Höchste Zeit für Konservative, mit der Wirklichkeit in Dialog zu treten!

Nach dem Grünen-Durchmarsch in NRW sind Rückbesinnung und Konzentration auf bürgerliche Inhalte und Ziele gefragt

Die vernünftige Richtung zählt! (Symbolbild:Pixabay)

Zu dem unangenehmen Pflichten des Journalisten gehört es seit jeher, den Lesern Dinge mitzuteilen, die diese nicht hören wollen. Es ist nur allzu menschlich, sich als geneigter Bürger im Nachrichtendschungel der Neuzeit eben nur genau jene News und Meldungen herauszufiltern, die man persönlich als inhaltlich und formal unterstützenswert befindet. Leider deckt dies nicht das gesamte Spektrum ab. Man befindet sich durch diese Vorgehensweise vielmehr in einer Bubble, seiner eigenen Informationsblase. Dort fühlt man sich wohl, ist von Gleichgesinnten umgeben, bleibt abgeschirmt und bestätigt sich gegenseitig. Ein schwacher Trost: Das ist in nahezu allen interessengeleiteten Gruppen, den sogenannten Peer Groups, mehr oder weniger der Fall.

Geradezu symptomatisch erscheint vor diesem Hintergrund und in der aktuellen Situation das verblüffend gute Abschneiden der Grünen bei den NRW-Landtagswahlen am Sonntag. Glatt verdreifachen konnten die Ökos ihre Wählerstimmen. Ihre Basis steht! Was hierfür in summa ursächlich war, wurde bereits auf Ansage! und auch an anderer Stelle hinreichend kommentiert. Die geringe Wahlbeteiligung verzerrt darüber hinaus das Gesamtergebnis signifikant: Fast die Hälfte der Wahlberechtigten zog es vor, keinem der Protagonisten seine Stimme zu geben und blieb lieber zu Hause. Diesem Teil der Bevölkerung scheint trotz – oder gerade wegen? – der fragilen Gesamtlage ohnehin alles egal zu sein. Sie vertrauen niemandem mehr.

Wird Woodstock zur Staatsdoktrin?

Obwohl sämtliche Lebenshaltungskosten nahezu ungebremst steigen, wird durch diese Wahl gerade den Parteien mit ihren vorherrschenden politischen Paradigmen, die selbiges Unheil überhaupt erst ermöglicht haben, ein Persilschein ausgestellt. Aufgrund dessen gibt jetzt nicht nur ein „weiter so”, sondern eher ein „mehr davon”. Zumindest im bevölkerungsreichsten Bundesland, einer ausgewiesenen einstigen SPD-Hochburg. Hier leben bekanntlich mehr Einwohner als im gesamten Osten. Einmal mehr bestätigt sich die grünlinke These, dass es anscheinend politisch ratsam ist, Verunsicherungen auszunutzen, Ängste zu schüren und Lösungen vorzugaukeln, die man nicht hat. Zumal viele Grüne gut darauf trainiert sind, ihre Schwächen als Stärken einzusetzen.

Nichtsdestotrotz gilt es zukünftig, sich auf der Seite der unvoreingenommenen Beobachter zuversichtlich mit den neugeschaffenen Realitäten in Bund und Ländern auseinanderzusetzen. Die gefühlsduseligen Öko-Radikalinskis, getragen von ihrer Stammwählerschaft (insbesondere von Deutschlands Jugend), werden die Politik der nächsten Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, maßgeblich formen. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Sie werden ihre Macht nutzen, um ihre Klima-Flüchtlings-Corona-Agenda gnadenlos zu exekutieren – gegen jeden nur denkbaren Widerstand der Bürgerlichen, gleichsam unter wohlwollender Aufsicht von Klaus Schwabs World Economic Forum und anderen globalistischen think tanks. Daher nutzt es auch überhaupt nichts, sich an ihren surrealen Führungspersonen, die unter einem offenkundigen Selbstzerstörungsimpuls zu leiden scheinen, abzuarbeiten.

Trotz Unwissenheit: Grün ist längst eine eigene Marke

Ohnehin würde kein Grüner jemals eine Kritik von jemandem annehmen, der womöglich „rechts” denkt oder, schlimmer noch, der AfD nahesteht – und sei dessen konkrete Protestnote in der Sache auch noch so berechtigt, inhaltlich und formal korrekt formuliert. Das kann man sich also sparen, schon der eigenen Nerven und Gesundheit halber. Die Grünen sind der Seismograph der politischen Überempfindlichkeiten unserer Gegenwart schlechthin und zugleich gegen jede Art von Schuldzuweisung immun.

Also gilt es zu konstatieren, dass es für die konservativ-liberalen Bubble an der Zeit ist, sich auf eine politische Meta-Ebene zurückzuziehen, abseits des medialen Mainstreams, in dem es sowieso keinen Blumentopf mehr zu gewinnen gibt. Die APO 2022 existiert nämlich längst und sie arbeitet ruhig und vor allem zielführend an tragfähigen Konzepten, wie sich eine große Anzahl von Bürgern, welche explizit nicht grün oder links ticken, abzubilden. Dies, wohlgemerkt, möglichst ohne politisch-gesellschaftliche Partikularinteressen und ohne sich dabei selbst  durch interne Reibereien und Streitereien aus den Augen zu verlieren (so wie dies leider in manch einer „alternativen“ Partei im Moment der Fall zu sein scheint).

Kein Grund für Larmoyanz und Defätismus

Auch gilt es hierbei, allzu überschießende Polemik zu vermeiden. Wir alle kennen die Missstände im Lande zur Genüge. Ebenso bekannt ist die Tatsache, dass Grüne die Probleme, deren Lösung sie sich anmaßen, und vor allem die hierzu aufgebotene Bürokratie tendenziell eher vervielfachen, statt real einen Lösungsansatz zu bieten. Dies liegt einfach in ihrer obrigkeitshörigen und etatistischen DNA, ist also zum einen ihrer Natur, zum anderen dem naiv-aggressiven Unvermögen ihres Personals geschuldet. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Zu tief haben sich die Grünen in den Institutionen festgebissen – und manifestieren von dort aus ihre moralinsaueren Dekrete, die ideologisch keimfrei daherkommen.

Und doch gibt es keinen Grund für larmoyanten Defätismus oder gar den Wunsch, das Land am besten gleich ganz aufzugeben. Was zählt ist unsererseits die Einsicht in die Notwendigkeit, auch einmal selbst die Perspektiven zu wechseln; dies stets mit dem Ziel, dass wir als konservative, „normal“ denkende Menschen – und vor allem unsere Anliegen – wieder für voll genommen werden! Um abschließend einmal mehr Hermann Hesse zu paraphrasieren: „Ist erst ein Anfang gemacht, kommt das Beste von alleine nach.”

8 Kommentare

  1. Konservative für voll nehmen? Das wird im heutigen Deutschland nicht passieren, weil die Konservativen vergessen haben, WAS konservativ ist. Sie rennen einen Merz hinterher, der sie schon längst an den WEF verkauft hat und merken es nicht einmal. Konservative finden auch keine gemeinsame Stimme. Da mäkelt der an dem rum und der andere an jemanden anders, da gefällt einen der eine nicht, der zu konservativ ist und diffamiert ihn gleich als völkisch und so einen Quatsch. Sie können ihre eigenen Befindlichkeiten nicht zurückstellen, um einer Sache zu dienen. Da ist es egal, ob man den einen oder andern nicht leiden kann. Eigentlich konservative oder liberale Bürger haben mehrheitlich auch noch nicht begriffen, dass sie von den MSM belogen werden. Wenn Konservative erkennen würden, dass sie gerade von den MSM diffamierten Politikern besser zuhören sollten und sie das dämliche Nazigeschwätz gegenüber konservativen Menschen endlich nicht mehr glauben würden, dann wäre schon viel gewonnen. Solange die Konservativen nicht ihre Gemeinsamkeiten erkennen und pflegen, solange werden Konservative nur Statisten in diesem Land sein, deren Meinung man übergehen kann.

  2. Schön ausgedrückt, ABER mit 60 habe ich keine Lust mehr mich von dieser links-grünen Sekte bis aufs Hemd, ach was völlig ausziehen zu lassen um dann auch noch mit diesem grün kommunistischen WEF Quatsch versklavt zu werden. Selbst wenn ich 20 währe und ach so abgeklärt und wie nennen die das, ja „cool“ zusehen wie alles verreckt um es dann wieder einmal aufzubauen? Sonst noch was, wenn ich Glück habe habe ich noch 20 Jahre oder auch weniger, da denkt man in anderen Zeitabständen als diese grünen Fanatiker idiotisch wild und völlig intelligenzbefreit darauf los agieren. Da ich es aber habe kommen sehen, schließlich kennt man ja die Volksgenossen aufgrund langjähriger Erfahrung recht gut, bin ich schon lange aus dem System raus und wie heißt es jetzt so schön, die können jetzt ihren Mist alleine machen. Es ist wirklich sinnlos dagegen anzugehen, man kann nur noch merkeln oder schrödern: tricksen, tarnen, täuschen und zusehen wie alles abbrennt, es ist nicht mehr mein Problem. Bis sich das irgendwann mal wieder ändert, bin ich schon längst nicht mehr auf dieser Welt. Das sind langfristige Zyklen und spielen sich in Generationen ab. Wie meinte die Genossin, jetzt ist halt mal wieder eine disruptive Phase. Wohl bekomms!

  3. „Fast die Hälfte der Wahlberechtigten zog es vor, keinem der Protagonisten seine Stimme zu geben und blieb lieber zu Hause. Diesem Teil der Bevölkerung scheint trotz – oder gerade wegen? der fragilen Gesamtlage ohnehin alles egal zu sein. Sie vertrauen niemandem mehr.“

    Die Menschen haben festgestellt, dass sie keine Wahl haben, denn alle Politiker aller Parteien trampeln auf ihnen herum und fällt Entscheidungen gegen sie.
    Das ist Demokratie.
    Diese Nichtwähler sind aufgewacht.
    Es müssen noch mehr werden, dass das Konstrukt Demokratie endlich fällt.
    Demokratie ist die schlimmste Regierungsform, die der Mensch kennt. Man wird sie extrem schwer wieder los.
    Wie man sieht, werden wir nicht von der Mehrheit regiert, sondern von Minderheiten, die sich in Koalitionen zusammentun, alles, was die versprochen haben, wird nach der Wahl in die Tonne getreten.

    Zusammenfassend ist zu sagen, dass keine Partei einen Regierungsauftrag erhalten hat. Auch die CDU nicht.

    • Es ist ein Trugschluss, dass man, wenn man zu Hause bleibt, niemanden gewählt hat. Untätigkeit ist eine Form der Entscheidung. Oder: Wer nichts tut, hilft den Bösen. Keinem interessiert es nach 2 Tagen, dass fast 50% der Menschen dem Wahllokal ferngeblieben sind. Sieg ist Sieg. Man muss in dieser heutigen Situation niemanden mehr vertrauen, aber man kann Denkzettel verteilen. Und die Machthaber in Deutschland ärgern sich wirklich darüber, wenn man unliebsame Parteien wählt und die über 5% kommen lässt. Schließlich fehlen ihnen dann die Stimmen und die Versorgung für einige Parteimitglieder und es wird offensichtlich, dass nicht alle ihrer Meinung sind. Ändern kann man z.Z. nichts. Die Macht liegt nicht mehr in den Händen der Bürger, aber die meisten wollen die auch gar nicht.

  4. Der hoch angesehene am 13.05.2020 verstorbene Schriftsteller RolfHochhuth
    hat in einer TV-Sendung folgendes gesagt:
    „Da hilft nur Revolution“
    Wie recht er behalten wird.
    Denn größte Feinde des Volkes sind bei Politikern, WEF, NOGs, Medien zu suchen
    und zu finden.
    Es wird höchste Zeit für eine Übernahme.

  5. Wo leben wir eigentlich ?

    Nach kritischen Äußerungen gegen das herrschende Ampelregime wird ein Bürgermeister gejagt
    Publiziert am 17. Mai 2022 von staseve

    VERFOLGUNG
    Für Bad Lobensteins Bürgermeister Thomas Weigelt (parteilos) wird es eng. Nach kritischen Äußerungen gegenüber der Bundesregierung wurde ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet.
    Was war passiert? Weigelt war ins Visier geraten, weil er dem Ampelregime über Social Media Lügen und Verrat vorgeworfen hatte.
    Konkret ging es dabei um die steigenden Energiepreise. Demnach schrieb der parteilose Politiker, dass die in die Höhe schießenden Energiekosten in keinem Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine stünden.
    Im weiteren Verlauf des Facebook-Postings sprach Weigelt von einer „systematischen Ausplünderung des Volkes durch die Regierung“ und schrieb obendrein, die Bundesregierung habe „ihr Volk verraten“.
    Nun versuchen linksgrüne Überzeugungstäter gerade, ihn aus seinem Amt per Disziplinarverfahren zu entfernen.
    ⭕️@PatriotNews
    Quelle: PatriotNews auf Telegram

    Da wagt es doch tatsächlich ein ,,Ossi“ den Regenten in die Suppe zu spucken…wo der Osten eh schon verhasst ist bei gewissen Politikern. Und dann sagt es auch noch die Wahrheit ….
    Hoffentlich stehen die Wähler zu ihrem Bürgermeister !!!

  6. Das Land verlassen wäre gut, nur wohin? Die Psychopathen und
    ihr Gefolge haben sich schon über die gesamte Erde ausgebreitet.
    Als Ausländer bist du überall nur geduldet, kippt die Stimmung,
    wirst du alles wieder verlieren und davongejagt. Stabile Länder
    gibt es nicht, überall herrschen dieselben Gestalten, das selbe
    Übel. Die Welt ist ein großer stinkender Scheißhaufen.

    Einzig die Immigration hilft, weit weg von der heuchlerischen
    Wertewelt, diesen unsäglichen Hochkulturen der Zivilisation,
    ihrer evolutionären Auslese im Panoptikum der Scheußlichkeiten.

    Im Falschen kann es nichts Richtiges geben. Wer im Falschen das
    Richtig tut, über den werden alle anderen herfallen, weil sie es
    nicht zulassen können. So daß das Falsche ihnen erhalten bleibt
    bis zum Untergang.

  7. Es liegt nicht nur an den Parteien, dass das Land mit Karacho in den Abgrund rast. Es liegt mindestens genauso an den sog. Wählern, die hierzulande, da politisch ungebildet und unerzogen, mit zweitem Vornamen infantil, es so wollen und statt zu handeln lediglich meckern, wenn überhaupt. Die Wahlen, sofern man diese Veranstaltungen so bezeichnen möchte, zeigen dies deutlich, eine Veränderung ist von Seiten des Volkes nicht gewollt. Die Konservativen, wie AfD, denke ich, sind durchaus in der Realität verhaftet, was die Probleme, die Gründe und die Verursacher angeht, nur sollten sie ihre Themen „anpassen“, flexibler sein und entsprechend auf die Leute zugehen. Im Bundeskindergarten die Minister- und Abgeordnetendarsteller rund machen, ist eines und richtig, ausserdem erfrischend. Allerdings ist, oder sollte, Oppositionsarbeit mehr sein und auch das Programm sollte überarbeitet und an neue Lebensumstände „angepasst“ werden. Heisst nicht, dass man seine Posiitonen allesamt aufgibt, aber man sollte sich weiter entwickeln. Das hat die AfD versäumt und ist offenbar nicht wirklich angekommen.

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