Donnerstag, 23. Mai 2024
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Hauke Habeck und das Logbuch der Woche

Hauke Habeck und das Logbuch der Woche

Jeder blamiert sich, so gut er kann: Deutschlands politisches Spitzenpersonal vergangene Woche im Einsatz (Screenshots:Youtube)

Robert im Rausch. Wer hätte das gedacht. Nicht nur, dass sein Uralt-Roman jetzt gegen Gebühr vom Staats-TV versilbert wird, nein, gerade noch rechtzeitig vor wichtigen Urnengängen haben ihm die umherirrenden Wirtschaftswaisen in der allgemeinen Düsternis noch ein Lichtlein angezündet. Da grünet Hoffnungsglück im Konjunkturtale. Die gerade eben noch kleinlaut gesenkte Wachstumsprognose des Schrumpfweltmeisters wird wieder aufgestockt. Von optimistischen 0,1 auf euphorisierende 0,3 Prozent! Es handelt sich also um nichts weniger als die Verdreifachung des Wachstums! Putin und Jinping werden erblassen. Sogleich hat Robert das marginale Widerhäkchen am Ende seiner monströs abfallenden deutschen Wachstumskurve beim Klassenfeindportal Twitter/X präsentiert. Mit dieser honeckeresken Harpune wird er zweifelsohne die abtauchende deutsche Industrie zurück an Bord holen. Einfach sein Ding – der Wahlfang.

Überhaupt steht Hauke Habeck, das nordische Windlicht, nirgends so gern wie vorn am Bug. Kurz vorm Abheben, wie einst „Eddie the Eagle“ am Schanzentisch… nur eben maritim. Mal trotzt er von dort Horden von wilden Eingeborenen, die seinen Landgang verhindern wollen, mal kämpft er heldenhaft mit der Gischt, die ihm die Leute vom Protokoll von einer Pulle Schampus bei der Schiffstaufe versprochen haben. Ein „Offshore-Schiff“ war es, das ihm da hingestellt wurde. Offshore-Schiff…also etwas ganz Spezielles. Etwas, das nicht nur an Land, sondern auch im richtigen Wasser was hermacht. Das Lastenfahrrad der globalen Schifffahrt. Nach Inbetriebnahme soll es zu den aufragenden Subventionspimmeln übersetzen, die jetzt als Salzwasserreaktoren deutscher Bauart die Atomkraft ersetzen. Nur wenn‘s bläst, natürlich.

Der Schaumgeborene hat geliefert

Passenderweise soll die Innovation der stolzen Seefahrernation „Impulse“ heißen. Den in nationalistischem Blau angestrichenen Kahn von EnBeWe einfach treudeutsch „Impuls“ zu nennen, wäre wahrscheinlich zum Haldenwangschen Verdachtsfall geworden. Dann kam was immer kommt, wenn Grüne zur Tat schreiten. Der Ritter von der traurigen Gestalt kriegt sein Seepferd auf dem Weg zu den Mühlen im Wind einfach nicht in Gang. Nach einem Doppel-,Triple-, Quattro- und Pentawumms der extra gefertigten stählernen Exekutionsmaschine baumelt die grüne Flasche unter Gejohle am seidenen Faden herab und droht onshore zu ejakulieren. Die Sektpulle natürlich. In dieser hoffnungslosen Konstellation schließlich zeigt sich der Wirtschaftsminister als Macher, ergreift die Initiative und bringt die Sache händisch zu Ende. Söhnlein Brillant, der Schaumgeborene, hat geliefert.

Der – sich zur Zeit auffällig oft an Wertschöpfung herantastende – Scholzomat wird’s ihm innerlich gedankt haben. Sein unter den resignierenden Augen einer asiatischen Angestellten und vor zahlreichen Kameras in einer Bosch-Fabrik unternommener Versuch, eine fehlende Schraube mit einem Akkuschrauber einzudrehen, („Wenns ruckelt, einfach festhalten!“), verblasste angesichts der live übertragenen Performance des Kinderbuchautors im Ostseewind. Ebenso wie sein linkisches Bohren eines besonders dicken Bretts in Dresden mit etwa baugleichem Gerät. Der knittrige Kanzler kann einfach machen, was er will. Immer bietet sich das perfekte Sinnbild. Das vermochten auch seine leitenden Mitstreiter nicht aufzupolieren.

Steinmeier am Bosporus: Zeitgleich den Säbel schwingen und doch die Ehre verlieren

Das von Peking kategorisch ausgeladene Völkerrechts-Lenchen hat in ihrer Paraderolle als weiblich zu lesender Elefant non grata im diplomatischen Porzellanladen nun ersatzweise den Israelis erklärt, wie es in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft so aussieht und was sie als Nazis der Neuzeit zu tun und vor allem was sie zu lassen haben. Jetzt hat sie auch dort Hausverbot. Kein „Präsidenz-“, sondern der Regelfall bei unserer Außentourette. Auch der originale Präsidenzfall Steinmeier ist nicht minder eindrücklich in Erscheinung getreten. In Istanbul. Als Dönerspießbürger. In einer Anwandlung sozialistischen Politbüro-Humors hat er das gemischte Hack im XXL-Format an den Bosporus geschleppt und den Türken vor Ort vorgeführt, wie man den Säbel handhabt und trotzdem dabei die Ehre verliert. Ungefähr so originell die ganze Aktion wie weiland die Idee von “Erich dem Lockeren”, der 1987 die von Herrn Lindenberg geschenkte Lederjacke kurzerhand mit einer Schalmei (???) konterte. Wahrscheinlich das rockigste Utensil, das dem Dachdecker bei seinen abgenommenen Paraden damals begegnet war. Deutschlands Humor bleibt eben so geschmeidig wie ein gefrorener Fleischklumpen.

Schlussendlich hat sich diese Woche auch Emilia Fester – die zweifellos peinlichste aller Legehennen im Bundesstall – mit einem neuen Fremdschämbeitrag zu Wort gemeldet. Mit gewohnt intellektueller Schärfe weist sie in einem ihrer ungeheuer zeitgeistigen Reels nach, wie hervorragend 15.000 Euro Steuergelder für ihr politisches Wirken investiert sind: Sie röhrt, würgt und kotzt vor einem AfD-Symbol im Bundestag herum, und ehe man seinen Augen und Ohren trauen mag, ist es schon wieder vorbei. Schluss. Das hallt nach. Würde sie derlei leitkulturelle Bereicherungen freilich zur Prime-Time bei den Öffentlich-Rechtlichen zur Aufführung bringen, bekäme sie nach aktuellen Marktpreisen für die trendigen Zeichensetzungen glatt 50.000 Euro oder mehr auf die Kralle. Hat jedenfalls ein Whistleblower aus der Rapperszene angesichts des innovativen “FCKADF”-Shirts verlautbart, das irgendein staatstragendes Sprechgesangsexemplar dort ins Bild setzte. Irre mutig! Da muss sich Emilia was einfallen lassen. Vermutlich kackt sie nächste Woche zu Klängen der Toten Hosen zwecks Erbauung des demokratischen Bundestagssektors Alice Weidel aufs Fahrrad. Nichts ist unmöglich.

12 Antworten

  1. Ist dieses weltfremde, ideologische, inkompetente ,bösartige, asoziale und schamlose Politik-Material eigentlich unsere Strafe für 60 Jahre Wohlstand, der in der Welt Neid hervorrief??
    Nein, nichts ist unmöglich und undenkbar in diesem deutschen Universum des Irrsinns.

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    1. Nach fünfzehn Jahren hat er’s rausgefunden, der Typ ist ein Idiot. Und dann lügt er noch diesen Schwachsinn herunter, man könne sich alle zwei bis drei Jahre wieder einen Schrotthaufen vom Amt finanzieren lassen.
      Zweifellos läuft im BeDaZ gerade so ziemlich alles schief was schief laufen kann, dass sollte man sich aber dann doch besser von einem Rocco Burggraf erklären lassen und nicht von diesem Humorbefreiten und Hirnentkernten Dummbabbler.

  2. Mir fehlen die Worte.
    Dieses dumme Geschmeiß müsste komplett im Anti-Bürger-Graben am Reichtag entsorgt werden.
    Vorher Krokodile reinsetzen. Oder Pirhanas.
    Sollte der Graben noch nicht fertig sein, Betonstiefel und ab in die Spree.
    Ich ertrage den Scheiss nicht mehr. 🙁

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  3. Pi mal Daumen werden es wohl -0,5% werden. Also das Wirtschafts”wachstum”.
    Nächstes Jahr um diese Zeit wird man uns das mitteilen und als Erfolg verbuchen.

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  4. danke du grüßonkel….
    „Kalifat ist die Lösung“ in Hamburg:
    Mehr als 1.000 Islamisten wollen Kalifat und Scharia einführen
    In Hamburg wurde deutlich, was einige Islamisten fordern: ein Kalifat in Deutschland. Ein Großaufgebot der Polizei begleitete die Kundgebung. Hubert Aiwanger nannte die Versammlung „verfassungsfeindlich“.
    do guck na:

    „Allahu Akbar“-Rufe in Hamburg: Mehr als 1.000 Islamisten wollen Kalifat und Scharia einführen
    Die Hamburger Polizei sorgte bei der muslimischen Kundgebung für einen geregelten Ablauf

    Rund 1.100 Menschen versammelten sich im Stadtteil St. Georgen zu der Kundgebung und folgten damit dem Aufruf der Gruppe „Muslim Interaktiv“. brachten Schilder mit: „Kalifat ist die Lösung“, „Muslime schweigen nicht“ oder „Nein zur Wertediktatur“ geschrieben stand, wie die „Welt“ berichtet.
    Islamisten-Demo für Faeser: „Schwer erträglich“

    Zudem riefen die Teilnehmer immer wieder „Allahu Akbar“ („Gott ist groß“) im Chor. Damit bestätigten sie häufig die Verkündungen der Redner auf der Kundgebung.

    Auf einigen Fahnen der Teilnehmer stand das islamische Glaubensbekenntnis, die Schahada. Auffällig war auch, dass sie oftmals den Zeigefinger in die Höhe streckten, der sogenannte Tauhid-Finger. Im Islam ist dieser ein Symbol für die Einheit und der Einzigartigkeit Gottes.

    Während der Kundgebung war nach Angaben vom „Tagesspiegel“ ein Großaufgebot der Polizei vor Ort und sorgte für einen friedlichen Ablauf. Zwischenfällen habe es nicht gegeben.
    Redner warfen der deutschen Politik und Medien vor, „billige Lügen“ zu verbreiten und „feige Berichterstattung“ zu betreiben.

    Der Verfassungsschutzchef Thorsten Voß vermutet, dass „Muslim Interaktiv“ eine enge Verbindung zur Hizb ut-Tahrir-Bewegung hat. Ihr Ziel ist es, in Deutschland ein Kalifat zu errichten und die Scharia einzuführen. Schon seit mehr als 20 Jahren ist die islamistische Bewegung hierzulande verboten.
    Aiwanger: „Gehört unverzüglich aufgelöst“

    Auf dem Kurzbotschaftendienst X/Twitter kommentierten neben vielen aufgebrachten Bürgern auch der stellvertretende bayerische Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) die Kundgebung. Er bezeichnete die Versammlung als „verfassungsfeindlich“ und als Versuch, Demokratie und Menschenrechte abzuschaffen. Daher hätte die Polizei die Demonstration vor Ort „unverzüglich auflösen“ und die Teilnehmer möglichst abschieben sollen.
    — Hubert Aiwanger (@HubertAiwanger) April 27, 2024

    Eine Nutzerin fragte sich: „Was würde passieren, wenn Rechtsextreme in Hamburg marschieren würden? Was unterscheidet radikale Islamisten von Rechtsradikalen? Nichts. Also warum lassen Hamburg und seine Bewohner das zu?“

    Der Nutzer Lexa mit über 32.600 Anhängern bezeichnete die Tolerierung der Kundgebung als „erschreckend“. Sie hätten unmissverständlich gesagt: „Akzeptiert den Islam, oder es ist mit euch vorbei“.

    Impressionen vom Islamisten-Aufmarsch in #Hamburg. Es ist erschreckend! Radikale Islamisten organisieren eine Demo in Hamburg und fordern ein #Kalifat. Ganz deutlich wird es ausgesprochen, „akzeptiert den Islam, oder es ist mit euch vorbei“.

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  5. Passend zum hervorragenden Artikel, mal was zum Lachen:

    Robert Habeck bei “Wer wir Millionaer?” KI Parodie

    und Annalena zeigt ebenfalls ihr Wisssen bei Jauch:

  6. Köstlicher Beitrag. Am Montagmorgen gibt es meistens nichts zu lachen. Hauke Habeck. Den Rest der Mischpoke ist in die Tonne zu treten. Ohne Ausnahme. Was das Blamieren angeht, noch mehr kann sich Deutschland kaum lächerlich machen, die Welt lacht sich auch so schon schlapp und das seit Jahren. Auch wenn dies die Altparteien dazu animiert, über sich selbst hinauszuwachsen.