Mittwoch, 12. Juni 2024
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Die Gespensterdebatte um eine Friedenslösung für Gaza

Die Gespensterdebatte um eine Friedenslösung für Gaza

Straßenszene aus Gaza: Hasserfülltes Entwicklungsland trotz Milliardenhilfen (Symbolbild:Imago)

Viele fühlen sich berufen, für „Palästina“ eine Friedenslösung zu finden – vor allem für den Gazastreifen. Als vordringlich wird ein Waffenstillstand mit einem weitergehenden Gewaltverzicht gehandelt. Ja, aber den gab es doch schon vor dem 7. Oktober 2023. Kein israelischer Soldat befand sich im Gazastreifen; er war über 15 Jahre sogar gänzlich judenfrei. Was wollen Palästinenser eigentlich mehr? Wollen sie noch freier sein?

Für die Palästinenser solle es eine “Zweistaatenlösung” geben, heißt es immerdar. Was ist damit gemeint? Neben Israel gibt es den Staat Palästina bereits. Oder meinen sie zwei Palästinenserstaaten – den Gazastreifen und das Westjordanland? Sollen beide auch politisch getrennte Wege gehen, so, wie sie schon geographisch getrennt sind? In Gaza herrscht die Hamas, in der Westbank wäre es nicht anders, wenn es dort freie Wahlen gäbe – die Mahmoud Abbas dort seit über 16 Jahren wohlweislich nicht zulässt (die Umfrageergebnis pro Hamas sind auch dort ganz eindeutig). Insgeheim ist für die meisten Araber ein “freies Palästina” erst erreicht, wenn es kein Israel und keine Juden mehr geben. Zumindest für das Westjordanland  streben das viele erste an; Doch würde das den Palästinensern, die vom “Zweistaatenregelung” reden, genügen? Nein.

Palästinensische Bevölkerungsexplosion wird ausgeblendet

Denn Israel wurde nicht vom Westjordanland, sondern vom Gazastreifen aus angegriffen, wo die Palästinenser längst unter sich sind. Wenn von einer “Friedenslösung” die Rede ist, meinen Palästinenser grundsätzlich das (politisch auch vor 1948 nie “frei” oder autonom gewesene) Palästina – ohne das Land Israel. Diese angestrebte faktische Ein-Staaten-Lösung würde aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht friedlicher sein – weil sich dann die Fatah und Hamas bis aufs Blut bekämpfen, wie man 2007 sah. Wer also von Zweistaatenlösung fabuliert, sollte sagen, was er damit meint… und wie “Nahost” damit friedlicher werden soll, wo dort auch ganz ohne Israel seit Jahrzehnten Kriege und Instabilitäten dominieren, auch zwischen den Arabern und den Muslimen untereinander!?

Völlig ausgeblendet wird in der Debatte das Wichtigste: Die Bevölkerungsexplosion. Als ich mit meinem letzten Artikel in einem Halbsatz anmerkte, dass die Bevölkerung des Gazastreifens derzeit “abnimmt” – der Krieg fordert eben durchaus viele Opfer –, täuschte ich mich zwar nicht; aber der Bevölkerungsverlust hält sich in Grenzen: In den sechs Wochen des Gegenschlags der IDF im Gazastreifen seit dem Massaker vom 7. Oktober kamen 11.000 Menschen ums Leben; pro tausend Einwohner verzeichnet das Land 30,5 Geburten pro Jahr. Bei 2,1 Millionen Einwohnern sind das jährlich 64.050 Geburten; alleine auf sechs Wochen des Krieges umgerechnet waren das 7.340 Geburten. Die Bevölkerungszunahme wurde also nur geringfügig aufgehalten, wenn man die neutralisierten Terroristen und Terroristen abzieht (die von der Hamas natürlich den “Zivilisten” zugerechnet werden) dürfte sind sogar netto gestiegen sein. Wer von “Völkermord” fabuliert, sollte das im Hinterkopf behalten.

Vom “Führer” nichts gelernt

Auf jede Palästinenserin kommen durchschnittlich 3,5 Kinder. Ohne Kriegsverluste würde die Bevölkerung im Jahr 2050 um eine Million auf über drei Millionen zunehmen. Doch schon jetzt ist der Gazastreifen übervölkert. Man fragt sich, ob hinter dem Fortpflanzungseifer wie am Fließband ein System steckt? Auch Hitler forderte Kinder für den Führer und ließ dazu unter anderem den „Lebensborn“ schaffen – um sich dann als angebliches „Volk ohne Raum“ im russischen Osteuropa ausbreiten zu wollen. Wie wir wissen, ging das schief. Die Zahl der deutschen Bevölkerung nahm durch den Krieg ab und das Land wurde kleiner, nicht größer. Wir bezahlen den Palästinensern doch die Schulbücher – steht diese Lehre aus unserer eigenen Geschichte dort – außer den judenverhetzenden Abbildungen und Geschichtslügen – eigentlich auch drin? Anscheinend nicht; Hitler wird in Gaza und vielfach anderswo in Nahost noch immer als Vorbild gefeiert. Werden die Palästinenser gegen Israel erfolgreicher sein als der von ihnen verehrte “Führer”? Der Versuch ist (ab)strafbar!

Wie will Palästina künftig seine drastisch zunehmende Bevölkerung ernähren? Vor dem An-griffskrieg auf Israel wurde der Gazastreifen mit täglich 500 Lastwagenladungen versorgt. Bei drei Millionen Menschen wären täglich mehr als 750 Lastwagenladungen nötig, weil der Häuser- und Straßenbau es nicht einmal ermöglicht, in bisherigen Gärten Gemüse anzubauen; es müsste im Gegenteil sogar noch mehr importiert werden. Eine Option wäre, es den Holländern nachzumachen: Per Landgewinnung, etwa durch Poldern und Aufschüttungen. Also nicht durch Eroberungen im Nachbarland, sondern dem Meer Land abzutrotzen. Aber das würde ja Arbeit machen; diese überlässt man lieber anderen.

Keine Rückendeckung von den Arabern – warum wohl

Wie Palästina schon bisher gefördert wurde, ist hinreichend oft berichtet worden und kann beispielsweise hier, hier, hier, hier, hier und oder hier nochmal nachgelesen werden: Größter Geldgeber war die EU mit jährlich 681 Millionen Euro, darunter vor allem Deutschland. Doch auch aus den USA und selbstverständlich aus Katar und Iran flossen Milliarden an die Palästinenser und wurden auch für ihre Aufrüstung verwendet, wie “Capital” am 13. Oktober 2023 in einem empfehlenswerten Beitrag aufzeigte. Wer sich anschauen will, was sie mit diesem Geld gemacht haben, musste seit jeher nur einen Blick auf Gaza werfen – das bereits vor dem aktuellen Krieg ein dysfunktionaler Slum mit Terrorinfrastruktur war.

Wie lange wohl werden die geburtenfreudigen Palästinenser noch von anderen Ländern aufgenommen, die ebenfalls nicht gerade an Bevölkerungsarmut leiden? Fast doppelt so viele Palästinenser wie die fünf Millionen in Palästina leben in anderen Ländern – darunter laut “Redaktionsnetzwerk Deutschland” auch bei uns: Bundesweit sind es geschätzt 175.000 bis 225.000 Menschen aus Palästina.

Ein Vorschlag zur Güte

Allein in Berlin mit 35.000 bis 45.000 etwa ein Fünftel davon”, heißt es da weiter, und: “Viele von ihnen gelten entweder als staatenlos oder besitzen die Nationalität eines anderen arabischen Landes, in das sie zuvor geflüchtet sind, etwa des Libanon, Jordanien oder Ägypten.“ Hat es ihnen dort unter arabischen Freunden nicht gefallen – und warum nicht? Und die nächste Lieferung steht bereits ins Haus: Die Ministerin des Äußersten Baerbock trifft dazu schon aktive Vorbereitungen.

Wie wäre es stattdessen mit einem Vorschlag zur Güte: Erstens, die Palästinenser verzichten erstens auf ihr faktisches Geburten-„Geschäft” zu Lasten Dritter und bekommen endlich einmal ihre Bevölkerungszahl in den Griff. Zweitens rebellieren sie einmal mit der gleichen Skrupellosigkeit gegen ihre Führung, so wie sie es gegen Frauen, Kinder und Landwirte jenseits ihrer Grenze taten. Drittens akzeptieren sie im Westjordanland jüdische Siedler, wie ja auch wir palästinensische „Siedler“ in Deutschland akzeptieren müssen. Und viertens verzichten sie auf ihr Vorhaben, Israel von der Landkarte zu tilgen. Dann kann fünftens Frieden einkehren und sechstens Palästina weiterhin von der Weltgemeinschaft durchgefüttert werden. Amen.


Dieser Artikel erscheint auch auf der Webseite des Autors.

9 Antworten

  1. “Die Kinder im Gazastreifen sterben in Scharen, nicht, weil Israelis sie ermorden, sondern weil es so viele von ihnen gibt.” Schritt eins der Entmenschlichung: Man höre auf, Kinder als Kinder mit Namen und Gesichtern zu betrachten. Man betrachte sie stattdessen als Zahlen und Statistiken.
    Schritt zwei der Entmenschlichung: Die Tatsache, warum es so viele junge Palästinenser gibt, ist, wie wir hier erfahren, keine normale Entwicklung einer menschlichen Gesellschaft. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die hohen Geburtenraten bei den Palästinensern eine Anomalie darstellen. Diese Anomalie kann nach Meinung des Autors nur durch eine militante Politik erklärt werden, nämlich durch die Politik des Pronatalismus der palästinensischen Führer. Kurz gesagt, Palästinenser werden als Menschen dargestellt, die, wie wir bereitwillig sagen, ihre eigene Fortpflanzung und damit ihre Kinder zur Waffe machen.
    Die Logik dahinter ist klar, wenn auch bösartig. Man erinnere sich daran, dass der Angriff auf den Gazastreifen, einschließlich des Aushungerns und Tötens von Zivilisten, in den Augen der USA – Israels wichtigstem westlichen Verbündeten – einen Kollateralschaden in Bezug auf das Recht Israels darstellt, Selbstverteidigung auszuüben. Lassen wir dabei einfach mal außer Acht, dass Israel nach internationalem Recht eine militärische Besatzungsmacht ist und daher “Selbstverteidigung” keine anwendbare Rechtfertigung für die Anwendung von Gewalt gegen die besetzten Gebiete ist. Jetzt kombiniere man das mit palästinensischen Kindern die von der Wiege an Teil einer Strategie der langfristigen Kriegsführung mittels Bevölkerungswachstum sein sollen. Von hier aus muss man nur noch zwei Punkte miteinander verbinden, um zu dem Schluss zu gelangen, dass es völlig akzeptabel wäre, “Selbstverteidigung” gegen Kinder auszuüben, weil sie schließlich eine “Waffe” darstellten. Auch wenn es dem Autor nicht gelungen ist, den moralischen Abgrund zu durchdenken, den diese Argumentation aufreißt, ist dieses Scheitern allein schon beschämend aufschlussreich.
    In Wirklichkeit mussten die Palästinenser lernen, ihre Kinder als ihre Zukunft zu verstehen, mit einer Vordringlichkeit, die Menschen, die in der Vergangenheit nicht systematischen ethnischen Säuberungen, Apartheid und Völkermord ausgesetzt waren, möglicherweise nicht verstehen werden. Das Massaker an diesen palästinensischen Kindern durch israelische Täter dann tatsächlich den palästinensischen Opfern in die Schuhe zu schieben, weil sie es angesichts der unerbittlichen Unterdrückung gewagt haben, sich zu vermehren, ist erbärmlich zynisch.

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  2. Seit 75 Jahren werden Debatten um den Frieden in Nahost geführt und Verträge geschlossen, nur um sie umgehend wieder zu brechen. Es hat keinen Sinn, wieder und wieder darüber zu reden. Es muss einfach nüchtern festgestellt werden, dass, solange es Araber in der ehemaligen osmanischen Provinz Palästina gibt, es dort keinen Frieden mit Israel geben wird. Wer von Israel verlangt, sein recht auf Verteidigung mit den Mitteln des Krieges aufzugeben, verlangt die Selbstaufgabe und letztlich den Mord an den in der region ansässigen Juden und Christen.

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  3. Viele Kinder heißt viele neue Attentäter. Und wenn die nicht Terrorisieren wollen werden sie als Propagandamittel benötigt. Wenn der grüne Müll wieder mal ein Attentat verübt hat. Und sich Danach hinter und unter Frauen und Kindern versteckt. Eine Gruppe die vom Dachverband der Islamistender UN seit ca. 70 Jahren einen Status verliehen bekommen hat, der Vererbbar ist. Damit das Geschäftsmodell Opfer besser läuft. Die haben viele Jahrzehnte KEINEN Frieden gewollt. Weil das Opfern mehr Geld einbringt. Ein eigenen Staat ? Da müssten die Arbeiten fällt also Aus.

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  4. Ergänzend werden hier die historischen Entwicklungen und Befindlichkeiten mal etwas ausführlicher beleuchtet:
    https://www.achgut.com/artikel/eine_kurze_geschichte_des_palaestinensischen_volkes

    Es würde sehr zur Meinungsbildung helfen, wie in diesen beiden Artikeln Fakten darzustellen, statt sich wie in einigen anderen Artikeln (auch hier zuvor) in der bloßen Wiederholung einseitiger Propaganda mit dem Anspruch, die einzig wahre Wahrheit zu verkünden, die der Leser jetzt aber gefälligst anzunehmen haben, weil: sonst Antisemit, Hetzer, wasauchimmer

  5. Das eigentliche Problem ist der Politische Islam und das nicht nur in Israel sondern weltweit!
    So langsam begreifen immer mehr Länder und Völker, dass das ganze auf eine Entscheidung für die freiheitliche demokratische Welt zuläuft. Entweder man unterwirft sich dieser barbarischen Doktrin im Deckmantel einer Religion, wie es sich die die gefährlichen verwirrten linken Träumer wünschen und dabei nicht begreifen, dass das ihr politischer und physischer Tod bedeuten würde, warnenden Beispielen wie Iran, Indonesien etc, zum Trotz, oder man stellt sich endlich diesem vormittelalterlichen Wahnsinn entgegen! Andere Lösungen gibt es nicht, denn der Politische Islam fordert die Weltherrschaft und die Vernichtung der für sie “Ungläubigen“! Je eher dass das die freie fortschrittliche Welt begreift und entsprechend reagiert, desto weniger unschuldige Opfer wird es noch geben!

  6. Palästinenser besetzen unser Land ? Wäre mir neu und ist eine Verharmlosund der inzwischen 500.000 mosaischen Eindringlinge aus USA und sonstwoher, die die arab. Bevölkerung dort drangsalieren und töten. Seit vielen Jahrzehnten und auch aktuell.
    Gegenvorschlag: Judenmörderland D übernimmt die Verantwortung endlich selbst , anstatt von Judenhass bei Moslems aufzubauschen. Selbst im Iran gibt es eine grosse jüdische Gemeinde. Auch in Istanbul.
    Die vom Opfer zu Tätern gewordenen Landräuber alle nach Drutschland, Deutsche xafür auch enteignen und vertreiben.
    Warum denn nicht ?
    Juden sind doch so wertvoll und wissen alles und bereichern die deutschen Schlafmützen und Parksünderverpetzer

    Im Gegenzug gehn die Palis dinfach von D wieder zurück in die Heimat.
    Deal ?

  7. Die israelische Armee kündigte verstärkte Luftangriffe auf den Gazastreifen an.
    Das ist besser als mit Bodentruppen rein zu gehen.
    Israel hat dn längeren Atem und hat tausende Hamaskämpfer als Faustpfand in den Gefängnissen.
    Aus dem Libanon droht Israel viel mehr Gefahr.
    Die Hamas hatte schon verloren als sie den Krieg begonnen hat.