Bye bye, Béla Réthy

Letzter Einsatz vor der Rente: Béla Réthy beim Halbfinalspiel Frankreich – Marokko (Foto:Imago)

Béla und ich sind zwei Welten. Ich hatte immer ein Gefühl, dass er jedesmal ein anderes Spiel sah als ich. Atemlos stopfte er uns mit zwar gut recherchierten Infos zu, die aber kein Mensch brauchte. Nun moderierte er nach 40 Jahren für das ZDF zum letzten Mal ein Spiel bei einer WM: Frankreich gegen Marokko, oder, besser formuliert: Maghreb gegen Nafri. Moment! Ich hab doch bei Frankreich einen Blonden entdeckt, der da aufgeweckt mitmischte: Antoine Griezmann, sozusagen ein Quotenweißer.

Der Rest wird im Fußball in den nächsten Jahren den Ton angeben, ich meine RAL-technisch. Athletische Typen, die richtig gut kicken können. Vor allem ein Typ mit dem Namen Mbappé, den ich bisher immer falsch ausgesprochen habe (es muss korrekt sowas wie „Emmapee” heißen). Ich hab mir eine Eselsbrücke gebaut, damit ich es nicht wieder verbocke: „Emmapé reimt sich auf Dachpapéé”…Der Typ ist jedenfalls schneller als sein Schatten, ehrlich! Er war im Spiel gegen Marokko sogar schneller als sein goldener Schuh. Da riß nämlich der Schnürsenkel; nicht gut für den Sponsor, schätze ich. Aber innerhalb von einer Minute kriegte er einen Ersatzschuh. Das hätte im deutschen Team nicht geklappt – wetten?

Vom Co-Moderator überholt

Und in dieser Verschnaufpause wurde auch Béla Réthy von seinem Co-Moderator überholt. Der sprach nämlich doppelt so schnell, wie Mbappé sprinten kann. Armes ZDF. Am Ende stand es 2:0 für die Dunkleren in Bleu. Immerhin: Die Spieler von Marokko hatten sich bei dieser WM prächtig verkauft und es bis ins Halbfinale geschafft. Da muss man sich nicht schämen. Die Kraft fehlte am Ende einfach – spätestens als ihr Spielmacher verletzt ausgewechselt werden musste. Großes Kino!

Man wird in naher Zukunft noch viel von afrikanischen Teams hören und sehen. Vor jedem Spiel beten dann alle zu Allah, statt sich hinzuknien. Kommt im Endeffekt aufs Gleiche raus. Und mit dem Schlusspfiff ging dann auch Béla in die wohlverdiente Rente. Es wurde sogar gesungen im ZDF! Möge er seinen Ruhestand genießen.. und während ich das schreibe, lese ich gerade, dass das Endspiel bei der ARD von einer Frau moderiert werden soll…?!? Damit wir uns richtig verstehen: Ich find Frauen gaaanz toll, aber immer wenn’s im Stadion laut und spannend wird, erhöht sich die Frequenz der Stimme bei Frauen, und das geht mir aufs Trommelfell. Deshalb wäre mein Wunsch für Sonntag: Béla, kannste noch einmal einspringen? Nur dieses eine Mal noch bitte!

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7 Kommentare

  1. Dieser Kommentator mit seinen dümmlichen Allerweltsweisheiten und endlosem sinnfreiem Gequatsche war für mich in den letzten Jahren immer der Grund, den Blick gen Decke zu richten und den Ton bis auf kaum noch Hörbares herunterzuschalten. Die Stadion-Atmosphäre blieb zwar so weitgehend auf der Strecke – aber besser die als meine Nerven!

    Wenn ein Kommentator den Ruhestand hat, dann er!
    War ich da tatsächlich der Einzige mit „Hörer-Qualen“?

  2. Wenn geschminkte Damen in High-Heels Fußball kommentieren, versuchen sie krampfhaft zu beweisen, dass sie in einem Sport, den sie selbst nie ausgeübt hatten, den absoluten Durchblick haben. Profis halt.

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  3. Oh, ich verstehe das sehr gut. Ich kaufe nur Hörbücher, wenn sie ein Mann spricht, weil ich die mir im Bett zum Einschlafen anhöre. Dort gibt es aber schon ausgesuchte Sprecherinnen. Im heutigen Fernsehzeitalter haben sich Frauen angewöhnt, nicht mehr ordentlich zu sprechen, sondern quetschen immer die Wörter in höherer Stimmlage so richtig widerlich heraus. Okay, in Sachsen heißt das gäken (bei uns gägen gesprochen). Schlimm. Das verdirbt einen immer alles. Ich schalte dann für gewöhnlich weiter oder ab. Ich habe schon mal beim MDR angefragt, ob es nicht deren Pflicht wäre, Moderatorinnen Sprachunterricht zu geben. Natürlich keine Antwort. Das war vor langer Zeit, jetzt sehe ich die ÖR sowieso nur noch äußerst selten.

  4. Wen interessiert das?
    Ich habe echt bessere zu tun, als mir diese Schauspieler anzuschauen.

    Ich sehe mir da lieber Snooker an. Die melden dem Schiedsrichter ein Foul, was sie begangen haben, wenn der Schiedsrichter es nicht gesehen hat.
    Sie bitten beim Gegner um Entschuldigung, wenn sie Glück hatten und erweisen dem Gegner Ehre, in dem sie ihm Beifall zollen, wenn er sie so richtig fies gesnookert hat.

    Fußball? Nein, danke. Das Gegenteil.
    Nicht einmal mehr die Weltmeisterschaften schaue ich mir mehr an, da es in den europäischen Mannschaften mehr Afrikaner und andere Nationen gibt, als Einheimische.
    Sie lügen, betrügen und schauspielern. Es ist für mich der unfairste Sport, den e gibt.

    Aber ich stimme dem Autor zu, was Frauen als Kommentator betrifft. Sie haben eben keine Stimme, die beruhigt, wie Männer, sondern werden laut und kreischend. Geht gar nicht. Da will Mann seine Ruhe haben und bekommt aus dem TV das Gleiche wie von der eigenen Frau.
    Wenn Frau die Stimme erhebt, geht Mann in Deckung.

    • @Rudolf Müller. Ich bedauere Sie aufrichtig, dass Sie mit einer kreischenden Frau geschlagen sind. 😉 Ich versichere Ihnen, dass nicht alle Frauen so sind. Man kann nämlich seine Stimme auch als Frau in Zaum halten. Das ist eine Frage der Erziehung. Als Kind wurde ich immer dazu angehalten ordentlich zu sprechen, nicht zu knödeln, nicht zu kreischen, nicht zu gäken. Vor allem Letzteres wurde mir von Kleinauf schon aberzogen.

  5. Es gibt Frauen und es gibt Fußball! Und damit wir uns nicht missverstehen ich mag‘ beide, aber nicht unbedingt im Paket.
    Noch schlimmer als die aufgeregt hysterisch hoch kreischenden sind aber die, die bemüht mit möglichst tiefer Stimmlage und derb zu sprechen versuchen.
    Das geht echt nicht, weil nicht auszuhalten.

  6. in einem anderen Forum hatte jemand den Vorschlag gemacht, Fußball in Zweikanalton zu senden,
    1 = mit volldoof ÖRR-ReporterundCoGequatsche
    2 = nur Liveatmosphäre Stadion

    Das wäre echt gut.

    Ansonsten,
    Marocco wird paar modernisierte T72 an die Ukraine liefern, dafür durften die Dunkelrassekicker auch bissi weiterkommen. Alles ein Geben und Nehmen.

    https://www.globaldefensecorp.com/2022/12/17/morocco-is-the-first-african-country-to-donate-t-72-tanks-to-ukraine/

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