„Layla”-Version der Bundeswehrkapelle auf Olper Schützenfest schlägt ein

Aufzug des Heeresmusikkorps in Aktion (Symbolbild:Imago)

Nichts sorgt zuverlässiger für die Weiterverbreitung von Lied- und Schriftgut als der Versuch von moralischen oder politischen Obrigkeiten, sie verbieten zu lassen. Auf diese Weise kann sogar ein inhaltlich grotesk flaches Machwerk wie der Ohrwurm „Layla“ zur Freiheitshymne werden, weil das, was am Ende damit verbunden wird, um Dimensionen wichtiger ist als der eigentliche Inhalt. Der pseudomoralische Verbotswahn, der seit Jahrzehnten nicht nur, aber vornehmlich von den Grünen betrieben wird, hatte in der absurden Posse um den Partykracher ein neues Ausmaß erreicht. Nachdem das Lied wegen seines angeblich sexistischen Inhalts den Zorn einiger Wichtigtuer aus Politik und Medien erregte und auf diversen Volksfesten verboten wurde, hat es sich, wie abzusehen, zugleich zum Sommerhit des Jahres entwickelt. Wie sehr und gründlich der Schuss nach hinten losging, den Ballermann-Puffhit aus der Öffentlichkeit zu verbannen, hat mittlerweile quasi Lehrbuchcharakter.

Das Lied ist derart erfolgreich, dass selbst textfreie Darbietungen der reinen Melodie oder ungewöhnliche Varianten der Aufführung das Zeug zum Renner haben, die unter normalen Umständen – dann nämlich, wenn Deutschland wirklich ein so freies Land wäre, wie uns immer erzählt wird – keine Katze hinterm Ofen hervorgelockt hätte. So jedoch entwickelte sich letzte Woche eine Layla”-Version des Heeresmusikkorps Kassel zur veritablen Internet-Sensation. Auf Youtube erreichte eine Darbietung auf dem Schützenfest in Olpe fast 400.000 Aufrufe. Natürlich gab es sogleich auch Stimmen, die das (gelungene) Arrangement des Songs durch die Bundeswehrkapelle beanstandeten. Oberstleutnant Tobias Terhardt, der Leiter des Musikkorps, zeigte sich erstaunt über die Aufregung: „Für mich ist die Debatte völlig überzogen. Wer sucht, wird in vielen Liedern Sexismus finden“, erklärte er, wobei er auf Hip-Hop-Songs oder den 80er-Jahre-Hit „Skandal im Sperrbezirk“ der Spider Murphy Gang verwies.

Botschaft an Unverbesserliche

Die Idee, „Layla“ auf dem Schützenfest zu spielen, sei ein spontaner Einfall gewesen. Nachdem ein Musiker den Vorschlag gemacht hatte, habe man nur schnell die Noten verteilt. Proben seien nicht nötig gewesen. Es sei, so Terhardt, „eine Sache von zehn Minuten“ gewesen. Musikalisch stecke „nicht viel dahinter.“ Das Lied bestehe „nur aus vier Akkorden“ (dasselbe lässt sich fraglos auch für den Text des Songs feststellen). Die Besucher reagierten begeistert auf die unerwartete Aktion. „Die Leute sind steil gegangen. So etwas habe ich selten erlebt“, erinnert sich Terhardt. Unverbesserlichen, die auf Twitter moniert hatten, dass das Heeresmusikkorps aus Steuern finanziert werde und es das Lied deshalb nicht spielen dürfe, entgegnet Terhardt, dass der Auftritt in Olpe außerdienstlich gewesen sei. Von den über 60 Musikern des Heeresmusikkorps seien kurz vor dem Jahresurlaub nur 36 im Einsatz gewesen, und das ohne Gage. Der Auftritt sei also nicht aus dem Wehretat oder anderen Steuermitteln finanziert worden. Zudem habe man das Lied nur instrumental gespielt, niemand habe den Text gesungen.

In den Netzkommentaren werden die Heeresmusiker von vielen Kommentatoren gefeiert: „Danke Kameraden, ihr habt den Menschen Mut gemacht“, heißt es da – wodurch die groteske Aufladung „Laylas“ zu einem inoffiziellen Widerstandssong gegen den intoleranten Zeitgeist unterstrichen wird. Auch „Ein großes Kompliment, dass ihr es den Moralaposteln gezeigt habt”, oder „Endlich ein Teil unserer Bundeswehr, der zeigt, wo es lang geht. Wir sind das Volk!“ war zu lesen. Ein anderer YouTube-Kommentator schrieb: „Ganz toll, dass ihr euch nicht indoktrinieren lasst. Musik macht einfach Spaß und führt zusammen. Tolle Stimmung und Lebensfreude. Ein herzliches Dankeschön dafür. Politik und einige Politiker sind absolut krank im Kopf und fern der Realität.“ Wieder andere posteten: „Bravo. Und jetzt erst recht. Wir lassen uns nichts mehr verbieten”, und „Kompliment, danke dafür. Bitte behaltet weiterhin eure Courage.“ Dass ein paar Musiker, die es „wagen“, einen absurden Ballermann-Hit auf einem Schützenfest zu spielen, für ihren Mut gerühmt und als Freiheitshelden gefeiert werden, zeigt trefflich, in welchem geistigen Zustand sich das Deutschland des Jahres 2022 befindet.

 

9 Kommentare

  1. Zu meiner Jugendzeit wahr das Donaulied In gewesen in all seinen Versionen und vor allem wahr es im Osten nicht gern gesehen, wenn wir es zum besten gaben und Laura ist dagegen noch harmlos. “ ich ging am Strande der Donau entlang ….“

  2. Als vor geraumer Zeit ein paar “ noch normale Jungs “ in Berlin das Westerwaldlied in einer
    Kneipe sangen , da wurde sogleich von den grünroten und moralbesoffenen Nichtsnutzen
    spontan die Nazikeule wieder ausgepackt.
    Wir hier im Westerwald stimmen unsere Hymne auf jeder Kirchweih an.
    Oh , du schöner Westerwald……….

  3. Schwarz-Braun ist die Haselnuss, habe ich gerne zu meiner Jugendzeit gehört.
    Heino hat es gut drauf gehabt.
    Auch Negerküsse waren zur Kindheit gerne und oft im Programm.
    Mutter hat stets sehr gute Zigeunerschnitzel mit scharfer Zigeunersoße gemacht.
    Zum Nachtisch gab es dann Mohrenköpfe.
    Einfach lecker.

  4. Schwarz braun ist die Haselnuss hat sogar das nur aus Negern bestehende „Golden Gate Quartett“ gesungen.

  5. Das finde ich einfach nur noch super!!! Endlich wachen kluge Köpfe auf und lassen sich von diesen Schwachsinnigen Selbsthassern nicht einlullen und entscheiden nach bestehender Meinungsfreiheit selbst.
    Hut ab vor diesem Kapellmeister und vielen Dank für den Mut nicht weg zu ducken

  6. SORRY aber warum jagen wir denn diese komplette verkommene Schmarotzerbrut der roten und grünen Hirnamputierter Spinner nicht endlich aus dem Land. Das ist doch alles nicht mehr mit einem gesunden Hirn zu begreifen und so grotesk, verblödet und sinn/hirnlos, dass es überhaupt nicht mehr anders geht als diese Krähälse und Nichtskönner, Landesverräter endlich mal dorthin zu verschicken wo sie keinen Schadem mehr anrichten können.
    Man möge die derben Worte verzeihen doch eine andere Sprache fällt mir zu solch verbogenen Typen nicht mehr ein….also hau weg due Sche…….

    • Danke! Da hat mir jetzt mal jemand voll aus dem Herzen gesprochen! Sprechen, wie einem der Schnabel gewachsen ist, da weiß man wenigstens, wo man dran ist. Dieses ganze schleimige „politisch korrekt“ Gequatsche geht doch jedem klar denkendem Menschen nur noch auf den Senkel.
      Das kann weg, sofort!

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