Donnerstag, 25. Juli 2024
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Die Lehren aus dem Vietnamkrieg werden im Ukrainekonflikt perfektioniert

Die Lehren aus dem Vietnamkrieg werden im Ukrainekonflikt perfektioniert

Leid der Zivilbevölkerung im Vietnamkrieg (Foto:Wikicommons)

Die USA haben ihre Intervention in Vietnam aus mehreren Gründen erfolglos abbrechen müssen. In den folgenden Angriffskriegen haben sie zwar den Kapitalfehler nicht wiederholt, aber wirklich erfolgreich waren auch diese nicht. Dennoch ist es ihnen gelungen, zumindest medial zu siegen. Wird das mit der Ukraine auch gelingen? Der Vietnamkrieg war der erste, der von soviel unkontrollierter Berichterstattung begleitet worden ist. Das hat die Stimmung in den USA stark beeinflusst und zu massiven, teilweise unkontrollierbaren Protesten gegen diesen Krieg geführt. Das darf als einer der wichtigsten Faktoren gewertet werden, warum sich die USA schmählich aus diesem Krieg zurückziehen und ihn verloren geben mussten. Daraus haben sie etwas gelernt. So durften zum Beispiel aus dem Irak-Krieg nur handverlesene Journalisten „berichten“. Es wurde der „embedded journalist“ installiert, der nur noch berichten konnte und durfte, was das Pentagon erlaubte.

Auf diese Weise kamen keine Grausamkeiten oder schreckliche Bilder aus dem Irak in die amerikanische Öffentlichkeit. Zumindest, bis Julian Assange mit Wikileaks das korrigierte. Wie wichtig die Kontrolle über die Medien vom Pentagon gesehen wird, beweist der schändliche Umgang mit Assange. Er ist eine Warnung an alle Journalisten, besser nicht über Kriegsverbrechen zu berichten, die Washington geheim halten will.

Totale Kontrolle über die Ukraine-Berichterstattung

In diesem Sinne muss die Berichterstattung über die Ukraine während der letzten zehn Jahre gesehen werden. Schon die Berichte über den Putsch auf dem Maidan waren unerträglich einseitig. Im Weiteren gab es praktisch keine Berichte über die mörderischen Angriffe der Kiew-Armee auf Zivilisten im Osten der Ukraine. Bis heute werden die tausenden Toten Zivilisten dort nicht thematisiert, als hätte es sie nie gegeben. So wurde von Anfang an dafür gesorgt, dass der Eindruck gar nicht erst aufkommen konnte, die russischsprachigen Ostukrainer würden für ein gerechte Sache kämpfen, gar ihre völkerrechtlich garantierten Menschenrechte verteidigen.

Dann die Märchen über die Krim. Von Anfang an wurde gesagt, die Volksabstimmungen dort könnten nicht rechtmäßig sein und die Wahlergebnisse seien durch die anwesenden russischen Soldaten erzwungen gewesen. Zweimal. Es wurde behauptet, Russland hätte zu diesem Zweck zehntausende Soldaten auf die Krim verlegt. Das stimmt nicht, denn in Sevastopol waren rechtmäßig 16.000 russische Soldaten stationiert und es wurden keine weiteren dorthin verlegt. Aber die Lüge hat im Westen nach wie vor Bestand. Nicht thematisiert wurde der Fakt, dass die Krim der einzige Ort in der gesamten Ostukraine war und ist, an dem kein Schuss gefallen und niemand ermordet worden ist. Auch der Fakt wird bis heute unterdrückt, dass die Krim der einzige Ort in der gesamten Ukraine ist, wo es den Menschen besser, viel besser geht als vorher, als die Krim noch zu Kiew gehörte.

Wählerstimmen können nicht mit Geld gekauft werden – Politiker schon

An dieser Stelle noch ein Wort zu „erzwungenen“ oder “gekauften” Wahlergebnissen. Wähler können nur „gekauft“ werden, mit Wahlversprechungen, die dann nicht eingehalten werden. Die Stimme eines Wählers kann mit Geld nicht gekauft oder erzwungen werden. Der Wähler steht sichtgeschützt, wenn er sein Kreuz macht. Er faltet seinen Wahlzettel und wirft ihn die Urne und niemand kann sehen, wo er sein Kreuz gemacht hat. Da müsste schon jemand direkt hinter ihm stehen und zusehen, wenn er seine Wahl trifft.

Wenn bei einer solchen Wahl betrogen wird, dann bei der Auszählung der Stimmen. Im Gegensatz dazu kann aber ein Politiker gekauft oder gezwungen werden, denn sein Abstimmungsverhalten ist dokumentiert. Zumindest dann, wenn eine namentliche Abstimmung abgehalten wird. Wer wollte also so blöd sein, einem Wähler Geld zu geben für seine Stimme oder Zwang auszuüben, was er dann aber nicht kontrollieren kann?

Selektive Berichterstattung ist auch eine Lüge

In welcher Art die westlichen Medien mit Nachrichten umgehen, zeige ich am Beispiel des 25. Februar 2024. Wir dürfen erfahren: In Ägypten sind drei Menschen bei einem Fährunglück ums Leben gekommen. Bei der Preisverleihung der Berlinale gab es einen „Antisemitismusskandal“, weil es der amerikanische Filmemacher Ben Russel gewagt hat, das Vorgehen Israels als Genozid zu bezeichnen und das Publikum hat applaudiert. Putin jagt Baerbock mit einer Drohne. In der Kiew-Ukraine gab es Luftalarm. Was wir nicht erfahren: Wie viele Zivilisten sind in Gasa durch Israels Angriffe ums Leben gekommen. Wie viele Zivilisten sind in Donezk durch Beschuss der Kiew-Armee ums Leben gekommen und es gab Tote dort. Was wir zwischen den Zeilen lesen können: Weil nicht über tote Zivilisten in der Kiew-Ukraine berichtet wird, hat es keine gegeben. Wenn es denn einzelne zivile Todesopfer in der Kiew-Ukraine gibt, wird immer darüber berichtet. So stelle ich fest, dass sehr selektiv über zivile Opfer berichtet wird, je nachdem, wem die Schuld dafür zugeordnet wird.

Und nun drehen wir die Sache mal um. Es gibt die Videos, wie russische Kriegsgefangene von Kiews Soldaten gefoltert und ermordet wurden. Andauernd beschießen Kiews Soldaten Zivilisten nicht nur in der Ostukraine, sondern auch im russischen Mutterland. In Mariupol haben Banderisten wahllos auf Zivilisten geschossen, viele sind ermordet worden. Würde darüber genauso berichtet, wie es im Vietnamkrieg der Fall war, dann wäre die Stimmung im Westen eine ganz andere, als sie durch die gezielte Nachrichtenunterdrückung hergestellt worden ist. Aber es ist noch schlimmer. Die Lüge über angebliche russische Massaker in Butcha wurde über Wochen verbreitet. Nachdem Kiew sich geweigert hat, die Namen der Toten in Butcha zu nennen, war offensichtlich, dass es sich um ein Lügengebilde handelt. Und was geschieht? Die Lüge von Butcha wird dem Vergessen übergeben und nicht korrigiert.

Ukrainische Verbrechen gibt es nicht

Nachdem der Abschuss der IL 76 mit ukrainischen Kriegsgefangenen eindeutig einem US-amerikanischen Patriot-System zugeordnet werden muss, ist auch dieser Aufschrei im Orkus des Vergessens begraben worden. Auch diese Barbarei würde bei angemessener Berichterstattung die Stimmung im Westen zu Ungunsten Kiews beeinflussen. Der Beispiele gäbe es noch viele weitere. Die selektive Berichterstattung bewirkt, dass die Menschen vor allem in Deutschland davon abgehalten werden, sich ein eigenes Bild darüber machen zu können, wer tatsächlich Verbrechen begeht.

Während in der Kiew-Ukraine seit zwei Jahren kaum einhundert Zivilisten durch russischen Beschuss ihr Leben verloren haben und über jeden einzelnen berichtet wird, herrscht weitgehendes Stillschweigen über zehntausende ermordete Zivilisten in Gasa, Frauen und Kinder. Aber es ist ein Aufreger, wenn es jemand wagt, das einen Genozid zu nennen.

Die zweite Lehre aus dem Vietnamkrieg wurde missachtet

Präsident Putin hat in dem Interview mit Tucker Carlson gesagt, der Westen hat den Medienkrieg gewonnen. Ja, man hat seine Lektionen aus dem Vietnamkrieg gelernt und perfektioniert. Nicht nur, dass ehrliche Nachrichten nicht mehr zugelassen werden, werden Lügengebilde erfunden und verbreitet. Und wenn nachgewiesen wird, es unleugbar ist, dass es sich um Lügen handelt, wird darüber der Mantel des Schweigens gelegt. So bleibt die Lüge im Bewusstsein der Medienkonsumenten verankert. So wird auch die Tatsache aus der Diskussion gehalten, dass die BRD 15 Milliarden Euro an die Ukraine schenken wird und auf der anderen Seite den Bauern eine einzige Milliarde an Steuererleichterung weggenommen werden soll. Neuschulden werden offen diskutiert, aber der Einwand, diese wären überflüssig, wenn nicht zig Milliarden an die Ukraine geschenkt würden, wird in Diskussionen nicht erlaubt. Milliarden an ein Land, dem Deutschland nichts schuldet und das zweifellos das undemokratischste und korrupteste Europas genannt werden darf.

Die USA haben den Vietnamkrieg auch deswegen verloren, weil es ihnen nicht gelungen ist, die Kontrolle über die Medien zu behalten. Im Ukrainekonflikt hingegen hat der kollektive Westen die absolute Kontrolle über die Medien – außer den „alternativen” (und es gelingt nicht, diese stillzulegen). Es ist ein Medienkrieg, in dem der Westen die Oberhand hat. Weil es sich aber als schwierig bis unmöglich erwiesen hat, diese mediale Überlegenheit nach Russland hineinzutragen, wird Russland diesen Krieg gewinnen. Und Russland wird wie die Nordvietnamesen den Krieg gewinnen, weil sie wie die Nordvietnamesen ihre Heimat, ihre Kultur und ihr Land gegen die geplante Vernichtung durch fremde Mächte verteidigen. Das wäre noch eine Lehre, die man aus dem Vietnamkrieg hätte ziehen können, aber das haben Arroganz und der unbedingte Wille zur Weltherrschaft verhindert.


Dieser Beitrag erschien zuerst auf Anderweltonline.

12 Responses

  1. Fast jeder Satz in diesem Posting ist beweisbar falsch und russische Propaganda.
    Die Ukrainer wollten und wollen seit 2014 mit deutlicher Mehrheit nach Westen in die EU.
    Das ist keine amerikanische Propaganda, das kann jeder in der Ukraine bestätigen und es war aus den Wahlergebnissen klar erkennbar.
    Was heute nicht erkennbar ist, ist aber, ob die Bewohner der Ost-Ukraine und der Krim überhaupt unter die Herrschaft Putins wollen. Wenn das so sicher wäre, könnte Putin eine Abstimmung unter UN Beobachtern zulassen. Das wird er aber nicht wagen. Vielleicht hätte es 2014 noch gestimmt, heute stimmt es sehr wahrscheinlich nicht mehr.
    Die Ukrainer haben gesehen, wie die Wahlen in Belarus 2020 zugunsten von Lukaschenko gefälscht wurden. Das wollen sie nicht auch noch ausprobieren.

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    1. Jeder kann glauben was er will. Und wenn Sie das, was sie da von sich geben, wirklich und ernsthaft glauben, dann ist das leider doch etwas lachhaft uninformiert. Erst kürzlich kam es raus, wer in Kiev von welchem Hoteldach auf wen geschossen hat. Kann man ignorieren. Wer hat ab ca. 2015 etwas 15 Milliarden Dollar in den “Aufbau” der Ukraine gesteckt? Kann man auch ignorieren. Und wollen Sie etwa auch ignorieren, wer seit fast zehn Jahren in den ostukrainischen Gebieten Anschläge militärischer Art auf die Zivilbevölkerung durchgeführt hat? Wissen Sie, daß Oppositionsparteien in der Ukraine verboten sind? Daß Waffen, die Frankreich geliefert hatte, schon kurze Zeit später auf dem Schwarzmarkt verkauft worden sind? Kann man alles ignorieren. Man kann sich ein hübsches und angenehmes Weltbild zusammenbasteln und nur das wahrnehmen, was man möchte, klar. Kann man machen. Na dann weiter viel Freude dabei und vielen Dank für Ihren erheiternden Beitrag. Aber ernstnehmen?

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    2. Dann ganz feste die Augen zukneifen und mit dem Fuß aufstanpfen, dabei “Nein, Nein, Nein…” rufen.
      Gucken sie sich die Vorgeschichte zu den Wahlen 2014 doch an. Ein einziges stelldichein und Schaulaufen westlicher Politiker. Ich sage nur Victoria “fuck the EU” Nuhland. Die Wahlergebnisse von 2014! Dort war ähnliches zu sehen wie es hier in Deutschland kommen wird, denn der Osten dürfte mehrheitlich “blau” wählen. Wenn dann Berlin Truppen nach Sachsen & Thyringen schickt…
      Dort der böse Russe, hier die Nazis…. Das rechtfertigt natürlich alles!!

    3. Noch mal zum Verständnis für die nicht so hellen Kerzen auf der Torte https://de.wikipedia.org/wiki/Beziehungen_zwischen_der_Ukraine_und_den_Vereinigten_Staaten Damit man lernt, unsere “Freunde” etwas besser einzuschätzen https://www.watson.ch/wissen/international/517116406-7-verdeckte-operationen-von-cia-und-fbi-die-kaum-zu-fassen-sind und das fängt gleich nach dem 2. WK an und besteht bis heute. Früher OSI heute CIA https://www.zeit.de/wissen/geschichte/2010-11/osi-bericht-nazis

  2. Die USA wissen, sie würden auch diesen Krieg verlieren. Also wurde, in weiser Voraussicht, nur die Lunte angezündet. Den Rest überlässt man den dummen Deutschen.

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  3. danke – hier ist jedes Wort wahr, auch wenn es manchen nicht paßt, wie man sieht. Trotzdem war und ist es so, und nicht anders. Wir haben mit diesem Krieg nichts zu tun, aber unser Land wird u.a. damit vollständig ruiniert.

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  4. Russland hat sich immer an die mit dem Westen geschlossenen Verträge gehalten. Russland ist immer ein verläßlicher Partner gewesen. Lasse mich aber gern eines anderen belehren, sollte ich da etwas verdreht haben.
    Nur der Westen hat vielfach Verträge gebrochen und sich auch an Absprachen nicht gehalten. Zum großen Teil unter dem Druck der USA. Selbst jetzt, wo wir Milljarden in der Ukraine für Waffen und korruption versenken, liefert der Russe z.B. noch Gas in die EU.
    Ohne die Intervention der USA wäre Russland evtl. schon EU-Mitglied. Wir werden dumm und klein gehalten.
    Alles nur wegen der Vorherschaft der USA.
    Wann wachen wir auf??

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    1. Das hat Tradition.
      Auch die Indianer haben sich immer an die Verträge mit der US-Administration gehalten, gebrochen wurden die Verträge durch die US-Regierung. Der schlimmste Fall endete mit dem Trail of Tears.
      Und auch die Biowaffen der USA haben Tradition, bis zurück zur Kolonialzeit, als die britischen Truppen den Indianern mit Blattern versuchte Decken schenkten.

  5. In 12 CIA-Geheimbasen an der russischen Grenze steht das ukrainische „Nervenzentrum“
    https://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/unsichtbare-front-cia-errichtet-zwoelf-geheime-spionagebasen-in-der-ukraine-entlang-der-grenze-zu-russland_id_259713203.html

    Die CIA hat laut Medienberichten in der Ukraine nahe der russischen Grenze mehrere Spionagebasen errichtet. Auch soll der US-Geheimdienst in unterirdischen Bunkern ukrainische Spione ausbilden.

    Wie „The Telegraph“ berichtet, hat der US-Geheimdienst CIA in der Ukraine zwölf geheime Spionagebasen entlang der russischen Grenze aufgebaut, die als „Nervenzentrum“ der ukrainischen Militärs im Krieg agieren. Zudem wurde enthüllt, dass die US-Behörde über acht Jahre hinweg in unterirdischen Bunkern, die tief in den ukrainischen Wäldern verborgen sind, ukrainische Geheimdienstoffiziere ausgebildet und ausgerüstet hat.

    Laut „New York Times“ soll die CIA diese Basen auch vollständig finanziert und zum Teil ausgestattet haben. Diese Basisstationen seien in der Lage, russische Spionagesatelliten aufzuspüren und die Kommunikation zwischen russischen Kommandeuren zu belauschen. Ihre Aufgabe besteht darin, Berichte an die CIA zu senden.

    Ignoriert vom Mainstream: Die CIA leitet Sabotageakte in Russland an
    https://report24.news/ignoriert-vom-mainstream-die-cia-leitet-sabotageakte-in-russland-an/

    1. Sehr interessant. So ähnlich wie die verbotenen Gain-of-Function-Labore der USA ausgelagert wurden, sind die Militärs nun quasi direkt vor Ort. Wäre typisch Ami.