Bröckelt die Ukraine-Unterstützerfront in den USA?

Gestrige Unterstützungsaktion für die Ukraine in New York: Menschenkette auf der Brooklyn Bridge (Foto:Imago)

Man muss nicht jedes Mal wie ein exkulpatorisches Vorabbekenntnis die eindeutige Verantwortung Russlands für einen völkerrechtlich, moralisch und politisch völlig inakzeptablem Angriffskrieg (der auch durch Whataboutism und fragwürdige Kriege des Westens in der Vergangenheit nicht legitimer wird) betonen, wenn man Kritik an der zunehmend penetranten, kurzsichtigen und störrischen Position der ukrainischen Führung übt, deren Rolle weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart alles andere als unproblematisch und fraternisierungswürdig ist. Dass es im Gegenteil höchste Zeit ist, auch gegenüber der Ukraine endlich zu einer heilsamen Distanz zurückzufinden, dämmert inzwischen auch den Intellektuellen in den USA, wo die frenetischsten Kiew-Hochrüster und Verbündeten sitzen.

So scheint nach knapp drei Monaten Kriegshandlungen ausgerechnet in einer der einflussreichsten US-Zeitungen, der „New York Times” (NYT), die bislang als linkswokes, prodemokratisches Bollwerk und publizistischer Stützpfeiler der Biden-Regierung galt, ein Umdenken einzusetzen oder gar erste „Kampfmüdigkeit” aufzukommen: In einem am Donnerstag veröffentlichten Kommentar waren geradezu defätistische Aussagen zu lesen, über die sich sogar deutsche Leitmedien bass wunderten. US-Präsident Biden wurde aufgefordert, seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj die „Grenzen der westlichen Unterstützung” aufzuzeigen: Es könne nicht im Interesse der USA sein, in einen langwierigen und kostspieligen Krieg mit Russland hineingezogen zu werden. Mit Blick auf das diese Woche vom US-Kongress verabschiedete 40-Milliarden-Dollar-Soforthilfepaket für die Ukraine verwies der Kommentar auch auf die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Avril Haines, die kürzlich vor dem Senat gewarnt hatte, der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland könnte „eine unvorhersehbarere und potenziell eskalierende Richtung einschlagen”. Genau diese Erkenntnis verweigern insbesondere die Grünen in der deutschen Bundesregierung bis heute konsequent.

Die Grenzen der Unterstützung

Die amerikanischen Ziele in der Ukraine seien zudem immer schwerer zu erkennen. Für die NYT drängen sich folgende Fragen auf: „Versuchen die Vereinigten Staaten beispielsweise, zur Beendigung dieses Konflikts beizutragen – und zwar durch eine Regelung, die eine souveräne Ukraine und eine Art von Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und Russland ermöglicht? Oder versuchen die Vereinigten Staaten jetzt, Russland dauerhaft zu schwächen? Hat sich das Ziel der Regierung darauf verlagert, Wladimir Putin zu destabilisieren oder ihn zu stürzen? Beabsichtigen die Vereinigten Staaten, Wladimir Putin als Kriegsverbrecher zur Rechenschaft zu ziehen?“ Sollten diese Fragen nicht eindeutig beantwortet werden, gefährde die US-Regierung den langfristigen Frieden und die Sicherheit auf dem europäischen Kontinent. Zwar habe das Leid der Ukraine die Amerikaner aufgerüttelt, doch werde deren Unterstützung für einen Krieg weit weg von den US-Küsten nicht ewig andauern. Ein viel größeres Problem als die Ukraine sei für die US-Wähler die Inflation, die zudem durch die Störungen auf den globalen Lebensmittel- und Energiemärkten wahrscheinlich noch verstärkt werde.

Es sei zudem eine „gefährliche Annahme”, davon auszugehen, dass die Ukraine, mit entsprechender amerikanisch-europäischer Hilfe, kurz davor sei, Russland auf seine Vorkriegsposition zurückzudrängen. Ein ukrainischer Sieg, bei dem das gesamte von Russland seit 2014 eroberte Gebiet zurückgewonnen werde, sei unrealistisch. Russland bleibe dafür zu stark, und außerdem habe Putin zu viel persönliches Prestige in die Waagschale geworfen, um einen Rückzieher zu machen. „Unrealistische Erwartungen” könnten USA und NATO immer tiefer in einen „kostspieligen, langwierigen Krieg” hineinziehen. Russland, wie angeschlagen und ungeschickt es auch sein mag, sei immer noch in der Lage, der Ukraine „unsägliche Zerstörungen” zuzufügen (was angesichts der militärischen Möglichkeiten bislang nicht ansatzweise geschehen sei), und sei immer noch eine nukleare Supermacht mit einem „verärgerten, unbeständigen Despoten, der wenig Neigung zu einer Verhandlungslösung gezeigt” habe.

Abkehr vom Glaube an den illusorischen Sieg über Russland

Biden müsse Selenskyj und seiner politischen Entourage klarmachen, dass es eine Grenze gebe, wie weit die Vereinigten Staaten und die Nato gehen werden, um Russland zu konfrontieren – und dies beinhalte auch „Grenzen für die Waffen, das Geld und die politische Unterstützung, die sie aufbringen können”. Zwar würde dies Verhandlungsposition der ukrainischen Regierung schwächen, doch müssten deren Entscheidungen unbedingt „endlich auf einer realistischen Einschätzung ihrer Mittel und der Frage beruhen, wie viel Zerstörung die Ukraine noch verkraften kann. Die Konfrontation mit dieser Realität mag schmerzhaft sein, aber sie ist keine Beschwichtigung. Das ist die Pflicht der Regierungen, nicht einem illusorischen ‚Sieg‘ hinterherzujagen.“ Für eine linke Leserschaft und eine gesinnungs-, nicht verantwortungspolitisch dressierte Öffentlichkeit, die in den USA nicht minder meinungsbestimmend ist wie in Deutschland, dürften solche „defätistischen“ Worte harter Tobak sein – gilt doch der Glaube an den Endsieg für die linken Moralisten als sakrosankt.

Die realpolitische Seite hingegen ist die, die sich mit den Gegebenheiten arrangieren muss, und ihr gibt die NYT endlich eine mächtige Stimme. Weil Russland noch auf Jahre unter seiner Isolation und den lähmenden Wirtschaftssanktionen zu leiden haben wird und Putin ohnehin „als Schlächter in die Geschichte eingehen” werde, so die Autoren, bestehe die Herausforderung nun darin, „die Euphorie abzuschütteln, die Verhöhnung zu beenden und sich auf die Definition und Vollendung der Mission zu konzentrieren.

Beachtliche Kehrtwende

Diese Kehrtwende ist beträchtlich, auch für die NYT – denn noch im März hatte das Blatt die Kriegstrommel geschlagen und getönt, dass am Ende „egal, wie lange es dauert, die Ukraine frei sein” werde. Sie verdiene jede Unterstützung gegen die unprovozierte Aggression Russlands, und die Vereinigten Staaten müssten ihre Nato-Verbündeten anführen, um Wladimir Putin zu zeigen, dass das atlantische Bündnis bereit und in der Lage ist, seinen revanchistischen Ambitionen zu widerstehen.

An diesen Positionen wolle man zwar prinzipiell gerne festhalten, doch liege es nicht im US-Interesse, sich in einen totalen Krieg mit Russland zu stürzen – auch wenn „ein Verhandlungsfrieden der Ukraine einige harte Entscheidungen abverlangen könnte.
Wichtig ist in diesem Kontext, dass die NYT als Zentralorgan des Ostküstenestablishments, das eine der wichtigsten Stützen der Demokraten ist. Ihre Stimme hat auch darüber hinaus großes Gewicht im gesamten linksliberalen Lager, ohne (geschweige denn gegen) das Biden nicht lange anregieren könnte. Zwar ist nicht zu erwarten, dass es wegen eines ausländischen Konflikts zum Bruch dieser seit Kennedy-Zeiten bestehenden Allianz zwischen Democrats und linken Meinungseliten kommt; die NYT und ihre Leser würden im Zweifelsfall wohl eher einen Dritten Weltkrieg in Kauf nehmen, als durch eine Destabilisierung der Demokraten die Rückkehr Donald Trumps oder eines anderen Republikaners ins Weiße Haus zu befördern. Dennoch darf man gespannt sein, ob dieser massive Zwischenruf einfach überhört werden wird.

16 Kommentare

  1. Das wäre das Vernünftigste. Zu den Zwangseinweisungen von Flüchtlingen und dem toxischen alten grünen weissen Mann in BaWü. Nicht umsonst wird eine Immobilienzählung, als Volkszählung verkauft, durchgeführt.

  2. Unblaublich, wie sich Politiker hier und i.d. Welt von einem Komödianten mit seinen
    unverschämten Forderungen vor sich hertreiben lassen.
    Durchschaut ihr diesen Typen nicht, was der wirklich will?
    Einer, der sämtliche Oppositionsparteien in „seinem“ Land verboten hat, ist für mich
    absolut kein Demokrat, so etwas nennt man Autokratie, Faschismus.
    Wir Bürger sollen für seine Ziele mit unseren Steuergeldern in Milliarden Euro Höhe
    herhalten und kein Ende ist abzusehen?
    Spinnen die Politiker?

  3. Amerikaner sind nicht so leidensfähig , wie Deutsche , wenn es um Ihren Lebensstandard geht . Wie bei den Landtagswahlen zu sehen war wollen viele Einschränkungen um anderen die Welt zuretten
    Ich glaube schon länger der einseitigen Berichterstattung nicht , es wird über zuviel nicht nachvollziehbares Berichtet , das nur Russland schaden soll . Warum ? Unsere Politiker drehen seit Corona an diversen Preisschrauben und schaden bewußt der eigenen Bevölkerung , schiebt aber alles auf Russland , das weder verteuerte noch sperrte . Das machen europäische Politiker ganz alleine , wobei die Russen Ihr Gas und Öl woanders verkaufen können , wir aber nur zum dreifachen Preis von anderen kaufen können . Bei uns wird das zusätzlich genutzt um den Grünen Umweltwahn gegen Wirtschaft und Verkehr zu verwirklichen . Wohlwissend das E Autos einfach der Strom fehlt . Arbeitslose bedienen keine Maschinen die CO 2 verursachen und Geld für überteuerten Kraftstoff fehlt dann ebenfalls .
    Genauso bin ich die ständigen Forderungen Selenskyjs und seiner Botschafter leid .
    Es kommt mir so vor , das vor lauter Geldgebern die Ukraine nicht mehr am Frieden interessiert ist .
    Auch westliche Medien und Politiker tun nichts für den Frieden .

    • „Amerikaner sind nicht so leidensfähig , wie Deutsche , wenn es um Ihren Lebensstandard geht .“

      Ich würde eher sagen, die Amerikaner sind nicht so leidensWILLIG wie die Deutschen, die ja einem krankhaften Masochismus verfallen sind, der zusammengekocht wird aus aufoktroyierten Schuldgefühlen für Verbrechen der Vergangenheit, für die so gut wie kein heute Lebender (von ein paar uralten Nazis abgesehen) etwas kann, und die aufgrund dieser „Schuld“ den Deutschen eingeredete Verpflichtung, sie müssten nun aber auch alles und jeden auf der Welt „retten“, einschließlich des Klimas natürlich, um endlich wieder einen Heiligenschein zu bekommen.

      Diesem Trick sind die „Gutmenschen“ zu 100% aufgesessen, und leider nur viel zu wenige selberdenkende Bürger sehen diese Propaganda als das, was sie ist.

  4. Die aktuellen Erfolge der ukrainischen Armee sind ermutigend.
    Dennoch befindet sich V. Putin aufgrund der substantiellen Flächenanteile, die vor allem im Osten und Südosten der Ukraine weiterhin gehalten werden, in einer für die Ukraine unangenehmen Verhandlungsposition.
    Hier stellt sich die Frage, ob neben den nördlichen ukrainischen Vorstössen auch eine südliche Angriffsfront in Richtung Cherson für die Ukraine Sinn machen würde. Auf diese Weise würden ukrainische Truppen direkt vor der Krim stehen, dem Herzstück von V. Putins Feldzugs. Er wäre dann gezwungen Truppen aus dem Donbass abzuziehen, was wiederum die Truppenstärke um Donezk und Luhansk ausdünnen würde.
    V. Putins Armee muss geschlagen werden. Das wäre auch ein abschreckende Beispiel für China, welchem es seit langem in den Fingern juckt, sich Taiwan einzuverleiben.

    • „Die aktuellen Erfolge der ukrainischen Armee sind ermutigend.“

      Wir WISSEN doch gar nicht, was vor Ort in der Ukraine tatsächlich Sache ist. Im Krieg ist die Wahrheit immer das erste Opfer, und dem Framing der deutschen Mainstreammedien glaube ich sowieso nichts. Die haben auch schon in anderen Fällen echte Fake-News verbreitet, z.B. mit Fotos von ganz anderen Ereignissen. Bis wir wirklich wissen, was da jetzt läuft, werden Jahre vergehen, falls wir das überhaupt jemals erfahren.

      „Putins Armee muss geschlagen werden.“

      Um welchen Preis? Um den Preis von noch mehr Toten und noch mehr Zerstörung in der Ukraine? Um den Preis des kleinen Rests unseres Wohlstandes in Deutschland? Um den Preis des Friedens in Europa und der Welt? Um den Preis eines Atomkriegs?

      Und wofür? Damit Deutschland weiterhin größenwahnsinniger Moralweltmeister bleibt? Kriegstreiberei hat NICHTS mit Moral zu tun.

      China WIRD sich Taiwan früher oder später einverleiben, egal wie der Ukraine-Krieg ausgeht. Was haben wir damit zu tun? Gar nichts. Mit der Ukraine übrigens auch nicht. Wieso müssen wir uns überall einmischen? Müssen „wir“ schon wieder irgendwas oder irgendwen retten? Oder „unsere“ Freiheit am Djepr verteidigen? So erfolgreich wie am Hindukusch? NEIN, „WIR“ MÜSSEN GAR NICHTS!

      Was Putin betrifft, so verkauft der jetzt Öl und Gas an China und Indien und nimmt damit viel Geld ein, das ihm langes Durchhalten ermöglichen wird. Auf die dämlichen EU-Sanktionen pfeift der sich ein fröhliches LIedchen.

      „Putins Armee muss geschlagen werden“?

      Nein, es muss stattdessen endlich ernstgemeinte Friedensverhandlungen geben! Alles andere führt nur in eine unverantwortliche Eskalation, die niemandem nützt außer ein paar gewissenlosen Kriegsgewinnlern, aber wirklich ALLES zerstören könnte.

  5. Vielen war von Anfang an klar, dass Putin weder Europa noch die USA und auch sonst niemanden angreifen wollte – außer die Führung in der Ukraine, die sich feindlich gegen ihre eigene russisch-stämmige Bevölkerung und Russland selbst zeigte. Auch die klammheimliche Unterwanderung durch die NATO war nicht länger hinnehmbar. Militärische Ausbilder, militärische Einrichtungen (u.a. offenbar Bio-Labore) und nicht zuletzt Geldströme sollten das Land übergangsreif machen … So weit eben die Fakten!

    Für viele war deshalb auch von Anfang an klar:

    1. Der Marschbefehl für die NATO (verbalisiert und getarnt durch die Marionetten in Kiew und Sturmbläser in Deutschland) stammt aus den USA
    2. Der Stopp-Befehl für diesen kann aus keinem anderen Land kommen als den USA
    3. Der Freidenschluss kann durch keine andere Macht sichergestellt werden außer den USA

    Es wäre zwar schön, wenn man auch in den USA mit dem Denken anfangen würde, aber mit einem Zeitungsartikel ist es gewiss noch nicht getan. Änderungen bzw. den Schritt zu 2 oder 3 wird es nur geben, wenn die US-Regierung merkt, dass sie ihre Glaubwürdigkeit gänzlich zu verlieren droht.

    Auch wie schön wäre es, wenn die USA ohne jegliche Absprache (mustergültig wie bei Afghanistan) Betrachter, Geld und ihre (verlogene) moralische Einmischung zurücknehmen würden und damit Baerbock, Scholz, und wie die ganzen Kriegstreiber samt Presse noch heißen, in ihrer ganzen Dummheit plötzlich nackt da stünden. Dann würde auch dem letzten Einfaltspinsel klar, dass da etwas ganz anders gelaufen ist, als er gedacht hat und ihm vorgegaukelt worden war.

    Jetzt sollten aufmerksame US-Amerikaner nur nicht nachlassen zu fragen, was ihrem Land und ihrer Bevölkerung tatsächlich wichtiger erscheint. Wenn’s in den USA etwas zu verbessern gibt (mit fällt da sofort das Bildungs- und das Gesundheitswesen ein) dann bitteschön doch da mal investieren. Am Geld hat es ja noch nie gelegen und das Militär und der Geheimdienst haben Milliarden davon übrig …
    Es hat noch nie geschadet, sich auch einmal an die eigene Nase zu fassen …

  6. Ukrainische Flüchtlinge sagen die Wahrheit über ihre BRD-Aufenthaltsorte besonders über das in Teilen mehr als verkommene u. dreckige Berlin ! Diese Flüchtlingsbegutachtung kommt aus einer westl. zivilisierten Welt – selbverständlich haben meist junge orientalische musmlische,bidungsferne Männer ein anderes Empfinden über Ihre Dt. Unterbringungsmöglichkeiten!Man sollte nur soviele Flüchtlinge kontolliert
    aufnehmen, wie menschenwürdig u. hygienisch einwandfrei wohnen können!!!
    Wahr ist auch, daß die BRD-Politik Im Vergleich zu anderen Administrationen oft mehr als langsam arbeitet,
    Digitales arbeiten ist leider nicht die Regel auch nicht in Schulen !!!

  7. Diktatoren sind die Volksfeinde Nr. 1
    Ihr Ziel ist, das Volk zu überwachen, zu kontrollieren, ihnen die Freiheit zu nehmen, ihnen tief
    in den Geldbeutel zu greifen, es krank zu machen und im Gesamtergebnis zu züchtigen.
    Volksvertreter, das war vielleicht bis vor Merkelschen Zeit.
    Heute haben sich unter Politikern Volksfeinde in einer nur ihren Interessen
    dienenden Konspiration zusammen gefunden.
    Es wird höchste Zeit, das dieses dem Gemeinwohl entfernte Kartell terminiert wird.

  8. „… die eindeutige Verantwortung Russlands für einen völkerrechtlich, moralisch und politisch völlig inakzeptablem Angriffskrieg“ ist m.E. noch längst nicht in Stein gemeißelt.

    Eindeutig ist nur, dass Russland den aktuellen Krieg begonnen hat. Die USA haben in den letzten Jahrzehnten so manchen „völkerrechtlich, moralisch und politisch völlig inakzeptable Angriffskrieg“ geführt. Das wurde nur immer anders bewertet als Putins Angriffskrieg.

    So oder so, ohne die Vorgeschichte dieses Angriffskriegs im Blick zu haben, kann man die Verantwortung dafür gar nicht adäquat gewichten und abschließend beurteilen. Und diese Vorgeschichte besteht darin, dass die USA/NATO seit ca. 2004 in der Ukraine Wühlarbeit betreiben, um die Ukraine „NATO-reif“ zu machen. Die „Orangene Revolution“ wurde von US-Geheimdiensten und „NGO“s lanciert, und seither wurde alles getan, um das Ziel Ukraine = NATO-Staat zu erreichen. Schon vorher wurden Versprechen gebrochen, die Minsker Verträge wurden nicht eingehalten.

    Es könnte also durchaus sein, dass zukünftige Historiker diesen Krieg anders beurteilen als es uns heute medial vermittelt wird. Wer die Mitverantwortung des Westens für diesen Krieg nicht sehen will, betreibt Propaganda. Der Westen hatte nach der Annexion der Krim 8 Jahre lang Zeit, um einen Frieden auszuhandeln, mit dem beide Seiten hätten leben können. Das hat er nicht getan, im Gegenteil. Es wird Zeit, die Mitschuld der USA/NATO anzuerkennen.

    Wer sich abseits der gegenwärtigen Heiligsprechung der Ukraine sachlich darüber informieren möchte, was das für ein Land ist, dem empfehle ich Peter Scholl Latours Buch „Russland im Zangengriff“. Das Kapitel über die Ukraine ist recht aufschlussreich. Bei allem Bedauern für das Leiden der ukrainischen Zivilbevölkerung: Eine lupenreine Demokratie, die für „westliche Werte“ kämpft, sieht anders aus. Die Ukraine ist ein Oligarchen-Staat ähnlich wie Russland, und auf der Korruptionsskala steht das Land weit oben.

    Und mit den „westlichen Werten“ sollten wir uns ohnehin mal schön bedeckt halten, denn diese Werte werden in vielen westlichen Ländern, auch und gerade in Deutschland, aktuell in die Tonne getreten!

  9. „Es könne nicht im Interesse der USA sein, in einen langwierigen und kostspieligen Krieg mit Russland hineingezogen zu werden…“

    Erstens werden sie nicht direkt hinein gezogen, so blöd werden die Amerikaner nicht sein, ihre Soldaten einzusetzen. Das lassen sie schön andere machen.
    Deswegen werden sie sehr wohl von diesem Konflikt provitieren.
    Weltweite Aufrüstung – großteils mit „made in USA“, Russland geschwächt, Europa von dessen Rohstoffen abgeschnitten…

    Ein Herr Wolfowitz hat das sehr schön beschrieben.

    Ich kann mir keinen Reim darauf machen, warum Russland in diesen Krieg gezogen ist. Die können doch nur verlieren, egal wie der Krieg ausgeht.
    Auf der anderen Seite gibt es aber noch China & Indien. Gut möglich, dass Russland endgültig die Schnauze vom „Wertewesten“ voll hat und sich voll und ganz umorientiert!

  10. Das paßt. Der demente Tattergreis und seine familiäre Räuberbande mit dem Taugenichts Hunter an der Spitze haben ja kräftig mitschmarotzt im Öl- und Gasgeschäft der Ukraine. Wir dürfen mit Fug und Recht annehmen, daß die Demokrattenhalunken bei der Inthronisation der illustren Gauklertruppe um Selenskyj ein gewichtiges Wörtchen mitredeten. Man ziehe sich die Sockenpuppen mal rein:
    https://lepenseur-lepenseur.blogspot.com/search?q=selenskyj+schauspieler+regierung
    und es wird klar, warum die Milliarden, Bomben und Raketen nur so Richtung Ukraine fließen.
    Nun ist die NYT aber nicht irgend ein Blättchen, sondern das Zentralorgan des white jewish Ostküstenestablishments, also dem Geldadel. Und die sind alles andere als amused, wenn Deppen wie Biden und sein Äffchen Selenskyj erst mal alles in Schutt und Asche legen, wo man doch bisher schon mit landwirtschaftlichen Produkten und allerlei Spezialitäten prrrächtig verdient hat. Und ganz sicher trauen sie den EUdioten nicht zu, den jetzt schon immensen Flurschaden rasch zu beheben. Tief nagt es im Innersten, weil eins ist sonnenklar: Mit Trump hätte es diesen Krieg gar nicht erst gegeben!

  11. Defacto ist in Sachen USA festzuhalten, dass die heutigen USA-Bewohner nur ausländische Einwanderer sind, die sich durch brutalen Genozid gegen die indianische Urbevölkerung ein Landrecht „erobert“ haben. Bis dato wird dieses Unrecht vor aller Welt relativiert mit Verweis, dass die Indianer zum Lastenausgleich in Schutzzonen untergebracht wurden.
    Genau diese USA-Einwanderer maßen sich bis heute an, die ganze Welt bestimmen zu wollen und verwenden weiterhin ihr brutales Faustrecht mit modernen Mitteln aus Technik, Wissenschaft, Medizin, Presse, Justiz, Staatswesen etc., die vom US-Militär nur als mögliche Waffen erforscht und verwendet werden. Wie ein Spinnennetz hat diese USA die gesamte Welt umfasst, hat sich überall Militärstützpunkte eingerichtet, um ihren Machtanspruch fern aus Übersee durchzusetzen mit Angst und Schrecken.

    Die heutige NATO offenbart ihr wahres Aggressionsnaturell besonders seit Regierungsantritt des US-Biden, einer von der Oldschool-Generation, ein Ewiggestriger, und noch ganz auf Russlandhass getrimmt, als eines der größten Rohstoffländer der Welt, dass die USA nur zu gern wie ein Schoßhündchen einkassieren will. Sogleich hat dieser US-Biden auch gleich eine Eskalation zwischen Ukraine und Russland entfacht durch grundlose Verweigerung einer Sicherheitsgarantie an Russland. Biden geht es nicht um Freiheit und Demokratie der Ukraine, denn diese ist unter aktueller Regierung Selenskyj weit, sehr sehr weit, davon entfernt. Selenskyj ist eher als Faschist zu sehen, der Regimekritiker massiv verfolgen läßt, alle Oppositionsparteien verboten hat und nur einen TV-Sender zulässt für eigene Selenskyj-Propaganda. Ein ehemaliger Komödien-Schauspieler als Präsident der Ukraine, wie konnte dieser zur Macht gelangen, wenn nicht durch ukrainische und westliche Oligarchen? Selenskyj hat nicht das Zeug für einen Politiker und Diplomaten, aber als Komiker und Schauspieler hat er das Zeug alle Welt in die Irre zu führen und falsches Zeug als Wahrheit zu behaupten. Entsprechend macht er eine Tournee durch alle willigen Staaten und sammelt Geld ein wie ein unechter trauriger Clown, der sein eigenes Privatvermögen damit steigert.

    Die EU ist seit der Merkel-Ära zunehmend eine Verlängerung der US-Politik, aktuell der US-angeführten NATO. Die GRÜNE-Partei hat mit Habeck und Baerbock offensichtlich eine starke US-Förderung erhalten, die auch in anderen EU-Staaten sichtbar ist, wo zunehmend GRÜNE-Parteien Wahlen obsiegen. Die Wahlergebnisse sind wundersam wie die Wahl des US-Biden und der EU-Marionette von-der-Leichen.
    Die USA verweigern Deutschland bis dato einen Friedensvertrag, hingegen hat Russland mit D einen Friedensvertrag abgeschlossen und die DDR zurückerstattet. Nun glaubt sich die USA freie Hand, alle EU-Staaten über das Kernland D einkassieren zu können, was ja schon fast vollbracht ist.
    Aber vornehmlich will die USA den alten Nazi-Hass in D wiedererwecken, der sich diesmal aber nicht gegen Juden, sondern gegen Russen richten soll. Entsprechend wird die Rhetorik des Vorkriegsdeutschland von US-Medien bis nach Europa über Oligarchen-Pressemedienkonzerne unipolar verwendet, vor allem in D, einen massiven Russlandhass zu erzeugen.
    Wie dumm scheint die heutige deutsche Regierung zu sein, dieses heimtückische USA-Spiel nicht zu durchzuschauen und sich wie Marionetten manipulieren und ausbeuten zu lassen, anstatt für deutsche Interessen zu regieren?

    Angesichts der Tatsache, dass die USA, Großbritannien und Frankreich als Siegermächte an D niemals einen Friedensvertrag wie Russland geben wird, muss sich D dazu durchringen als eigenes Sicherheitskonzept die Neutralität zu nehmen, um sein Versprechen umzusetzen: „Nie wieder Faschismus“. Dann darf sich D auch nicht zur Faschismus-Kaserne der USA oder der Ukraine manipulieren und instrumentalisieren lassen. Dann muss D auch nicht seine Energiepolitik nach US-Wünschen ausrichten und ebenso auch seine übrige Politik nicht. Neutralität ist das Zauberwort für D, um es aus den Fängen arglistiger Bündnispartner wie USA rauszuholen.
    Gleichfalls ist es nötig, dass D sofort einen Ausstieg aus EU und NATO angeht und sich auf eigene Souveränität beruft ähnlich wie die Schweiz. Nie wieder Faschismus, bedeutet, sich unangreifbar zu machen durch Provokateure wie USA, die Rassenhass gegen Russland schüren und den Faschismus aus dem Vorkriegsdeutschland gegen Russland aufzuwärmen versuchen. Das ist übelst, besonders für Deutschland.

    Sowohl dieser US-Biden wie auch dieser UKR-Selenskyj müssen zum Amtsrücktritt gebracht werden oder sie des Amtes entheben wegen Kriegstreiberei zulasten der eigenen Nation und wegen Gefährdung des Weltfriedens durch antirussische Sanktionen, die den Welthandel und die Weltversorgung massiv beschränken und verteuern. Nur wenn diese beide Personen, Biden und Selenskyj, gestoppt und aus dem Amt entfernt werden, kann die Welt eine diplomatische Verhandlungslösung finden.

    Besonders leidvoll ist es auch für das ukrainische Volk, dass sein Leben und seine Heimat durch Mißpolitik eines Selenskyj zunehmend zerrüttet sieht, sie leben in Angst und Schrecken, Selenskyj hat Land und Menschen als lebende Schutzschilder genommen für eigenen Machterhalt. Das ist niederträchtig.

    Gleiches gilt für den US-Biden, der die US-Bevölkerung faktisch massiv entreichert durch übermäßige Finanzhilfen an die Ukraine, was fast schon an Geldwäsche politischer Art vermuten läßt. Wohin gehen all diese Gelder? Darüber gibt es keine Informationen und keine Kontrollen! Wird das Geld wie eine Beute auf Familien und Freund der Räuberpolitiker umverteilt per Hinterzimmerdeal? Da kommen einem ganz üble Spukbilder auf, man sieht sich nicht nur gefährdet, sondern niederträchtig und menschenverachtend geprellt aus Macht- und Geldgier von Lobbysten.

  12. Dem Eintrag und allen Kommentaren kann man in ihren Schlussfolgerungen zustimmen!
    Hier ist alles zu finden, was von offizieller deutscher und sonstiger Kriegstreiberseiten unterschlagen wird.
    Doch einmal kurz zurück zum Ausgang der Hetze:

    Da war stets von „Abhängigkeit“ die Rede, die natürlich subversiv als bösartig charakterisiert wurde. Doch Abhängigkeiten sind nicht per se zu verurteilen und kommen so oder so in einer globalen Wirtschaft in allen Bereichen vor. Wie wäre die Hetze ausgefallen, wenn man stattdessen von „Verbundenheit“ hätte sprechen müssen? – Ein drastisches Beispiel:

    Ehegatten sind auch von einander abhängig. Sei es, dass er für Reparaturen sorgt, sei es, dass sie das Essen kocht. Beim Sex wird es gar noch deutlicher. Wer nicht auf moralisch geächtete Wege geraden möchte, wird seinem Partner treu bleiben, auch wenn diese/r sich oft oder gelegentlich desinteressiert zeigt. Das kann so durchaus mit Abhängigkeit bezeichnet werden, man kann dies aber auch und trotzedem immer noch als Verbundenheit in Treue und Respekt ansehen.

    Wie, wenn man nun Nordstream2 als Ausdruck deutsch-russischer Verbundenheit, als Beitrag zur Völkerversöhnung, als historisch überliefertes Vertrauensverhältnis, dass einzig durch einen Hitler kurzzeitig zerstört wurde, angesehen hätte? Welcher Einfaltspinsel wäre denn da noch auf die Idee gekommen, diese Verbundenheit als bösartig und existenzgefährdend anzusehen? Welcher Ehepartner käme auf die Idee, koste es was es wolle, sich von seinem Partner zu trennen, nachdem ihm sein Nachbar klar gemacht hätte, er/sie sein von ihr/ihm „abhängig“?

    Das Beispiel macht klar, dass ungeachtet der Realität und Wertungen allein durch Wortwahl das Denken in eine manipulierte Richtung gelenkt werden kann. Und deshalb noch einmal der Blick zurück:
    Nordstream2 sollte die Verbundenheit und Völkerverständigung zwischen zwei im Prinzip großen Nationen herstellen. Diese Verbindung sollte ohne jegliche Zuhälter (Ukraine/Polen – Zuhälter sind ja eigentlich und besser treffend eher „Offen-hälter) oder fremde Risiken (keine Souveränität auf Gebieten; keine Einfluss auf Weitergabe etc.). Mit gewissem Recht, aber ohne die ganze aufgetragene moralische Rechtfertigung sehen die USA darin eine Schwächung ihres angemaßten Einflusses. Das galt es um alles in der Welt zu verhindern.

    Dem nicht ganz altruistisch gestimmten Altkanzler mit seiner konsequenten Verbundenheits- und Vertrauenspolitik will man jetzt noch moralisch pflichtschuldigst an die Gurgel.

    Kurz: Bis heute gibt es nichts, was auf einen Missbrauch durch „Abhängigkeit“ hingedeutet hätte oder deutet; dagegen gibt es sehr viel, was an Nutzen und Sicherheit von dieser „Verbundeheit“ zu gewinnen gewesen war und leider gewesen wäre.

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