende nahmen rund 150 Menschen an einer unangemeldeten Protestkundgebung vor der Humboldt-Universität teil, gegen 37 von ihnen leitete die Polizei anschließend ein Ermittlungsverfahren ein. Der Kampf tobt aber auch hinter den Kulissen heftig. Die Union möchte die öffentliche Förderung von Projekten in Berlin künftig an Auflagen knüpfen.

    Berlins Kultursenator Joe Chialo (CDU) war bereits im Dezember mit einer entsprechenden „Antisemitismusklausel“ für die öffentliche Kulturförderung vorgeprescht. Kulturschaffende hatten dagegen protestiert, sie fürchteten Gesinnungsprüfungen, Bekenntniszwang und eine Einschränkung der Kunst- und Meinungsfreiheit. Rund einen Monat, nachdem er die Klausel erlassen hatte, zog Chialo sie Ende Januar aufgrund juristischer Bedenken wieder zurück. Eine Klausel, die nur eine Form der Diskriminierung betrifft und nur für den Kulturbereich gilt, wäre verfassungsrechtlich wohl nicht haltbar.”