Donnerstag, 18. April 2024
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Fossile Wissenschaftsmärchen

Fossile Wissenschaftsmärchen

Kohleförderung im Tagebau: Die “Nachhaltige” Neubildung fossiler Brennstoffe erscheint hochplausibel (Symbolbild:Pixabay)

Was wäre, wenn Erdöl und Erdgas gar nicht fossilen Ursprungs und damit auch gar nicht erschöpfbar wären? Die Seifenblase der „grünen Energie“ und des “Green Deal“ würde für den letzten Akademiker sichtbar zerplatzen. Der austroamerikanische Astrophysiker Thomas Gold (1920-2004) hat vor über einem Vierteljahrhundert plausible Indizien vorgelegt, die die Klassifikation in „erneuerbare“ und „fossile“ Energieträger zu einer Fehlwahrnehmung machen. In Wirklichkeit seien Erdöl, Erdgas und Steinkohle sich selbst erneuernde Stoffe aus einer heißen Biosphäre im Inneren unseres Planeten. Fossilen Ursprungs sei lediglich die Braunkohle.

Thomas Gold hatte nicht immer Recht. Aber meist trafen seine non-konformistischen Theorien, die er aus ausgeklügelten Experimenten entwickelte, zu. Jahrzehnte später drehte dann die wissenschaftliche Welt bei. 1946 entdeckte er, dass die Frequenzanalyse unseres Hörens nicht im Gehirn, sondern bereits im Innenohr erfolgt. Die Messung otoakustischer Emissionen bestätigte seine Analyse Ende der 1970er Jahre. 1955 erkannte er die Instabilität der Rotationsachse unserer Erde, die wahrscheinlich vor etwa 500 Millionen Jahren im Erdzeitalter Kambrium die Entstehung aller höheren Lebewesen ermöglicht hat. Im gleichen Jahr sagte er auch korrekt die Konsistenz der Mondoberfläche voraus. 1968 war er der erste Physiker, der hinter Pulsaren rotierende Neutronensterne vermutete. Die jeweils zunächst empörte Ablehnung seiner
Thesen nahm er gelassen. Gold hatte keine Angst, falsch zu liegen.

Bildung von Kohlenwasserstoffketten bedarf keiner Pflanzen

Fünf Jahre vor seinem Tod schockierte Thomas Gold noch einmal die Fachwelt: Erdöl und Erdgas würden als eine Art urzeitlicher Sirup aus den im Erdinneren vorhandenen Kohlenwasserstoffen unter Mitwirkung hitzeresistenter Mikroben kontinuierlich entstehen und damit nahezu unerschöpflich sein. Auf zahlreichen Himmelskörpern unserer Galaxis haben Astrophysiker Methanseen nachgewiesen; ein Beweis dafür, dass es für die Bildung von Kohlenwasserstoffketten keiner
Pflanzen bedarf. Die Tatsache, dass in den vergangenen Jahrzehnten weltweit ständig neue Lagerstätten erschlossen werden konnten, ist ein weiteres Indiz, dass Gold mit seiner Erklärung der Entstehung richtig liegen dürfte. Die gängige Lehrmeinung, dass diese Energieträger aus der Zersetzung organischer Stoffe unter hohem Druck in der Frühzeit der Erde („fossil“) hervorgegangen seien, kann nicht zutreffen. Größe und Lokalisation der Lagerstätten sind durch abgestorbene Pflanzen und Tiere gar nicht plausibel erklärbar.

Wenn man nun noch den bis heute gültigen Energieerhaltungssatz ins Feld führt, dann zerfällt auch die Milchmädchenrechnung der „erneuerbaren“ Energien. In geschlossenen Systemen kann Energie in andere Formen umgewandelt werden, aber die Menge der Energie bleibt gleich. Die Energie, die ein Windrad antreibt, fehlt an anderer Stelle; die Sonneneinstrahlung, die auf ein Solarpaneel auftrifft und in elektrische Energie umgewandelt wird, erwärmt die darunterliegende Fläche nicht mehr. Die Natur schickt keine Rechnung, wir zahlen aber dennoch unseren Preis. Und wie sollte ein Energieträger wie Wasserstoff eine günstigere Ökobilanz als Öl oder Gas haben, wenn er nicht nur genauso transportiert, sondern noch dazu unter hohem Energieaufwand hergestellt werden muss?

“Science Court” als unabhängige Instanz?

Thomas Gold hat früher als andere erkannt, dass unsere heutige Experten-Wissenschaft mit immer schmaleren Erkenntnisnischen eine Fehlentwicklung ist. Wegen des stark verengten Blickfeldes und der Befangenheit von Experten wandte er sich gegen das Peer-Review-System, in dem Neues von Fachkollegen beurteilt wird. Schon ein halbes Jahrhundert früher hatte Albert Einstein, nach seiner jahrelang verschleppten Ernennung zum Professor, erklärt, dass er jetzt unter den „Huren“ angekommen sei. Der von Gold ins Spiel gebrachte „Science Court“ aus Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachgebiete als Entscheidungsinstanz könnte dem abhelfen.

Die Erkenntnisse von Thomas Gold, die schon viele Windmühlen der gelenkten Wissenschaft zum Einsturz gebracht haben, sind geeignet, auch den Irrweg der Windräder zu beenden. Die Frage ist nur, ob dies noch rechtzeitig geschehen wird, bevor Ideologen und korrupte Pseudowissenschaftler unsere Zivilisation in die Steinzeit zurückgebaut haben.

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Der obige Text ist ein Auszug aus dem neu erschienen Buch der Autoren “Wer schweigt, hat schon verloren. 56 Essays, die Dein Denken verändern”.

12 Antworten

  1. Die Vermutung das Erdgas und Erdöl aus dem Erdinneren stammen könnten hatte ich schon länger. Warum weis ich nicht. Da ich aber immer kritisch die durch den jeweiligen Zeitgeist durchwucherte Wissenschaft betrachte bin ich oft sehr misstrauisch. Ich halte eigentlich nur die Mathematik als objektiv gegeben. Alle Modelle sind eben nur Modelle. Besonders skeptisch bin ich bei Modellen die durch Computer erstellt werden. Computer sind eben Black Boxes.

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  2. Da kommen Sie aber mit einem uralt-Hut an.
    Bereits Stalin hatte die sowjetische Akademie der Wissenschaft beauftragt zu erforschen, ob “fossile” Energien sich regenerieren oder “damals” einmalig entstanden seien. Das Ergebnis war genau das, was Sie jetzt als “neue Erkenntnis” zu verkaufen suchen.
    Ich erinnere mich auch daran, bereits in den sechziger Jahren ein Buch des Präsidenten einer der Öl-Firmen (Texaco, Exxon oder Standard-Oil) gelesen zu haben, in dem dieser zugab, daß die obige Erkenntnis korrekt sei….
    Also hat wieder einmal nur schlechter Journalismus und/oder Lobbyarbeit der Ölbranche das Bekanntwerden verhindert, das die Preise zu Gunsten der Verbraucher niedrig gehalten hätte.

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    1. “Lobbyarbeit der Ölbranche das Bekanntwerden verhindert, das die Preise zu Gunsten der Verbraucher niedrig gehalten.”

      Das stimmt natürlich. Trotzdem sollte man darüber nachdenken, ob man nicht vielleicht schneller verbraucht, als nachkommt. Maßhalten ist nicht gerade unsere Stärke heutzutage, aber das ist eine andere, wenn auch angrenzende Baustelle.

    2. …um das geht es hier nicht!
      Das ewige Narrativ um die ‘fossilen’ Energieträger ist so aktuell, wie nie zuvor.
      Die Entdeckungen der Methan-, Propan und Butanseen auf beinahe allen unseren Planeten und deren Monde bleiben schlicht unbeachtet.
      “Befangenheit von Experten”, das ist der Skandal!

  3. Prima Beitrag. Wie verhält sich das eigentlich mit Wasserkraft. Ist das nicht eine ideale Art der Energiegewinnung?

  4. Prima, daß das endlich einer breiteren Öffentlichkeit zugänglichgemacht wird. Ich erinnere mich an den Club of Rome, der in den späten Siebzigern postulierte, daß das Erdöl definitif (!) um die Jahrtausendwende zuendegangen sein würde. Nun, mehr als fünzig Jahre später, China und Indien sind motorisiert und Milliarden Leute fahren Millionen Autos mehr auf der Welt rum und alle tanken. Ich habe nichts gehört von größflächigem Versanden von Ölquellen. Und überdies findet man Öl an Stellen, wo nie vorher fossile Lagerstellen gewesen sein können. Aha. Kann es also sein, daß sich Öl auf anderen Wegen bildet? Da alternative Meinungen ihre Zeit brauchen, wird neben dem jetzt zu erwartenden Wutgeheul der üblichen Verdächtigen vermutlich einfach eine gewisse Zeit vergehen müssen. Ich wage mal eine Prognose. Ich bin jetzt 62 und wenn ich Glück habe, schaffe ich noch dreißig Jahre. Also werde ich im jahre 2054 mein Auto volltanken (Super 5) und dann zur Uferbar fahren. Es wird Frühling, Sommer, Herbst und Winter geben. Langstrecken-Luisa Neubauer ist dann auch schon über 50 und leicht angeknittert und ich gebe ihr dann einen aus und werde ihr erzählen, warum ich das 2024 alles schon wußte.

  5. Bei dieser Theorie habe ich schon vor Jahren “Bauklötzchen gestaunt”!

    Gewundert hatte ich mich schon lange, dass überhaupt so viel Wald und Pflanzen vorhanden gewesen sein sollen/müssen, die dann doch so viel Öl und Gas liefern können …

    Da war allerdings von einem ideologisch-dikatorischen “Grün-Durchmarsch” noch nicht die Rede und ich dachte nur: Mal abwarten …

  6. Der Herr Zillmer, was für ein großartiger Denker.
    Nicht nur zu diesem Thema, sondern auch zu anderen Themen, die die Welt kopfstehen lassen. Wer einen offenen Geist hat, der wird eine wahre Schatzkiste finden, wenn er sich auf ihn einlässt.
    Dass er keinen Quatsch erzählt, sieht man schon daran, dass er im sogenannten Mainstream keine gute Presse bekommt.

    Das Schöne an der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen ist, es entsteht Co2 und H2O.

    Das sind die Grundbausteine allen Lebens in der 3. Dimension.

    Wer CO2 bekämpft, dem Kohlenwasserstoffkreislauf entzieht, der ist ein Feind des Lebens, denn er will das Leben vernichten.

  7. Kleine Korrektur: bei der Erde handelt es sich nicht um ein geschlossenes System, in dem die Summe der Energie immer gleich bleibt, sondern die Erde erhält ständig eine erhebliche Enegiemenge von der Sonne, ein großer Teil hiervon wird mittels Strahlung an den Weltraum abgegeben.