Chaos auf den Straßen, Chaos in den Köpfen

„Stimmungsvoller“ Jahreswechsel in Berlin – mit den passenden Politikerentgleisungen (Foto:Imago)

Auch wenn auf Ansage! schon mehrere Beiträge zu den Silvesterausschreitungen in Berlin und anderen deutschen Städten erschienen sind, möchte ich mich dieses Themas ebenfalls kurz annehmen. Die Tragweite der Ereignisse macht dies unumgänglich. Seit dem Neujahrstag frage ich mich: Was, bitte, war das denn für ein Jahreswechsel – vor allem im politischen Berlin? Zum einen wütete der Mob mit einer zuvor kaum je gesehenen Gewalttätigkeit und Brutalität. Zum andern gab es Verlautbarungen von Kabinettsmitgliedern der Bundesregierung, die mehr als nur Fragezeichen aufwerfen.

Zunächst einmal: Es ist völlig unstrittig, dass derartige Gewaltorgien gegen Rettungsdienste, Feuerwehr, Polizei und unbeteiligte Dritte keinesfalls geduldet werden dürfen. Es entspricht vollumfänglich meiner Meinung, dass die Straftäter hier die Härte des Gesetzes spüren müssen. Jedoch ist die affektgesteuerte Forderung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach absolut unhaltbar, die er in seinem – inzwischen gelöschten – Tweet auf Twitter zum Ausdruck brachte, als er schrieb: „Rücksichtslose Gefährdung der Rettungskräfte sollte ein Grund zur Kündigung der Wohnung sein.” Mit geltendem Recht und übergeordneten Rechtsgütern hat es dieser Minister nicht so; das ist seit Corona zur Genüge bekannt. So auch hier. Ein Bundesminister müsste eigentlich wissen, dass das Recht auf Wohnen ein Menschenrecht und zudem in Artikel 11 des UN-Sozialpaktes verankert ist (die Bundesrepublik Deutschland hat den UN-Sozialpakt am 9. Oktober 1968 unterzeichnet). Zudem müsste in Deutschland erst einmal das Strafgesetzbuch angepasst und erweitert werden. Bis heute ist staatlich verordnete Obdachlosigkeit nirgendwo eine mir bekannte Strafform wie etwa Bußgeld, Freiheitsentzug, Todesstrafe und dergleichen. Immerhin muss Herrn Lauterbach zugute gehalten werden, dass er bei der Forderung nach dieser innovativen Form der Bestrafung zumindest eine gewisse – wenn auch sehr fragwürdige – „Kreativität” beweist.

Woher kommt die Wut?

Die Täter waren überwiegend Migranten, und die Ausschreitungen sind nicht von der hochproblematischen deutschen Migrationspolitik zu trennen. Das ist wahr. Und doch sind die Krawall-Kids nicht die einzigen, die diesem Staat keinen Respekt entgegenbringen – auch wenn ihre Art, dies zu zeigen, von Integrationsverweigerung und hemmungsloser Gewaltbereitschaft zeugt. Auch immer mehr andere Bevölkerungsgruppen sind staats- und politikverdrossen. Deshalb wäre es in der Tat allerhöchste Zeit, dass sich die Regierenden endlich einmal mit der Frage beschäftigen: Woher kommen die Wut, die Gewalttätigkeit und der Hass auf die Etablierten und „Eliten”, die sich in den Silvesterexzessen ein Stück weit ebenfalls widerspiegelten? Schließlich leben wir doch im angeblich „besten Deutschland aller Zeiten“! Wie geht das zusammen? Spätestens an diesem Punkt müsste auch dem Allerletzten klar sein, dass hierzulande einfach zu viel im Argen liegt. Es wird Politik am Volk und an den echten Problemen vorbei gemacht. Die üblichen Schuldzuweisungen an „Querdenker”, Coronaleugner, Impfgegner, AfD-Neonazis und „Rollator-Reichsbürger” haben längst und definitiv ausgedient. Bundeskanzler Olaf Scholz wäre gut beraten, sich endlich einmal zu überlegen, was seiner Regierung wichtiger ist: Gendergerechtigkeit oder Managementqualitäten?

Ein weiteres Silvestersahnehäubchen hat übrigens Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht in ihrer Neujahrsansprache geliefert. In ihrer kruden, von Silvesterböllern und Feuerwerkssalven immer wieder unterbrochenen Rede, die stellenweise kaum verständlich war, dankt sie vor allem der Ukraine und den vielen, vielen tollen Menschen, die sie dort treffen durfte – und das im Raketenhagel. Man konnte fast meinen, Lambrecht bedankt sich für eine tolle Party, die sie da in der Ukraine erleben durfte! Es stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch möglich ist, diesen peinlichen Auftritt, diese in Inhalt, Ort und Zeitpunkt gleichermaßen gänzlich unangebrachte Rede noch negativ toppen zu können. Betrachtet man die negativ behafteten Ereignisse zum Jahreswechsel und das, was der Politik zeitgleich dazu einfiel, drängt sich die große Frage auf: War das nun wirklich der krönende Abschluss eines annus horribilis – oder der Beginn eines neuen Dauerzustandes des Schreckens?

Klicken! Versandkostenfrei bestellen! Und damit „Ansage!“ unterstützen!

Krisenvorsorge-Tipp: Langzeitlebensmittel – bis zu 20 Jahre haltbar

BITTE BEACHTEN: Klarstellung der Redaktion zu Leserkommentaren

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann freuen wir uns, wenn Sie unsere Arbeit mit einer Zuwendung unterstützen.

12 Kommentare

  1. „Zum einen wütete der Mob mit einer zuvor kaum je gesehenen Gewalttätigkeit und Brutalität.“

    Doch: Silvester 2015!! Aber da ging es ja „nur“ um Massenvergewaltigungen, die ausufernde Gewalt gegen Frauen…

    Ist NICHT gegen den Redakteur Walter Revilloud gerichtet (!), sondern gegen das schändliche (Fehl) Verhalten von Politik und Justiz.

  2. Es dürfte wohl der Beginn eines neuen Dauerzustandes des Schreckens werden, denn gemäß Erkenntnisse des eigens dafür ja seinerzeit gegründeten Tavistock Institutes sind Menschen dann weitestgehend willenlos steuerbar, wenn man sie in Dauerschleife traumatisiert.

    Was ziemlich genau den Bedürfnissen der Davoser Mafia entspricht bei der Umsetzung ihrer „Great Transformation“ der Agenda 2030, der sich die amtierenden Bundesregierungsdarsteller ja ebenso ausdrücklich verpflichtet fühlen wie ihre Amtsvorgänger.

    Und da deren Kampagnen unter anderem von den gleichen Kreisen entwickelt werden, die schon seit WK2 kräftig in PsyOps- und psychische Manipulationstechniken investiert haben, dürften 2023ff eine endlose Abfolge von medial verkündeten KATASTROPHEN !!! werden.
    „Klimakrise“ ist ja schon länger gesetzt, Krieg läuft auch bereits. Billy hat auch schon die nächste Plandemie angedroht. Verarmung, Hungerkrisen, Flüchtlingswellen und derlei sind als eingeplante Nebeneffekte von Krieg und „Energiekrise“ ebenfalls schon in der Pipeline.

    Fehlen eigentlich nur noch Meteore auf Kollisionskurs.
    Oder Aliens.

    Vielleicht wird es aber auch irgendwann irgendwem irgendwo zu blöd und es kippt ins französische.
    So a la 1789.

    10
  3. Sie haben Recht, wenn sie sagen das solche Angriffe keinesfalls geduldet werden dürfen. Dem widerspricht aber die Handlungsweise von Politik, Polizei und Gerichten nicht nur in dieser Sache. 130 Festnahmen nach dem Vorfall und keiner ist in Haft geblieben, Beziehungsweise wird zur Verantwortung gezogen. Zumindest ist mir dergleichen nicht bekannt, denn alle sind auf freiem Fuss. Friedliche Demonstranten werden seit 2 Jahren gejagt, wenn sie sich für die Einhaltung des GG stark machen, Randalierer nutzen Feuerwerkskörper um Menschen vorsätzlich zu verletzen und laufen frei herum. Und weil das noch nicht reicht, soll jetzt die gesamte Bevölkerung für diese Taten an Sylvester bestraft werden. Das ist nicht nur kontraproduktive Sicherheitspolitik, das ist die Verwechslung der Rechte und Pflichten zwischen Volk und Parlament. Und eine Gewerkschaft der Polizei die mit einer Unterschriftensammlung für ein Böllerverbot an Sylvester auf Stimmenfang geht, beweist das sie nicht an der Seite der Bevölkerung steht, sondern an der Seite derer die für solche Randale wirklich verantwortlich zeichnet. Die Gesetze um Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zu ahnden sind vorhanden, werden aber nur gegen Leute angewandt, die Kritik an der Entwicklungsrichtung dieses Systems nehmen. Hier muss sich was ändern. Aber nicht mit diesen Politikern und dieser Regierung, weder in Berlin noch im Bund.

  4. Immerhin ist das das Deutrschland, was sich Frau KGE gewünscht hat . Um das Reabzuwickeln müßte bei den nächsten Wahlen ein gewaltiges Umdenken stattfinden ! Hoffentlich funktioniert das allgemeine Langzeitgedächtnis bis dahin !

  5. @ Es ist völlig unstrittig, dass derartige Gewaltorgien gegen Rettungsdienste, Feuerwehr, Polizei und unbeteiligte Dritte keinesfalls geduldet werden dürfen.

    Sagt wer ?
    „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf“
    Katrin Göring-Eckardt, Grüne

    Polizei, Justiz und Politik dulden das nicht nur, sondern sie fördern es auf verschiedenen Wegen – sei es durch wegsehen, sei es durch ihre verschiedenen NGO.
    Wenn sie dagegen sind, sollten sie anders wählen – oder :
    „Wer diese Werte nicht vertritt, kann dieses Land jederzeit verlassen, wenn er nicht einverstanden ist. Das ist die Freiheit eines jeden Deutschen.“
    Walter Lübcke

    Mit diesen Politikern wird nichts geändert – sie können das im Kleinen an CORONA beobachten, wo die Politik ihre Agenda ohne jegliche Interaktion erzwingt !

    11
  6. Masse statt Klasse

    Seh‘ ich Ricarda Lang
    oh je, wie wird mir bang.
    Ist der grünen Leitfigur,
    braucht eigentlich ’ne Hungerkur,
    doch diese mag sie selber nicht,
    dem deutschen Volk sie die verspricht.

    Kommt dazu die Claudia Roth,
    noch größer wird die Seelennot.
    Die ist jetzt die Leitfigur
    für grüne Multizwangskultur.
    Was bei Rubens Modell wäre,
    ist heut‘ nur noch eine Megäre.

    Seh‘ ich die Kathi Fegebank,
    wird mein Gemüt erst richtig krank,
    Ihr Parteifreund, der Özdemir
    empfiehlt Würmer und Krabbeltier.
    Der spricht mir aus der Seele,
    einen Bandwurm ich ihr empfehle.

    Nicht nur Grüne haben Dicke,
    leitet in Berlin die Geschicke
    von den Sozis ’ne Unschlanke,
    für diese Dicken sag‘ ich danke.
    Bleiben die alle an der Macht
    dann sag‘ ich: Deutschland gute Nacht!

    10
    • da müssen sie mit den Grundlagen anfangen – Politikern und Juristen – dann sind die Migrus kein Problem mehr. Die werden nur für das Volk ein Problem, weil die Politik und ihre Handlanger in Justiz und Medien das wollen!
      Solange aber diese Politiker im Amt sind, diese Juristen in den Gerichten und diese Journalisten in den Medien wird nichts geändert !

  7. Wenn es gilt, die Ausschreitungen von der deutschen Migrationspolitik zu trennen, dann herrscht kein Chaos, sondern durchgestylte Ordnung.

    In Berlin waren unter den 145 vorübergehend festgenommenen Tätern 45 Deutsche (31%) und 100 Ausländer (69%).

    Und was macht der Mainstream daraus?

    „Die meisten – 45 Tatverdächtige – sind Deutsche. Danach folgen 27 Verdächtige afghanischer Nationalität und 21 Syrer.“ – tagesschau (ARD) am 03.01.2023

    „Man weiß, dass der Großteil der Menschen, die in Berlin festgenommen wurden, einen deutschen Pass haben, das Ganze dann gefolgt von afghanischen Staatsangehörigen und auch von syrischen Staatsangehörigen.“ – Marco Reinke (WELT) am 04.01.2023

    „Dabei haben 45 der Verdächtigen laut Polizei die deutsche Staatsangehörigkeit, 27 Verdächtige sind demnach afghanischer Nationalität und 21 sind Syrer.“ – RTL News am 05.01.2023

    Das Schema dieser Methode ist ebenso einfach wie unlauter: Man läßt die Gruppe, die man hervorheben möchte (45 DEUTSCHE Täter) intakt, unterteilt aber die Gruppe, deren Taten man unter den Teppich kehren möchte, so in Untergruppen ein (27 Afghanen, 21 Syrer, etc.), daß jede kleiner als die erste Gruppe ist (45 Deutsche > 27 Afghanen) um so mit einer passenden „Mehrheit“ zu argumentieren.

    Man macht also aus den 31 Prozent Deutschen eine Mehrheit – und bei dem katastrophalen Bildungszustand Deutschlands kommt man damit auch noch durch.

    Plausibel ist hingegen, dass Migranten mit deutschem Pass unter den Festgenommenen ebenso kriminell wie Migranten ohne deutschen Pass sind (69% Täter), dann wären unter den 45 deutschen Tätern 31 = 69*45/100 Deutsche mit Migrantionshintergrund. Unter den 145 Tätern in Berlin wären dann also 14 Herkunftsdeutsche (8%) und 114 Migranten (92%) – also genau das, was die Videos der Ausschreitungen auch nahelegen.

    Aus 8 Prozent herkunftsdeutschen Tätern gezielt ein Mehrheit zu machen und aus 92 Prozent migrantischen Tätern eine verschwindende Minderheit zu machen – das hat nichts mehr mit Chaos zu tun. Das ist eiskalt kalkulierte Gehirnwäsche, um diejenigen zu schützen, die für diese Zustände verantwortlich sind.

  8. Glaubt denn einer das sich da etwas ändern wird ? Wie denn ? Es gibt keinen einzigen Politiker der, heute mit Macht ausgestattet, an der weiteren Migration etwas ändern will. Letztens selbst von einem Jungelchen aus der CDU gelesen, der für eine Einwanderung in die Sozialsystem ist. Der Point of no Return dürfte bald erreicht sein und wird durch diese Politik vorgezogen und zu einer irreversiblen Änderung hier führen.

  9. Was war das in Berlin? Ganz klar eine Antifa Aktion, denn alles, was passiert ist, ist noch niemals von sogenannten Rechtsextremen begangen worden, sondern IMMER durch Antifa und ihr angegliederte Migrantenmobs.
    Insbesondere die Massen an völlíg ausgebrannten Autowracks sprechen eine eindeutige Sprache, das ist definitiv Berliner Antifa Folklore.
    De facto also eine geplante und eingefädelte Aktion des Staatsterrorismus, um weitere Verbote und Gängelungen durchsetzen zu können, aber eben auch normale Bürger zu terrorisieren, denn die Autos „sind halt jetzt mal im Arsch“. Und vieles mehr.
    Antifa = RAF, gesteuert, wie schon in den 70ern, von Stasi = BVS und SED, Führungssektion Amadeo Antonio Stiftung. Man sollte Kahane und Kramer mal ein wenig auf den Zahn fühlen.
    Die Konsequenz, mit der Forderungen gestellt werden, Berichte umgedeutet werden, bzw. zensiert, sprechen eine eindeutige Sprache.
    Und nein, in der Tat hat das wenig mit Migration zu tun, aber alles mit deutsch-faschistischem Staatsterror!“

    Die Tatsache, daß das Ganze in fast allen größeren Städten analog ablief, deutet sehr klar auf militärisch-minutiöse Organisation dessen hin.

    False Flag Terror!

  10. Österreich schließt Migrationspakt mit Indien

    https://www.euractiv.de/section/europa-kompakt/news/oesterreich-schliesst-migrationspakt-mit-indien/

    „Angesichts der steigenden Zahl indischer Migrant:innen hat Österreich eine engere Zusammenarbeit mit Indien vereinbart, das im Gegenzug für legale Möglichkeiten der Arbeitsmarktintegration seine Staatsbürger:innen zurücknehmen wird.

    Im Vorfeld der Wahlen in Niederösterreich am 29. Januar steht die Migration weiterhin ganz oben auf der politischen Agenda. Im Jahr 2022 registrierte das Land zudem mehr als 100.000 nicht-ukrainische Asylbewerber:innen, darunter 18.000 indische Staatsangehörige.

    „Das Problem ist nicht die Migration, sondern die illegale Einwanderung“, sagte der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg am Montag. „Zehntausende Inder, die in Österreich leben, bereichern unsere Gesellschaft“, fügte er an der Seite seines indischen Amtskollegen hinzu.

    Das Abkommen soll eine engere Zusammenarbeit fördern und helfen, qualifizierte indische Migrant:innen nach Österreich zu bringen. Zu diesem Zweck werden junge Menschen Zugang zu einem Studentenaustausch und einem Arbeitsurlaubsprogramm erhalten. Darüber hinaus hat sich Österreich verpflichtet, jährlich 800 Arbeitsvisumskarten zu vergeben.

    Im Gegenzug wird von Indien erwartet, dass es bei der Rückführung illegaler Asylbewerber:innen behilflich ist, da deren Chancen auf Asyl in Österreich nahezu null ist.“

Kommentarfunktion ist geschlossen.