Mittwoch, 22. Mai 2024
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Migration: Zusammenrücken ist gut fürs Klima!

Migration: Zusammenrücken ist gut fürs Klima!

“Wir haben Platz” – auch für Klimaflüchtlinge (Symbolbild:Imago)

Bei meinen Streifzügen durch die sozialen Medien stolpere ich immer wieder über Kurioses. Und damit meine ich nicht die gesponserten Beiträge, welche die fünfzig lustigsten Architekturfehlschläge zeigen oder diese “Haushaltshacks“, die stets wirken, als habe der örtliche Kindergarten Basteltag gehabt. Heute fiel mir ein Beitrag ins Auge, der an uns appellierte, enger mit Flüchtlingen zusammenzurücken, da alles andere ein Leugnen des Klimawandels sei. Vom “Klimaflüchtling” war zwar schon oft die Rede, um den Katalog der Asylgründe noch ein wenig zu erweitern, aber bislang sprach niemand davon, dass wir deshalb auf Wohnraum verzichten müssten. Zumindest außerhalb Berlins nicht, denn anderswo “haben wir Platz”. Nur böse Landräte machen sich Sorgen über die Unterbringung weiterer Flüchtlinge – so der bisherige Leitsatz.

(Screenshot:Twitter)

Wenn man bislang vor diesem Platzproblem warnte, galt man als Nazi, jetzt wird also noch der “Klimaleugner” als Sahnehäubchen obenauf gesetzt. Das ist der Hannibal Lecter unter den Rechten: Für das Gute und das Klima ist er nicht bereit, in eine Ein-Zimmer-Wohnung von der Größe eines Schuhkartons umzuziehen. Oder wenigstens seine Wohnzimmercouch als Unterkunft für Ahmed aus dem Senegal zur Verfügung zu stellen. Die Erfahrung lehrt: Gerade in Wohngemeinschaften tobt manchmal ein sehr unangenehmes Klima, das zwar weder Dürre noch Sintfluten erzeugt, dafür aber äußerst dicke Luft. Und das ist unabhängig von der Herkunft.

Sozialisten und Kommunisten aller Couleur hatten es schon immer gern, wenn die Bürger möglichst nah aufeinander wohnen. Das Konzept “Ich will auch mal meine Ruhe haben” ist ihnen ebenso fremd wie der individuelle Geschmack des Bürgers. Altbau oder Hochhaus? Nein, dann lieber gleichförmige Kästen. Der russische Autor Jewgeni Samjatin sah in seinem Roman “Wir“, der lange vor “1984” erschien, bereits ein Leben im Glaskasten und namenlose, durchnummerierte Bürger voraus und in Hippie-Kommunen hängte man tatsächlich die Türen aus. Nur keine Geheimnisse voreinander haben! Jeder weiß von jedem, was er gerade tut. Das entlastet den staatlichen Überwachungsapparat ungemein.

Retten und kontrollieren

Da können wir doch gleich die Bedürfnisse der Linken, die Welt zu retten und sie gleichzeitig zu kontrollieren, vorzüglich zusammenlegen. Schließlich – das wird uns stets unter die Nase gerieben – macht uns Afrika in Sachen Energieverbrauch etwas vor. Die Menschen dort gehen damit einfach sparsamer um – wären sie nicht also ein gutes Vorbild für den deutschen Verschwender? Ebenso gut könnte man uns die Bewohner eines indischen Slums als Vorbild für Bescheidenheit vor Augen halten. Die Menschen haben einfach keine andere Wahl, wenn sie könnten, würden sie ebenso gern konsumieren wie wir. Zumindest in dieser Frage dürften sich Neuzuwanderer in Windeseile integrieren, dann bündelt sich der Verbrauch auf engstem Raum.

Nebenbei gesagt: Wenn Migranten nach Deutschland kommen, erfasst sie auch nicht als erstes das Bedürfnis, sich fortan mit dem Lastenrad zu bewegen, Klimawandel hin oder her. Da dürften die Erziehungsversuche der Grünen wenig fruchten. Das Lastenrad ist gewiss kein geeignetes Symbol, um deren Traum von einem besseren Lebensstandard zu illustrieren, irgendetwas von BMW kommt bei den meisten von ihnen weitaus besser an. Man kommt schließlich nicht, um sich gleich wieder abzustrampeln: Vom klapprigen Schlepperboot aufs Luxusfahrrad, das können sich nur Ideologen ausdenken.

Was Feines fürs einfache Volk ausgedacht

Manchmal schaue ich mir auf YouTube Videos darüber an, wie Menschen in Großstädten wie New York, Tokyo oder auch in Hongkong leben. Viel Geld muss man an allen drei Orten mitbringen, wenn man eine Bleibe mieten will, in welche mehr als ein Klappbett und eine Toilette hineinpassen – da ist Fantasie gefragt, um alles Benötigte effektiv zu verstauen. Vor allem die Japaner bieten dafür viele kreative Lösungen an. In den gezeigten Miniwohnungen fehlt aber etwas stets komplett: Ein gut gefülltes Bücherregal. Lesen als Luxus für jene, die sich mehr als zwanzig Quadratmeter Wohnfläche leisten können – das kann man sich in Deutschland kaum vorstellen. In Shanghai leben Menschen gar in Wohnkäfigen und müssen dafür noch einen Großteil ihres hart erarbeiteten Geldes auf den Tisch legen, den sie selbst wahrscheinlich nie besitzen werden. Für diese Wanderarbeiter ist das von den Linken romantisierte “Zusammenrücken” längst bittere Realität. Alle diese Menschen hoffen inständig, dass ihre beengten Wohnverhältnisse nur eine Übergangslösung sind, bis sie sich etwas Besseres leisten können.

Da hat sich jemand an seinem Schreibtisch – der vielleicht in einer gemütlichen Altbauwohnung steht – einmal wieder etwas Feines für das “einfache Volk” ausgedacht. Man wünschte sich, in dieser Wohnung wären schon längst eine Menge Mitbewohner eingezogen, die mit ihrem Trubel die Entstehung solcher sozialistischer Luftschlösser verhindern könnten. Aber nein, der “Denker” gönnt sich seinen Platz, es ist wie bei Orwells “Farm der Tiere” – einige sind gleicher als andere, selbst, wenn es um die heilige Kuh des Klimawandels geht. Letztens wurden durch einen Fehler der Bürokratie 13 Flüchtlinge versehentlich zur Privatwohnung einer nichtsahnenden Frau geschickt – das Amt hatte sich in der Stadt geirrt. Vielleicht irren sie sich nochmals und schicken noch ein paar zu unserem Denker. Ich wäre gespannt, welche Ausrede er hat.

 

14 Antworten

  1. Diese Logik ist mir fremd: Man holt Millionen Menschen , die logischerweise mehr Ressourcen verbrauchen, in ein dicht besiedeltes Land und nennt das klimafreundlich. Ist eben grüne Logik. Auf dem Blog von Hadmut Danisch kann man sich übrigens in dem Beitrag “Satire oder Realität” ein Bild davon machen, wie gut sich die “Flüchtlinge bei uns in die grüne Welt integrieren: Sie dekorierten Treppengeländer in einer Erstaufnahmeunterkunft mit gefüllten Kotbeuteln und hinterliessen gefüllte Urinflaschen. Geistesakrobaten wie Andreas Kemper interpretieren dieses Verhalten ganz sicher als umweltschonend und wassersparend……

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  2. Die immense verehrung unserer zahlreichen, alimentierten neo-kommunisten für die “edlen wilden” hat religiöse züge..

    1. Wenn in Deutschland nicht doch noch wieder, natürlich mit größter Antrengung in allen Bereichen, insbesondere aber in der Remigration , normale westliche demokratische Verhältnisse Einzug halten, werden den Grünen ihre religiösen Züge,insbesondere die religiösen Züge des Islams , noch bitterlich aufstoßen, denn sie werden, wie in allen übernommenen Ländern zuvor, Bekanntschaft mit dem Baukran machen! Ein Blick in die Zeit der Übernahme des Islams in Persien, heute Iran , könnte da vielleicht den Teddybärwerfern auf die Sprünge helfen!

  3. Gutmenschentum halt.
    Mehr gibt es dazu eigentlich gar nicht zu sagen. Ist halt wie die “wir haben Platz”-Schreier – aber bitte das Asylheim nicht in unserem Kitz errichten.

  4. Macht man sich nur so ganz nebenbei auch noch Gedanken über das soziale Klima?? Deutschland: Zersplittert! Die Stimmung: Mieser denn je! Von Integration der “Goldstückchen” und “Fachkräfte” keine Spur – im Gegenteil! Dass unsere innere Sicherheit in den nächsten Monaten komplett den Bach runtergeht, pfeifen die Spatzen von den Dächern! Verarmung ist der neue linke Lifestyle! Wir retten uns zu Tode! Aber Hauptsache, wie müssen bei der Islamisierung nicht Schwitzen!

  5. Macht doch was ihr wollt. Dieses Volk hat es nicht anders verdient. Als Beispiel wieder der Massenhafte Zulauf von völlig verblödeten und gehirngewaschenen “Gegendemonstranten” in Dresden und Erfurt, denen man tonnenweise ins Gehirn geschissen hat. Diese Kreaturen sind hoffentlich die Ersten, die von ihren Islamfreunden an die Laterne gehängt werden.
    https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/dresden/demonstration-querdenker-reichsbuerger-gegenprotest-polizei-100.html
    https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/mitte-thueringen/erfurt/demonstration-kundgebung-afd-gegendemo-100.html

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  6. Kemper nach Nord-Korea, dann kann im Kommunismus zusammenrücken, im Zwangsarbeitslager. Alle anderen schalten für 1,5 Sekunden das Hirn ein und erkennen, daß man im “Südland” weit weniger Heizenergie verbraucht, weil es da 24/7/365 so warm ist, daß die Leute da nicht heizen (und üblicherweise auch nicht kühlen), weshalb der “ökodümmliche Fußabdruck” in Südland viel geringer ist.

  7. Migration
    Kirchenfunktionärin Kurschus sieht Grenze der Aufnahmekapazität „noch lange nicht erreicht“
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article248259274/Kirchenfunktionaerin-Kurschus-sieht-Grenze-der-Aufnahmekapazitaet-noch-lange-nicht-erreicht.html

    “Annette Kurschus ist Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Sie glaubt, als „reiches Land“ könne Deutschland mehr Flüchtlinge aufnehmen als bislang. Die Grenze sei dann erreicht, „wo es zur Selbstaufgabe kommt“.

    Aus Sicht der obersten Repräsentantin der deutschen Protestanten, Annette Kurschus, könnte Deutschland deutlich mehr geflüchtete Menschen aufnehmen. Die Aufnahme von Flüchtlingen finde aus christlicher Sicht „ihre Grenze da, wo es zur Selbstaufgabe kommt“, sagte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Weiter hieß es: „Ich meine, dass wir diese Grenze noch lange nicht erreicht haben.”

    In was für einem Paralleluniversum lebt diese Frau?

  8. “In Shanghai leben Menschen gar in Wohnkäfigen und müssen dafür noch einen Großteil ihres hart erarbeiteten Geldes auf den Tisch legen, den sie selbst wahrscheinlich nie besitzen werden.”

    Auch in Hongkong leben viele Menschen in kleinen WOhnkäfigen.
    Und es sind eher die Neoliberalen, die für solche AUswüchse verantwortlich sind.
    Hongkong eine und ehemalige britische Sonderwirtschaftszone, wo über mehrere Jahrzehnte lang die radikalsten Kapitalisten an der Macht waren und Hongkong zu einer der teuersten Städte der Welt gemacht haben. Galileo hatte in der Vergangenheit ein paar Mal gezeigt, wie in Hongkong Menschen in winzig kleinen Käfigen leben, die wie kleine Wohnungen zu Wucherpreisen vermietet wurden. Und zwar weil sich ein normaler Arbeiter in Hongkong keine bezahlbare Wohnung leisten kann.
    Erst als die Chinesen wieder die volle Kontrolle über Hongkong übernommen haben, hat Chinas Regime angefangen gegen diesen Mietwahnsinn vorzugehen, gegen die Vermieter die sogar vor den Kameras damit überall rumprahlten, dass diese kleinen Käfige wie Luxusappartements sein sollen, die Menschen sollen gefälligst noch dankbar sein, weil diese winzigen Appartements noch bezahlbar sind.

    Auch ich bin gegen Sozialismus. Doch in diesem Fall bin ich der Meinung, dass Chinas Regime 100% richtig gehandelt hat, um endlich etwas gegen diesen Mietwahnsinn in Hongkong zu unternehmen, womit eine kleine Clicke von Superreichen Immobilienhaien in Hongkong sich eine goldene Nase verdient hat…
    Der britisch kolonialistische Manchester-Kapitalismus hat in Hongkong viele Ungerechtigkeiten entstehen lassen und viel Unheil angerichtet…

  9. In den kommenden Jahren kommen jährlich mindestens 500.000 legal und illegal “Einreisende” zusätzlich zu den bereits hier lebenden Eingereisten dazu.
    Plus deren Familiennachzug.
    Das macht bis 2030 mindestens plus 3,5 Millionen Einreisende plus Familiennachzug.
    Wie sich wohl die Kriminalität entwickeln wird, wenn mehrere Millionen Menschen aus muslimischen Ländern, aus Nahost und Afrika
    zusätzlich nach Deutschland in die Sozialsysteme kommen werden.