Montag, 27. Mai 2024
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Auch 2022 wieder massiver AfD-Bann in Talkshows der Zwangsgebührensender

Auch 2022 wieder massiver AfD-Bann in Talkshows der Zwangsgebührensender

08/15-Einheitsbrei im staatlichen Konsens-TV, hier bei “Anne Will” (Screenshot:Youtube)

False Balance”, ein Schlagwort, mit dem während der Corona-Zeit und seither auch in der Klima-Debatte versucht wird, abweichende Wissenschaftsmeinungen zu marginalisieren, indem es als “unausgewogen” dargestellt wurde, ausgerechnet der “schwäbelnden” Minderheit Gehör zu verschaffen, steht im politischen Scheindiskurs der linientreuen öffentlich-rechtlichen Sender weiterhin ganz hoch im Kurs:  Eine Auswertung der Parteizugehörigkeit von Talkshowgästen, die die “Junge Freiheit” (JF) diese Woche vornahm, zeigt, in welchem Maße ARD und ZDF die AfD – und damit die einzige inhaltliche Realopposition gegenüber einer von Regierungskoalition und Service-Opposition der Union – systematisch und konsequent aus ihren Programmen verbannen.

Im letzten Jahr luden beide Sender laut der JF-Auswertung insgesamt 457 Politiker aus den im Bundestag vertretenen Parteien in ihre Diskussionsrunden ein. Davon entfielen 125 auf CDU und CSU, 129 auf die SPD, 100 auf die Grünen, 67 auf die FDP und 34 auf die Linkspartei. Einzige Teilnehmer der Alternative für Deutschland waren einmal (!) Tino Chrupalla bei “Markus Lanz” und ebenfalls einmal (!) Alice Weidel bei “Maischberger”. Damit liegt der AfD-Anteil bei 0,432 Prozent – ein bizarres Missverhältnis und eine Unterrepräsentierung, die selbst dann völlig inakzeptabel ist, wenn die Gästeauswahl keinen direkten Proporz nach gemittelten Mehrheitsverhältnissen der Parteien in den Parlamenten von Bund und Ländern abbilden soll. Tatsache ist, dass hier die Vorgaben des Rundfunkstaatsvertrages, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu stärken und politische Aufklärung unter Berücksichtigung aller gesellschaftlichen Gruppen zu gewährleisten, mit Füßen getreten werden.

Nicht einmal mehr kosmetische Pseudovielfalt

Die Schamlosigkeit und Chuzpe, mit der sich die Senderverantwortlichen nicht einmal Mühe geben, diesen – auch journalistischen – Offenbarungseid zu verbergen, überrascht dabei dennoch: Noch nicht einmal mehr kosmetische Pseudovielfalt wird hier geboten; kein Wunder, dass der Vertrauensverlust der Bürger in die Staatsmedien vor allem dort ins Uferlose wächst, wo die AfD teilweise den Stellenwert einer Volkspartei hat – namentlich in den ostdeutschen Ländern. Dort fühlen sich immer mehr vor allem ältere Bürger zunehmend ans DDR-Fernsehen erinnert, vor allem wenn bei “Anne Will” oder “Maybritt Illner” Debattensimulationen nach dem Motto “fünf Gäste, eine Meinung” stattfinden.

Jens-Christoph Brockmann, der medienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, kommentiert die Auswertung der JF wie folgt: “ARD und ZDF trauen sich offensichtlich nicht, die AfD zu Wort kommen zu lassen. Zu stichhaltig sind ihre Argumente, zu desaströs die Politik der Altparteien. Den Talkshows selbst ist die tendenziöse Gästeauswahl immer wieder anzumerken.” Selbst eine Künstliche Intelligenz, wettert er, würde “eine lebendigere Diskussion entfachen als die Einheitsschwafler, die Abend für Abend kaum unterscheidbare Argumente austauschen… Das alles steht im krassen Widerspruch zum Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender.

Argumente für Selbstabschaffung geliefert

Brockmann verweist auf den Medienstaatsvertrag, der in Paragraph 26 explizit vorschreibe, dass “die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen” seien.

Dass diese Vorgaben im medialen Umgang der mit der AfD (und damit einer Partei, die derzeit in den Wahlumfragen zweitstärkste Partei in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ist und in Thüringen sowie Sachsen jeweils sogar an der Spitze in der Wählergunst steht) ganz im Sinne der Regierenden eklatant missachtet wird, scheint die Intendanten von ARD und ZDF nicht zu bekümmern. Brockmann: “Mit ihrem AfD-Bann senden ARD und ZDF gegen die Demokratie und weite Teile der Gesellschaft an.” Tatsache ist: Letzten Endes liefern beide Sendeanstalten mit ihrer unverschämten Diskursunterdrückung, nach den nicht enden wollenden Skandalen um Vetternwirtschaft und Selbstbedienungsmentalität in ihren Vorstandsetagen, gleich das nächste Argument für ihre überfällige Abschaffung oder zumindest Radikalreform.

13 Antworten

    1. Aber wenn man keine Gebühren zahlt, wird Kontopfändung und Knast angedroht. Ist mir mehrmals passiert. Es sind ungerechtfertigte Zwangsgebühren. Die müssen abgeschafft werden, besonders weil die Programme so schlecht sind mit ihrem Einheitserziehungsgängeleibrei und nur eine Meinung gilt. nämlich die der unterbemittelten Grünen. Außerdem will ich in den Filmchen, besonders den neueren Krimis, nicht immer mehr farbige “Opfer” sehen.

  1. ehrlich gesagt, als AFD-Politiker würde ich es mir auch sehr überlegen, mich mit den Lügen-Propagandisten abzugeben. Ein vernünftiges Wort ist da ja kaum möglich!
    Wer zur AFD gehört, muß sich von den asozialen Medien und erst recht vom Staatsfunk unabhängig halten !
    Da ist jede Abhängigkeit von Nachteil !

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    1. Habe mal eine Sendung mit einem AfD Politiker gesehen. Hier hat der Moderator oder in, dieses Mitglied bei der desolaten Lage derRentenversicherung festgenagelt!
      Habe nie verstanden, das das AfD Mitglied ihm nicht gleich den Wind aus den Segeln genommen hat und darauf verwies, das die kriminelle Ausplünderung der Kassen durch die etablierten Politiker geschehen ist. Hat sich so in die Enge treiben lassen, obwohl die Ursache ganz woanders liegt.

  2. Welcher Dummmichel schaut diese einseitig Regierung freundlichen Drecksender noch?
    Ich halte die Berichterstattung für eine große Gefahr f.d.
    Wahrheiten und Demokratie.
    Wer noch Gebühren für den Schmutz bezahlt, kann das
    Geld gleich zum Fenster raus schmeißen.
    Meidet die ÖRTV- und auch die privaten TV-Sender.
    Schreibt der Abzockereinzugzentrale, das ihr sofort nur
    noch bar bezahlen wollt und sie sollen eine Adresse am Ort angeben, wo sie dies bar tun können.
    Denn nach dem Bundesbankgesetz hat die Barzahlung Priorität.
    Schaut im Netz nach dem Vordruck nach.

    Es grüßt freundlichst Fiete

    1. @Fiete S: Bareinzahlung klingt gut. Haben die sich bei Ihnen drauf eingelassen? Ich dachte, dass ein EU-Gericht vor ca. 2 Jahren diese Möglichkeit verweigert hätte. Ich freue mich über Tipps und lasse mich da sehr gerne beraten.

  3. „Die eingeladenen Gäste werden danach ausgewählt, dass sie unterschiedliche Positionen und Sichtweisen einbringen. Es geht darum, dass sie unterschiedliche Perspektiven auf die aktuellen Themen in die Sendung mitbringen.“ – ZDF am 03.06.2022

    Darum also wird die AfD so selten eingeladen – die AfD sagt ja ohnehin nur, was alle anderen Parteien auch sagen.

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    1. Die AfD wird nur aus einem einzigen Grunde von allem fern gehalten.
      Sie dürfen nicht hinter die Kulissen schauen, denn sonst würden die Menschen mitbekommen, was für Schweinereien die letzten 40 Jahre hier gelaufen sind. Bestes Beispiel ist die angebliche Wiedervereinigung oder Volksverarsche hoch zehn! Wo ist bloss das ganze Vermögen der DDR und der SED geblieben? Das haben die etablierten Parteien untereinander verteilt!

  4. Indem den Zuschauern Tag für Tag die gleichen Lügen aufgetischt werden sichern die gleichgeschalteten Medien bei Wahlen den Erfolg der Einheitsmeute.
    1954 in Ostberlin geboren,kenne ich das zur Genüge aus dem DDR-TV.Merkel hat das dann hier 1:1 installiert.
    Und noch etwas:Meine Kinder (um die 40) verdienen überdurchschnittlich gut für heutige Verhältnisse.Sie können aber unmöglich soviel Eigenkapital aufbringen um sich ein Haus zu bauen/kaufen.Im Gegensatz dazu haben meine Frau (Zootechniker) und ich (Landwirt) in DDR-Zeiten ein Haus gebaut und innert 16 Jahren den Kredit bei der Landwirtschaftsbank der DDR komplett abgezahlt…So mies war das Leben in der DDR.

    1. Das habe ich den Verwandten in der DDR früher auch gesagt, die wollten es aber nicht glauben. Da war wichtig, daß wir auf unseren Golf nicht lange warten mußten.