Deutschlands Autoindustrie wickelt ab

Bei vielen Zulieferern (hier ein Aluminiumbetrieb) steht die Produktion schon still (Foto:Imago)

Die von der Ampel im Alleingang angerichtete Energiekrise pflügt weiter ihre Schneisen der Verwüstung in die deutsche Wirtschaft. Zu den zahlreichen Branchen, die nicht mehr wissen, ob sie die Produktion hierzulande angesichts immer weiter steigender Energiekosten noch aufrechterhalten können, gehört vor allem die Automobilindustrie, an der direkt oder indirekt jeder siebte deutsche Arbeitsplatz hängt. Eine Umfrage des Branchenverbandes VDA, an der sich zwischen dem 2. und 9. September insgesamt 103 Unternehmen aus dem Bereich Autozulieferung und Hersteller von Bussen, Anhängern und Aufbauten beteiligten, erbrachte alarmierende Erkenntnisse. So erklärten hier 67 Prozent der Befragten, sehr stark oder stark vom hohen Strompreis belastet zu sein. Für 52 Prozent ist der Gaspreis eine sehr starke bzw. starke Belastung.

Über die Hälfte der befragten Firmen gab an, dass die Energiekosten in diesem Jahr um mindestens 50 Prozent gestiegen seien, für 41 Prozent haben sie sich sogar mindestens verdoppelt. Mehr als zwei Drittel sehen pessimistisch auf das kommende Jahr und rechnen mit weiteren deutlichen Kostenerhöhungen. Zudem klagte jedes zehnte Unternehmen, dass es keinen Anschlussvertrag von seinem Strom- und/oder Gasversorger erhalte. Weitere zehn Prozent erklärten, dass Lieferanten ihrer Firma keinen Anschlussvertrag bekommen würden. Bei jedem zehnten Unternehmen gibt es bereits jetzt Produktionseinschränkungen, weitere 30 Prozent erwägen Einschränkungen in diesem Bereich. Und, besonders alarmierend: 85 Prozent sehen den Standort Deutschland in Bezug auf Energiepreise und Energie-Versorgungssicherheit als international nicht mehr wettbewerbsfähig an.

Verlagerungen ins Ausland und Investitionsstopps

Dementsprechend sind auch nur noch drei Prozent (!) der Befragten bereit, ihre Investitionen in Deutschland zu erhöhen – während 53 Prozent erklärten, geplante Investitionen zu verschieben oder zu streichen und 22 Prozent sie gar komplett ins Ausland verlagern wollen. Ein ärgeres Misstrauensvotum der Schlüsselbranche der deutschen Industrie, die seit Jahrzehnten Wirtschaftsmotor und Rückgrat des Wohlstands dieses Landes war, ließe sich kaum denken. VDA-Präsidentin Hildegard Müller sagte, die Situation gerade der mittelständischen Unternehmen der Automobilindustrie werde „immer dramatischer“. Die Energiekosten gehörten ganz oben auf die politische Agenda. Doch auch in dieser Situation bemühen sich die Funktionäre noch um versöhnliche und moderate Töne gegenüber der ideologischen Dilettantentruppe, die uns die verheerenden Rahmenbedingungen dieses Abschwungs eingebrockt hat: Die von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck angekündigte Ausweitung des „Energiekosten-Dämpfungsprogramms” auf kleine und mittlere Unternehmen sei zwar „grundsätzlich richtig”, flötet Müller, sie müsse aber unbedingt auch die nicht-energieintensiven Unternehmen berücksichtigen. Auch VDA-Vizepräsident Arndt Kirchhoff druckst herum: „Dem automobilen Mittelstand steht gerade das Wasser bis zum Hals. (…) Die Unternehmen brauchen jetzt dringend schnelle und unbürokratische Hilfe, sonst werden bald bei vielen Mittelständlern die Lichter ausgehen.

Reine Augenwischerei: Jede „Entlastung“ oder „Dämpfung“ des Staates greift auf Mittel zu, die von denen bereits erbracht wurden oder noch erbracht werden müssen, denen man sie jetzt gönnerhaft – und mehr zur Leidensverlängerung als zur Rettung – zuteil werden lässt. Das Problem liegt nicht an fehlenden Staatshilfen, sondern daran, dass dieser Staat die eigene Wirtschaft vorsätzlich ruiniert und diffuse gesinnungspolitische Ziele über das Wohl der Allgemeinheit stellt – „Klimaschutz“ und „Solidarität mit der Ukraine“. Weil das so ist und angesichts des ideologischen Vernichtungsfeldzugs, den die Grünen seit Jahrzehnten gerade gegen das Automobil führen, ist kaum zu erwarten, dass die VDA-Lobbyisten bei Habeck Gehör finden. Deshalb können sie sich ihre diplomatischen Unmutsbekundungen sparen. Was in dieser Situation einzig helfen würde, wäre ein radikaler Politikwechsel – und der beginnt mit dem Rücktritt dieser verantwortungslosen Bundesregierung.

Branchenübergreifender Negativtrend

Zumal die Krise ja nicht nur die Autoindustrie betrifft; im Gegenteil. Die dortige Brancheumfrage bestätigt einen durchgängigen Trend, der sich durch fast die gesamte deutsche Wirtschaft zieht. Von 600 vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) befragten Unternehmen hatten kürzlich über 90 Prozent angegeben, dass die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise ihre Existenz gefährden oder zumindest eine starke Herausforderung bedeuten würden. 21 Prozent denken über eine teilweise oder vollständige Verlagerung der Produktion ins Ausland nach. Acht Prozent erklärten, gerade dabei zu sein, Unternehmensteile oder Arbeitsplätze ins Ausland zu verlegen. Zwölf Prozent wollen zwar im aktuellen Umfang in Deutschland bleiben, planen neue Investitionen aber nur noch im Ausland.

Diese und weitere alarmierende Zahlen zeigen, dass sich Deutschland im Zustand des wirtschaftlichen Zusammenbruchs befindet, dessen Ausmaße sich die meisten Bürger und schon gar nicht die Politik nicht bewusst machen können oder wollen. Unternehmen, die einmal pleite gegangen sind oder im Ausland Zuflucht gesucht haben, werden nach der Krise nicht einfach zurückkehren und so weitermachen wie vorher – auch wenn es von der grotesken Fehlbesetzung Robert Habeck in seiner ganzen Ahnungslosigkeit so hingestellt wird. Die ökonomischen, sozialen und politischen Folgen der weitgehend selbstverschuldeten Katastrophe sind tiefgreifender, als es sich die meisten „Michels“ dieses Deutschlands vorzustellen vermögen.

16 Kommentare

  1. Nicht zu fassen – da werden wieder massenhaft Menschen entlassen, der Trend der letzten Jahre setzt sich (wie geplant) fort, die dann allesamt in Hartz IV resp. Bürgergeld bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag geparkt werden, während noch mehr Massen von Einreise fordernden Fremdlingen gern ins deutsche Sozialsystem (für uns Deutsche hat dieses System allerdings nichts mehr mit „sozial“ zu tun…) geholt werden.
    Da Städte und Gemeinden schon jetzt nicht mehr wissen, wie sie diese Abermillionen, auch in den Flüchtlingsheimen (und es werden täglich mehr!), alimentieren sollen, dürfte allmählich klar sein, worauf das für uns alle hinausläuft: Enteignungen, Kündigung von Mietwohnungen usw. nach dem Motto Flüchtlinge und Migranten und ganz speziell die Ukrainer sind die besseren Bürger.

  2. wer Blockpartei wählt, bekommt US-Interessen geliefert !
    Interessant wäre nur, wann die USA sich gegenüber Abweichlern auf die UN-Feindstaatenklauseln berufen.
    Allerdings ist diese antideutsche Politeska so eifrig und willig, daß es derzeit nicht notwendig ist.

  3. Endlich geht es mit D ins Nirwana. Weg mit den Deutschen.
    Genügend Platz jetzt für Afrika, Orient, ….
    Das Problem daran ist dann nur eines: die wollen hier nicht sein, wenn sie kein Geld bekommen.

  4. man ist sprachlos, jetzt fangen die Genossen Vorstände an zu jammern. Was habe ich mir den Mund fusselig geredet gegen solchen Typen wie dem Källenius beim Daimler, jetzt halb zerschlagen nur noch Mercedes-Benz Group. Wollte keiner hören, daß diese grün kommunistisch gehirngewaschenen WEF Marionetten ALLES aber auch wirklich ALLES platt machen. Vor Jahren unter Mürksel wunderte mich schon, wieso hauen die nicht auf den Tisch das in Berlin der Kaffee an der Decke hängt, nein nein, im vorauseilenden Gehorsam Mutti’s Wünsche vom Schnabel abgelesen und im vorauseilendem Gehorsam umgesetzt. Schon damals wußte ich das Boot ist nicht zu halten! Was tun? Da der Great Reset ohnehin alles was Industrie oder auch Mittelstand heißt, gezielt vernichtet und bis heute keine 10% in dem Land kapiert haben, wird es zu spät sein. Was danach kommt kann man noch nicht sagen, hängt auch davon ab ob Mitarbeiter der Industrie auf die Straße gehen und noch mehr ihren Vorgesetzten klar machen, daß dieser grün kommunistische Schwachsinn nicht zu machen ist. Kriecht die Masse weiter so vor sich hin, dann kommt es wie es sich die Globalisten ausgedacht haben. Egal wie herum, ob dann solche Läden wie Mercedes noch überleben werden, kann man erst nachher sagen, und auch nur wenn jetzt massiv ein Widerstand entsteht. Nur dann kann man evtl noch das Rad herum reißen, aber dieses ganze Regime samt solchen Vorturnern müssen ausgetauscht werden und zwar konsequent und deren Machenschaften im Sinne des früheren Grundgesetzes von NICHT weisungsgebunden Gerichten beurteilt werden, sonst gibt es keine Zukunft mehr über die es Wert wäre zu sinnieren. Wer jetzt nicht den Mund aufmacht, wiederholt die Geschichte die sich im 12 ahm 1000 jährigen Reich ereignet haben, diesmal nur grün angestrichen. Darum aufwachen und legt endlich diese dumme Art ab so zu tun als wäre nichts!

    • Das Dritte Reich förderte die Deutsche Industrie, die Familie und das Kulturleben wie keine Regierung davor oder danach. Churchill schrieb, dass der wahre Grund für den Weltkrieg Deutschlands Kreation einer Wirtschaft war, welche es der Wall Street und London unmöglich machte von der Deutschen Industrie zu profitieren. Man höhre auf anti-Deutschen Schwachsinn zu verbreiten; wir haben wahrlich genug Feinde, ohne dass unsren eigenen Leuten solchen Unsinn verbreiten.

  5. wer nicht arbeiten kann muss auch keine steuern bezahlen…

    wer keine steuern einnimmt kann auch keine faulenzer mehr damit bezahlen…

    …. alle gute zum bevorstehenden bürgerkrieg… die jahrelangen nichtstuenden werden sich ihre gewohnte unterstützung zum lebensunterhalt bei nacht schon holen…

    die regierung hat angst und braucht schutz vor der bevölkerung welche sie ausradiert…..

  6. „ARD-Deutschlandtrend: AfD legt weiter zu – mit viel Luft nach oben!“

    „Auch im neuen ARD-Deutschlandtrend (Infratest dimap) hat die AfD abermals hinzugewonnen und kommt jetzt auf 14 Prozent (+1 Punkt). Damit liegt sie nur noch drei Punkte hinter der Kanzlerpartei SPD. Die Genossen stagnieren bei 17 Prozent, während die Union sich um einen Punkt auf 28 Prozent verbessert.

    Mit gesundem Menschenverstand nicht mehr nachvollziehbar: Die „Grünen“ verlieren trotz Habeck-Murks nur einen Punkt und landen der ARD-Umfrage zufolge bei 21 Prozent, während andere Demoskopen die Ökosozialisten allerdings bereits an der 20 Prozent-Schwelle sehen. Die FDP fällt auf 7 (-1 Punkt) und die Linke verharrt bei 5 Prozent.

    Die „Ampel“-Koalition kommt damit nur noch auf 45 Prozent und hätte, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahlen wären, keine Mehrheit mehr! Hingegen würde es theoretisch für ein bürgerliches Bündnis aus Union, AfD und FDP reichen.“

    Quelle. Deutschland Kurier v. 16.09.2022

    Für mich unverständlich nach den vielen Bürger feindlichen Angriffen auf die Demokratie, das zusammenleben und Lebensstandard ist, das die grüne Seuche immer noch so hoch i.d. Umfragen liegt.
    Abwarten, es wird bald für diese Kaste sehr stark runter gehen, spätestens im Herbst/Winter, wenn die Menschen Insolvenzen anmelden müssen !

    • @kommt jetzt auf 14 Prozent
      das reicht nicht – ein AFD-Bundesland würd von den anderen kaputtboykottiert. Erinnern sie sich an Haider in Österreich, wie Schröder damals Haider zum Rücktritt gezwungen hat!
      Oder die letzte Wahl in Thüringen – ein Anruf der Kanzlerin der Herzen !
      Die AFD benötigt 76 %, um den ganzen links-grünen Schwachsinn aus dem Grundgesetz zu tilgen und auch die Rotkittel auszutauschen – und zwar im Bund ! Von dort kann sie das Land dann wieder geradestellen!
      Falls nicht die USA eingreifen und mit Bezug auf die Feindstaatenklauseln die Rettung Deutschlands verhindern!

  7. Warum haben BRD-AMPEL-Politiker ROT_GRÜN_GELB aus Feigheit u. Angst beim einstimmigen EU-Beschluss für Energie-Embargo gestimmt – obwohl Jedermann weiß, das
    Das Industrie-Exportland Deutschland ohne Russ. ENERGIE-LIEFERUNGEN zu bezahlbaren Preisen nie auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sein kann u. deshalb die Deindustriealisierung u. Insolvenzen die unausweichliche Folge ist! Das westl plus das EU-Sanktionpaket vs. Rußland bringt besonders der BRD_bevölkerung Massenarbeitslosigkeit, stetige Armut, diktatorische Mangelzwangs Bewirtschaftung, Verteilungskämpfe, Volksunruhen – dies ist der Preis über viele Jahre der Entbehrung u. Armut i.d. BRD für das DT. Politische Westl. VERSCHWEIGEN unseres existenziellen Energie-Notstands bei dem Russ. Energie-Embargo !!!

  8. heute hieß es, VW hat Jan.-Aug. 2022 =16,5% weniger Fahrzeuge weltweit verkauft. Gewinne sollen und werden aber weiter sprudeln. Hilfen und Kurzarbeit -vom hiesigen Steuerzahler finanziert-, klappt schon.

    Gleichwohl werden aber kaum noch preisgünstige Fahrzeuge für den hiesigen Normalverdiener gebaut. Wenn die Schwelle erstmal bei 30-40K für einen Neuwagen liegt, was bleibt dann den unteren Schichten? Gebrauchte halten nicht ewig, die Straßen werden also zwangsgrüngewünscht leerer.

    Mutmaßlich wird das mit der hiesigen Automobilindustrie wie mit z.B. Adidas, 88% ausländische Anteilsinhaber, Produktion fast ausschließlich im Ausland, in Herzogenaurach sitzt nur noch die „Zentrale“ -im Neusprech „Headquarter“- und verteilt die Gewinne (81% an institutionelle Investoren, zu 88% ins Ausland).

  9. Es verstärkt sich immer mehr der Eindruck, dass die heraufziehende schwere Krise der deutschen Industrie und des produzierenden Gewerbes von den Grünen gewollt und systematisch herbeigeführt wird. Es sieht aus, als ob die führenden Leute der Grünen (und vieler Sozialdemokragen) sich heimlich die Hände reiben, dass sie die Industrie langsam aber sicher mit der Parole der Weltrettung aus Deutschland vertreiben. Dass dabei hunderttausende von Arbeitsplätzen verloren gehen, wird dabei offensichtlich in Kauf genommen. Damit offenbaren sich die Grünen als das, als was sie angetreten sind, unbelehrbare Romantiker, die von den Realitäten des Lebens und denen eines der (bald nicht mehr)führenden Industrienation der Welt haben, auch erklärbar. weil kaum einer der führenden Grünen aus der Wirtschaft kommen und davon eben keine Ahnung haben. Die anderen Länder mit Industrie sehen das natürlich mit heimlicher Freude und lachen sich halbtot über die „doofen“ Deutschen, die sich solche Politiker gewählt haben. p.s. Interessanterweise findet man derzeit kaum noch einen Zeitgenossen, der grün/rot gewählt hätte)

  10. Das ist der Bundesregierung völlig egal, denn Menschen die aus eigener Kraft ihren Lebensunterhalt bestreiten können, sind Roten immer suspekt.
    Für die Bundesregierung gibt es nur ein Ziel, der arbeitslosen rumänischen Großfamilie, die lärmend unter mir haust, mehr H4 und Kindergeld zuzuweisen.
    Dass die Voraussetzung für diesen radikal ursozialistischen Güterteilungsfanatismus wertschöpfende Arbeit ist, verstehen die Politiker frühestens dann, wenn sich der heilige Sozialstaat auch mit den ärgsten Verrenkungen nicht mehr finanzieren lässt, keinen Tag früher!

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