Gender-Gaga jetzt auch in der Arzneimittelwerbung

Ohne korrekte Geschlechtsbezeichnung hauen die Nebenwirkungen gleich doppelt so stark rein… (Symbolbild:Imago)

RND, das besser mit „Regierungstreues Netzwerk Deutschlands” zu übersetzende „Redaktionsnetzwerk Deutschland”, wartet zum zweiten Weihnachtsfeiertag mit einer Meldung auf, die als Paradebeispiel dafür taugt, wie sehr inzwischen Lobbyisten und Aktivisten weltanschaulicher Splittergruppen in diesem Land an institutionellen Schaltstellen ihre Agenda vorantreiben, auch wenn diese mit den Überzeugungen, Bedürfnissen und vor allem realen Problemen der übergroßen Mehrheit nichts, aber auch gar nichts zu tun haben: Man verbirgt sich einfach hinter einem Verband, einer Organisation oder Branchenvertretung, beruft sich auf irgendwelche angeblichen abstrakten Forderungen aus deren Reihen – auch wenn es sich womöglich nur um absolute Einzelmeinungen handelt – und leitet daraus einen angeblichen Handlungsbedarf ab, den die geistesverwandten Komplizen an den politischen Schaltstellen dann nur allzu gerne aufgreifen und in Vorschriften und Gesetze umwandeln.

So berichtet RND heute, aus der deutschen Ärzte- und Apothekerschaft kämen „Rufe an die Ampelkoalition”, den Pflichttext bei der Arzneimittelwerbung, wonach zu Risiken und Nebenwirkungen „Arzt oder Apotheker” gefragt werden sollen, umzuformulieren. Stattdessen solle unbedingt eine „gendergerechte”, „geschlechtsneutrale” Bezeichnung gefunden werden, durch die Frauen und andere Geschlechter nicht ausgegrenzt würden. Man würde zu gerne wissen, wieviel Prozent der deutschen Apotheker und Ärzte sich an der bisherigen Sprachregelung, die noch das generische Maskulinum enthält und seit Generationen unbeanstandet war, eine solche Nonsensforderung wirklich erhoben haben sollen – ausgerechnet in einer Zeit, da der Gesundheitsbetrieb wahrlich ganz andere Probleme hat, von einem historischen Arzneimittelmangel bis hin zur immer noch massiven Überbelegung vor allem vieler Kinderkliniken.

Aufgeblasene Außenseiterstimmen

Eine Umfrage liegt hierzu freilich nicht vor, doch die ist auch gar nicht nötig: Es genügt, wenn einzelne Gender-Fanatiker vorpreschen, sich einige befürwortende Stimmen aus der Ärzte- und Apothekerschaft besorgen – und schon machen die Funktionäre brav Männchen, um die anscheinend so ungemein dringliche Initiative an die Politik weiterzutragen. Vom RND mit den zum vermeintlichen breiten Anliegen aufgeblasenen Außenseiter- und Einzelstimmen konfrontiert, rapportiert Ärztepräsident Klaus Reinhardt prompt: „Die gesetzlich vorgegebene Formulierung passt nicht mehr in die Zeit.” Denn schließlich sei heute „rund die Hälfte der Ärzteschaft weiblich”, deshalb sollte der Pflichttext durch eine „neutrale und dennoch leicht verständliche Formulierung” ersetzt werden. Auf dieselbe Weise wurde die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Gabriele Regina Overwiening, zur Rede gestellt, die sich natürlich – wie politisch korrekt-konformistisch von ihr erwartet – ebenfalls für eine Neufassung aussprach. Denn: Fast 90 Prozent der in öffentlichen Apotheken tätigen Beschäftigten seien Frauen, sagte Overwiening dem RND.

Dass der Frauenanteil in Apotheken zu allen Zeiten hoch war, stand allerdings nicht im Geringsten im Widerspruch zur bisherigen Formulierung „Arzt oder Apotheker” – weil das generische Maskulinum im Deutschen nun einmal elegant und simpel, grammatikalisch völlig korrekt, Männer und Frauen gleichermaßen inkludiert. Generationen von Frauen störten sich zu Recht nie hieran, bevor man ihnen in bildungsfernen oberflächlichen Zeiten wie diesen dann einzureden begann, hierin bestünde in Wahrheit eine sprachliche Diskriminierung, die dringend durch die bahnbrechende Errungenschaft des Genderns zu überwinden sei. Deshalb redet auch Overwiening ernsthaft von einem „rein männlichen Sprachgebrauch” in den Nebenwirkungshinweisen, der dringend durch eine „faire Sprachpraxis” ersetzt werden müsse.

„Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker“

Jahrzehntelang galt, dass der fast schon zum geflügelten Wort geratene Hinweis „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ durch das Heilmittelwerbegesetz gesetzlich geschützt und von Werbern nicht verändert werden durfte. Nun soll dies im Handstreich, auf einseitiges Verlangen von den überall in allen gesellschaftlichen Institutionen eingenisteten Genderaktivisten, passieren und den Deutschen damit eine weitere Sprachbevormundung zugemutet werden. Die Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, Christiane Groß, hat auch schon eine konkrete Idee für die Neuformulierung: „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie in Ihrer ärztlichen Praxis oder Apotheke nach.

Overwiening will stattdessen gar eine Kombination beider Geschlechter eingeführt sehen, die allerdings einen grundfalschen Sinn ergibt – weil sie eben nicht alle einschließt, sondern jeweils ein Geschlecht ausschließt: „Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker”.  Warum einfach-bewährt, wenn’s auch künstlich-verkrampft geht? Wieder einmal zeigt sich: Solange in diesem Staat das totalitäre Gendern ganz oben auf der politischen Craigslist des Schwachsinns steht, scheint es uns immer noch nicht dreckig genug zu gehen.

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13 Kommentare

  1. Man sollte diese Art der Meldung des RND als das anerkennen, was es eigentlich ist: einen weiteren ganz bewusst lancierten Versuch, möglichst zahlreiche Gräben in der Gesellschaft aufzureißen bzw zu vertiefen, und Konflikte zu schüren.

    Dann rangelt der Pöbel untereinander, derweil die Auftraggeber von RND und Konsorten weiter ungestört die „große Transformation“ vorantreiben können.

    Bei der Stasi hatte man diese Technik namens „Zersetzung“ bereits flächendeckend eingesetzt.
    Das SPD-Outlet RND und ähnliche Portale wie „Faktenchecker“ sind lediglich Werkzeuge zur Ausübung genau diesen einen Zwecks.

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  2. Rührend, daß hier noch immer was von Grammatik und Sprachlehre geschrieben wird. Sachlich alles richtig, aber nicht das Thema, weil es ums Zerstören und Destabilisieren des mentalen Fundamentes der Menschen geht.
    Gerade darum, vorrangig auch, um den Willen zu brechen, wird dieser sachlich irrsinnige Zinnober aufgeführt. Grammatikzitate fruchten da wenig, mit Prügel alleine ist es auch nicht zu korrigieren, wie schon ein bayerischer Satiriker vor langer Zeit wußte…
    Einzig:
    Macht Euch Gedanken, wie Ihr den Medikamentenkonsum einschränkt. 80% sind überflüssig.
    Sollte ein Arzt einen Mann fragen, wann er die letzte Periode hatte: Aufstehen, gehen, bei der Rezeption noch fragen, ob der Arzt bald kommt, man hätte nur einen Clown angetroffen.
    Analog natürlich für die Damen gleichermaßen: Fragt Euch ein Arzt, wann die letzte Prostataabtastung war: Abhauen, ganz schnell, könnte sonst lebensgefährlich werden.
    Im Ernst: Wollt Ihr allen Ernstes solche Kretinen und Kretins an Euch ranlassen? Die können Euch nicht helfen. Oder die renken sich wieder ein und besuchen Anatomie 1. Semester noch einmal neu. Natürlich in einer Universität, nicht einer modern(d)en Uniperversität…
    Und ja, ich lese so oft „ich niemals“: Da bin ich aber gespannt! Ich halte dagegen: Die gleiche feige Masse, wie beim Coronafaschismus, wird sich in den Betrieben und Amtsställen auch wieder ganz lieb fügen. In den Konzernsekten, vormals Unternehmen, ist das nämlich auf der Agenda ganz oben.
    Wenn der Chef einen Diversity Tag anordnet, werdet Ihr zu 90% mit Strap On für Damen und Strapsen für Herren dort auftauchen.
    Hat man vor einiger Zeit ja schon versucht: Männer sollten in Röcken kommen usw. Alle nicht besser, als Neuer oder Vettel, alle schön übers Stöckchen gesprungen!
    Es bleiben die gleichen, die sich dem komplett verweigern, ganz sicher!

  3. Ein Berlin, ein größter Berg von Exkrementen, mit samt seinen Lakaien aus Politik, Wirtschaft,
    NOGOs und sonstigen Faschisten braucht eine sehr große Spülung damit der bestialische Gestank einigermaßen neutralisiert wird.

  4. Sollte ich demnächst, wie Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt empfahl, Medikamente auf dem Flohmarkt kaufen müssen, dann werde ich unbedingt darauf achten, dass in der Packungsbeilage gegendert wird. Denn genau das ist es, was Deutschland von einem Dritte-Welt-Land unterscheidet.

  5. die EU wird sie auf ihren platz verweisen.
    auch bei arzneimitteln hat man sich ganz den EU-Regularien unterworfen.

    es gibt zig guidelines und templates zur gestaltung und readability von gebrauchs- und fach-informationen, für packungen und etiketten und sogar für brexit-betroffene arzneimittel.

    ausserdem würde sich die länge der beipackzettel-texte erheblich verlängern und sie passen jetzt schon kaum in dei schachteln. da wird um jeden buchstaben und jeden punkt der schriftgrösse gefeilscht.

    kleiner überblick:
    https://www.ema.europa.eu/en/human-regulatory/marketing-authorisation/product-information/product-information-reference-documents-guidelines

  6. ausserdem geht es um eine menge geld. der hinweis „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ hat sogar eine vorgegebene sprachdauer, die nicht als werbung zählt und bezahlt wird.

    ard und zdf und den privaten gingen bei einem längeren text werbeeinahmen verloren.

  7. Leute, jetzt geht’s ans Eingemachte!
    Die WHO will die Grundrechte und die Würde des Menschen streichen – kein Witz!
    Auf dem Kanal von Krissy Rieger soeben gehört. Seht euch das an. Es ist unfassbar.
    Bitte ÜBERALL verbreiten, besonders auch auf den Mainstreamkanälen für die, die sonst nix erfahren!

    YT-Kanal Krissy Rieger
    „Das ist beunruhigend! WHO Vorschriftenänderung!“

  8. Da ich keinerlei Fernsehen oder Radio mehr konsumiere und auch jegliche anderen Formate mit Werbeeinblendungen abblocke, habe ich diese Phrase mit Arzt oder Apotheker schon viele Jahre nicht mehr gehört. Deshalb ist mir das geplante Gender-Gaga auch egal. Ich habe für mich einen Leitspruch kreiert: Es ist die erste Bürgerpflicht: Wo gegendert wird, da hört (liest, schaut…) man nicht“. Punkt.

  9. „Halten Sie Ihr Maul und schlucken Sie den Scheiß!“ wäre eine dem Coronazeitenzeitgeist angemessene Formulierung.

  10. Eine gangbare Lösung wäre auch:Angesichts der politischen Risiken und Nebenwirkungen erschlagen sie die Regierung mit ihrem Arzt oder Apotheker

  11. Es muss sich niemand wundern, war es doch nur eine Frage der Zeit, bis „fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker“ durch die vom Genderwahn getriebenen Witzfiguren entdeckt und eine umgehende Angleichung bzw. unaussprechliche Verunstaltung gefordert wird, durch die “Frauen und andere Geschlechter (die es nicht gibt und niemals geben wird!!!) nicht ausgegrenzt werden“. Obwohl die deutsche TV-Werbung inzwischen extrem verkommen und angesichts der dort als alltäglich und völlig normal präsentierten Multi-Kulti-Familien und knutschenden gleichgeschlechtlichen Gestalten inzwischen nur noch als abstoßend empfunden werden kann, so bleibt doch die Hoffnung, dass wenigstens der Pflichttext der Arzneimittelwerbung noch halbwegs erträglich erhalten bleibt. Wie wäre es denn mit „… lesen Sie die Packungsbeilage oder wenden sich an Ihre Arztpraxis oder Apotheke.“?

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