Burger, die nach Menschenfleisch schmecken: Soylent Green lässt grüßen…

Vegane Alpträume werden wahr… (Symbolbild:Imago)

Hat eigentlich jemand in letzter Zeit einmal einen älteren Schweden gesehen? Außer König Carl Gustav? Vielleicht hat Schweden sein Rentenproblem längst gelöst und wir haben nur noch nichts mitbekommen. Wer weiß schon, was bei IKEA als „Köttbullar“ über die Theke geht – und das Elchgulasch ist auch verdächtig günstig. Ob die Schweden dafür tatsächlich ihre Elche opfern, die immerhin einige Touristen ins Land locken? Oder tut sich hier ein Abgrund auf, den man bei den freundlichen Skandinaviern niemals erwartet hätte? Da denkt man, Inga Sandström (67) wäre lediglich in der Kerzen- und Geschirrabteilung des bekannten Möbelhauses verloren gegangen, dabei ist sie längst selbst zum Angebot der Woche geworden. Noch ein paar Köttbullar gefällig? Den Kaffee dazu gibt’s gratis.

Bevor nun Charlton Heston und Edward G. Robinson lebensgefährliche Ermittlungen bei IKEA aufnehmen müssen – immer wieder verschwinden ältere Menschen in der Abteilung für günstige Teelichter -, können uns eventuell die Erfinder des in der nachfolgenden Info-Kachel vom „Südwestfunk” (SWR) vorgestellten veganen Burgers eine drängende Frage beantworten: Woher – zur Hölle! – wollen die bitte wissen, wie Menschenfleisch schmeckt?

(Screenshot:Facebook)

Es hat vielleicht einen Grund, warum die Kauffalle sich im Erdgeschoss befindet; dort ist es leichter, ein paar Fallgruben anzubringen. Und während die Kundschaft von einer Durchsage zu Sonderangeboten in der Bettenabteilung abgelenkt ist, verschwindet Oma unauffällig im Boden… Nun gut, wir schreiben das Jahr 2022, da kann es nicht ausbleiben, dass einige Anspielungen auf den wohl gruseligsten Film aller Zeiten – „Soylent Green”, der schließlich in Deutschland unter dem Titel „…Jahr 2022 … die überleben wollen” erschien, die Runde machen. Immerhin, die Bäume sind noch da, man kann dort, wo nicht gerade illegale Autorennen stattfinden, noch ganz gut durchatmen – nur das mit dem elektronischen Strom könnten wir in Deutschland noch hinbekommen: Dank Energiewende müssen wir uns vielleicht bald auch aufs Fahrrad schwingen, um abends die letzte Glühbirne im Haushalt zum Leuchten zu bringen.

Aber auf eins ist noch Verlass: Dank flächendeckender Monokulturen ist dort, wo Soja drauf steht, auch Soja drin. „Soylent Grün”, in besagter Filmhandlung die leckerste Variante der erhältlichen Nahrungssubstrate, würde in Deutschland mit einem großen Etikett „vegan“ verkauft, denn als vegan werden mittlerweile sogar Lebensmittel angepriesen, von denen uns eigentlich schon immer klar war, dass nichts Tierisches drin ist –  es sei denn, im Apfel hätte sich ein Wurm angesiedelt. Aber auch Spülmittel und Hautcreme schmücken sich mit diesem Gütesiegel. Vegan trendet. Selbst der klassische Vegetarier muss sich mittlerweile wie ein Schwerverbrecher vorkommen, werden doch für sein Spiegelei und seine Appenzeller Käsetorte weiterhin Nutztiere in Fron gehalten – und sei es im Freilauf. Knast ist Knast – wir Liebhaber eines saftigen Stücks Fleisch stehen daher längst moralisch auf einer Stufe mit Josef Stalin. Unzweifelhaft gibt es auch leckeres veganes Essen, wenn es denn selbst zubereitet ist. Was allerdings in den Supermarktregalen als vegane Wurst angeboten wird, atmet häufig einen Hauch von Chemielabor, irgendwo müssen Farbe, Geschmack und Form schließlich herkommen.

Von Hirnverzehr wird abgeraten

Der vom SWR angepriesene vegane Schwedenburger ist ebenfalls nicht am Baum gewachsen. Der Hinweis auf den eigentümlichen Geschmack allerdings ist natürlich ein makabrer Gag. „Människokött“ (so das schwedische Wort für Menschenfleisch) dürfte darin nicht zu finden sein. Nun spreche ich kein Schwedisch, aber im Jahre 2019 machte der Handelshochschul-Professor Magnus Söderlund auf einer Gastronomiemesse von sich reden, als er empfahl, sich im Sinne der Nachhaltigkeit schon einmal mit dem Gedanken daran auseinanderzusetzen. Kannibalismus kommt bei Menschen längst nicht so häufig vor, wie es uns Film und Fernsehen weismachen wollen; es gibt allerdings Kulturen, in denen er zu den Beerdigungsritualen zählt. Gesund ist das nicht; man kann sich so allerhand Prionenerkrankungen einfangen. Es hat schon einen Grund, warum es tabu ist, die eigenen Artgenossen anzuknabbern – vor allem deren Gehirn. Aber nachgedacht wurde darüber in der Literatur schon häufig; vor allem in postapokalyptischen Szenarien. Was würde man tun, um zu überleben?

Auch in China soll es während Maos Landwirtschaftsexperimenten zu Kannibalismus gekommen sein – allerdings aus Verzweiflung und nacktem Hunger. Den gibt es aber auch in anderen Teilen der Welt; dort wird dann auch einmal blutig um Ressourcen gekämpft – aber deren Besitzer nicht gegessen. Die Hemmschwelle variiert in den einzelnen Kulturen, oft auch aus religiösen Gründen; dass aber ausgerechnet im pazifistischen Schweden darüber nachgedacht wird, ist schon ein kleiner Schock. „Möchtest du noch ein Stückchen von dem Mädel aus ‚Swedens next Topmodel‘, Ingmar? Schön mager und kalorienarm!“ Und ein paar Salzkartoffeln dazu? Ich weiß nicht, ob ich mich zukünftig noch einmal zu IKEA traue, immerhin bin ich nicht mehr die Jüngste. Sonst lande ich noch als Bauchfleisch in der Kantine – getarnt als Elchschinken für 4,99 Euro. Inklusive Nachtisch. Hütet euch vor der Teelichtabteilung!

9 Kommentare

  1. Der Artikel macht das Gleiche, wie die ursprüngliche Halloweenaktion, malt den Kannibalismus noch aus. Man sollte die Sache klar benennen, es ist eine Aktion um den veganen Lebensstil zu fördern. Man könnte über die Hintergründe schreiben, statt Horrorquatsch.

    • ebenso „schuldig“ 🙂
      Machen Sie bitte weiter so. Für mich immer wieder eine entspannende Abendlektüre nach der täglichen “ Pflicht“ im Irrenhaus BRD.

  2. Soylent Green ist im Film die einzige Nahrungsquelle für die Unterschicht. Es ist eine Pflicht der Alten sich für die Jungen zu opfern, damit diese nicht verhungern. Bin wahnsinnig gespannt, wenn Soylent Green Realität wird. Lange kanns ja nicht mehr dauern, wenn die Rentner von der Straße geholt werden, zwecks sozialverträgliches Frühableben!

  3. Die sollten ihre Sojaburger als „Russenfleisch“ etikettieren, da könnten sie sich vor Nachfrage nicht mehr retten.

  4. Meine Hündin seinerzeit war eine reine Freßmaschine,die wirklich ALLES verputzt hat ! Aber Mc Donalds Burger hat die nicht angerührt………….

  5. Die Veganer*innen vegessen, dass der Apfelbaum die Äpfel nicht für den Verzehr von Menschen produziert. In jedem Apfel stecken ca. 10 zukünftige Apfelbaumkinder. Der Apfel ist mit Fruchtfleisch umgeben, damit Tiere den Apfel fressen und mit ihren Exkrementen die Kerne vebreiten. Letzteres findet bei Menschen nicht statt. Das trifft im Grunde auf alle Pflanzen zu, die von Menschen verzehrt werden. Keine Pflanze produziert irgendetwas, seien es Blätter, Stengel, Wurzeln, Früchte, was primär für die menschliche Ernährung vorgesehen ist, sondern nur für den Eigenbedarf. Ein Kohlfeld ist z.B. eine Art Konzentrationslager für Kohlköpfe usw. Veganer ermorden also auch Lebewesen für ihre Ernährung und töten sogar Embryonen, denn jeder Apfelkern ist so etwas Ähnliches.

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