Lohn für Documenta-Hetze: Gastprofessuren für antisemitische „Künstler”

Propalästinensische Installation auf der Documenta (Symbolbild:Imago)

In jeder Sonntagsrede überbieten sich deutsche Politiker mit Hinweisen darauf, wie viel man aus der Geschichte gelernt habe und dass Antisemitismus in Deutschland nie wieder salonfähig werden dürfe. Dieses Geschwätz wird nicht nur durch die deutsche Massenmigrationspolitik konterkariert, die den islamischen Judenhass millionenfach importiert, sondern auch durch einen, gerade in der linksdominierten Kulturblase mindestens latent vorhandenen Antisemitismus, der sich meist bequem als „Israelkritik“ tarnt, die ja „wohl noch erlaubt” sein müsse. Dass diese Differenzierung ihrerseits missbraucht wird von jenen, die den Staat Israel eben nicht nur „kritisieren”, sondern ihn gleich ganz vernichten wollen („from the river to the sea”), wird ausgeblendet.

Dies wurde durch die skandalösen Vorkommnisse auf der diesjährigen Kunstschau Documenta in Kassel besonders drastisch bestätigt, die monatelang davon dominiert worden war (und dadurch einen existenzgefährdenden Langzeitschaden erlitt), dass lupenrein antisemitische „Kunstwerke” ausgestellt wurden und linksradikale Künstler ihr Unwesen treiben durften. Im Juni musste deshalb sogar Generaldirektorin Sabine Schormann zurücktreten. Wie halbherzig und wenig glaubhaft sich Deutschland von den schandbaren Exponaten und ihren Urhebern jedoch in Wahrheit distanzierte, zeigt die Tatsache, dass nun zwei Mitglieder ausgerechnet des indonesischen Kuratorenkollektivs „Ruangrupa”, das mit den besagten antisemitischen Bildern und seiner offenen Nähe zur israelfeindlichen „Boycott, Divestment and Sanctions“-(BDS)-Bewegung für den größten aller bisherigen Skandale während einer Documenta gesorgt hatte, nun auch noch mit einer Gastprofessur im deutschen Universitätsbetrieb belohnt werden.

Lohn für antijüdische Stereotypen und Hetze

Die beiden sollen einen Lehrauftrag beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) an der Hamburger Hochschule für bildende Künste (HfbK) erhalten. Die Hochschule beruft sich darauf, dass der entsprechende Förderantrag bereits im Januar „und damit noch vor Beginn der Documenta” gestellt worden sei. Ist das ein Hinderungsgrund, im Lichte der unsäglichen Hetzdarstellungen sklavisch daran festzuhalten? Wieso wurden die Gastprofessuren nicht sofort widerrufen?

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, hatte beim Auswärtigen Amt schriftlich gegen die Berufung protestiert. In dem Schreiben hieß es, die Gastprofessuren seien ein „fatales Signal für die deutsche auswärtige Kulturpolitik und das Bekenntnis zu Israels Sicherheit und Existenz im Koalitionsvertrag: ‚Die Sicherheit Israels ist für uns Staatsräson.‘” Zudem widerspreche die Entscheidung dem Beschluss des Deutschen Bundestages zur anti-israelischen Boykottbewegung BDS: 2019 hatte der Bundestag BDS als antisemitisch eingestuft. Personen oder Gruppen, die mit ihr sympathisieren, dürfen in Deutschland eigentlich keine staatlichen Räume oder finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Auf Twitter schrieb sich Beck verbittert-sarkastisch seinen Frust über die Personalien von der Seele: „Wir müssen über Judenhass, Antisemitismus, im Kulturbetrieb reden! Antisemitismus-Toleranz schadet in Deutschland nicht. Israelhass ist karrierefördernd. Gratulation an 2 Mitglieder von Ruangrupa zur HFBK Hamburg Gastprofessur.“ Zu allem Überfluss waren die beiden angehenden Hamburger Gastprofessoren in diesem Sommersemester bereits in gleicher Funktion an der Kunsthochschule Kassel tätig gewesen – nur ein Katzensprung von der Documenta entfernt. Nun bleibt abzuwarten, ob die Politik und die Hochschule an der Berufung festhalten und damit abermals unter Beweis stellen werden, dass es sich beim angeblichen entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus um ein bloßes Lippenbekenntnis handelt.

BITTE BEACHTEN: Klarstellung der Redaktion zu Leserkommentaren

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann freuen wir uns, wenn Sie unsere Arbeit mit einer Zuwendung unterstützen.

12 Kommentare

  1. Als 1. sollte man die Frage stellen, ob Deutschland überhaupt aus WK2 irgend etwas gelernt hätte. Es ist ja nicht nur der Antisemitismus, der in der deutschen Woke-Schicht präsent ist. Hitler war mit islamischen Staaten dicke Freund. Er bewunderte den Islam, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Muslime dürfen auf den Straßen in Berlin gegen die Juden demonstrieren bei ihren Al-Quds-Marsch. Man darf in Deutschland Israelflaggen verbrennen. Alles machbar. Da ist es „nur“ ein kleines Tüpfelchen auf dem „i“, dass Antisemiten einen Lehrauftrag zumal noch in Hamburg erhalten. Es ist im Zeitgeist. Deutschlands Potentaten wollen ein islamisches Deutschland mit einem Euro-Islam – den es nie geben wird. Das ist aber noch nicht alles. Deutschland wandelt wieder auf den Pfaden des 3. Reiches. Es darf keine andere Meinung als die der jetzt geltenden Ideologie geben. Alle die etwas anderes als das Vorgegebene sich erdreisten zu denken, werden zu Staatsfeinden und Demokratiefeinden abgekanzelt. Das Deutschland heute toleriert nur in ganz engen Grenzen eine eigene Meinung. Dass es immer noch alternative Medien gibt, dass ist so wie in der DDR, wo man auf der Stadtseite der Tageszeitung schon mal ätzen durfte, also eine Randerscheinung. Die wird beobachtet und das Leben derjenigen, die „Rias“ oder „Radio London“ sind, wird verkompliziert. Dazu kommt, wie damals im 3. Reich und ähnlich in der DDR, dass Deutschland das Größte und Beste aller Zeiten sein will. Das hat 2 x schon nicht geklappt. Wieso sollte es ein 3. Mal funktionieren? Zu guter Letzt will Deutschland den Krieg, den sie gegen Russland im WK2 verloren hatte, nun doch noch gewinnen. Alles ist im Zusammenhang zu sehen. Dass die Linken sich da einpassen ist völlig logisch. Linke mögen eine Diktatur. Die ist nicht so anstrengend, als wenn man immer einen Diskurs bei der Meinungsfindung führen muss. Weiterhin stehen Linke ohne wenn und aber auf den Islam und schützen Muslime immer und überall. Sie werden ganz tief fallen, wenn Deutschland islamisch wird. Der Libanon sollte ihnen eine Warnung sein, aber ihre Ideologie verhindert, von der Geschichte zu lernen. Es ist ein sich schließender Kreis, von Ideologie – Antisemitismus – Kriegsbeteiligung. All das gehört zusammen und zeigt, dass Deutschland nichts aus der Geschichte gelernt hat und seine Vergangenheit immer wieder wiederholt. Deshalb schielt der Faschismus aus jedem Knopfloch dieses Siedlungsgebietes, vormals Deutschland.

  2. kunst kommt von können…
    wenn die anspruchslosen herum irrenden betrachter typische kulturbanausen sind… ist alles erklärt.
    hier wir aus schei… geld gemacht und von unwissenden dummschwätzern hoch bezahlt… und der staat gubt noch dazu.

    michelangelo würde sich im grabe umdrehen wenn er seine sogenannten künstler& nachfolger sehen würde….

    3
    2
  3. Das ist ziemlicher Blödsinn. Die indonesische Künstlergruppe hat weder Antisemitismus noch Judenhass verbreitet. Wer sich das Plakat angesehen hat, hat z.B. festgestellt, dass zwar der „Mossad“ daselbst thematisiert wird, aber nicht die Semiten per sé. Und den Mossad zu kritisieren ist ja wohl mehr als berechtigt!

    4
    11
  4. Mir geht es nicht in den Kopf, warum der Judenverband Deutschland nicht
    schon längst u.a. auch gegen die Masseneinwanderung von gewaltbereiten
    Muslimen Druck auf die Dilettanten gemacht hat?
    Sie haben doch weltweit Einfluss, warum dann das lange schweigen, stillhalten
    gegen Gewalt, auch gegen Gewalt gegen Juden hier im Lande ?
    Es ist die Gewalt, die nicht von rechts kommt, es ist die Gewalt aus den
    Kreisen der „Judenhasser“, die hier u.a. die Sozialkassen schröpfen und die Unsicherheit ins Land bringen.
    Danke an CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne und Linke, die an diesem Desaster, was sie ohne Not vorsätzlich uns allen aufgezwungen haben, mind. mitschuldig sind !
    ins einstmals friedliches Land

    • @Julia: Warum so vorsichtig? Die Blockparteien sind nicht nur mitschuldig, sie sind DIE SCHULDIGEN ohne wenn und aber!

    • Die Tatsache, daß besagter Verband in besagter Sache NICHT Druck gemacht hat, zeigt doch – gemäß Occams Razor – daß er andere Ziele hat, als man meinen könnte und soll. Dein Kopf hat also Recht, wenn er das nicht in sich reingehen läßt. Aber was dann die wahren Ziele sein könnten, ist unter der geltenden Rechtslage unmöglich zu besprechen.

Kommentarfunktion ist geschlossen.