Samstag, 22. Juni 2024
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KI-Wahn jetzt auch bei der Polizei

KI-Wahn jetzt auch bei der Polizei

Polizeiroboter der neueren Generation in China: Demnächst auch bei uns? (Foto:Imago)

Dass immer mehr Berufe durch Künstliche Intelligenz (KI) ersetzt werden, ist wirklich nichts Neues mehr. Vielen ist jedoch überhaupt nicht klar, in welchem Ausmaß dies mehr und mehr geschieht. Selbst Jobs, von denen man es wirklich nicht erwartet hätte, betrifft es mittlerweile – so auch den des Polizisten oder, genauer, des Polizeihundes. Somit sind weitere Arbeitsplätze für Zwei- und Vierbeiner in Gefahr. Gefährdet sind durch den KI-Wahn aber auch die zivilen Bürger – denn wer weiß, wozu die hundeähnlichen Polizei-Roboter, die neuerdings immer öfter im Einsatz sind, alles in der Lage sind? In immer mehr Gegenden in Deutschland kann man nun diese vierbeinigen Kampfmaschinen antreffen.

Bislang waren solche “vierbeinigen” Roboter allenfalls im Bereich der Bombenentschärfung im Einsatz, doch anscheinend wird an weiteren Einsatzzwecken geforscht. Beim Mannheimer “Hund” handelt es sich um „Spot”, den „etwas anderen Hund”, den seit einiger Zeit auch die Polizei Baden-Württemberg benutzt, nachdem bereits die nordrhein-westfälische Polizei gute Erfahrungen mit dieser elektronischen Töle gemacht hat. Dieses “Tier” erreicht ein Tempo von 5,57 Stundenkilometern und sei in der Lage, sowohl Türen zu öffnen als auch Treppen zu steigen. Zudem verfügt es laut Beschreibung über „intelligente Greifarme“, eine sogenannte “3D-Hinderniserkennung” und „mehrere Kameras”. „Spot” sei an Orten unterwegs, die für Menschen zu gefährlich oder schwer zugänglich seien, wie Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) bereits im April verriet. Doch wer weiß, wie lange man sie „nur” in diesen speziellen Situationen und nicht irgendwann überall einsetzt – so dass Polizisten sowie Hunde aus Fleisch und Blut eines Tages komplett obsolet werden?

Hundeartige Kreaturen ersetzen Polizei- und Schäferhunde

Aufgrund ihres vergleichsweise hohen Tempos, und weil sie nicht so viele Spuren verwischten wie vom Landeskriminalamt eingesetzte Maschinen mit Rädern bzw. Ketten, erfreuten sich die „Vierbeiner” immer größerer Beliebtheit, so die Polizeiführung Dank der Greifarme sei es ihnen zudem möglich, Innentüren, hinter denen sich möglicherweise Sprengstoff befindet, ohne jegliche Hilfe zu öffnen. Beispielsweise war Spot, welcher vom amerikanischen Unternehmen Boston Dynamics entwickelt wurde, auch schon in einem ausgebrannten Gebäudekomplex in Nordrhein-Westfalen unterwegs, wo er Fotos von der vom Einsturz bedrohten Ruine machte. Außerdem ist der Roboter-Hund in der Lage, Flächen auszumessen und Gebäude im Inneren zu scannen. Freilich wird er auch in anderen Ländern, allen voran in den USA und Neuseeland, eingesetzt, wo er unter anderem Schafe hütet oder gefährliche Gegenden durchforstet, was bedeutet, dass zunehmend auch Schäfer- und sonstige Hütehunde überflüssig werden.

Die Polizei greift aber nicht bloß auf vierbeinige Roboter, sondern auch immer öfter auf Drohnen zurück, welche nicht selten Anlass für Kritik bieten; so etwa in Sachsen, wo Menschen offenbar sogar ohne ihr Wissen gefilmt werden. So geschehen etwa bei größeren Versammlungen wie Fußballspielen, um (angeblich) herauszufinden, von wem etwaige Pyrotechnik stammt. Die am Spiel Beteiligten und Zuschauer wüssten oft gar nicht, dass sie von der Drohne erfasst werden, zumal solche Fluggeräte im Gegensatz zu Hubschraubern auch sehr geräuscharm seien, konstatiert Petric Kleine, Inspekteur der Polizei Sachsen, nüchtern. Dies sei jedoch nicht weiter tragisch, denn: “Wenn Drohnen eingesetzt werden zur Überwachung von bestimmten Bereichen, dann hat das immer damit zu tun. Um personenbezogene Daten zu erheben, muss es rechtliche Grundlagen geben. Wenn diese nicht vorhanden sind, sind lediglich Übersichtsmaßnahmen möglich.” Doch wer kann schon sagen, ob das auch wirklich immer so stimmt? Schließlich wurde auch die Corona-App “Luca” von der Polizei bald für ganz andere Zwecke als ursprünglich vorgesehen benutzt.

Datenmissbrauch nahezu vorprogrammiert

Hinzu kommt, dass die rechtliche Grundlage für den Einsatz von Drohnen sehr vage ist. So sei zwar gesetzlich festgeschrieben, der Drohneneinsatz dürfe nicht heimlich und verdeckt erfolgen, erklärt etwa die Datenschutzbeauftragte von Sachsen, „doch: Wie die Polizei die Offenkundigkeit des Drohneneinsatzes gewährleistet, hängt von den Umständen des Einzelfalles und den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort ab. Wichtig ist aber, dass die Polizei auch ohne Kooperationsbereitschaft eines Veranstalters die Erkennbarkeit des Drohneneinsatzes sicherstellen muss.” Das klingt eher so, als könne die Polizei letzten Endes willkürlich entscheiden, wann sie Drohnen verwendet und welche Daten sie dabei von wem erfasst. Die Beamten können schließlich immer behaupten, dass man aufgrund einer für die Menschen sehr gefährlichen Lage “personenbezogene Daten” habe erfassen müssen. Bei diversen Fußballspielen in Sachsen seien bereits Drohnen im Umlauf gewesen, ohne dass man die Menschen vor Ort darüber in Kenntnis gesetzt habe, so Kerstin Köditz, die innenpolitische Sprecherin der Linken im sächsischen Landtag.

Darüber hinaus kommen Polizei-Drohnen auch in Brandenburg zum Einsatz. Im angrenzenden EU-Ausland, etwa in Polen, sind sie ohnehin im Einsatz; hier sollen sie neben den Grenzen auch den Verkehr überwachen. Beispielsweise achten hier Flugroboter darauf, dass LKWs ausreichend Abstand einhalten oder allgemein sämtliche Fahrzeuge nicht die erlaubte Geschwindigkeit überschreiten. In Sachsen ist dies laut der Polizei nicht geplant – jedenfalls vorerst nicht, doch was nicht ist, kann ja bekanntermaßen noch werden. Und für Grenzschutz, der in Deutschland ja bewusst vernachlässigt wird, braucht man hier auch keine Roboter.

Die Überwachung schreitet weiter voran

Einerseits sorgen all diese technischen KI-Innovationen für mehr Sicherheit, andererseits eben auch für mehr Überwachung und einen damit einhergehenden Mangel an Privatsphäre. Letzten Endes müssen wir davon ausgehen, dass wir früher oder später fast überall – außer vielleicht noch in den eigenen vier Wänden, was es aber bei “1984” bekanntlich auch gab – von irgendwelchen Robotern, sei es in Form von “Tieren”, Kampfmaschinen oder auch Fluggeräten, überwacht werden und allerhand personenbezogene Daten wie (geschätztes) Alter, Größe, Geschlecht (wie viele verschiedene Geschlechter die KI wohl erfassen kann?) und Haar- sowie Augenfarbe von uns gespeichert werden.

Auch stellt sich eben die Frage, wie lange bei der Polizei solche Maschinen „nur” für als gefährlich eingestufte Einsätze gebraucht werden – und wann auch größere, zweibeinige Roboter zum Einsatz kommen und durch sie dann Polizisten aus Fleisch und Blut ersetzt werden, denn schließlich könnten sie dereinst ja genauso Verbrecher jagen, festnehmen und auch an- oder sogar erschießen. Wozu braucht es da noch physische humane Einsatzkräfte, wird man sich wahrscheinlich eines Tages fragen. Und auch im Gefängnis bräuchte man im Prinzip keine menschlichen Wärter mehr – denn sofern es ums Ein- und Aufschließen von Gefängniszellen geht oder um die  allgemeine Begleitung und Überwachung der Insassen, wäre dies doch eigentlich von Vorteil – da professionelle und gut programmierte Roboter noch viel mehr als Wärter aus Fleisch und Blut imstande sein dürften, sich schlagkräftig gegen unbotmäßige oder aufständische Gefangene zu wehren.

10 Responses

  1. irgendwie erinnert mich dieser ganze KI-Robot-Schrott an ein Tamagotchi, die Erfahrenen werden sich erinnern. Jedenfalls da gabs so “böse” Gesellen, die das infantile Ding mit Absicht getratzt haben. Schauen wir mal wie “schlau” diese Bolizei-Abkassierautomaten wirklich werden, aber die menschliche Bosheit kennt bekanntlich keine Grenzen, siehe aktuelle Politik!

  2. @Dass immer mehr Berufe durch Künstliche Intelligenz (KI) ersetzt werden
    da die KI nun einmal nicht intelligent ist, sondern nur schneller nachplappert, was man vorgibt, wird das Niveau sinken.
    Der Vorteil für Politik liegt darin, daß sie für ihren Wahn willige und unkritische Vollstrecker hat !
    Der größere Vorteil liegt daran, daß ein cleverer Programmierer an der richtigen Stelle dem ganzen Wahn ein Ende bereiten kann !
    Und der größte Vorteil liegt darin, das die KI eine Soll-Bruchstelle hat, da die Welt nicht statisch ist.
    Ich habe das schon so oft in der EDV erlebt, wenn die Entwickler eines Systems nicht mehr da sind, oder von den herrschaftlichen Managern gefeuert sind, dann wird das System nicht mehr weiter entwickelt, und steht bald ganz still.
    KI ist für Politiker und Manager Selbstmord – und da diese so blöde sind, das anzustreben, wird ihre angestrebte Gesellschaft bald ihr tun beenden.

  3. Wenn es gegen die autochthone Bevölkerung geht, wird man jeden Roboter-Kampfhund einsetzen. Aber die Grenzen mit diesen Kampfhunden vor den Angehörigen der Religion des Friedens schützen, das will man nun wirklich nicht.

  4. https://pleiteticker.de/historisches-fdp-einknicken-staatliche-heiz-ueberwachung-kommt/

    vom Achtung, Reichelt Team am 31.Mai 2023

    „Historisches FDP-Einknicken: Staatliche Heiz-Überwachung kommt!“

    „Die FDP ist historisch eingeknickt: Das Heiz-Spionage-Gesetz der Ampel kommt!
    Zukünftig muss jeder Bürger gegenüber dem Staat also seinen privaten Heizverbrauch offenlegen.
    Das Gesetz war zuvor heftig umstritten.“

    Eine ehemals freiheitsliebende Partei (FDP) ist neben anderen Parteien zur Bürgerüberwachung, Volkszüchtigung und Menschenabzockern verkommen!
    Das Problem ist und bleibt bei dieser Trittbrettfahrerpartei Lindner.
    Tja, besser bei allem zuzustimmen, als einen von uns sicher und hoch finanzierten Postenund übertriebene Pensionsansprüche zu verlieren.
    Ich hoffe das dieser gelbe Haufen bei der nächsten BT-Wahl unter 5 % kommt, dort
    wo sie absolut hingehören und nicht in entscheidende Politik !!!

    Dafür gibt es ein großes PFUI an die FDP und den Frontmann Lindner !!!

    1. @Susanne W: nun in autoritären Systemen gibt der Volksgenosse ja gerne Auskunft bei solchen idiotischen Erhebungen. Was glauben Sie wohl, was ich denen in sowas rein schreibe, wie bei Volkszählungen usw. Ja mei bin halt deppert. Holzheizung Verbrauch 5000 Tonnen, kann halt KG von Tonnen nicht unterscheiden, so wie ein Politiker Milliarden und Billionen nicht unterscheiden kann…auf Deutsch Vergackeiern Sie den Sauhaufen, doch der Deutsche Volksgenosse hat Angst, die Behörde könnte das mit einer anderen Behörde abgleichen und es heraus kommt, daß er deppert ist…denn in der DDR 2.0 schützt Dummheit nicht vor Strafe, zumindest nicht die Indigenen! so hat man die im Sack…

  5. Wie wäre es mit Schweine-Robotern, zur Aufrechterhaltung der Ordung?
    Ach… Aehn…. Ohhh… Nein…

  6. Der ganze Hype um die sogenannte künstliche Intelligenz spornt mich eher zu gallig humoristischen Überlegungen an: Bei so wenig vorkommender natürlicher Intelligenz ist es natürlich prima, wenn wir das Defizit versuchen, durch Kunstprodukte auszugleichen. Oder: Wollen wir hoffen, daß wenigstens die künstliche Intelligenz in der Lage sein wird, zu erkennen, daß CO2 kein Klimakillergas ist, sondern ein Hauptnahrungsbestandteil von Pflanzen, den sie benötigen, um unseren lebenswichtigen Sauerstoff herzustellen, oder das der CO2-Gehalt in der Erdatmosphäre in erdgeschichtlicher Zeit schon sehr, sehr viel höher war und das hat dem Klima überhaupt nicht geschadet. Oder das der Zusammenhang zwischen CO2 und Temperatur eher so aussieht, daß der Co2-Gehalt den Temeperaturwechseln folgt und nicht andersherum, was an Eisbohrkernen abgelesen werden kann. Tja, aber, um ein Sprichwort zu bemühen, niemand ist so blind wie der, der nicht sehen will.

    1. “daß CO2 kein Klimakillergas ist, sondern ein Hauptnahrungsbestandteil von Pflanzen, den sie benötigen, um unseren lebenswichtigen Sauerstoff herzustellen”

      Das machen sie aber nicht. Nachts atmen sie Sauerstoff ein und CO2 aus. Wenn sie sterben und verrotten, geben sie bei der Verrottung soviel CO2 frei, wie sie gebunden hatten. Dafür benötigen sie soviel O2, wie sie zu Lebzeiten geschaffen hatten. Es ist ein Nullsummenspiel.

      Der Sauerstoff in der Atmosphäre wäre genauso hoch, ohne Pflanzen.
      Er entsteht (entstand) durch Wasser.
      Dieses verdunstet, steigt auf und wird in sehr hohen Luftschichten (außerhalb der Ozonschicht) durch die Sonnenstrahlung aufgebrochen in Wasserstoff und Sauerstoff. Der Wasserstoff ist so leicht, dass er ins All verschwindet. Der schwere Sauerstoff sinkt noch unten.

      Da kann man mal darüber nachdenken, wie die Uratmosphäre zusammengesetzt war, als das Leben auf die Erde kam.
      Sie bestand wohl aus Stickstoff, Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid.

      Außer natürlich, man ist Darwinist. Der ja zeigt, wie Leben nicht entstanden sein kann und sich selbst schuf. Bei denen schufen die Pflanzen den Sauerstoff. Auf den sie selber angewiesen sind, denn sonst ersticken sie. Außerdem gab es keine Nahrung und keinen Schutz vor der tödlichen Sonnenstrahlung, denn die Ozonschicht gab es ja auch nicht. Das ist die Schicht, die die UVC Strahlung zu 100 % absorbiert. Die Erde war, als laut Darwin das Leben aus dem Nichts sich selbst erschaffte, keimfrei. Steril, wie der Mond. UVC verursacht Zellschäden und erzeugt Krebs. UVC sterilisiert(e) die Erde.
      UVA und B nicht.

  7. Privatsphäre ist ohnehin ganz oben auf der Liste abzuschaffender Relikte:

    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/509657/Keine-Privatsphaere-und-kein-Eigentum-Die-Welt-im-Jahr-2030-nach-Wunsch-des-Weltwirtschaftsforums

    https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/wef-grunder-schwab-prophezeit-das-ende-der-privatsphare-ld.1957778

    Für Klaus Schwab gilt das gute alte Motto jeder totalitären Herrschaftsform als erstrebenswert: “Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten”

    https://twitter.com/56Bine/status/1657030795951833088

    Fascho-Nancy freut sich schon darauf

  8. Ich sehe das ein wenig anders.Wir Erinnern uns,das der Gore gesagt hat,wir müssen von 8Milliaden Menschen runter auf 3Milliarden.Was sagt uns das.In den zwei Jahren der Pandemie hat es der WHO versäumt,uns alte Menschen den Rest zu geben. Sie hatten noch Angst.Der nächste Schlag gegen die Menschheit wird ein wenig anders ausfallen und ein gewolltes langsames Sterben wird Verordnet.Sie haben die Gesellschaft soweit,das sie alles mit sich machen lassen ohne zu Mucken.Wenn die Robotter soweit sind,das sie den Menschen Ersetzen können dann sind wir,der Mensch unnütze Fresser.