Montag, 27. Mai 2024
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Keine Einheit: Die Mitte in Staat, Gesellschaft und Kirche ist verdunstet

Keine Einheit: Die Mitte in Staat, Gesellschaft und Kirche ist verdunstet

Düstere Wolken ziehen sich über Deutschland zusammen (Symbolbild:Conservo)

Als am 9. November 1989 die Mauer fiel, waren die Hoffnungen unbeschreiblich groß. Nicht nur ein einiges demokratisches Deutschland sah man auferstehen, sondern auch den Niedergang des diktatorischen und atheistischen Sozialismus.

So durfte erwartet werden, dass dieses Ereignis Ausgangspunkt für ein geeintes und auch christlicheres Europa sein würde; ein starkes, seinen Traditionen verpflichtetes Europa, dessen Strahlkraft bis Moskau, Peking und Washington reichen würde: Die eine, gerechtere Welt schien zum Greifen nahe. Doch es kam ganz anders. Blicke ich auf das Deutschland von 2023, so packt mich kaltes Grausen.

Staat und Gesellschaft 1989/90…

War es im Westdeutschland der Wendejahre 1989 und 1990 noch der ganze Mensch, der im Mittelpunkt stand, galt damals noch das Wort: „Kapital verpflichtet”, war man sich damals noch bewusst, wem dieses Land, dieses Europa, seine Blüte verdankt, betrachtete man Kinder noch als selbstverständlichen Teil der Kernfamilie und diese als Keimzelle der Gesellschaft, begriff man zu dieser Zeit noch, dass mit dem “Gott” des Grundgesetzes der dreifaltige Gott gemeint war, der einst seinen Sohn Jesus Christus zu uns sandte, wurde Abtreibung nur als Ultima Ratio begriffen und das Töten von Menschen auf Verlangen als inhuman verworfen, ging man mit dem politischen Gegner zwar nicht immer zimperlich, aber doch gerecht und anständig um, konnte man zwischen „Gästen“ und Bürgern noch klar unterscheiden: so sehe ich heute ein Deutschland beinahe frei von jenem “Opium”, das Marx als jenes des Volkes identifizierte.

Deutschland ist verarmt an konservativem Denken, auch außerhalb des Religiösen. Es wurde zudem herausgebrochen aus einer scheinbar auf ehernem Fundament, ja auf Stahlbeton ruhenden Mitte, und wurde – bis heute – tagtäglich weiter nach links verschoben.

…und 2023?

Der Mensch interessiert den Staat im Wesentlichen nur noch in Bezug auf seinen Beitrag zum Bruttosozialprodukt. Seine Arbeitnehmer als solcher, nicht mehr seine Vater- und Mutterrolle sind relevant oder zumindest nur dann, wenn sie “arbeitsmarktverträglich” ausgelebt werden können. Kapital verpflichtet heute immer noch – allerdings letztendlich nur noch den Steuerzahler, der die Fehler aller Systemrelevanten zu bereinigen hat. Das Christentum ist nur noch eine Randnotiz.

Zwar kommt man (noch) nicht ganz an den Kirchen vorbei, aber man hat sich ausreichend Gegengewichte verschafft. Die einen, die Atheisten des Ostens, waren schon immer da; die anderen holte man sich gezielt ins Land: Vor allem die Feinde des Christentums, die Koranreligion. Beide Gruppen sind sehr nützlich, um sich peu à peu aller christlichen Moralaltlasten zu entledigen.

Unduldsam, mit aller Härte

Und die Familie? Darunter fällt heute irgendwie alles, als was sich mindestens zwei Personen welchen Geschlechts auch immer im Namen des Staates zusammentun. Wenn es Kinder gibt, dann ist das eben so; wenn nicht, dann nicht. Ein grenzenloses Europa ermöglicht schlielkich den Arbeitskräfte- und Kinderexport je nach Bedarf. Den Gott der Verfassung gibt es nur noch auf dem Papier; er und die von Christus gestiftete Religion sind nicht mehr Leitstern für Gesetze und Entscheidungen. Moralisch ist das, was machbar ist. Abtreibung ist ein Frauenrecht, und behindertes vorgeburtliches Leben “rassenhygienisch” nicht verantwortbar, zumal es nachgeburtlich die Arbeitskraft der Eltern mindern und die Pflegekosten erhöhen würde.

Und im politischen Bereich geht man unduldsam, mit brutaler sprachlicher und taktischer Härte vor gegen alle, die den soeben beschriebenen Zuständen entgegenarbeiten. Man schreckt vor Lügen, Denunziation und Manipulation nicht mehr zurück.

Die Haltung der Kirchen

Im Folgenden habe ich nur die zwei großen Konfessionen im Blick, die römisch-katholische Kirche und die große kirchliche Gemeinschaft EKD. Gewiss gab es bei den Laienvertretern beider Gruppen – vermutlich deutlich früher als im politischen Deutschland – kapitalistische wie sozialistische Verweltlichungstendenzen, bei den Katholiken etwa bei Themen wie Euthanasie und Abtreibung, Homosexualität und Zölibat oder Stellung des Priesters und des Papstes und so weiter.

Aber immer war Kirche bei gesamtgesellschaftlichen Themen, die moralische Fragen betrafen, in Gestalt ihrer hauptamtlichen Vertreter “Opposition” zur Politik gewesen; selbst die eher staatshörige Evangelische Kirche, zumal nach ihrer Rolle in der DDR. Und beide Konfessionen standen dem Islam vollkommen ablehnend gegenüber, sprachen offen die Unterdrückung der Frau in islamischen Staaten und Christenverfolgungen an.

Verkommen zum Schönwetter-Prediger

Heute sehen wir Kirchen, die degeneriert sind zum politischen Arm linksliberaler und wirtschaftsfreundlicher Politik. Beide Konfessionen sind vollständig indifferent. Die Gefährlichkeit des Islams – die wir ja auch heute noch in allen Staaten sehen, in denen er herrscht – ignorieren sie; sie dienen sich dem Staat an in einem ominösen Kampf gegen angeblich zu radikale Lebensschützer und Gleichstellungs- oder Gelichberechtigungsfeinde; sie lassen sich politisch instrumentalisieren gegen jegliches Konservative (irreführend als „rechts“ bezeichnet) , das einstmals ihr eigener Nährboden war.

Kirche ist verkommen zu einem abstrakten Schönwetter-Prediger, einem Wettbewerber auf dem Markt der Konsum-Unmöglichkeiten, der es nicht einmal mehr wagt, in der Abtreibungsfrage dem Staat zu widerstehen. Auch bei “grünen” Themen wie Klimaschutz und Fleischverzicht wird Sonntag für Sonntag referiert, was politischer oder medialer Mainstream ist – in Predigten, die sich nur noch selten auf das Evangelium, dafür aber umso mehr auf die zeitgeistig-vorherrschende politische Staatsdoktrin beziehen. Sei es die „Ehe für alle“, das Gendern oder eben der Islam. Sie nennen es “Lebenswirklichkeitsnähe”, letztendlich aber ist es Feigheit, für das einzustehen, an was zu glauben sie vorgeben.

Jeglicher Anstand ist dahin

Deutschland 1989/90 und Deutschland 2023: Die Steine der grauen und doch roten Mauer haben Jahr und Jahr mehr Werte erschlagen, die überlebenswichtig für jedes Volk sind. Auch für das deutsche.

Die Gemeinschaft in Deutschland und Europa ist zerfallen. Durch das Land verläuft ein klaffender Riss zwischen Arm und Reich, zwischen ganz Links, ziemlich Links, Links auf der einen und “Konservativ”, vulgo Rechts, auf der anderen Seite. Das kann nicht mehr lange gutgehen.


Dieser Beitrag erschien auch auf Conservo.

7 Antworten

  1. Da kann man nur noch kurz und bündig konstatieren: Zum Teufel mit diesen Kirchen!!!
    Und mit diesem Staatsgebilde!!

  2. @DIE MITTE IN STAAT, GESELLSCHAFT UND KIRCHE IST VERDUNSTET
    Besatzer-Ziel erreicht – die Konkurrenz aus Europa geplündert und vernichtet !

  3. Den gesellschaftlichen Dreck haben wir der grünlinks versifften Politik zu verdanken.

    Es hat mir gezeigt, das bei derartigen Fehlverhalten,
    Ausbeutung der Menschen im Sinne von Eingewanderten, einer schmutzigen Ideologie, Steuergeldverschwendungen in 3 stelliger Milliarden Euro Höhe, eine justiziable Möglichkeit geben muss, das Satanisten, die gegen das eigene Volk werkeln, abgesetzt werden können.
    Zu dem sollten Sie bei Absetzung für ihr Fehlverhalten mit ihrem gesamten privaten Vermögen haften !

    Erst dann werden die Machtbesessenen vorsichtiger und stehen dem eigenen Volk gegenüber näher !

  4. Noch nie war Deutschland so geeint, nicht mal im Dritten Reich. Parteien, Justiz, Medien, Wissenschaft, Bildungseinrichtungen, Kirchen, Gewerkschaften, NGOs gleichgeschaltet, von psychotischen Katastrophenphantasien und resultierenden Maßnahmen dominiert, strebt es geschlossen wie die Lemminge, ungehindert von einer bedeutungslosen Opposition, dem Untergang entgegen.

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  5. https://report24.news/offenbar-anschlag-geplant-alice-weidel-und-ihre-familie-mussten-an-sicheren-ort-gebracht-werden/

    „Offenbar Anschlag geplant: Alice Weidel und ihre Familie mussten an sicheren Ort gebracht werden
    04. Oktober 2023„

    Ein Schelm, der dabei denken würde, das nunmehr ein großer Auftritt von Frau Weidel behördenmäßig verhindert wurde um Söder und seiner Partei nicht durch Frau Weidel auf letzter Strecke Stimmen die Butter vom Brot zu nehmen?
    Konkret, war das ganze durch CSU Politik inzeniert um Frau Weidel aus der Öffentlichkeit zu bringen?

    Ein weiterer Schelm, der i.d. Sache denken könnte, das wir mind. seit 2015 in einem „Land der unbegrenzten staatlichen Möglichkeiten“ gefangen sind, insbes. starke politische Gegner und Teile des Volkes Schach matt zu setzen und Wahlergebnisse passend gemacht werden ?

    1. Weidel haben sie nicht erwischen können, deshalb wurde Chrupalla angegriffen. Nach Medienberichten soll ihm jemand von hinten mit einer Spritze gestochen und ihm einen Substanz injiziert haben, die einen anaphylaktischen Schock auslöst. Chrupalla ist angeblich immer noch nicht ansprechbar.

  6. Das Grundgesetz (GG) ist ein Besatzungskonstrukt, ist ein staatsähnlich organisiertes, fremdbestimmtes Verwaltungsgebilde auf dem Boden eines besetzten Staatsgebietes in Form einer Staatssimulation. Musterbeispiele von Besatzungskonstrukten in Europa sind die in einem Teile Deutschlands von den Westalliierten installierte BRD und Republik Österreich. In seiner Grundsatzrede vor dem Parlamentarischen Rat am 8. September 1948 bezeichnete Carlo Schmid die damals in Gründung befindliche BRD als „Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft“ (abgekürzt: OMF). Weiter führte er aus:
    »Wir haben unter Bestätigung der Alliierten Vorbehalte das Grundgesetz zur Organisation der heute freigegebenen Hoheitsbefugnisse des Deutschen Volkes in einem Teile Deutschlands zu beraten und zu beschließen. Wir haben nicht die Verfassung Deutschlands oder Westdeutschlands zu machen. Wir haben keinen Staat zu errichten. Wir haben hier etwas zu tun, das uns die Möglichkeit gibt, gewisser Notstände Herr zu werden, besser Herr zu werden, als wir das bisher konnten. Auch ein Staatsfragment muss eine Organisation haben, die geeignet ist, den praktischen Bedürfnissen der inneren Ordnung eines Gebietes gerecht zu werden. Auch ein Staatsfragment braucht eine Legislative, braucht eine Exekutive und braucht eine Gerichtsbarkeit. Und wenn man nun fragt, wo dann die Grenzen gegenüber dem Volkstaat, gegenüber der Vollverfassung seien, nun, das ist eine Frage der praktischen Beurteilung im Einzelfall, Aber über folgende Dinge sollte Einigkeit erzielt werden können.
    1. Das Grundgesetz für dieses Staatsfragment muss gerade aus diesem seinen inneren Wesen heraus seine zeitliche Begrenzung in sich selber tragen. Die künftige Vollverfassung Deutschlands darf nicht durch Abänderung des GG dieses Staatsfragments entstehen müssen, sondern muss originär entstehen können, aber das setzt voraus, dass das GG eine Bestimmung enthält, wonach es automatisch außer Kraft setzt, wenn bestimmte Ereignisse eintreten sollten.
    Wann soll es außer Kraft treten? Ich glaube, dass über diesen Tag kein Zweifel bestehen kann. An dem Tage an dem ein von dem Deutschen Volk in freier Selbstbestimmung beschlossene Verfassung in Kraft tritt.«
    x x x x x
    Frage: Wie oft wurde das GG dem Zeitgeist angepasst? Es ist teilweise nicht wieder zu erkennen. Und war dieser Tag nicht bei der sog. Wiedervereinigung 1990 gekommen?