Die Bundeswehr schützt jetzt nicht mehr Deutschland, sondern das Klima

Truppenbegrünung – schon vor 80 Jahren im Trend (Foto:Imago)

Das blaue Häkchen bei Twitter, mit dem sich ein Konto als „echt“ ausweist, soll zukünftig etwas kosten – trotzdem war ich mir zunächst nicht sicher, ob sich nicht doch ein Spaßvogel für ein paar Euro Gebühr den Bundeswehr-Account zugelegt hat (siehe nachfolgenden Screenshot). Da sich allerdings die Grenzen zwischen Realität und Satire in Deutschland immer häufiger verwischen, kam ich letztlich zum Schluss, es müsse sich um eine authentische Äußerung aus der PR-Abteilung unserer tapferen Recken handeln. Da dürfte sich allerdings auch mancher gestandene Soldat verwundert die Augen gerieben haben – Bundeswehr goes Greenpeace! Für die Jüngeren unter uns: Letztere Organisation war die Urmutter der Aktivisten von „Mit Uhu den Planeten vor dem Untergang retten!”, besser bekannt als „Fridays for Future” oder „Letzte Generation”.

(Screenshot:Twitter)

Im Falle einer erwartbaren aktiven Zusammenarbeit mit der Bundeswehr könnten Aktionen dieser Gruppen bald zu extrem effektiveren Straßenblockaden führen, denn so eine Panzerhaubitze bekommt kein Polizist vom Asphalt gelöst, wenn sie dort erst einmal ordentlich festgeklebt ist. Damit legt sich auch kein verzweifelter Autofahrer an. Und an Krankenwagen muss zukünftig wohl vorn eine Baggerschaufel angebracht werden, um der Dringlichkeit ihres Anliegens Nachdruck zu verleihen. Wenn die Division „Carla Hinrichs” und das Bataillon „Luisa Neubauer” in den Umweltkampf ziehen, kann sich der Klimawandel warm anziehen!

Aber wahrscheinlich ist das nicht das „strategische Ziel”, vor dem im Tweet die Rede ist. „Nachhaltige Kriegsführung”… darauf muss man erst einmal kommen: „Herr Selenskij, wir können Ihnen die zugesagten Panzer leider nicht liefern, da in der Ukraine keine hinreichende Ladesäulen-Infrastruktur vorhanden ist”, könnte Olaf Scholz erklären und die Grünen ins Schwitzen bringen. „Zudem haben wir von Ihnen bisher keine Bestätigung bekommen, dass die Munition ordnungsgemäß recycelt wird.” Mir kommen dabei so makabre Bilder in den Sinn, dass ich sie nicht schriftlich niederlegen möchte. Wenn nach einem Krieg die Trümmerfrauen jeden verwertbaren Stein aus den Ruinen holen, um den Ausgebombten wieder ein Dach über dem Kopf bauen zu können, ist das dann „nachhaltig”? Gezwungenermaßen vielleicht, aber es macht die Lage kein bisschen erträglicher für die Betroffenen.

Verharmlosung oder grüne Umnachtung?

Man fragt sich hier unwillkürlich, welche Leute da mittlerweile in der PR-Abteilung der Bundeswehr sitzen und sich solche Meldungen ausdenken. „Lass uns mal was mit Umwelt machen, das liegt im Trend…!“ Ist es eine bewusste Strategie der Verharmlosung des Krieges oder bloße grüne Umnachtung? Zwar kämpfen auch deutsche Soldaten wieder im Rahmen von NATO-Operationen wieder in aller Welt, aber die meisten heute lebenden Bundesbürger kennen – zum Glück! – Kriegshandlungen nur aus den Medien. Wenn dabei „ressourcenschonend” vorgegangen wird, hat das Gründe, die mit Umweltschutz nur selten etwas zu tun haben – sondern eher mit Materialkosten. Und erhält man Infrastruktur, dann deshalb, weil man noch selbst darauf zurückgreifen will. Übrigens rührten internationale Umweltschutzorganisationen keinen Finger, als die Hamas im Zuge der von ihr verursachten Kampfhandlungen israelische Naturschutzgebiete in Brand steckte. Das Entscheidende jedoch ist: Die menschlichen Opfer des Krieges kann man nicht „recyceln” – sie sind für immer verloren. Aber vielleicht sollen wir ja auch gerade das vergessen: Was kümmern uns die Menschen, wenn man doch wenigstens seine Ideologie ausgelebt hat? Was zählen ein paar Menschenleben, wenn das Klima gerettet wird?  Die Frage stellt sich an diesem Punkt: Wie weit soll all das noch getrieben werden? Tatsächlich bis zur Öko-Atombombe? „Das Uran dafür ist ausschließlich in solarbetriebenen Zentrifugen angereichert worden”, könnte uns das Schwellenland stolz verkünden, welches gerade plant, seinen Nachbarn von der Landkarte zu fegen. Und in Deutschland nickt man dann beifällig zu dieser Entscheidung, weil der ökologische Fußabdruck gewahrt bleibt.

Niemand mit etwas Realitätssinn will die Bundeswehr abschaffen, denn Verteidigungsbereitschaft gehört, nüchtern betrachtet, zu den Kernaufgaben des Staates, um seine Bürger zu schützen – und sei es nur, um nach außen zu signalisieren, dass man keine leichte Beute ist. Allerdings ist die Bundeswehr selbst durch Sparmaßnahmen und Missmanagement zur leichten Beute gemacht worden: Es fehlt an allen Ecken und Enden. Bevor man sich dort also Sorgen um „nachhaltige Kriegsführung“ macht, wäre es sinnvoll, erst einmal das eigene Arsenal in einen gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen und fähigen Nachwuchs auszubilden. Sonst bleibt die Bundeswehr tatsächlich nachhaltig – weil sie gar nicht erst ausrücken kann.

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19 Kommentare

  1. Wir leben in einer Psychiatrie mit offenem Vollzug: Die schweren Fälle sitzen auf der Regierungsbank, der Nachwuchs klebt auf der Straße.

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  2. Alleine, wenn man das Wort Transformation hört, kann man aufhören weiter zu lesen. Das ist eines der Schlüsselworte der G.R. Marionetten. Passt mal genau, wenn sie was sagen oder schreiben – sie benutzen immer dieses Wort.

  3. Der Rest der Welt,lacht sich über das „woke“Absurdistan kaputt.

    Niemals war nationaler Selbstmord so offensichtlich wie Heute…
    Gottseidank bin ich die vorletzte Generation..

  4. @DIE BUNDESWEHR SCHÜTZT JETZT NICHT MEHR DEUTSCHLAND

    sondern das Regime hinter seinem Wassergraben vor Spaziergängern, die auf einer Bank ein Buch lesen wollen – an der Spitze die General Breuer-Heldentruppen !

  5. Vielleicht meinten sie mit nachhaltig ja auch die Neutronenbombe. Ich meine, ich hätte in den 70ern mal ein paar Artikel darüber in der Bild-Zeitung gelesen…😉
    Aber heutzutage noch über Logik zu diskutieren scheint aus der Mode gekommen zu sein, und zwar in allen Bereichen. Hauptsache der Wirtschaft tut es gut: wir waren immer ganz oben bei den Rüstungsexporten, direkt gefolgt von den künstlichen Gliedmaßen. Wenn das keine Nachhaltigkeitskette ist, dann weiß ich es auch nicht!🤷‍♂️

  6. Stetig wird die Polizei, jetzt das Heer für politisch linksgrünes
    Macht-Gesinde instrumentalisiert.
    Hoffe, das es noch ehrbare Beamte gibt, die nicht jeden
    blöden Befehl ausführen, denn sie haben bei erkennbaren Rechtsbruch des System das Verweigerungsrecht, ganz legal.
    Das soll Demokratie sein, das ist Faschismus auf dem Weg
    in die Diktatur, in die u.a. Überwachungsdiktatur.
    Das wollen Volksvertreter sein?
    Fragt Euch selbst ob es sich tatsächlich um Volksgegner handelt, die eine andere Republik, ein anderes Volk haben wollen, es stetig züchtigen und ihnen tief in den Geldbeutel greifen kann?
    Abwarten, es wird eine andere Zeit kommen und der Herr wird
    diese Unholde vom Globus abberufen !

    • Was für ein Aufschrei würde durch die Republik gehen,
      wenn z.B. ein „Rechter“ sich die Aussage von Sandra Detzer
      (Landeschefin der Grünen in Baden-Württemberg und MdB)
      in der WELT zu eigen machen würde? :
      »Wo wir Grünen an die Schalthebel der Macht kommen,
      werden wir nicht mehr verhandeln!«
      Wenn hier nicht der Faschismus wiedergekehrt ist – was ist dies dann?

  7. Und die Bundeswehr schützt bedingungslos die linksgrüne faschistische Ampel-Administration vor der demonstrierenden autochthonen Bevölkerung. Wozu gibt es denn sonst das neu geschaffene Führungskommando für Heimatschutz? Und Munitionsmangel wird es da nicht geben.

  8. Ich hätte da noch die ein oder andere Idee für die Bundeswehr und evtl. Polizei. Kampfanzüge nur noch aus recycelter Biobaumwolle, oder demnächst auch aus Bio-Hanffasern, Waffen aus recycelten Getränke/Konservendosen, Kleidung von Opfern an Bedürftige spenden. Anstatt SUVs mit Maschinengewehren zu bestücken, Lastenfahrräder verwenden. Kabelgebundene Feldtelefone statt Elektrosmog verbreitende Funkgeräte verwenden, Elektroautos/Busse zur Truppenverlegung verwenden, können, wenn kurzgeschlossen oder lange genug gewartet wird, als nicht löschbare Brandbomben verwendet werden. Phosphorbomben nur noch im Winter verwenden um die Heizwirkung voll auszunutzen.
    Bei Verhören oder Folter, kein Hatespeech verwenden. Korrektes Gendern und Regenbogenlogo bei Propaganda Flugblättern verwenden. Zwischen 22 und 7 Uhr, schießen nur mit Schalldämpfer wegen Ruhestörung(Lärm macht krank). Für jeden gefahrenen Kilometer mit dem Panzer einen Baum pflanzen(Nachhaltigkeit). Verständigung nur noch mit Gebärdensprache(Reden erzeugt CO2). Feldrationen auf Vegan umstellen, oder gleich Kurse anbieten, wie man im Wald ohne Verpflegung überlebt(Wurzeln ausgraben, Baumrinde auskochen, Trüffelschweine in Dienst stellen). Den Feind mit Haltung zeigen und Shitstorms zermürben. Nur alte weiße, toxische Ekelmänner dürfen liquidiert werden und last but not least darf nur noch mit FDP2 Maske gekämpft werden.

    • @Anne Wand
      Einfach stark, wie Sie den Irrsinn ironisch beschrieben haben.
      Fehlt nur noch die taegliche Meditation, im Schuetzengraben, zur Gefuehls- und Selbsterforschung bzw. was dass mit einem so macht und natuerlich die „Wanlaov“(frei nach Max Erdinger) Ambinde.
      Hoffentlich sieht die woke Wehr Ihren Kommentar nicht als Ideenvorgabe fuer neues Kriegsgeraet, den denen ist inzwischen alles zuzutrauen.

    • Bei den derzeitigen Zuständen der Nachrichtenübermittlung liegt hier sowieso etwas im Argen.
      So stehen wir im Schland auch vor der Ablösung der 4G-Netzes.
      Nein, nicht durch 5G, sondern durch afrikanische Buschtrommeln.

  9. „DIE BUNDESWEHR SCHÜTZT JETZT NICHT MEHR DEUTSCHLAND, SONDERN DAS KLIMA“
    Und das Klima lacht darüber und macht weiterhin was es will, nur wir löschen uns mit diesen dämlichen Aktionen selbst aus. Ein so irres Volk wird nicht mehr lange überleben können…

  10. Wie „nachhaltige Kriegsführung“ geht, haben sie in Ruanda und Burundi Anfang der 90er vorgemacht – da haben sich 900 000 mit Macheten und Knüppeln niedergemetzelt ! Hutus gegen Tutsi, eine Stammesfehde !

  11. Dann werden sie Arbeit bekommen, endlich. Türen eintreten, Autos mit Verbrennungsmotoren abschleppen, oder zumindest demolieren, Wohnungen durchsuchen usw. und sofort. Da können sie auch gleich die Handvoll Munition verschießen, über die sie verfügt.

  12. Gegen wen muss Deutschland beschützt werden? Wir haben doch unsere ständigen Beschützer, und gleichzeitig Besatzer hier. Also ihr schlauen lieben Mitbürger hier in Deutschen Landen, was soll die ständige Diskussion über eine Bundeswehr, wo Deutschland bis heute nicht souverän ist. Wir brauchen die Bundeswehr für Auslandseinsätze in der ganzen Welt denn Deutschland kämpft mal wieder für den ,,Weltfrieden“.

  13. Die Verblödung hat unerträgliche Ausmaße angenommen!
    Deutschland nicht vor dem AUS sondern bereits im AUS!

  14. Wenn mir beim Lesen das Wort »NACHHALTIG« vor die Augen kommt, drück‘ ich weg, oder schlage die Lektüre zu! Ich kann diesen Schwachsinn nicht mehr hören und lesen!

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