Freitag, 14. Juni 2024
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Globalist im libertären Schafspelz: Mogelpackung Milei?

Globalist im libertären Schafspelz: Mogelpackung Milei?

Argentiniens neuer Präsident Javier Milei auf dem Balkon der Casa Rosada in Buenos Aires (Foto:Imago)

Der völlig überraschende Wahlsieg des Libertären Javier Milei in Argentinien hat bei vielen der linksstaatlichen Bevormundung überdrüssigen Europäern Freude und die Hoffnung ausgelöst, hier sei vielleicht der Beginn einer Trendwende hin zu individueller Freiheit und einer Bekämpfung globalistischer Übergriffe zu erkennen. Dies könnte sich jedoch als trügerisch erweisen. Keine drei Tage nach Mileis Amtsantritt zeichnet sich bereits Ernüchterung ab. Im Wahlkampf hatte er unter anderem versprochen, die Zentralbank abzuschaffen, den Dollar als Währung einzuführen und aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen.

Seine ersten Amtshandlungen bestanden jedoch darin, einen neuen Gouverneur für die Zentralbank zu ernennen, der zuvor bei der Deutschen Bank und JP Morgan beschäftigt war, und eine Vertreterin zum Weltklimagipfel nach Dubai zu schicken, die öffentlich und unmissverständlich klarstellte, dass die neue Regierung dem Pariser Abkommen treu bleiben und all ihre “Umweltverpflichtungen” erfüllen werde. Als Libertärer glaube Milei an die Kraft des Marktes – und dieser verlange “Maßnahmen gegen den Klimawandel”, so die Rechtfertigungs-Volte. Weiter bekräftigte sie, Argentinien werde sich an seine Verpflichtung halten, bis 2050 “klimaneutral” zu sein.

Zwei von drei Versprechen schon gebrochen

Von zweien der Hauptversprechen, die Milei im Wahlkampf abgab, ist also schon jetzt nichts mehr übrig. Zwar hat Milei die Anzahl der Ministerien von 21 auf neun reduziert; viel mehr als eine kosmetische Maßnahme ist dies aber erst einmal nicht. Angesichts der Tatsache, dass er seinen klaren Wahlsieg, mit dem niemand rechnen konnte, mit einer klaren und aggressiven Positionierung gegen das gesamte links-woke Establishment erreichte, ist dies zu wenig.

Das permanente Klimageschwätz, der immer weiter ausufernde Staat mit seiner alles erstickenden Bürokratie und seiner Förderung linker NGOs waren sein erklärtes Feindbild – doch er fügt sich, zumindest bis jetzt, mehr oder weniger nahtlos in die Rolle jedes beliebigen westlichen politischen Opportunismus ein, der stets das Gegenteil von dem tut, was er sagt, und einer stillen Agenda globaler Eliten in UN und anderen supranationalen Gremien folgt.  Entweder war Milei also von Anfang ein Lügner – oder er führt unter dem Radar der Öffentlichkeit intern eine Auseinandersetzung mit Kräften, die inzwischen so übermächtig sind, dass selbst er nicht ohne Weiteres gegen sie ankommt. Wenn das der Fall sein sollte, gilt für den Fall seines Scheiterns dasselbe, was auch für den Fall zuträfe, dass er von Beginn an Etikettenschwindel betrieb: Für Europa könnte es einen Rückschlag und eine Stärkung der freiheitsfeindlichen Kräfte bedeuten.

15 Antworten

  1. Nun, inwieweit der nach Inthronisation das macht, was er zuvor so groß ankündigte, war und ist die Frage.
    Wichtig jedoch ist, daß seine propagierte Denkweise eine breite Mehrheit hat, daß diese Denkweise so vielen jetzt zu eigen ist.
    Das ist ein großer Erfolg, weil zuvor immer noch linkes Gewäsch von sozialem Gedöns zog.

  2. Ich persönlich halte Milei für einen Mandchurian Candidate, ähnlich wie Meloni – angetreten mit starken Worten, gewählt in der Hoffung und Erwartung, es werde sich was ändern, stellt sich heraus, dass dort auch nur die Politik zu erwarten ist, die gewissen Kreisen in Washington gefällt. Einen kleinen Aufreger darf man inszenieren, aber im Grunde und nüchtern betrachtet machen sie die Politik die von ihnen erwartet wird – siehe Meloni und ihr Einsatz für die Ukraine, und Milei hat ja auch schon angekündigt, NICHT der BRICS beitreten zu wollen – deren Stärkung u.a. durch den bevorstehenden Beitritt von Saudi Arabien und Abu Dhabi bereits erfolgt und den Mitgliedern größere Unabhängigkeit von den USA verspricht.
    Klimaschwätzerei ist aktuell ein ziemlich sicheres Anzeichen für Fernsteuerung.

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  3. Meloni und nun Milei. Offenbar alles Marionetten der Strippenzieher im Hintergrund. Und wer nicht spurt, wird einfach aus dem Weg geräumt. Ich hoffe inständig, daß Viktor Orbán gute Leibwächter hat.

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  4. War ja schon im Wahlkampf klar, dass er ebenso eine Enttäuschung sein würde wie Trump, als er sagte, dass er auf der Seite von Israel und den USA stünden. Jetzt also auch noch maximale Wählerverarschung Trump-style, indem er zentrale Wahlversprechen schon wenige Wochen nach der Wahl bricht. Bisher waren alle “Populisten” eine einzige große Entäuschung, und ich glaube auch nicht, dass das jetzt in den Niederlanden mit dem blondgefärbten Wilders (auch eine Parallele zu Trump) anders wird. Die ganze Politik ist ein einziges Schmierentheater, die Stippenzieher immer dieselben.

    Überhaupt sind alle politische Ideologien mehr oder minder wertlose. Der große Gegensatz in der Realpolitik ist der zwischen Juden und Nichtjuden. “Links”, “Libertär”, “Konservativ” wird von den üblichen Rabulisten immer so verfälscht, dass am Ende alle dieselbe Politik machen, also das Weiterverfolgen der jüdischen Agenda.

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    1. Trump war und ist, aus realpolitischer Sicht, keine Enttäuschung. Trump bedeutet: Einer gegen alle im Politikbetrieb. Er konnte nur durch massiven Wahlbetrug an einer direkten Wiederwahl gehindert werden. Trotz allen medialen Feuers, seit nun fast acht Jahren, wenn man seinen ersten Vorwahlkampf mit betrachtet, ist er – trotz seines Alters – ein »Held des Widerstandes« mit unglaublicher mentaler Stärke.

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      1. Klar, Trump ist super.

        An der mexikanischen Grenze stand am Ende seiner Amtszeit lückenlos eine hohe Mauer.

        Der politische Sumpf in Washington wurde auch trockengelegt.

        Vor allem hat Trump sich dem Impfwahnsinn verweigert.

        Dank seiner vier Jahre als Präsident standen die USA super da, nur der böse Biden hat dann alles zerstört.

        Manche Menschen leben – so scheint es mir – in einer Traumwelt.

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  5. GÄHN. Irgendwer sagte euch auch hier vorher, was nachher kommen wird und jetzt eingetroffen ist, also das er ein Teil des NWO-Systems ist. Ist halt viel zu schwer zu kapieren: “Spielt es im System? Wenn ja, dann ist es immer ein Teil des Problems, niemals der Lösung.”

  6. “Globalismus” gab es bereits in der Antike. Kleines Stichwort: Seidenstraße. Es wird so getan, als wenn es so etwas nur gäbe, wenn man Europa, speziell Westeuropa und hier noch mal speziell Deutschland mit Ausländern aus Drittewelt-Ländern zuflutet. Erst mal hat das nichts mit Handel zu tun und zweitens gab es schon immer Handel zwischen Ländern und Völkern. Wie gesagt bereits seit der Antike. Diesen Typen als “Globalisten” zu bezeichnen ist irreführend. Auch Wörter wie Kommunist und Sozialist etc. sind irreführend. Wir werden von Menschen beherrscht – nicht von Ideologien. Der Mann ist in irgendeinem hellenistischen Geheimbund. Einer der ersten Geheimbund war ein hellenistischer – die sog. Pytharogeer. Und ich behaupte ja und ich kann das sehr gut belegen, dass die Nachfahren der Hellenen hier und heute über uns herrschen, aber sie bezeichnen sich nicht als Hellenen, gehören verschiedenen Ländern und Völkern an und geben sich nicht als zusammenhängende Gruppe zu erkennen. Du kommst in dieser Welt nur ins Fernsehen, wenn du geisteskrank bist. Und wenn du Politiker werden willst, musst du außerdem noch kriminell sein. Und ich vertrete ja die Ansicht, dass Geisteskranke und Kriminelle beseitigt werden müssen. Ihre Anzahl sollte auf 0 gebracht werden. Sie gehören mit Sicherheit nicht an die Schaltzentralen der Macht. Scheinbar bin ich der einzige der so denkt. Macht ja keiner was.

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  7. Man könnte in der Tat den Eindruck gewinnen, wenn man sich diesen Typen, seine überraschende Wahl betrachtet.

  8. “Zwei von drei Versprechen schon gebrochen”

    Gebrochen? Meine Güte, die sind so. Die Wahlversprechen kann man doch nun wirklich nicht mehr ernst nehmen.
    Du meine Güte … 🙁
    Wann begreift der Wähler endlich, dass extrem viele Politiker Schwerverbrecher sind. Wieviele Leichen haben sie auf ihrem Weg nach oben hinterlassen? Sie wollen an die Fleischtöpfe und der WÄHLER wählt sie.

    Ein leerer Stimmzettel ist eine gültige Stimme.

    Der Unterschied zwischen Schlachtvieh und Wähler ist, das Schlachtvieh hat keine Wahl, um sich den eigenen Schlachter auszusuchen.
    Aber ihr Wähler habt sie! Nur nutzt ihr sie nicht.

  9. Ähm, der Mann ist Ökonom! Was soll man von dem erwarten? Das freiheitliche Denken von so einem gleicht der FDP, die schauen nur nach den Freiheiten, die sie als Reiche schützt und stützt, sonst nach keinem anderen Menschen. Es ist genau diese Sorte von Leuten, sprich Ökonomen, Verwaltungsangestellte, Juristen, Banker und ähnliche Konsorten, also Elitemenschen, die eben NICHT regieren sollten! Da könnt ihr ja gleich Bezos oder den Schwab als Führer wählen. Was erwartet ihr von einem Ökonomen, außer das er einen vollends ganz ausnimmt wie eine Weihnachtsgans, deshalb wird er auch pünktlich zu Weihnachten eingesetzt, damit er die Gänse rupfen kann 😀

    Begreifft, dass ihr den Trog zerdeppern müsst, denn solange der steht und Futter in sich hat, wechseln nur die Schweine, was nichts ändern wird!