Montag, 24. Juni 2024
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Rechte Fashion-Victims?

Rechte Fashion-Victims?

Als Nazis noch Nazis waren: Westdeutsche Skinheads in den 1980er Jahren (hier in Hagen) (Symbolbild:Imago)

Vorsicht vor Damen mit Perlenketten oder klassischen Burberry-Jäckchen! Dieser Modestil erinnert nicht nur an den weiblichen Albtraum aller Sozialisten, Margaret Thatcher, sondern könnte neuerdings auch ein Alarmsignal sein, eine Vorkämpferin der “neuen Rechten” vor sich zu haben. “Im Leben einer Frau gibt es zwei wichtige Fragen«, lautete ein heute oft belächelter Werbespruch einer großen deutschen Pudding-Firma: “Was ziehe ich an und was koche ich heute?” Was für moderne Ohren steinzeitlich und banal klingt, ist es offenbar doch nicht so ganz; denn seitdem die Grünen bis in unsere Kochtöpfe hineinregieren, ist die tägliche Essensauswahl wieder eine Frage des Geldbeutels. Aber auch die Frage nach dem richtigen Outfit ist so unpolitisch nicht. Es ist eine Binsenweisheit, dass wir mit unserer Kleidung auch etwas über unsere Lebenseinstellung vermitteln wollen. Wenn sich “Kampffeministinnen” in betont zerrissene Kleidung werfen, ist es ihnen paradoxerweise enorm wichtig, dabei möglichst “unweiblich” auszusehen. Das andere Extrem findet man in der queeren Szene, wo sich “Transfrauen” mit viel Glitzer und Bling-Bling in Szene setzen. Eine gehörige Portion Narzissmus steckt hinter beidem: Was ein Statement für Individualität sein soll, ist längst zum Einheitslook geworden.

Doch “Fashion Guerilla” geht noch einen Schritt weiter: Sie hat das Ziel, politische Inhalte in der Gesellschaft zum kulturellen Allgemeingut zu machen. Radikale Außenseiterpositionen sollen auf diese Weise normalisiert und akzeptiert werden, ohne einen weiteren Gedanken an die ideologischen Hintergründe zu verschwenden. Es ist eine Methode, die sich sowohl bei Linken als auch der Islamlobby seit Jahrzehnten etabliert hat; deshalb die Panik, Rechte könnten Ähnliches versuchen. Als Antwort auf den Tauhid-Finger des Fußballers Antonio Rüdiger stürzten sich die sozialen Medien daher wie hungrige Geier auf das Foto einer jungen Frau in Tracht, die an einem AfD-Infostand Flyer verteilte. Natürlich wollte auch die damit etwas über ihre positive Haltung zu den Traditionen ihrer Region aussagen – allerdings ist es eher absurd, dahinter einen Missionierungseifer zu vermuten, der über ein “Steht zu eurer Lebenseinstellung!” hinausgeht. Selbst grüne Frauen lassen sich auf dem Oktoberfest bekanntlich im Dirndl neben der Wurstplatte ablichten; wird das, neben Zöpfen und Perlenketten, bald ebenfalls verpönt sein?

Styling dem politischen Trend anpassen

Wenn wir schon bei grünen Frauen sind: Auch das sogenannte “Arafat-Tuch” ist Teil linker Fashion-Guerilla. Viele tragen es, weil es “irgendwie in Mode und revolutionär” ist. Der jüngste Nahost-Konflikt hat es in seinen ursprünglichen Kontext zurückgeholt, es würde also nicht verwundern, wenn wir Annalena Baerbock demnächst auch mit dem Palästinenser-Halsschmuck bewundern dürften. Schließlich trifft sie sich oft und gern mit einem ehemaligen Weggefährten Yassir Arafats, dem Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas. Ganz im Geiste ihres verblichenen Parteikollegen Christian Ströbele, der bereit gewesen sein soll, für den “Frieden im Nahen Osten gern hunderttausend Juden zu opfern”. Mit seiner Beteiligung an der Planung des Münchener Olympiaattentats von 1972 hat Abbas schon einmal damit begonnen – was Frau Baerbock nicht daran hindert, ihm beim Tee fröhlich zuzulächeln. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die stets modisch gekleidete Außenministerin auch im Styling an den politischen Trend anpasst. Der homophobe Massenmörder Che Guevara scheint hingegen in der Gunst der Linken nach einiger Aufklärungsarbeit über seine Taten langsam zu sinken: Nur hartgesottene Fans tragen ihn noch auf dem T-Shirt spazieren.

Vor einigen Jahren schwärmte Ferda Ataman, damals noch “Spiegel”-Kolumnistin, von Mode-Experimenten französischer Designer, mit denen das Kopftuch als Alltags-Accessoire die “Diskriminierung” muslimischer Frauen beenden sollte. “Nur ein Stück Stoff” ohne Bedeutung solle es sein, so vermitteln uns muslimische Influencerinnen jeden Tag. Das sehen betroffene Frauen oft anders, wenn man sie zum Tragen der Kopfbedeckung überreden – oder wie im Iran unter Androhung von Strafe – zwingen will. Auffällig viele Wählerinnen der türkischen Oppositionspartei CHP trugen nämlich keins – im Gegensatz zu Erdogans scheinbar so bescheidener Gattin Emine. Sie zeigten damit deutlich, wie sehr ihnen die Scharia den Buckel herunterrutschen kann, auch wenn ihnen westliche Feministinnen deren Vorzüge anpreisen: Angeblich löse man sich so vom Schönheitsterror und der Degradierung zum sexuellen Objekt. Die Natur sabotiert zwar durch unterschiedliche Oberweiten und Hüftbreiten den Versuch der absoluten Gleichschaltung unter der Burka… aber kann es wirklich der Traum einer Frau sein, wie ein zusammengefalteter schwarzer Sonnenschirm auszusehen, so, wie es ein viral gegangenes Meme zeigt?

Zum “richtigen” Lager gehören

Der “Deutschlandfunk” klagt deshalb: Ach, wenn man doch die bösen Rechten ebenso leicht erkennen könnte wie den schwarzen Block der Antifa oder Palästina-Sympathisanten! Es würde enorm bei der Markierung des Feindes helfen, wenn es eindeutigere Bekleidungsstile gäbe! Früher wusste man eindeutig: Glatze, Springerstiefel und Bomberjacke machen den Nazi aus. Doch diese Spezies findet man höchstens noch in vergessenen Seitengassen von Dortmund, ansonsten besitzt jedes arabisch dominierte Stadtviertel in Deutschland mehr “Corporate Identity”. Da sitzt die Undercut-Frisur frisch vom Barbershop fast so gut wie der Haarschnitt von Martin Sellner. Wer hat da jetzt von wem kulturell angeeignet? Eine einheitliche Fashion Guerilla wie bei Linken gibt es jedenfalls nicht. Auch wenn die Medien sich mit Theorien überschlagen: So etwas wie ein “rechtes” Pendant zum Che-Guevara-Shirt existiert keineswegs. Der Drang zur Uniformierung ist hier offenbar schwächer ausgeprägt.

Die Sehnsucht nach Erkennbarkeit irritiert: Warum ist das linken Medien so wichtig? Auch wenn wir nicht vom Schlimmsten ausgehen und gleich die “Hammerbande” um Lina Engel loszieht, um “Rechte” ins Krankenhaus zu prügeln, so geht es natürlich um Ausgrenzung. Man könnte sonst mit jemandem ins Gespräch kommen oder ihn gar sympathisch finden, auch wenn er nicht ins “richtige” Lager gehört. Am liebsten würde man uns also nötigen, mit einer Armbinde oder einem “Thor Steinar”-Shirt herumzulaufen – um uns genau das letztlich wieder zum Vorwurf zu machen. Aber auch so ist mittlerweile jeder verdächtig, der sich einigermaßen klassisch kleidet und das auch noch geschlechtsspezifisch. Uniformierung scheint wieder salonfähig zu werden wie einst das Mao-Hemd. Egal, wie viel Mord und Totschlag mit solchen Ideologien verbunden war hält man das für eine Form der Gerechtigkeit. Auch wenn die Ideologen selbst sich die teuersten Uniformen leisten können.

10 Responses

  1. https://www.nius.de/news/ard-moderatorin-warnt-oeffentlich-davor-bei-juden-zu-kaufen/2f01839c-1480-4923-8263-c35ca54ae32e

    „ARD-Moderatorin warnt öffentlich davor, bei Juden zu kaufen!
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    Helen Fares ruft zum Boykott israelischer Produkte auf.

    07.04.2024 – 11:27 Uhr
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    REDAKTION
    Boykott-Eklat um die ARD-Moderatorin Helen Fares! In einem Video auf der Plattform Instagram ruft die Journalistin und Aktivistin, die für mehrere Formate von ARD und ZDF tätig war, öffentlich dazu auf, mittels einer App israelische Produkte zu boykottieren.“

    Brauchen wir derartige Typen hier ?
    Warum der Judenverband so ruhig ist, mag ich nicht zu beurteilen?
    Bei derartig unpassendem, provozierendem Fragment, die in die Öffentlichkeit gekotzt werden, kommt die Geschichte aus Schicklgruber-Zeiten in Erinnerung.
    Da hat man auch mit solchem Dreck gegenüber Juden in der Nationalsozialistenzeit angefangen und es mit Millionen Morden in Konzentrationslagern enden lassen, dürfte den meisten Menschen und auch diesem Element wohl bekannt sein.

    Widerlicher geht wohl nicht mehr ?

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  2. Ich trug sehr viele Jahre Baskenmütze, Barett. Einfach aus praktischen Gründen. Den Hut musste man in früheren Zeiten immer abnehmen beim Grüßen. Mein Vater hätte auch ohne Kopfbedeckung gehen können weil er den Hut laufend lüften musste. Jedenfalls zu DDR Zeiten kein Problem mit Baskenmütze rum zu laufen. Bis auf 2 mal. Ein Dozent fragte mich mal ob das eine politisch Bedeutung hätte und ein Studentin hatte mir angedeutet wenn ich das Ding nicht mehr tragen würde, würde sie mit mir gehen, so nannte man es damals. Seit einiger Zeit, in einem Altbundesland, traue ich mich nicht mehr damit auf die Straße, weil mir mal ein tief schwarzer Mann, Bodyguard Statur, mich böse ansah entgegenkommend, mit seinem Stockschirm rumfuchtelnd beinah aufgespießt hätte. Konnte grade noch ausweichen. Vor Jahren hielten mich, schwarze Jeans, schwarze Jacke und schwarze Baskenmütze, einige Dealer für Sicherheitspersonal und nahmen reiß aus. Heute würden die einem sicher angreifen. Man weiß gar nicht mehr was man noch anziehen soll und mit welcher Hand und mit welcher Geste man noch grüßen soll um nicht irgendwo an zu ecken

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  3. Leben in Deutschland immer gefährlicher – neue Rekorde bei Gewaltkriminalität Täter mit Migrationshintergrund deutlich überrepräsentiert
    7. April 2024

    Selbst Politiker, die das Offenkundige bisher stur geleugnet haben, müssen im Wahljahr 2024 der Realität ins Auge blicken. In einem einschlägigen Bereich stellt die Statistik gleich mehrere historische Höchststände in den Schatten. Von Kai Rebmann.
    ……………die realität hat sie eingeholt…. ihre ausreden sind gigantisch hohl dumm daneben…. jedem teddybärenklatscher einen kriminellen zum zwangsbewohnen ins haus… und schon wird deutschland wieder deutsch…

  4. Was um alles in der Welt soll hier dieses Bild mit ersichtlich denkdefizitären Gestalten? Kämpft die AfD und alle die sich “konservativ” oder “rechts” verstehen nicht gerade dafür, dieses aufgeblähte alte Jung-Nazi-Image loszuwerden und dagegen mit eben solchen Gestalten in einen Topf geworfen zu werden?

    Ein Bild von der Klientel, von der auch tatsächlich die Rede ist, wäre allemal angebrachter gewesen!

    Wohltuend dagegen das Erscheinungsbild, dass die Abgeordneten der AfD oder anderer Konservativer (damit ist nicht die grün-eingefärbte CDU gemeint!) bei ihren Auftritten inhaltlich und äußerlich bieten. Oft denke ich dabei: Bildung und Anstand zahlen und zeichnen sich letztlich doch irgendwie aus!

  5. Wer kam eigentlich auf die Idee mit Skins in Springerstiefeln? Springer – möglichst verdreckt und defekt – wurden von Punks getragen, Skins hingegen bevorzugten Arbeitsstiefel der Marke Doc Martens.

    1. Vermutlich die Linken. Das sind diejenigen, die alle markieren wollen, die auch früher alle Juden mit gelben Sternen markiert haben.

  6. Überall Russen-Spione
    https://opposition24.com/meinung/ueberall-russen-spione/

    Die Causa Ott entwickelt sich in Österreich zu einem Problem für die FPÖ. Die Affäre um den ehemaligen Verfassungsschutz-Spitzenbeamten Egisto Ott schwer zu entwirren, denn außer der FPÖ belastet sie auch die ÖVP, ebenso wie den ehemaligen Grünen-Politiker Peter Pilz, nicht zu verwechseln mit meinem lieben Kollegen aus der Herrenrunde, der nichts dafür kann, dass er den gleichen Namen trägt.

    Man versucht Herbert Kickl einen Strick zu drehen, denn die FPÖ ist schwer auf Kanzlerkurs und der Spin geht so: Egido Ott, von den Briten endgültig als Putin-Spion enttarnt, machte zwar unter der ÖVP Karriere, war allerdings Mitglied der SPÖ, während Kickl Innenminister war und das Bundesministerium für Verfassungsschutz und Terrorismusabwehr (BVT) zerschlug. Sodann sollte ein neuer Geheimdienst unter Leitung von Ott im Außenministerium angesiedelt werden, das Karin Kneissl von der FPÖ unterstand. Kneissl lebt heute in Russland. 2018 erschien mit Putin ein hochkarätiger Gast auf ihrer Hochzeit, der ihr ein ebenfalls hochkarätiges Hochzeitsgeschenk im Wert von 50.000 Euro mitgebracht haben soll. Wer mehr über die Hintergründe erfahren möchte, kann sich hier einlesen:

    Der Stoff wird einiges her geben und nicht nur der FPÖ Schaden zufügen. Ob es ausreicht, um Kickl wegen seiner Verantwortlichkeit während seiner Zeit als Innenminister auch innerhalb der Partei zu schwächen, bleibt abzuwarten.

    Die Vorwürfe gegen die AfD-Politiker Krah und Bystron drehen sich anders als in Österreich nicht um Spionage und bis jetzt liegen noch keine weiteren Anhaltspunkte vor, dass tatsächlich größere Summen geflossen sind, wie behauptet wird. EU-Vizepräsidentin Věra Jourová vermutet, der Fall sei nur die »Spitze des Eisbergs«. Sie hofft auf weitere Geheimdienstenthüllungen, schreibt wer? Na, logisch, der SPIEGEL

    https://www.derstandard.at/story/3000000214403/russische-agenten-brachen-mithilfe-eines-ex-bvt-beamten-in-wien-bei-journalist-ein

  7. Ströbele? Da läutet doch was?
    Vater Rudolf Ströbele war NSDAP-Mitglied und nach seiner Promotion zunächst im Hauptlaboratorium des IG-Farben-Werkes Ludwigshafen. IG- Farben? Na sowas aber auch….
    100.000 Juden opfern. Die IG- Farben waren da aber -Auftrag hin oder her- viel weniger zurückhaltend, wenn ich mich nicht irre.
    Aber SO ist das ganze Dreckspack!

  8. Haha! Also ich kleide mich wie ein grun-linker Literaturprofessor, unterstützte und wähle jedoch die Alt-Right.
    Spalterei? Nein, niemals nicht!
    😉
    MfG