Dienstag, 16. Juli 2024
Suche
Close this search box.

Hitzeschwindel: Ein Hoch auf die deutsche Bratkartoffel!

Hitzeschwindel: Ein Hoch auf die deutsche Bratkartoffel!

Bei Hitze gar nicht gar: Deutsche Kartoffeln (Symbolbild:Pixabay)

Hitze macht aggressiv, sagt man. Dr. Eckardt von Hirschhausen warnt gar davor, unseren Hirnen könne es wie einem pochierten Ei ergehen, das darin enthaltene Eiweiß drohe zu stocken. Regelmäßige Saunagänger können derlei Hiobsbotschaften nicht bestätigen – allerdings wissen wir auch, wie gern sich der berühmte Fernseharzt an regierungskonformer Panikmache beteiligt. Die These zur Aggressivität scheint schon plausibler – denn manche Menschen fühlen sich bei Hitze einfach nicht wohl in ihrer Haut: Während unsereiner schlaff am Schreibtisch klebt, drehen sie auf und beschimpfen ihre Mitmenschen für jede Kleinigkeit. Andere hingegen verbreiten ständig üble Laune, egal ob das Wetter zum Schlittschuhlaufen einlädt oder einem das Eishörnchen in Sekundenschnelle davonschmilzt. Jörg Kachelmann etwa benimmt sich seit einigen Jahren wie Rumpelstilzchen auf Pervitin – dagegen wirkt SPD-Dauergrantler Ralf Stegner wie ein Ferienclub-Animateur.

(Screenshot:Twitter)

Es ist mir ein ewiges Rätsel, warum manche Menschen Aggressivität und Gebrüll als erfolgreiches Mittel der Überzeugung ansehen. Es mag Situationen geben, in denen ein deftiges Auftreten sinnvoll sein kann; dann zum Beispiel, wenn das Gegenüber extrem dreist auftritt. Aber beim Erstkontakt oder im Umgang mit erfahrungsgemäß gutwilligen Menschen ist Aggression in den meisten Fällen eine vertane Chance auf eine reibungslose Zusammenarbeit. “Mitarbeiter sind die Stufen der Leiter, auf die du treten musst, um nach oben zu kommen“, sagen die geschäftstüchtigen Ferengi bei Raumschiff Enterprise. “Die Kartoffeldeutschen sind die Stufen der Leiter, auf die du treten musst, um zum Top-Wärmepumpen-Verkäufer zu werden“, denkt sich offenbar Kachelmann. Eine sehr uncharmante Methode, die wohl nur bei latenten Masochisten ankommt. Oder bei jenen, die meinen, nicht über die minderwertige deutsche DNA zu verfügen, über die der Mann spricht.

Denn auch das gibt es: Menschen, die sich beeilen, um dem Übellaunigen zu gefallen. So, als würde dieser sein unflätiges Verhalten deshalb irgendwann einstellen – aber weit gefehlt. Zur jährlichen Hitzepanik ist in diesem Jahr die Wärmepumpen-Kampagne hinzugekommen, aber die Deutschen beißen nicht an wie gewünscht. Schon wegen diverser Nachteile, zum Beispiel dem hohen Stromverbrauch. Anderen ist der Umbau schlicht zu teuer, ein paar tausend Euro kann oder will man sich nicht aus den Rippen schneiden. Da nützt der von Kachelmann gepriesene Kühlmechanismus auch nicht viel. Bis auf ein paar Begeisterte lassen die Deutschen die Wärmepumpe links liegen. Vielleicht trägt auch die Tatsache dazu bei, dass die Grünen seit Jahren erfolglos versuchen, so ein Wundergerät in ihre Parteizentrale einzubauen. Der Altbau widersetzt sich tapfer, bislang hat das die Partei ein paar Millionen Euro gekostet. Das nennt man wohl schlechtes Karma.

Die Kartoffeln sind doch nicht so dumm…

Vielleicht sind die deutschen Kartoffeln eben doch nicht so dumm, wie man sie gerne hätte – oder verfügen über eine gesunde Portion Misstrauen. Zumindest, wenn es an den Sparstrumpf geht. Man hätte sich dieses Aufwachen schon während der Lockdowns und Impfkampagnen gewünscht. Aber die Angst vor dem Virus – oder sozialer Ausgrenzung – verfing als Druckmittel wohl besser als der Klimawandel. Auch kann man im Falle der Wärmepumpe leichter durch Passivität rebellieren. Man könnte auch anführen, die Kartoffeln seien einfach zu lange in der Pfanne geröstet worden – aber gerade an der Röstung durch den Klimawandel bestehen massive Zweifel.

Die sommerliche Panikmache ist nämlich nicht wirklich etwas Neues, auch ohne Hitzeschutzplan. Ein paar heiße Tage – und schon sieht die Presse Kamele durch die Innenstadt ziehen. Zugegeben, bei älteren Menschen muss man wirklich manchmal darauf achten, ob sie genug trinken, aber daran ändert auch ein fluchender Kachelfrosch nichts. Da bleibe ich doch lieber bei meinen Mini-Ventilatoren – bei denen kann man wenigstens das Fenster aufmachen. Bei mir steht das im Sommer und Winter mehr oder minder weit auf – in einem U-Boot würde ich unweigerlich eine Katastrophe heraufbeschwören. Herr Kachelmann würde das wohl meiner kartoffeldeutschen Idioten-DNA zuschreiben – zum Glück kümmert mich das nur wenig. Da ende ich doch lieber als Bratkartoffel…

20 Responses

  1. Es ist erschreckend, welchen Abschaum wir mit unseren Zwangsgebühren alimentieren müssen. Der brandenburgische Verfassungssch(m)utz hat auch im Sinne der Einheitspartei Deutschlands zugeschlagen https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_100206568/landesverfassungsschutz-afd-jugend-in-brandenburg-als-rechtsextremistisch-eingestuft.html Wenn man die AfD auf demokratischem Weg nicht los wird, dann eben so. Man kann nicht soviel fressen, wie man in diesem Land ko..en möchte.

    18
  2. Im Wochenendhaus im Frühjahr für 950,- € ne Split-Klimaanlage installiert – Scho und Lau und Ka (wer auch immer), l.m.a.A. Ich hoffe noch auf ein langes, langes Rentnerleben. Ein notorisch Ungeimpfter.

    19
  3. https://www.tichyseinblick

    „Das Bundesverfassungsgericht wird am 18. und 19. Juli 2023 die Wahlprüfungsbeschwerde hinsichtlich der Bundestagswahl in Berlin verhandeln. Bislang wurde zwar die zeitgleich abgehaltene Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus wiederholt, nicht aber die Bundestagswahl.
    Für zwei unserer Leser hat im Auftrag von TE Rechtsanwalt Ulrich Vosgerau Beschwerde eingelegt, die jetzt inhaltlich mitverhandelt wird.
    Möglicherweise kommt es also auch zu einer Wahlwiederholung der Bundestagswahl in Berlin – das wäre noch vor der regulären Bundestagswahl ein wichtiger Ampel-Test.“

    Bin gespannt, wie das Gericht entscheiden wird !

    11
    1. Sollte mich sehr überraschen, wenn ein anderer Senat, als der von Harbarth geführte, im Sinne der Bürger für Neuwahlen entscheiden würde. Ich würde mich allerdings sehr gerne vom Gegenteil überzeugen lassen.

      10
  4. Demnächst wird es noch Pflicht im Sommer Tropenhelme mit Genickschutz zu tragen. Mütze wird nicht ausreichen weil der Genickschutz fehlt.
    Obwohl bei besonderen Arbeiten wo einem die Sonne mehrere Stunden auf dem Nacken brennt der angebracht ist. Ein Sonnenstich ist nicht grade angenehm. 2 mal hat es mich vor ca. 50 Jahren erwischt. Komisch damals gab es auch schon Hitzewellen und keiner machte auf Panik.

    22
  5. Kachelmann hat durch das demütigende Gerichtsverfahren damals einen seelischen Schaden erlitten, den er offensichtlich bis heute nicht aufearbeitet hat.
    Seither erstaunt er lediglich immer wieder durch den erwiesenen Blödsinn, den er von sich gibt. Mir tut er fast leid. Aber nur fast.

    13
  6. Liebe Frau Lübke, vielen Dank für diesen herzerfrischenden Text. Endlich wieder etwas zum Lachen, wenn auch grimmig lachen.
    Mir bleibt immer öfter das Lachen im Halse stecken, egal, wo man hinhört oder liest, eine Schreckensmeldung jagt die nächste.
    Man fühlt sich wie in einem Käfig ohne Türen, und von allen Seiten wird mit Nadeln zugestochen.
    Und dann doch eine Lübke mit Sonnenschein. Danke!

    10
  7. diese sogenannte Regierung mit all den total korrupten und verblödeten Wasserträgern hat mit Hitze ein echtes, jedoch frühkindliches Erlebnis und es ist die bekannte Geschichte , dass wenn man als Kleinkind zu heiss gebadet wurde dann mit hoher Wahrscheinlichkeit ein nicht mehr zu heilender Schaden im Oberstübchen die Folge ist.

    11
  8. Hirschhausen von Münchhausen , nur blöder und korrupt, riecht nach grüner Scheiße und er ist der schlagende Beweis das die Birne auch ohne Klimarandale verestert, man braucht nur bei der Gehirnwaschmaschine ÖR zu arbeiten

  9. Meinem Hirn geht es tatsächlich bald wie einem pochierten Ei. Wenn ich noch länger solch einen Bullshit hören muss, Herr Dr. von Hirschhausen. Geben Sie bitte ihren Doktortitel zurück, wenn Sie noch einen Funken Anstand in sich haben

  10. HITZESCHWINDEL

    Diesem Beitrag von Mirjam Lübke stehe ich mit gemischten Gefühlen gegenüber. Was die Hitzepanik und die angeblich damit verbundene Übersterblichkeit angeht, so gehe ich mit Frau Lübke völlig überein. Mit dieser Panikmache soll von den unverantwortlichen Fehlentscheidungen der Coronazeit abgelenkt werden.

    Aber hinsichtlich der in den letzten Jahren grassierenden Hitzewellen und der damit verbundenen Trockenheit, Grundwasserrückgang, Wasserknappheit und landwirtschaftlichen bzw. forstwirtschaftlichen Schäden lasse ich mir kein X für ein U vormachen. Fakt bleibt Fakt!

    Ich bin 74 Jahre alt und stamme aus der Landwirtschaft (Weinbau). Daher kann ich die Entwicklung der letzten Jahrzehnte aus eigener Erfahrung nachvollziehen. Die derzeit und in den letzten Jahren erreichten Temperaturspitzenwerte und die Bodentrockenheit sind beispiellos sowohl in der Wetteraufzeichnung als auch aus meiner persönlichen Erfahrung gesehen. Die derzeitige Hitze ist für mich unerträglich – mehr als Ausziehen geht nicht. In den Süden in Urlaub fahren im Sommer – das war mal. Diese Strapazen kann man sich ersparen bei den hiesigen Temperaturen. In den Keller zurückziehen, wenn man einen hat, ist die einzige Lösung. Gegen Kühle kann man sich durch Kleidung schützen – gegen Hitze gibt es kein Mittel außer sich eine Klimaanlage anzuschaffen und mit dem Strom aasen.

    1
    1
    1. @ an Peter A. Weber 12. Juli 2023 Beim 15:32
      Mit den persönlichen Erfahrungen ist das so eine Sache. Je nach dem wo man gewohnt hat. Ich habe z.B. ganz im Norden und dazwischen, ganz im Süden in Kleinstädten und Großstädten der DDR Wetter erlebt. Da gab es überall von jedem mal was. Was sind für die Wettergeschichte schon ein Menschenalter? ich konnte noch nie heiße Temperaturen ab ob als Jugendlicher oder jetzt als Rentner. Deshalb werde ich auch keine allgemeine Wertung abgeben. Denn früher gab es kaum Ventilatoren keine Klimaanlagen sondern nur Durchzug nachts und im Winter Kachelöfen, da war früh die Bude kalt. Als Junggeselle unterm Dach und mit Familie Parterre immer andere Wohnverhältnisse. Wasserknappheit gab es regional auch schon immer. Statistiken sind eh nur von der Technik und des Auswertes und dem der die Werte selektiv veröffentlicht abhängig. Früher hat man von Unwettern in anderen Teilen der Welt nur selten was gehört, obwohl es sie gab. Ein total verwöhntes Volk kann man natürlich schnell in Panik versetzen.

    2. Lieber Herr Weber.
      Haben einige verlässliche Zahlen für ihre Behauptungen? Ich wäre interessiert.
      Viele Grüße aus dem Norden Deutschlands.

    3. Als gelernter Brauer habe ich eine große Aussage mitbekommen: “Wo der Weinbau aufhört, kommt der Hopfenbau . ” Warum gibt es in Berlin die Weinmeisterhöhe? Warum war der Kreuzberg dort ein Weinberg? Warum hatte de Bischof von Trondheim einen eigenen Weingarten? Weil es möglich war.
      In der nordostdeutschen Tiefenebene: Magdeburg – Ostsee/Ode, wo jeder Hügel über 30 m ein Ereignis ist, habe ich an die 50 Flurnamen “Weinberg” gefunden. Diese haben sich bis zur “Uraufnahme” in der Bevölkerung erhalten und kamen in die Kataster.
      Wir haben heute nicht die Temperaturen der mittelalterlichen Warmzeit, aber alles ist verrückt gemaa´cht.

    4. @Peter A. Weber: Dass die in den letzten Jahren erreichten Temperaturspitzenwerte beispiellos sind ist unwahr. Besonders dieser Sommer ist bis dato lächerlich und wunderbar kühl. Und ich lebe praktisch in einem Gewächshaus: Dachgeschoß mit großen Fenstern. Wenn es draußen heiß ist, kocht bei mir die Luft. Letztes Jahr hatte ich häufig gute 40°C. Heute, ein warmer Tag für diesen Sommer bisher: 31°C drinnen. Die Bodentrockenheit können Sie getrost auf Eingriffe der Menschen in die Natur schieben, dann aber eher auf Rodungen, Windräder und Solar.

      Auch widerspreche ich Ihrer Aussage, dass es gegen Hitze nur das Mittel gäbe sich eine Klimaanlage anzuschaffen. Kühl baden/duschen, bis die Kernkörpertemperatur sinkt, u.U. mehrmals, funktioniert einwandfrei und ist mit Sicherheit preiswerter/die Umwelt schonender. Besonders dann, selbstredend, wenn man das an einem in der Nähe befindlichem See tun kann – aber selbst im Bad zu Hause.

      Ihre Fakten sind keine. Ich behaupte nicht Fakten zu haben, es ist aber an Ihnen Ihre Tatsachenbehauptungen zu beweisen, wenn Sie es sind, der behauptet, Dinge hätten sich geändert. Ich kann keine Änderung warnehmen.

  11. Liegt die Körpertemperatur nicht zw. 36°und 37°?
    Das ist so bei -20°und such bei +60° Außentemp. Was redet der Hirschhausen da für einen Schwachsinn? Das ist nicht mal lustig.

  12. ZITAT: “Ein paar heiße Tage – und schon sieht die Presse Kamele durch die Innenstadt ziehen.”

    Die sehen nicht aus dem Fenster sondern in den Spiegel.

  13. Der Herr K. kann mir richtig leid tun. Er hat sich solche Mühe gegeben, es den Germanen so richtig intellektuell zu geben. In seiner Heimat – der Schweiz – gehört der Chmine – der kamin in der Wohnung bei vielen Hauseigentümern mit dazu. An die bissigen Bergbauern der Eidgenossenschaft traut er sich aber nicht heran. Er glaubt halt bei den brav reeducateten Deutschen mit Besatzer-Allüren etwas auszurichten. Melnik schreit nach Waffen, Kachelmann schreit nach Wärmepumpen… wer wird der nächste sein, der uns zu unserem Heil führen möchte … ???

    1. Pioneer schreibt heute Morgen “ARD und ZDF sind die größten Medienkonzerne des Landes. Die ARD ist hervorgegangen aus dem Re-Education-Programm der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg. Deutschland sollte zur Demokratie erzogen werden”. Es funktioniert immer noch im Sinne Sefton Delmers: “Mit Greuelpropaganda haben wir den Krieg gewonnen …
      Und nun fangen wir erst richtig damit an! Wir werden diese Greuelpropaganda fortsetzen, wir werden sie steigern bis niemand mehr ein gutes Wort von den Deutschen annehmen wird, bis alles zerstört sein wird, was sie etwa in anderen Ländern noch an Sympathien gehabt haben, und sie selber so durcheinander geraten sein werden, daß sie nicht mehr wissen, was sie tun. Wenn das erreicht ist, wenn sie beginnen, ihr eigenes Nest zu beschmutzen, und das nicht etwa zähneknirschend, sondern in eilfertiger Bereitschaft, den Siegern gefällig zu sein, dann erst ist der Sieg vollständig. Endgültig ist er nie. Die Umerziehung (Reeducation) bedarf sorgfältiger, unentwegter Pflege wie englischer Rasen. Nur ein Augenblick der Nachlässigkeit, und das Unkraut bricht durch, jenes unausrottbare Unkraut der geschichtlichen Wahrheit.” und
      “Jeder Griff ist erlaubt. Je übler, um so besser. Lügen, Betrug – alles” – Die Deutschen und ich, Hamburg 1963, S. 590 Funktioniert heute besser denn je