Deutschland ’22: Das Land, in dem sogar der Energie-Blackout bürokratisch organisiert wird

In Deutschland gehen die Lichter aus (Symbolbild:Pixabay)

Alle Zeichen deuten darauf hin, dass es schon ab Herbst, spätestens jedoch im Winter ungemütlich werden könnte im besten Deutschland, das es je gab. Die Ampelregierung, namentlich vor allem der grüne „Klima-” und Wirtschaftsminister Robert Habeck, schwört ihre Anhänger und auch alle anderen auf einen neuen Lockdownmodus ein, der nichts mit den von Karl Lauterbach & Co. ersehnten Corona-Maßnahmen zu tun hat, sondern aus Gründen des selbstverursachten Energienotstandes kommen könnte: Es ist nämlich mehr als wahrscheinlich, dass Deutschland im Winter erstmals nicht mehr durchgängig über gesicherte Stromkapazitäten und Gasvorräte verfügen könnte.

Trotz dieser alarmierenden Lage sei, so Habeck weiter, ein Weiterbetrieb der bis Jahresende abzuschaltenden Kernkraftwerke vollkommen ausgeschlossen – ebenso wie ein Einlenken bei den bis dato völlig wirkungslosen Sanktionen gegenüber Russland, oder gar eine Inbetriebnahme der bereits prall gefüllten Gaspipeline Nord Stream 2 (womit zumindest ein eingeschränkter Fluss des dringend benötigten Erdgases ermöglicht würde). Kurzum: Alles, was kurzfristig die Lage entspannen könnte und den Deutschen selbst zugute käme, wird von den verantwortungslosen Grünen ruchlos verhindert und gar nicht erst zur Diskussion gestellt. Alle Hoffnung ist vergebens: Zu stark ist der ideologische Drall, zu schwach der gesunde Menschenverstand und zu überheblich ist die ministeriale Attitüde, um die drohende Katastrophe doch noch abwenden zu können.

Im Sommer ist die Winterkrise fern

Während erste Kommunen bereits Anweisung geben, sogenannte „Wärmehallen“ einzurichten, glauben viele Bürger immer noch, so schlimm werde es schon nicht kommen. Aktuell ist ja Hochsommer und überall noch schön warm! Doch diese Kurzsichtigkeit zeugt von einem unbedarften Wunschdenken – gerade so, wie es auch im ersten Corona-Sommer, nach dem ersten Lockdown und vor dem – dann noch rigideren – Maßnahmenterror des zweiten Lockdowns ab Herbst 2020 praktiziert worden war: Man glaubte es zunächst nicht, doch kam es genau so und sogar noch viel schlimmer, als es selbst die größten Zyniker hätten je erwarten können. Und damals logen die Verantwortlichen das Volk sogar eiskalt an (unvergessen Jens Spahns Aussage „Es wird keinen Lockdown mehr geben!”) und spielten das Kommende herunter – während sie es diesmal gar nicht abwarten können. Auch deshalb ist diesmal sogar noch mit weiteren Einschränkungen der ohnehin schon arg strapazierten bürgerlichen Freiheiten zu rechnen – und zu diesen Alltagseinschränkungen kommen noch Mangel plus extreme Energiepreisen, von der sonstigen Teuerung im Land gar nicht zu reden.

Diese bekannten Tatsachen gilt es nun zu analysieren. Denn nur derjenige, welcher die Substanz der grünlinken Ideologie  kennt, ist auch in der Lage, ihre Irrtümer zu widerlegen. Die zentrale Frage, mit der alle Versuche einer im Moment wehrlosen Bürgerschaft zur Änderung der Umstände beginnen müssen, lautet: Wie in aller Welt konnten diese Grünen nur so dermaßen stark werden? Und ebenso relevant: Wie können wir dieser Kraft entgegenwirken?

Politik ohne Expertise und Sachverstand

Tatsächlich sind sie weit weniger stark, als es sich medial anfühlt. Im Grunde sind sie nur eine laute Minderheit, wenn man es genau nimmt, eher ein Scheinriese, der – in der richtigen Perspektive betrachtet – lächerlich, weinerlich und empfindlich erscheint. Schon der Nietzsche erkannte, dass es eigentlich gar keine Wahrheiten gibt, sondern nur Perspektiven. Und dass der Weltgeist, aktueller: Zeitgeist, ausgesprochen wandelbar ist: Heute so, morgen so und übermorgen wieder anders. Alles fließt. Wir wissen zuverlässig, dass gute Zeiten stets eine schwache, weichliche Bevölkerung (insbesondere in ihrem männlichen Teil) hervorbringen – und umgekehrt. Zudem generieren lange Wohlstandsperioden ausgesprochen viele Narzissten, Sensibelchen und andere Wichtigtuer, denen in Ermangelung angemessener Herausforderungen nur eine synthetische Hyper-Moral als einziger Daseinszweck verbleibt.

Das sind zumeist auch diejenigen Zeitgenossen, bei denen außer der eigenen Meinung keine weitere zählt. Dort, wo man in geradezu mantrischer Sprechweise stets die immergleichen Phrasen von Klimawandel, Gerechtigkeit und dergleichen mehr wiederholt. So lange, bis sich diese unerreichbaren Visionen überall verfangen.

Dekadenz als Ursache allen Übels

Luxusprobleme allenthalben, Müßiggang und eine immer leistungsfreiere Gesellschaft begünstigen eben genau solche verhängnisvollen Entwicklungen. Auch das ist nichts Neues; tatsächlich war dies zu allen Zeiten so. Man denke nur an den Niedergang des hellenistischen Griechenland oder später dann an das zerfallende Römische Reich ab etwa 400 n. Chr. Wir erkennen überall dasselbe Muster: Dekadenz und Verweichlichung gehen dem Verfall voraus. Die Menschheit wird in allzu bequemen Umständen schnell satt, faul und träge, errichtet sich eine Komfortzone nach der nächsten und kapriziert sich auf Wohlstandsprobleme – und im selben Maße verkümmern ihre lebensnotwendigen Instinkte und Reflexe. Dies ist unser Stichwort an dieser Stelle – denn genau hier kommen die Grünen ins Spiel. Es wäre allerdings wohlfeil, sich nur an dieser Partei und ihren zum Teil erbärmlichen Protagonisten abzuarbeiten; man muss tiefer in die Problematik eindringen, will man die ideologischen Hintergründe verstehen und sie als das wahrzunehmen, was sie sind: eine politische Begleiterscheinung der Wohlstandsverwahrlosung. Doch dies zu beleuchten sprengt hier den Rahmen.

Doch es nützt aller Furor nichts, da die einstmals rein idealistisch motivierten Ökos durch einen medialen Schutzzauber vor Kritik weitgehend abgeschirmt sind. Und das, was in ihren Augen „rechtsradikale Blogs“ über sie schreiben, nehmen sie ohnehin nicht ernst oder begegnen derlei berechtigten Einlassungen unisono mit spöttischer Häme, flankiert von abgrundtiefer Verachtung. Später folgen dann Strafanzeigen.

Kampf gegen eine hypermoralisierte Diskussionskultur

Somit ist diese Art von „unfehlbaren“ Politikern geradezu symptomatisch für unsere jetzige Zeit, und dies beileibe nicht nur in Deutschland. Weltweit lässt sich beobachten, wie die linken und klima-umweltaffinen Parteien, gewissermaßen als Zeitgeist-Surfer, im Moment die höchsten Wellen reiten. Doch Krisensituationen wie die aktuelle bergen das Risiko eines Paradigmenwechsel: Denn stets genau dann, wenn man glaubt, jetzt sei der Zenit erreicht, folgt der Umkehrpunkt. Das ist bei den „Wellen” ebenso wie im richtigen Leben – und selbst in der großen Politik. Wer Hunger leidet und friert, schert sich schlagartig nicht mehr ums Klima, um Gendergerechtigkeit und vegane Ernährung. Erst die normative Kraft des Faktischen und die Konfrontation mit den Härten der Realität können uns möglicherweise noch zur Besinnung bringen – und die grenzenlose Hybris der Grünen ausbremsen.

Dann kommt vielleicht wieder die Stunde der „unsichtbaren Hand“, die alles regelt: Gesetze des Marktes, nicht der Planwirtschaft; Logik und Rationalität kehren zurück – und die Vernunft bricht sich wieder Bahn. Wenn der Leidensdruck der Bürger hinreichend groß ist, könnte dieser Kipppunkt schneller eintreten, als den meisten bewusst ist. Man schaue aktuell nur in die Niederlande, dort wo gnadenlose, grüne Bürokraten in Tateinheit mit ihren Gleichgesinnten in Brüssel ein Drittel der Bauernschaft mittels erheblich verschärfter Gesetze zur Aufgabe ihrer Höfe zwingen wollen. Nun passiert im gutmütig-liberalen Holland genau das, was wir uns als konservativ-liberale Demokraten auch hierzulande wünschen würden: Ein Aufbegehren als Folge kritischer Einsicht. Zuerst demonstrieren nur die akut Betroffenen, doch nach und nach beginnen auch die einfachen Menschen, sich gegen die alles einnehmenden, grünlinken Dogmen zu wehren.

Möge dieser Kampf gegen eine gut vernetzte, medial dominante und (noch) übermächtige Ideologenfront endlich auch bei uns beginnen! Natürlich – das versteht sich von selbst – mit fairen, demokratisch legitimen Mitteln. Am Ende wird ohnehin die Realität siegen. Denn so – das lehren uns sowohl die Geschichte wie auch die Anthropologie – ist es noch immer gekommen.

14 Kommentare

  1. „Am Ende wird ohnehin die Realität siegen. Denn – so lehren es sowohl die Geschichte wie auch die Anthropologie – ist es noch immer gekommen.“
    Ja, das mag stimmen. Aber selten wurde dies durch gewaltloses Handeln erreicht. Machen wir uns doch nichts vor! Es klingt nur nett, und heutzutage hängt man auch schnell am Fliegenfänger der Gesinnungspolizei (Schlimm genug, das es soweit gekommen ist!!), aber das ändert nichts an den Tatsachen. Da lehrt auch die Geschichte nichts anderes. Man traut sich nur nicht mehr, das auszusprechen. Ich wünschte, es wäre anders!!

  2. Hungern und frieren – denn Armut ist für alle da – außer den linken Eliten !
    Außerdem dann noch Terror, Krieg und Spritzenzwang – das Regime liefert das volle Programm !

    Wie gewählt, so geliefert !
    Oder wäre es richtiger : wie ausgezählt, so geliefert ?

    Hihi – wie der Cum-EX sagte : der Mann, den das Volk als Gesundheitsminister will – und meinte damit einige regierungsnahe Relotius-Medien !

  3. Auch das ist Faschismus.
    Multi-Dilettanten haben sich über Recht, Ordnung,
    Empathie gegen das Volk gerichtet.
    Wie bestellt so erhalten!
    Soll das die nach dem GG verbriefte Demokratie sein,
    wo sich Legislative, Exekutive, Judikative und
    Aufsichtsorgane in einer Einheits-Gesinnung mit
    den unsäglichen Taten vielfach
    gegen das Volk verschmelzt haben?

  4. Die Neupositionierung und Erweiterung der Nato ist ein enorm wichtiges Zeichen an das Regime im Kreml. An der Reaktion mit Drohungen und der üblichen tumben Propaganda ist erkennbar, dass dies genau der richtige Schritt war. Die Optionen für V. Putin werden immer schmaler und Russland immer isolierter. Dieses Regime wird bald fallen.

  5. Das traurige ist ja nicht nur die Selbstüberschätzung, sondern sich einzubilden grundsätzlich was besseres zu sein und besser gestellt zu sein wollen gegenüber der Kritiker. Bei soviel Ungunst ist der Ärger darüber groß und bleibt meistens an einem haften. Wirklich falsch zu denken die Überlegenheit zu besitzen… Und dabei greifen sie zu mitteln unter der Gürtellinie, was normale eben nicht tun und auch nicht entgegensetzen…

    Dabei hapert ist bei denen schon an grundsätzlichen, was andere als Voraussetzung sehen

  6. Ach was.

    „Wir haben ein Wärme- und ein Versorgungsproblem, kein Stromproblem. Und da hilft uns Atomkraft gar nichts.“ – Robert Habeck (GRÜNE) am 12.07.2022

    Solange niemand sowas wie eine Elektroheizung erfindet, bleibt es auch dabei.

    GRÜNE wissen schließlich was Phase ist.

    „Eine Partei wie die Grünen ist robust genug zu sagen, was Phase ist.“ – Robert Habeck (GRÜNE) am 14.09.2021

    Und was kann schon passieren, wo doch Trump schon lange weg ist.

    „Trump ist der Gegner. Er steht für alle Probleme, die wir haben.“ – Robert Habeck (GRÜNE) am 21.01.2020

  7. Und immer wieder wird von Leuten wie etwa Habeck bezüglich der sogenannten „Energie- und Gaskrise“ irreführend von einem angeblichen Notstand, beziehungsweise Mangel gefaselt, der aber faktisch nicht existiert, weil genügend Energie verfügbar wäre, sofern sie denn nicht, aus welchem Grund auch immer, mutwillig zurückgehalten würde.

    Was also hindert unsere sogenannten „Volksvertreter“ daran, die zum platzen mit Gas gefüllte Nordstream 2 zu öffnen, während dazukommend die drei letzten AKWs am laufen gehalten werden könnten und zusätzlich einige der stillgelegten Kohlekraftwerke anzufeuern wären, bevor eine ganze Bevölkerung wegen der explodierenden Kostensteigerungen in allen Bereichen komplett verarmt, möglicherweise bald im dunkeln sitzend für den Frieden friert und spätestens wenn nix mehr zu fressen da ist, in bürgerkriegsänlichen Unruhezuständen versinkt?

    Ach so ich vergaß, die wollen ja den „Green Deal“ machen, nachdem sie der Wahnidee verfielen den Planeten retten zu müssen. Da kommt es dann natürlich nicht darauf an, wie viele Menschen infolge der daraus resultierenden Verwerfungen ins Gras beißen, wenn es darum geht die Erde zu retten!

  8. Im Herbst wird es wieder Corona-“Maßnahmen“ geben, aber eine brauchen wir bald nicht mehr: die Abstandsregel mit irgendwelchen „Babyelefanten“. Denn wenn wir erst alle das Duschen und Waschen einstellen und dann so aussehen wie Anton Hofreiter und sogar so riechen, wie er aussieht, wird sich keiner mehr freiwillig näher kommen als zwei Meter.

    Dafür wird man Putinfreunde und Nazis bald an ihrem gepflegten Aussehen und guten Duft erkennen.

    Und alle werden brav Maske tragen, denn nur so ist der Gestank des Gegenübers (und wohl auch der eigene) dann noch zu ertragen…

  9. Und das nicht nur im kommenden Winter, sondern über Jahre hinaus. Ob in dieser Dekade noch einmal eine gewisse Energiesicherheit einkehrt, ist ungewiss. Wer diesen Winter überlebt, von denjenigen, die ohnehin schon knapsen, der dürfte im kommenden Jahr dann verhungern. Muss sich über Energiepreise dann keinen Kopf mehr machen.

  10. Warum beteiligt auch diese Seite an der Demagogie und schreibt immer noch von ideologisch verblendeten und unfähigen Politikern?
    Es ist doch längst klar und offensichtlich, dass hier ein sorgsam ausgearbeiteter Plan ausgeführt und umgesetzt wird. Habeck und Baerbock sind Kreaturen des WEF Young Global Leader Zuchstalls. Scholz hat sich mit Wire Card und Cum Ex als Kanzler des Kapitals qualifiziert. Macht den Menschen endlich klar, dass hier das US-Finanzkapital nach der globalen Macht greift und nebenbei Deutschland und Europa zurück ins Mittelalter katapultieren will.

  11. Juhu, endlich wieder Feudalismus. 10% in Saus und Braus, der Rest ackert (wortwörtlich), schuftet und darbt dahin.

    Geht ja auch nicht, dass sich nahezu jeder ein Auto und Fahrten in den Urlaub leisten kann. Freiheit ohne Grenzen, also in den eigenen, äh gemieteten, kalten vier Wänden. Thats treu. Am besten mit Maske, versteht sich, wegen der Schimmelpilze. RT braucht man dann auch nicht mehr verbrieten, weil Strom für TV gibt es nur noch von 20.00h bis 20.15h.

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