Mittwoch, 29. Mai 2024
Suche
Close this search box.

Verlogener als Pinocchio: Tagesschau-Märchen über Panama

Verlogener als Pinocchio: Tagesschau-Märchen über Panama

Neues von der “Tagesschau”…(Symbolbild:Shutterstock)

Die Desinformationen der “Tageschau” beschränken sich offenbar nicht nur auf Deutschland, sondern selbst auf weit entfernte Länder: In einem Beitrag zur bevorstehenden Präsidentschaftswahl in Panama hieß es dort, in dem mittelamerikanischen Land herrsche „Chaos“. Der Favorit, Ricardo Martinelli, ein angeblicher „Rechtspopulist“, der bereits von 2009 bis 2014 Präsident war und wegen Geldwäsche zu mehr als zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden sei, habe sich ins Asyl in die Botschaft von Nicaragua geflüchtet. Obwohl die Menschen die Nase „von der weit verbreiteten Korruption“ voll hätten, würden sie Martinelli aber auch als einen Kandidaten sehen, der für Jahre des Wohlstands gesorgt habe. Im Wahlkampf sei mit dem Thema Migration „Stimmung“ gemacht worden, so die “Tagesschau”.

Mit der Polarisierung des Themas werde „an den Patriotismus appelliert – und den Bürgern Panamas werden Lösungen für vorher geschürte Sorgen versprochen“, hieß es weiter. Keiner der Kandidaten habe „eine Antwort auf die drängenden Probleme im Land, die zunehmende Verarmung“, so das Fazit. Es sind letztlich dieselben Parolen, mit denen auch in Deutschland (und überall sonst im globalen Westen) alle politischen Kräfte, die eine von ökosozialistisch-globalistischen Agendazielen abweichende Politik anstreben, vorab geframed und in ein negatives Licht gerückt werden sollen.

Halb- und Unwahrheiten

Solange man seitens der hier- und zurückgebliebenen Sofafurzer und ÖRR-Propagandaopfer im “buntesdeutschen” Tal der Ahnungslosen, die die Hauptzielgruppe und unverbrüchlich treudoofe ARD- und ZDF-Kernklientel darstellen, keine kritische Gegenprüfungen des Berichteten erwarten muss, kommt man mit vielem durch. Doch in Zeiten des Internets, wo jede Meldung quasi eine “peer review” und Realitätsprüfung ganz ohne eigens angeheuerte verlogene Faktenchecker nach sich zieht, wird jede Halb- und Unwahrheit gnadenlos ans Licht gezerrt. Damit ist allfällig zu rechnen – zumindest so lange, wie “Digital Services Act“, Forderungen nach Social-Media-Lizenzen, staatlich vorgeschriebene Sperr- und Löschalgorithmen, Zensur- und Einschüchterungsversuche und die feuchten Träume von Staatsfunkern, irgendwann wieder zu ihrem einstigen Quasimonopol zurückzufinden, noch nicht von dem erhofften Erfolg gekrönt sind.

So begab es sich also, dass der “Tagesschau” von einem – zu ihrem Pech auch noch hochgebildeten (und masochistischerweise weiterhin an den medialen Abgründen in Deutschland interessierten) – Exilanten, der das mittelamerikanische Land zu seiner Wahlheimat gemacht hat, ihr Panama-Zerrbild um die Ohren gehauen wurde: Der einstige CDU-Kommunalpolitiker und Finanzexperte Diego Faßnacht, der 2022 vor den Zuständen im „besten Deutschland aller Zeiten“ in das laut ARD angeblich von Chaos und Armut heimgesuchte Land ausgewandert ist, äußerte sich auf Twitter nämlich merklich verärgert über die Darstellung – und machte sich die Mühe, die Behauptungen der ARD quasi einem Faktencheck aus eigener Anschauung zu unterziehen.

Welche “Rechtspopulisten”, bitte?

Faßnacht legt darin dar, dass Panama, anders als vom “Ersten” insinuiert, das stärkste Wirtschaftswachstum in Nord-, Mittel- und Südamerika aufweist, und das seit über drei Jahrzehnten aufweist (während Habeck-Deutschland übrigens, nota bene, mittlerweile das niedrigste Wachstum aller Industrieländer verzeichnet). Die „zunehmende Verarmung” in Panama, so Faßnacht sarkastisch, ziehe „seit Jahrzehnten hunderttausende Menschen aus den wirtschaftlich doch viel besser funktionierenden Ländern Venezuela und Nicaragua an“. Auch aus Kolumbien kämen „hunderttausende, weil die Menschen in Panama verarmen und man daran teilhaben möchte“, kommentierte er ironisch den ARD-Beitrag.

Auch den Begriff „Rechtspopulist“, so Faßnacht, habe er in Panama „überhaupt noch nie für einen Kandidaten oder Ex-Präsidenten gehört“. Tatsächlich wüssten die meisten Menschen in Panama nicht einmal, was „rechte” oder „linke” Politik sei. Diese Begrifflichkeiten kämen in der Debatte nicht vor, weil den Menschen das politische Lagerdenken eher fremd sei. Gewöhnlich ginge es um Sachthemen – und vor allem um Personen. Tatsächlich gäbe es jedoch auch „keine wirklichen Linken in der Politik“, resümiert er. Das sei, vermutet Faßnacht, wohl „das wahre Problem der Tagesschau“. Er wies auch darauf hin, dass Panama ein Staat sei, in dem das geschriebene Recht deutlich mehr zähle als in vielen anderen lateinamerikanischen Staaten.

Frust wegen Nichterfüllung ideologischer Erwartungen

In einem Rechtsstaat werde „illegale Migration verfolgt und unterbunden“. Wenn das Volk und die Staatsführung nicht wollten, dass hunderttausende Menschen durch Panama marschieren, sei das „nicht das ‘Schüren von Ängsten, sondern schlicht eine rechtsstaatliche Politik“, erinnerte er sublim daran, wie weit sich in Deutschland das Verständnis von Migration und Asyl von den ursprünglich für diese Phänomene geltenden Regeln entfremdet haben.

Aber hier werde klar, dass das eigentliche Problem der “Tagesschau” vor allem darin liege, dass Panama „nicht den eigenen ideologischen Wünschen“ folge, da die Präsidentschaftskandidaten eben nicht links sind – und zwar alle von ihnen. Die Behauptung indes, dass keiner der Kandidaten eine Antwort auf die drängenden Probleme des Landes habe – laut seiner Einschätzung sind dies in erster Linie Infrastruktur und Bildung –, ist für Faßnacht „die Krönung eines unterirdischen Artikels“. Dieser gebe sich nicht einmal die Mühe die verschiedenen Ziele der Kandidaten vorzustellen, sondern gehe „direkt zur Wertung über“.
Sein Fazit lautet: „Insgesamt ist es für einen Deutschen in Panama beschämend, dass ein Medium, dass mit Zwangsbeiträgen von allen Deutschen finanziert werden muss, solch einen Schwachsinn in die Welt setzt.“ Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, muss man als Deutscher allerdings nicht erst nach Panama auswandern…

7 Antworten

  1. Heute haben wir unsere Wahlbenachrichtung zur EU-Wahl
    am 09.06.2024 erhalten.

    Wir werden in das Wahllokal gehen und unsere Stimmen i.d. Wahrkabine abgeben.

    Warum dieses, weil wir Wahlleitern, ihren IT-Fachleuten und natürlich den Auszählern wenig Gelegenheit zur Wahlmanipulation geben wollen.

    Für mich sind Wahlleiter, IT-Fachleute und Auszähler
    wenig bis gar nicht kontrolliert und das muss sich ändern.

    Wie sagte jemand:
    “Es kommt nicht darauf an, wer was wählt.
    Es kommt darauf an, wer die Stimmen auszählt !”

    16
  2. tendenzioes und weit an der realitaet vorbei. TAGESSCHAU NUR NOCH FUER DUMME UND GEISTIGE ” TIEFFLIEGER” GEMACHT.

    14
  3. Da freut man sich als treuer GEZ Beitragszahler doch mal wieder über solche objektive Berichterstattung. Wahrscheinlich wollte man damit unter mutmaßlichen Auswanderern nach Panama etwas Panik verbreiten. Die nächste Flüchtlingswelle wird nämlich von Deutschen ins Ausland gehen. Die holen dann nicht nur ihre Qualifikationen mit sondern auch ihr Geld , sofern die Wegzugsbesteuerung ihnen das noch teilweise erlaubt!

    14
  4. Ich bin mit der Tagesschau “groß” geworden. Sie galt mir als – weitgehend – sachliche Informationsquelle. Heute sehe ich sie nur noch als Propagandaorgan der Regierung, statt Nachrichten gibt es Meinung, Alle Ereignisse werden vorsortiert in gut und böse, anständig und unanständig, berechtigt und unberechtigt – eigenes Denken unerwünscht. Hoffen wir, daß sich die wenigen Unabhängigen halten

    22
    1. Ich habe seit 2014 keine einzige Sendung der ‘Tagesschau’ mehr gesehen. Auch für mich war das einmal meine Informationsquelle.

  5. Gucke schon sehr lange kein ZDF und ARD mehr. Die Lügen waren mir schon vor der Schwemme 2015 bewusst. Mich schockieren aber immer noch die vielen Schlafschafe, die 2015 klatschend auf Bahnhöfen standen und heute für (!) die Regierung demonstrieren, die sie ausplündert und zutiefst verachtet. Wurden diese Leute mit Substamzen vergiftet (noch vor dem Bratwurst-Wahn)?
    Ich kann es mir nicht erklären.