Samstag, 13. April 2024
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Der Bock als Gärtner: Saudi-Arabien und die Frauenrechte

Der Bock als Gärtner: Saudi-Arabien und die Frauenrechte

Verschleiert und entrechtet, allen Pseudo-Reformen zum Trotz: Frauen im Islam (Symbolbild:Imago)

Scheidung in Afghanistan ist jetzt wieder ganz einfach: Man muss die Gattin nur der Untreue bezichtigen – und schon darf sie gesteinigt werden. Barbarei im 21. Jahrhundert, gefördert auch mit über 370 Millionen Euro deutscher Entwicklungshilfe. Man weiß nicht, was abscheulicher ist: Die Art der Hinrichtung oder die Tatsache, dass beschuldigte Frauen keinerlei Möglichkeit haben, sich gegen das Urteil zu wehren. Ein Gerücht reicht vollkommen aus, um sie zu Tode zu bringen. Mord mit staatlicher Unterstützung, der durch Annalena Baerbocks “feministische Außenpolitik” auch noch finanziell belohnt wird. Denn wie sonst sollten die Taliban die deutschen Geldmittel wohl auffassen? Oder wird dort demnächst gendergerecht gesteinigt? Es wäre unserer Außenministerin durchaus zuzutrauen, sich das als Fortschritt auf die Fahnen zu schreiben. Notfalls nimmt Deutschland eben noch ein paar Afghanen auf – freilich ohne zu prüfen, wie diese zu einem solchen Umgang mit Frauen stehen.

Hilfe von der Weltgemeinschaft ist nicht zu erwarten, denn die UNO hat den Schutz der Frauen vor ein paar Tagen in denkbar ungeeignete Hände gelegt: Den Vorsitz der UN-Frauenrechtskommission hat nun Saudi-Arabien inne. Scherzbolde merkten an, dort trüge man immerhin als Solidarität mit Hausfrauen bereits Küchenhandtücher als Kopfbedeckung… aber Spaß beiseite: In Saudi-Arabien ist es um die Frauenrechte bekanntlich nicht viel besser bestellt als in Afghanistan. Die Entscheidung ist mit gesundem Menschenverstand kaum nachvollziehbar; man fragt sich, was als nächstes kommt: Nordkorea als Leitung des Ausschusses für Demokratieförderung? Oder der Iran als Kopf der Abrüstungskommission? Letzteres ist tatsächlich schon der Fall, so absurd es angesichts eines – übrigens auch indirekt von Deutschland unterstützten Atomwaffenprogramms – auch klingt. Vielleicht ist das UN-Logik: Iran und Saudi-Arabien gelten als Todfeinde, da musste der Golfstaat nun wohl ebenfalls einen Prestige-Posten bekommen.

Segen für die Unterdrückung

Nun könnte man ja erwarten, dass Feministinnen eine Flugzeugflotte chartern, um eine internationale Großdemo gegen die Fehlentscheidung zu organisieren. Denn ein Land, in dem Frauen erst seit ein paar Jahren den Führerschein machen dürfen – und das auch nur, wenn ihr männlicher Vormund zustimmt – dürfte über Frauenquoten und “Gender Pay Gap” nur müde lächeln. Bekanntlich jedoch fällt das Urteil vieler Feministinnen über die Unterdrückung ihrer Geschlechtsgenossinnen in muslimischen Ländern sehr milde aus; man will schließlich nicht rassistisch sein. Es wird entweder geschwiegen oder relativiert, indem etwa Verhüllungsvorschriften als Sieg über westliches “Body-Shaming” gefeiert werden. Hardcore-Feministinnen wie Judith Butler können gut damit leben, wenn israelische Frauen Opfer von Vergewaltigung durch Terroristen werden. Allerdings lassen sie die gesichtslosen Frauen der muslimischen Länder ebenso im Stich – denn es findet sich garantiert eine in Europa oder den USA lebende Muslima, welche dieser Unterdrückung ihren Segen gibt. Also werden die Proteste gegen die Entscheidung der UN größtenteils ausbleiben… und auch die Frauen in Afghanistan dürfen weiterhin entrechtet und gesteinigt werden.

Was geht es uns an, was am anderen Ende der Welt passiert?“, könnte man sich mit einem Schulterzucken fragen. Aber wen schon die menschliche Tragödie dahinter nicht interessiert, der sollte wenigstens an das Geld denken, das aus Deutschland an die Taliban fließt – oder indirekt an die Terrororganisation Hamas. Unabhängig von der offiziellen Zweckbestimmung zementiert jeder Euro für solche Regimes die dortigen Verhältnisse und bietet damit zugleich einen Vorwand, weitere Migration in unser Land zu rechtfertigen.

Wen kümmern schon Frauenrechte?

Und, wie gesagt, an der Grenze wird nicht gefragt, welches Frauenbild einige dieser Migranten im Gepäck haben. Auf diese Weise importieren wir das Unrecht, das wir selbst gefördert haben. Allerdings wirft es auch kein gutes Licht auf die UN, die Frauenrechte den Saudis anzuvertrauen. Um die Wahrung um Frieden und Freiheit geht es dabei kaum, nur darum, sich gegenseitig mit Posten zu versehen. Vom guten Ruf der UN ist bald nicht mehr viel übrig, sie scheint nur noch auf Bestellung ihrer lautstärksten Mitglieder zu liefern.

Medial wird sie noch immer als letzte Rettung der Menschheit präsentiert, allein in zwei zeitgenössischen Science-Fiction-Serien ist sie gar das letzte Bollwerk gegen die Vernichtung der Erde durch außerirdische Mächte. Vielleicht klammern sich die Macher von “Invasion” und “Three Body Problem” an den alten Traum, unter einer solchen Bedrohung würde die Menschheit zu einer friedlichen Gemeinschaft zusammenwachsen. Dazu setzen beide Serien der Weltgemeinschaft eine resolute afrikanische Dame vor. In der Realität allerdings geht es kaum noch um Frieden, sondern die Durchsetzung von Ideologie und Machtinteressen. Klimawandel? Da sind wir dabei! Israel-Bashing? Auch das ist – mit Deutschlands regelmäßiger Beteiligung – liebstes Hobby der UN. Wen kümmern da schon Frauenrechte? Von einer Resolution gegen Afghanistan ist jedenfalls noch nichts zu hören gewesen. Da sind wir “kultursensibel“.

5 Antworten

  1. Ja – Verstand kann man von einigen Frauen auch nicht erwarten. Und erst von Männer die sich von Frauengefühlen
    leiten lassen. Unsere Gesellschaft geht den Bach runter, seit dem überwiegend Frauen das Sagen haben. Um Gottes
    Willen – Ausnahmen bestätigen die Regel – so hat mir mal eine Frau beigebracht, und sie muss es ja wissen.

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  2. Wenn ich’s nicht vorher schon woanders gelesen hätte, würde ich das für einen Aprilscherz Ihrer Redaktion halten.
    Andererseits passt “Saudi-Arabien leitet die UN-Frauenrechtskommission”, “Tampons in Männertoiletten” etc. perfekt zusammen.

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  3. Ansage einer Stewardess: “Wir landen gleich in Riad. Bitte stellen Sie ihre Uhren um drei Stunden und 400 Jahre zurück”
    Trifft nicht nur auf Saudi Arabien zu sondern den ganzen Nahen Osten, mit Ausnahme Israels.

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  4. Bekanntlich jedoch fällt das Urteil vieler Feministinnen über die Unterdrückung ihrer Geschlechtsgenossinnen in muslimischen Ländern sehr milde aus; man will schließlich nicht rassistisch sein.

    Die Frage ist,was will man tun.Wenn die Frauen die das Wort Selbstbestimmung und Frauenrechte in den Mund nehmen (Baerbock) und auf der anderen Seite die Frauen an die Islamischen Schlächter Verkaufen frage ich mich,wofür haben die Frauen gekämpft um sie sich von den Großtönenden wieder abnehmen zu lassen.

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  5. Da ist Hopfen und Malz verloren. Ich weiß nicht, ob diese steinzeitbarbarischen Sitten da schon vor dem Koran herrschten, aber seit dem Koran ganz bestimmt. Wer sich nur ein wenig mit der Materie befaßt, erkennt, daß dem Koran eine Eigendynamik innewohnt, die alles, was mit mit Freiheit in Verbingung bringen, negiert, verachtet und bekämpft. Und die, die jetzt aufheulen, daß man das doch alles nur richtig interpretieren müßte, kann ich versichern, daß die Korangläubigen davon ausgehen, daß der Koran wortwörtlich so von Gott diktiert wurde und deshalb auch wortwörtlich so zu gelten hat. Nix Interpretation von wegen alles Lieb, Gut und Tutti. Leider wissen das zu wenige. Und das, sorry, Schwachköpfe da auch noch Geld hinschicken von wegen Frauenförderung und so….lächerlich. Von dem Geld wurden und werden Waffen gekauft, der Rest wird konsumiert. Unsere Leute sind, nochmals sorry, aber leider zu blöde, um die Pappakemaraden und potemkinschen Dörfer, die da regelmäßig für uns aufgebaut werden, als solche zu erkennen. Man lacht uns dort aus. Achmadenidschad soll mal gesagt haben: “Ein Glück, daß unsere Feinde Idioten sind”.