„Die Zeit“ zur Impfquote: Fachblatt für die Verwaltung seelenloser Biomasse

Bill Gates auf Protestplakat, London April 2021 – Foto: Imago

Daß die „Zeit“ zu einer Zeitgeistpostille geworden ist, die ihr früherer Herausgeber, der verstorbene Altkanzler Helmut Schmidt, in den schärfsten Worten geißeln würde, darf man als gesichert annehmen. Der Souverän und seine Grundrechte sind zur Nachrangigkeit geworden. Gedacht und geschrieben wird in solchen Begrifflichkeiten wie „Gesellschaft“, „Gruppe“, „Kollektiv“ und „Staat“. Einen abstoßenden Beleg für diese Behauptung lieferte Christian Endt mit einer „Analyse“ der Impfquote und den daraus resultierenden, unvermeidlichen „Zwängen“. Die Medienkritik.

Warum Deutschland ein Problem mit der Impfquote hat„, titelte Endt. Sofort fragt man sich, wie es wohl kommt, daß sich bei der „Zeit“ jemand für ein Problem interessiert, das Deutschland hat. Ist doch sonst nicht so? Meistens hat die Menschheit, der Planet und das Weltklima ein Problem mit Deutschland. Die Ethnien, die Frauen, die Minderheiten – alle haben sie in der „Zeit“ normalerweise ein Problem mit Deutschland. Und auf einmal hätte Deutschland selbst ein Problem? Mit der Impfquote gar? Wie nun dieses? Der geübte Linkenkenner weiß, warum das so ist: Für den „Zeitler“ hat Deutschland immer nur dann ein Problem, wenn er glaubt, die Behauptung, daß es eines habe, ließe sich für seine eigenen Absichten instrumentalisieren. „Deutschland hat ein Problem“ – und in der „Zeit“-Redaktion ist es jemandem aufgefallen. Humba-humba-humba-täterää … – diese Sorgen aber auch.

Deutschland und sein Problem

Na gut, Deutschland hat also ein Problem mit seiner Impfquote. Warum? Die einleuchtendste Erklärung, die einem auf die Schnelle dazu einfällt, ist die, daß Deutschland gefälligst ein Problem mit seiner Impfquote zu haben hat, weil sich die „Zeit“ – wie auch der „Spiegel“, Wielers RKI und Drostens Charité – mit einem erklecklichen Sümmchen von der Bill & Melinda Gates-Stiftung hat sponsern lassen. Bill Gates ist der globale „Master of Impfstoff“, Finanzier von GAVI, dieser der „Impfallianz der Pharmahersteller“ und größter privater Einzelspender an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Als solcher darf er bei der WHO über die Verwendung seiner großherzigen Spenden bestimmen. Pecunia non olet, Geld stinkt nicht – und es stinkt noch nicht einmal dann, wenn dafür die ganze Redaktion beim Thema Impfung stinkt. Da darf dann sogar „Deutschland“ ein Problem haben. Bill Gates hat nämlich keine Gegenleistungen erwartet für seine Spende an die „Zeit“. Von früh bis spät ist Bill Gates ein Philanthrop und nichts als ein Philanthrop. So wahr mir Gott helfe. Es kann ihm nur darum gegangen sein, der „Zeit“ bei ihrem hochmögenden Unterfangen zu helfen, auch weiterhin ganz und gar unabhängigen Journalismus zu betreiben. Was wäre ich für ein Schwein, dem guten Christian Endt zu unterstellen, daß er eine brave Auftragsarbeit abgeliefert haben könnte. Grunz-grunz …

Wahrscheinlich liege ich aber mit meiner misanthropischen Unterstellung daneben. Christian Endt hätte in seiner „Analyse“ sicher geschrieben, daß Deutschland wegen Bill Gates ein Problem mit der Impfquote hat, wenn das wahr wäre. Niemals würde man nämlich ausgerechnet bei der „Zeit“, dieser vor Anstand und Redlichkeit nur so strotzenden Zeitgeistpostille, wichtige Aspekte eines Problems unterschlagen, das Deutschland hat. Spott & Hohn …

Edelmutige Analyse

Nein, Deutschland hat – und man muß es Christian Endt einfach glauben – deswegen ein Problem, weil es in Deutschland noch viel zu viele, gottverdammte %!*’§~ – Deutsche gibt, die der Ansicht sind, daß ihr Leben, ihre Lebensrisiken und vor allem ihre Körper grundgesetzlich davor geschützt seien, vom Staat respektive einer sittlich degenerierten Regierung in eine Teilmenge zu verwaltender Biomasse der Quantität 83 Millionen umdefiniert zu werden. Bei den Ungeimpften handelt es sich ganz einfach um dumme Renitenzler, die nicht richtig denken wollen. Der edelmütige Christian Endt „analysiert“ richtig. Warum ist das so? Weil sich bei der „Zeit“ noch nie jemand geirrt hat. Das Verlagsgebäude der „Zeit“ ist die Heimat allen Überblicks. Damit könnte ich es eigentlich gut sein lassen. Jedoch enthält Endts „Analyse“ ein paar solche Schmankerl, daß es schade wäre, schon aufzuhören.

Ein paar Endt-Zitate, so schön, daß sie nichts von ihrer Schönheit verlieren, wenn man sie aus dem Zusammenhang herausreißt. Den Zusammenhang habe ich ja oben schon erläutert.

  1. Niemand weiß genau, wie viele Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft sind. Auf jeden Fall zu wenige. Beides verhindert einen raschen Weg aus der Pandemie.„, schreibt Endt in seinem Teaser.

Nach allen Regeln der konsistenzbefreiten Rabulistik ist das zwar hübsch analysiert, leider aber trotzdem falsch. Was den raschen Weg aus der Pandemie verhindert, ist die Tatsache, daß Leute wie Endt nicht wahrhaben wollen können, daß es eine Pandemie, die diese Bezeichnung verdient, nie gegeben hat und bis heute nicht gibt. Wäre das anders, dann hätte man sich gerade bei der total unabhängigen „Gates- Zeit“ ganz sicher auf das „Data Mining“ des Diplominformatikers Marcel Barz gestürzt, der in einem Vortrag über die „Rohdaten der Pandemie“ zu einem grotesk falschen Ergebnis gekommen sein müsste. Die Gelegenheit, über die Demontage von Barz zugleich alle „Coronaleugner“, „Impfverweigerer“ und „Querdenker“ als totale Trottel zu outen, hätte man sich bei der „Zeit“ todsicher nicht entgehen lassen, wenn das möglich gewesen wäre. Dumm für Christian Endt: Es war offensichtlich nicht möglich. „Correctiv“ und etliche andere haben es versucht – und sind dabei krachend gescheitert. Die Pandemie, von der Christian Endt schwadroniert, ist realiter nichts anderes als eine dieser „konstruierten Realitäten“, ein nach allen Regeln der kognitions- & massenpsychologischen Kunst medial installiertes „Narrativ“, das niemals als solches entlarvt werden darf angesichts der Folgen, die das für Auftragsschreiber wie Endt hätte. Der Mann schreibt nicht, um zu verkünden, was wahr ist, sondern weil er sich seinen Broterwerb erhalten muß. Meinereiner würde sich mit seinem Artikel nicht einmal mehr den unmaskierten Hintern abwischen vor lauter Angst vor einer analen Lügeninfektion. Für eine Medienkritik eignet er sich gerade noch.

Angst vor der analen Lügeninfektion

  1. Wie viele Menschen in Deutschland sind inzwischen gegen das Coronavirus geimpft? Genau weiß das niemand. ( … ) Es wäre wünschenswert zu wissen, wo man steht. Stand jetzt weiß man das aber nur so ungefähr.“ – ist doch egal, „Zeit“-Christian. Wo die „Zeit“ steht, ist allgemeiner Wissensstand, außer bei den „Zeit“-Lesern. Das weiß „man“ ganz genau. Das ist das wichtigste, wenn es um Deine „Analyse“ geht. Zur Sache: Bundesgesundheitsminister:in Jens Spahn hat höchstselbst eingeräumt, daß man die Geimpften nicht einfach ebenfalls weitertesten könne, weil die Pandemie sonst niemals aufhört. Mit anderen Worten und unter Berücksichtigung der heiligen Verhältnismäßigkeit: Impfen ist für´n Arsch. Deine Analyse ist nicht einmal mehr für den etwas.
  2. Die Impfquote ist noch immer zu niedrig, um Notlagen im Winter komplett ausschließen zu können. Sie liegt deutlich unter der Quote in vielen anderen europäischen Ländern. So sind in Spanien mehr als 90 Prozent der Erwachsenen mindestens einmal geimpft, in Dänemark 95 Prozent, in Portugal gar 98 Prozent.“ – und das ist krass zu wenig, um auf einen Inzidenzwert höher als 500 zu kommen. Auf Gibraltar hatten sie eine Impfquote von 115 Prozent. D.h. daß alle mindestens doppelt geimpft gewesen sind und einige sogar ein drittes Mal. Der Inzidenzwert lag danach trotzdem bei 600.

  3. Und Modellierungen zeigen, dass eine höhere Impfquote erforderlich wäre, um eine erneute Überforderung des Gesundheitssystems durch zu viele Covid-Patientinnen und -Patienten ausschließen zu können. Denn die Impfstoffe schützen sehr gut vor einer schweren Erkrankung. Zwar kommt es immer wieder vor, dass sich auch Geimpfte infizieren, doch diese müssen nur selten wegen ernsthafter Beschwerden im Krankenhaus behandelt werden – die Impfungen reduzieren das Risiko hierfür schätzungsweise auf ein Zehntel.“ – „erneute Überforderung“ ist glatt „gelog:innen und gelogen“. Es gab vorher noch nie eine. Zu den Tricksereien im DIVI-Zentralregister hat Marcel Barz hervorragende Aufklärungsarbeit geleistet. Zur angeblich 95-prozentigen Wirksamkeit des BioNTech-Impfstoffs übrigens auch.

Die Überforderung gab es nie

Weniger als 0,3 Prozent aller Covid-Patienten mussten überhaupt wegen schwerer Erkrankungen im Krankenhaus behandelt werden – und ein Zehntel davon wiederum würde Gauland als „Vogelschiss“ bezeichnen, der die Frage nach der Verhältnismäßigkeit notwendig macht. Erfunden wurde dafür der Begriff des „symptomlos Erkrankten“. Der „symptomlos Erkrankte“ in Problemdeutschland ist ungefähr das, was im unproblematischen Afghanistan der islamlose Taliban wäre. Warum die keine Intensivstationen in Kabul verstopfen, das fragt man sich übrigens. Angeblich sind sie allesamt ungeimpft. Wahrscheinlich hilft Allah gegen die Überforderung des afghanischen Gesundheitssystems besser als jede Spritze. Jedenfalls scheint das Pandemie-Narrativ nicht überall auf so viel Begeisterung zu stoßen wie in Problemdeutschland. Obwohl überall auf der Welt der gleiche Grundsatz gilt: Ein jeder will erben, aber keiner will sterben.

  1. In den Vereinigten Staaten gibt es eine Impfpflicht für das Gesundheitswesen, für die Bundesverwaltung und für Mitarbeiter von Firmen, die Staatsaufträge annehmen. Kanada verbietet Ungeimpften, Zug zu fahren und zu fliegen. Frankreichs Präsident übt mit einem Gesundheitspass ebenfalls Druck auf Ungeimpfte aus.“ – in den USA gibt es außer einer „Impfpflicht für das Gesundheitswesen …“ auch einen Fake-Präsidenten namens Joe Biden. Solange es den noch gibt, gibt kein vernünftiger Mensch etwas auf das, was es in den USA sonst noch gibt. Die Kanadier werden noch nicht einmal in den USA ernstgenommen – und in Frankreich üben die Ungeimpften wegen des Gesundheitspasses Druck auf den Präsidenten aus. In Australien haben sie sich völlig verrannt und sind dabei, einen ganzen Kontinent in ein riesiges Schutzhaftlager zu verwandeln wegen des Pandemie-Narrativs, einem der schädlichsten Narrative der Menschheitsgeschichte – und in Neuseeland machen sie wegen dieses Narrativs noch schlimmere Erfahrungen mit Frau Jacinda Ardern, als sie Problemdeutschland mit Frau Angela Merkel zu machen hatte. Aber gut: Wenn die USA schon für irgendeine Begründung herhalten sollen, die für Problemdeutschland von Relevanz wäre, warum dann ausgerechnet bei der Impfpflicht und nicht beim privaten Schußwaffenbesitz?

Schädlichster Narrativ der Menschheitsgeschichte

  1. Zwischen dem Bundesland mit der höchsten (Bremen) und dem mit der niedrigsten Impfquote (Sachsen) klafft inzwischen eine Diskrepanz von mehr als zwanzig Prozentpunkten„. – Har-har-har, der war gut. Inzidenzwerte Bremen und Bremerhaven, aktuell am 12.10.21: 65,1 und 255,4 (!). Bundesweit: 65,8. Sachsen gesamt: 85,3. Niedrigster Wert: 44 Höchster Wert: 183. Selbst unterstellt, der Inzidenzwert würde ein Infektionsgeschehen statt eines Testgeschehens abbilden: Dem alarmistischen Gehalt der Endt-Info über die Diskrepanz bei der Impfquote zwischen Bremen und Sachsen lassen diese Inzidenzwerte die Luft raus.

Aber gut. Zur „Zeit“ und ihrer fehlenden Glaubwürdigkeit (nicht nur) beim Thema „Pandemie & Impfung“ habe ich oben schon alles gesagt. Die sechs Zitate am Schluß waren nur noch geeignet, aufzuzeigen, was sie mit diesem Endt für einen eingestellt haben. Wirklich interessant wäre einmal eine Serie von Einzelinterviews mit den dortigen Schreiberlingen, bei der es um die Frage geht, wie man sich eigentlich so fühlt als „Angehöriger“ eines einst renommierten Intelligenzblattes, wenn einem die Fakten sämtliche schönen Realitätskonstrukte unter den Füßen wegspülen. Wahrscheinlich müsste man schon bei der Terminplanung ihre zivilreligiösen Gebetszeiten berücksichtigen. In meiner Kindheit habe ich mir übrigens gern die Fernsehserie „Lieber Onkel Bill“ angesehen.

3 KOMMENTARE

  1. @Deutschland hat also ein Problem mit seiner Impfquote. Warum?
    weil die Kanzlerin der Herzen im Auftrag von Gates Bill ausgegeben hat, es werden 7 Mrd Menschen genetisch therapiert. Und da ist jeder falsch, der die Spritze verweigert.
    Da fällt mir eine:
    A. es sind ja rund 7,5 Mrd heute – also sollen 0,5 Mrd ungespritzt bleiben.
    Und diese Zahl wiederum kenne ich von den Georgia Guidestones- dort lies die Elite in Stein meißeln, daß sie rund 500 Mio Sklaven benötigt, um sich die Hand aus der Sonne legen zu lassen – die anderen 7 Mrd sind überflüssig und können ruhig gespritzt werden.
    B: die 500 Mio ungespritzten können übrig bleiben – die anderen müssen demzufolge gespritzt werden

    Und hier liegt das Problem mit der Impfquote – sie muß auf 100% getrieben werden.

    Warum ist ja egal – die Seuche dient nur der Schockstrategie – zu finden ist sie nicht – wie viele vermuten – in den Zahlen und Krankenhäusern, sondern in der gewandelten Definition der WHO.
    Das ist so, wie wenn sie zurückdenken vor 10 Jahren sind sie mit 50 km/h ruhig und sicher zu ihrer Garage gefahren und waren ein vernünftiger Fahrer.
    Heute sind sie damit ein wahnsinniger Raser – nicht weil sie schneller fahren oder es auf der Straße gefährlicher geworden wäre – sondern weil irgend jemand entschieden hat, sie dürfen nur noch 30 Fahren und ein Schild aufgestellt hat!

    Wer hat nochmal entschieden, daß eine „pandemische Lage“ als Voraussetzung für Ausgangs- und Kontaktsperre und mRNA-Spritze existiert ?

  2. Ich wollte euch nur mal mitteilen, das ich ein Gegner von Zwangsimpfungen bin. Aber weil ihr die Linken so instrumentalisiert wie einige von denen euch, sage ich ich euch, ich bin ein Linker!

  3. DANKE!
    Es war ein wahres Vergnügen den Text zu lesen !!

    Wer noch die Zeit liest, ist selber schuld – und nicht mehr zu retten -.
    Vor 20 Jahren habe ich sie gekündigt und keinen Augenblick bereut.

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