Urkomisch: Klimaneutralität „um die Jahrhundertmitte“

G20-Gipfel in Rom (Foto:dts-Nachrichtenagentur)1

Respekt, wer’s selber macht“ – unter dieses Motto könnte man inzwischen die komplette deutsche Energie- und Klimapolitik stellen. Denn auch wenn die Kleinigkeit von rund 195 Staaten neben der Bundesrepublik außer Lippenbekenntnissen überwiegend ganz andere Ziele verfolgt und die Notwendigkeit der angeblichen Planetenrettung nicht um den Preis einer wirtschaftlichen Selbstentleibung, die historisch ohne Beispiel ist, erkaufen möchte: Wir Deutschen schreiten unverdrossen voran, entschlossen, dem Rest zu zeigen, wo es lang geht, und im Falle von dessen Nichtkooperation das Klima dann eben im Alleingang zu „fixen“. Wir schaffen das. „Wenn du willst, dass etwas erledigt wird, mach es selbst.

Und so ergibt sich die geradezu drollige Situation, dass die Grünen als künftiger Hauptschrittmacher der Ampel einen bizarren Machbarkeitswahn entfalten und – unter Wetteinsatz seines Wohlstands und seiner Zukunft – ausgerechnet das Land zum Pionier der Klimaneutralität machen wollen, das gerade einmal ein Fünfzigstel der weltweit menschgemachten CO2-Emissionen ausstößt. Und zwar in punktgenauen Planungsschritten von 10, 20, 30 Jahren. Ein Staat, der seine Bürger nicht einmal vor direkt bevorstehenden Hochwasserkatastrophen warnen kann, der bei öffentlichen Großprojekten wie dem BER ursprüngliche Planungszeiten und Budgets um den Faktor 10 verfehlt und der bereits in seinen angestammten Kernaufgaben regelmäßig versagt, will präzise die planetaren Klimasanierung gewuppt kriegen? Es ist der Treppenwitz des Jahrtausend.

Die planetare Klimasanierung gewuppt kriegen

Auch auf dem aktuellen G20-Gipfel in Rom ebenso wie der angelaufenen Klimakonferenz in Glasgow wabert ein Paralleluniversum, eine idealistische Blase – und darin sind die grünen Terraformer in ihrem Element. In der Abschlusserklärung von Rom konnten sich die Teilnahmestaaten, so „dts“, zwar wieder – wie üblich – nur zu Lippenbekenntnissen zusammenraufen, ohne konkret Zielgrößen. Bemerkenswert jedoch die Ankündigung, man wolle „Klimaneutralität um die Jahrhundertmitte“ erreichen.

Gemeint ist tatsächlich das 21. Jahrhundert. Ab da soll also „Treibhausgas-Neutralität“ erreicht worden sein – und hierzu müssten die „weltweiten Anstrengungen beim Klimaschutz… massiv verstärkt“ werden. Weiterhin bekennen sich die Staaten zum Pariser „1,5-Grad-Ziel“. Nichts Neues soweit. Bloß: In kaum einem Land außer Deutschland entfaltet dieses Ziel quasi heilige Gesetzeskraft und soll gar von einem eigenen Klimaschutzministerium mit Argusaugen überwacht werden.

10 KOMMENTARE

  1. Ausgezeichnet. Ich schlage außerdem die Einrichtung eines eigenen Plattentektonikschutzministeriums vor, damit die afrikanische Platte sich nicht zu sehr unter die eurasische schiebt und die armen Afrikaner ihre Heimat verlieren, und die eines Meteoritenschutzministeriums, damit die Bundeswehr und das THW ermächtigt werden, die Welt vor einem Meteoriteneinschlag zu retten. Und eines Vulkanschutzministeriums, das sich daran macht, allen Vulkanen weltweit einen CO2-Abscheider zu verpassen. Denn heute, da retten wir Deutschland, und morgen die ganze Welt …

    • nee Stefan, ganz falsch! Ein Gesetz analog zum Wachstumsbeschleunigungsgessetz reicht doch völlig aus: „Vulkane dürfen keine Lava, Asche etc. mehr eruptieren-Gesetz“. So sieht heutzutage die moderne Lösung aus.

  2. Wie sagte schon Kinski? „Wie blöd kann man sein“. Ein Bande von Idioten“. Recht hat er gehabt. G20 oder WEF. Die Menschen horchen dem Scheiss zu, die diese Räuberbanden verzapfen und wenn die Kameras aus sind, machen sie sich auf unsere Kosten eine tolle Zeit mit Nutten, m/w/d und Schampus, Kaviar usw. Ihre Geschäfte haben mit dem Klima rein gar nichts zu tun. Das ist vorerst mal das Eine.

    Betrachtet man, rein sachlich und wissenschaftlich, die Vor-und Nachlaufzeit eines Kraftwerkes, die es braucht, um die Leistung zu drosseln oder wieder hochzufahren, ist der Laie erstaunt. Ein echter Kraftakt und benötigt eine immense Logistik.

    Legt man oder frau oder divers :o)) alle Kohlenstoff-Verbraucher oder Erzeuger lahm, produziert man nur noch CO2 aufgrund der menschlichen Atmung, wird sich die gute, alte Erde vermutlich in 1000 Jahren allmählich beginnen, abzukühlen. Nur bis dahin sitzen wir längst im Dunkeln. Sofern es uns dann noch gibt. Oder sind erfroren oder verhungert oder was auch immer.

    Dieser ganze Klima-und Umweltblödsinn ergibt alles mögliche, nur keinen Sinn. Immer wieder speien Vulkane ihre Asche, giftige Gase und CO2 hoch in die Atmosphäre. Das ist der Atmosphäre völlig scheissegal. Weil nichts oben bleiben wird, sondern irgendwo wieder nieder rieselt. Und die Bilanz der Klimahysteriker ist jedes mal von Neuem einfach im Arsch.

    Aber, und das ist jetzt wieder hochgradig Verschwörungs-Theoretisch. Alles ist in Schwingung. Die Erde, die Sonne, die Atmosphäre, der Mensch usw. Und auch die ganzen, beschissenen Radar-und Handy-Technologien. Vor Jahren sagte eine Wissenschaftlerin diesen einen wunderbaren Satz. Den werde ich nie wieder vergessen, weil sie einfach recht hatte. Zitat: „Die Erde und die Atmosphäre (Himmel, All, wie auch immer) wird System-fähig gemacht“. Die Zukunft heisst technologisch-digitales Zeitalter. Und da haben Menschen wie ich, die noch altmodisch und auf Erfahrung greifend denken, nun wirklich keinen Platz mehr. Dazu braucht es genetisch neu modifizierte Kreaturen. Zu dumm um zu begreifen, aber immer noch gescheit genug, um für ihre Sklaventreiber zu ackern. Gut. Keine Milliarden von Lebewesen mehr. Da genügen 500 Millionen längstens. Der Rest erledigen technologische Cyborgs. Autos werden dann selber fahren, Flugzeuge vermutlich auch selber fliegen usw. Wirklich eine tolle Zukunft. Gott sei Dank bin ich schon ein alter Esel und weiss, wie schön das Leben ist und war, als wir uns noch respektiert und geliebt haben. Wir konnten noch fehlerfrei sprechen und kommunizieren. Lange vorbei.

    Abschliessend jedoch der kleine Wermuts-Tropfen in diesem Irrsinn. Es wird so gar nicht werden, wie es sich die kranken Psychopathen der Weltelite vorstellen. Je geringer die Empathie, je kälter die Logik, desto schneller wird irgend ein Irrer den roten Knopf drücken. Denn immer, wenn die Welt im Wahnsinn der Aufrüstung und Militarisierung versank, hat es irgend wann geknallt. Eine Frage der Zeit und Ideologien. Und Einstein sagte, wenn es noch einmal knallt, wird es nichts mehr geben, wofür es sich lohnen könnte, in einen weiteren Krieg zu ziehen. Und Christus sagte, der Mensch kann alles besitzen oder wissen. Wenn der die Liebe nicht hat, ist alles umsonst. Liebt euch mal wieder. Ich habe fertig.

  3. Ach, wie oft wollte Deutschland schon die Welt retten. Dabei bauten die Regierungen immer auf den deutschen Untertanengeist.

    Im dritten Reich ging es um die Rettung vor der jüdisch-bolschewistischen Verschwörung. Die DDR musste die Welt vor dem Klassenfeind retten.

    Das alles ist krachend gescheitert.

    Jetzt will Deutschland die Welt retten vor Klimaveränderung sowie vor jegliches Ungemach.

    Wie wird das wohl alles ausgehen? Die Zeichen der Zeit verheißen jedenfalls nichts Gutes.

  4. In Deutschland hilft nur eine Wirtschaftskatastrophe, die zur Vernunft führt. Von einer solchen Katastrophe wären auch diejenigen betroffen, die den Weltuntergang prognostizieren. Noch ein paar Vulkanausbrüche und die ganze CO2-Einsparung ist für die Katz – und die Erde wird weiter leben.

  5. @Jahrhundertmitte
    das sind noch 30 Jahre – dann ist keiner von den Pfeifen noch im Amt und die meisten tot, da können sie sich jetzt aufplustern.
    Aber bis dahin wird es selbst das Land nicht mehr in einer erwähnenswerten Form geben – der failed state wird sich einen Sch…dreck um Klima kümmern, die lebenden haben dann ganz andere Probleme, die ihnen die Gutmenschen und Politiker heute einbrocken.
    Eigentlich schade, daß die nicht in den Genuß der Zellverjüngung kommen, ich würde es ihnen gönnen, noch zu erleben, was sie angerichtet haben.
    Wie war das noch mit König Midas ?

  6. Bis jetzt habe mir noch niemand „Klimaneutralität“ physikalisch erklären können. Normalerweise würde ich darunter verstehen, dass entweder kein CO2 bei einem Prozess erzeugt wird, oder das produzierte CO2 irgendwie wo anders eingespart wird.

    Ein Kompensation durch den Kauf von Zertifikaten z.B. durch klimaneutrale Wasserkraft in Norwegen, wie in der Vergangenheit, ist wohl eine Augenauswischerei, da gar nichts eingespart wird. Auch die vielgepriesene Anpflanzungen von Bäumen kann es wohl nicht sein, da es erstens soviel Bäume zur Kompensation nicht gepflanzt werden können und zweitens das dort gespeicherte CO2 irgendwann z.B. durch Faulprozesse oder Verbrennungsprozesse wieder freigesetzt wird. Es sei denn, das Holz wird als Baumaterial verwendet.

    Interessant ist auch die Fixierung auf CO2 als Klimaschädling. Ohne CO2 würden wir verhungern, da letztlich Pflanzen unsere Grundnahrungsmittel sind (scheint bei Frau Baerbock noch nicht angekommen zu sein). In dem Zusammenhang absurd ist, dass mit hohem technischen, vom Steuerzahler finanzierten Aufwand, CO2 aus der Luft extrahiert wird, um das so gewonnene CO2 in Treibhäusern zum besseren Wachstum der Pflanzen wieder einzuspeisen. Sogar Satellitenaufnahmen der NASA zeigen, dass bereits durch minimale Zuwächse (menschengemacht etwa 4% der natürlichen Erzeugung) die Ernteerträge in den letzten Jahren signifikant erhöht wurden.
    .
    Inwieweit CO2 eine Wärmeglocke bilden kann, ist mir auch nicht ganz klar, da es physikalisch schwerer als Luft ist und deshalb bevorzugt dem Erdboden zustrebt (sieht man in jeder Disko mit Nebelmaschine), wo es gerne von Pflanzen aufgenommen wird.

    In letzter Konsequenz kann man demzufolge nur CO2 einsparen, in dem die Menschheit vernichtet wird (Achtung: Verrottung produziert auch CO2 oder Methan für eine gewisse Weile). Denn nahezu jeder technische Grundprozess ist mit der Erzeugung von CO2 verbunden.

    • „Bis jetzt habe mir noch niemand „Klimaneutralität“ physikalisch erklären können. Normalerweise würde ich darunter verstehen, dass entweder kein CO2 bei einem Prozess erzeugt wird, oder das produzierte CO2 irgendwie woanders eingespart wird.“

      Nur hat das CO2 gar nicht, aber auch wirklich gar nichts mit den Klimaschwankungen zu tun.
      Wir haben erbärmlich wenig CO2 in der Atmosphäre. 400ppm sind grenzwertig. Ab 200 ppm stellen die Pflanzen ihr Wachstum ein. Ab 180 ppm wachsen sie gar nicht mehr.

      Das bedeutet, dass das Leben auf der Erde zu Ende geht.
      Zuerst sterben die Pflanzenfresser (Veganer gehören auch dazu, wenn sie es denn ernst meinen), dann die Fleischfresser, weiter gehts mit den Insekten bis runter zu den Mikroorganismen, wie Bakterien.
      Alle verhungern.
      Die Erde wird zu einem warmen, feuchten Mars mit Sauerstoffatmosphäre.

      Wer CO2 bekämpft, bekämpft das Leben.

      Die Menschen sind krank im Kopf.

      Die Klimarechner können die Vergangenheit nicht berechnen und dazu liegen Daten in Massen vor. Aber die Zukunft können sie voraussagen?
      Finde den Fehler.
      Wieso funktioniert es nicht?
      Weil von falschen Grundlagen und Ursachen ausgegangen wird. Das CO2 hinkt jedem Klimawandel ca 800 Jahre hinterher. Solange benötigen nämlich die CO2 Speicher der Erde, um auf Klimaschwankungen zu reagieren. Die Ozeane sind halt nicht die schnellsten.

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