Nach dem Tod Benedikts: Hemmungslose Hasstiraden von Linken und Queeren

Benedikt XVI. fka Joseph Ratzinger, 1927-2022 (Foto:Imago)

Benedikt XVI., bürgerlich Joseph Ratzinger, starb heute im Alter von 95 Jahren nach langer Krankheit. Der außergewöhnliche Lebensweg einer großen abendländischen Geistesgröße, eines außergewöhnlichen Intellektuellen im Papstamt und eines bedeutenden Theologen, hat sich damit erfüllt. Auch wenn Ratzingers Pontifikat ganz gewiss nicht frei von Kontroversen war und ihm in seinen letzten neun Jahren als Papa emeritus (erst der zweite der Geschichte, der zurücktrat, nach Coelestin V. im Jahr 1294) die erhoffte Seelenruhe nicht zuteil wurde, da er durch die Aufarbeitung der Missbrauchsskandale seiner Kirche immer wieder ins Visier der Öffentlichkeit geriet, so hat dieser erste deutsche Papst der Neuzeit ein ehrendes Andenken verdient.

So wenig jedoch, wie Deutschlands linksradikale Zeitgeist- und Meinungskamarilla mit den von Ratzinger (teils dogmatisch) vertretenen konservativen Werten irgendetwas anfangen konnte geschweige sie gelten ließ, so zynisch und geifernd tritt sie jetzt, nach seinem Ableben, gegen ihn nach. Was im Zeichen der Cancel Culture längst mit materiellen und immateriellen Hinterlassenschaften vergangener Epochen geschieht, von Bauten und Denkmälern bis zu Gedanken und Lehren – nämlich dass man sie einem unerbittlichen brachialen Säurebad der anmaßend-unfehlbaren Gegenwartsmoral unterwirft, über sie richtet und wo immer möglich auslöschen will -, das soll bei Ratzinger quasi in Echtzeit geschehen. Benedikt ist nicht einmal begraben, da wird er schon durch die Fleischmühlen der hiesigen Woko Haram gedreht.

Rotgardistisches Nullniveau

Den Auftakt machte gestern die linksradikale „taz“, die Ratzingers Tod vermeldete, als er noch gar nicht eingetreten war. Anscheinend konnte man es gar nicht abwarten, bis der verhasste Pontifex endlich die Augen schloss, um mit als Nachrufen getarnten Nachtritten die große Abrechnung zu starten. Die erfolgte dann heute – mustergültig natürlich in der LBGTQI-Krawallmedienszene. So titelte das Trans- und Schwulenportal „Queer“ als erste Meldung zum Papsttod: „Mit Ratzinger starb einer der größten queerfeindlichen Hetzer”. Sein „Markenzeichen” sei „Homohass“ gewesen, brachen die (wahrlich hasserfüllten) Redakteure das hochkomplexe und vielschichtige Vermächtnis Benedikts auf ihr eigenes rotgardistisches Nullniveau herunter, und prangerten an, dass der damalige Kurienkardinal Joseph Ratzinger bereits vor seinem Pontifikat, als damaliger Chef der Glaubenskongregation im Vatikan, „die homosexuellen-, frauen-, abtreibungs- und kondomfeindliche Haltung des Vorgängers und der weltweiten Kirche” übernommen und propagiert habe. Noch widerwärtiger trieb es heute Mittag auf Twitter ein Mitarbeiter des primitiven ZDF-Hetzers Jan Böhmermann:

(Screenshot:Twitter)

Dass sich eine Institution wie die Römische Kirche mit ihrer – zwar anachronistischen und verlogenen, aber eben in zwei Jahrtausenden zementierten – Sexualmoral nicht von heute auf morgen umkrempeln lässt, können radikale Queer-Aktivisten natürlich nicht nachvollziehen. Auch Ratzingers sozialethischer und familienpolitischer Ansatz, der auf die Schöpfungsordnung und traditionelle Familienplanung ausgerichtet war (weswegen er die Homo-Ehe ablehnte) und der als originäres Wesenselement der katholischen Kirche zunehmend in Kollision zum Zeitgeist gerät, verdient gleichwohl Respekt und muss selbstverständlich, auch aus der biographischen und religiösen Prägung des Verblichenen heraus, akzeptiert werden. Aber die Intoleranz jener, die anderen mangelnde Toleranz vorwerfen, ist auch in diesem Fall maßlos: Während die Linken tiefstes Verständnis und kultursensible Hochachtung zeigen für fundamentalistische und vorsintflutlich-barbarische Kodizes des Islam, wie sie sich im Koran und den Hadithen zuhauf finden, und sich jedwede Kritik an muslimischer – oftmals blutiger oder tödlicher – Homophobie versagen: Da kann die kulturelle Überlieferung des eigenen, christlich geprägten Herkunftsraums nach Belieben mit Füßen getreten, verächtlich gemacht und bespuckt werden. So sehr, dass eine große spirituelle Persönlichkeit selbst an ihrem Todestag in die Gosse getreten werden darf. Queer/Trans/Schwul genießt in diesem Deutschland eben Narrenfreiheit… auf allen Ebenen.

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29 Kommentare

  1. Die auf andere Werte herumtrampeln sind selbst die übelsten Typen auf Erden. Keinerlei Achtung vor den Menschen und nur ihrer Ideologie besessen verpflichtet. Keine Toleranz den Intoleranten, lasst die nicht an die Hebel der Macht kommen dann sind wir verloren.

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    • „lasst die nicht an die Hebel der Macht kommen dann sind wir verloren.“

      Die sind doch längst an den Hebeln der Macht.

      Dein Name ist übrigens ein Abbild Deiner Intoleranz.

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      • @Rudolf Müller
        „Dein Name ist übrigens ein Abbild Deiner Intoleranz.“

        Der Name ist eine Provokation. Um das zu erkennen brauchen Sie schon ein wenig Grips.

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  2. „Dass sich eine Institution wie die Römische Kirche mit ihrer – zwar anachronistischen und verlogenen, aber eben in zwei Jahrtausenden zementierten – Sexualmoral nicht von heute auf morgen umkrempeln lässt“

    Warum sollten sie das überhaupt ändern? Der perverse „Westen“ wird das Ende dieses Jahrhunderts nicht erleben, danach wütet im „Westen“ der ISlam. Dessen Sexualmoral ist noch „anachronistischer und verlogener“, dafür erobert er damit gerade den „Westen“. Also wer macht hier was falsch und wer richtig? In der Natur gilt eine einfach Regel, wer sich fortpflanzt und morgen noch da ist, der hat richtig gehandelt. Das sehe ich beim „Westen“ so gar nicht.

    Seltsamerweise (oder gar nicht seltsam), gilt dies ist, seit hier Marxismus und „neumodisch und wahrhaftige Sexualmoral“ wüten. (Die so gar nicht neu sind, Rom ist damit schon untergegangen und Moral ist es nach Maßstäben der Linken, also Beliebigkeit gemäß Nützlichkeit im Klassenkampf)

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  3. Es wirkt fast schon bedeutungsvoll, an einem 31.12. im Geleit des ausgehenden Jahres diese Welt zu verlassen. Demnach ist es ein guter Tag zum sterben. Im Gegensatz zum derzeitig amtierenden Papst Franziskus, der dem weltlich-politischen Mainstream huldigend allen Ernstes jüngst dazu aufrief, das wir unser Erspartes an die Ukraine spenden sollen, mochte ich Benedikt den XVI. Möge er in Frieden ruhen.

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  4. Was Ratzinger als Papst und als Privatmann betrifft, habe ich derzeit keine Meinung, weil ich mich mit ihm zu wenig auseinandergesetzt habe. Was die katholische und die evangelische Kirche betrifft (vor Jahren aus der evangelischen Kirche ausgetreten), kann ich die Wut und die Verachtung gegenüber diesen beiden Institutionen vollauf verstehen. Um dieses dem Zeitgeist unterwürfige religiöse Gesindel seine Verachtung entgegenzuschleudern, muss man kein Linker sein. Man denke nur an das Gendern, multikulturelle Anbiederung, Schwulen- und Lesbenehen befürworten, ganz vorn dabei bei der Coronadiktatur (2G). Dann ein Problem vor allem in der katholischen Sekte: Pädophile.

    Europa sollte endlich begreifen, was echter Fortschritt ist. Religionen, egal ob jüdisch, katholisch, evangelisch, muslimisch, „sozialistisch“, waren und werden es immer sein: Opium des Volkes!

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  5. Meine große Verehrung für Papst Benedikt. Ich hatte die Gelegenheit, ihn und seinen Bruder in unmittelbarer Nähe erleben zu dürfen. Ich war sehr berührt.

    Queer/Trans/Schwul sind PERVERSE und ihnen gehört die ihnen zukommende Strafe. Solche Existenzen verdienen höchste Verachtung. Zu normalen Zeiten gab es den Paragraphen 175. Meine Verehrung für Präsident Putin, der dieses perverse Getue ablehnt.

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    • Man darf über die gewissen konservativen (gegen Homo-Ehe usw.) Seiten, was ihnen immer noch die Treue naiv-bornierter Gläubger und Mächtiger einbringt, der Katholischen Kirche nicht vergessen, daß sie über die Jahrhunderte (etwa mit der Gegenreformation und Schuld am 30j. Krieg 1616-48) eine der schlimmten und mörderischsten Verbrecherorganisationen der Menschheit war und es auch nicht besser wird, wenn sie sich oftmals heuchlerisch entschuldigt. Es sind aber ihre Strukturen, aus denen das Verbrechen kam. Wenn dort 2/3 der Männer schwul sind, sind es auch somit potentielle und tatsächliche Kinderficker. Hinterher das große Bedauern zelebrieren, ist ja die Masche wie bei den Tausenden mißbrauchten und unter Zwang gehaltenen indigenen Kindern in Kanada. Und wollen sie jetzt für ihr zusammengeraubtes Vermögen auch noch 12 Mrd. Entschädigung bekommen.

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  6. Ich weiß nicht, wieso man bei irgendwem dieser Machtpsychopathen immer wieder krampfhaft versucht, noch etwas Gutes zu finden, um sie wieder schönzureden.
    Nur weil jemand in irgendeinem Punkt meine Werte teilt, muß ich den nicht auf einmal für gut halten, das könnte ich nämlich bei Hitler, Mao und Konsorten auch.
    Hat übrigens Schmidt sogar gemacht, der Säulenheilige, der nicht das war, womit man ihn zur positiven Legende verklärt.
    Der wollte, noch zu seiner Kardinalszeit, am Liebsten wieder eine Inquisition, außerdem ist die Kirche an sich nur eine mörderische, räuberische und verschlagene Machtinstitution, die unfaßbarste Verbrechen beging und begeht.
    Und die jetzt obendrein noch unverschämte Forderungen an Entschädigung stellt, für Dinge, die sie sich einmal blutig, räuberisch, erpresserisch im Mittelalter angeeignet hatten. Man verfolge dazu Bamberg oder Würzburg, insbesondere 1620-1632.
    Mir ist es generell nicht schade um irgendwen dieser alten Machtpsychopathen, ich bin froh, wenn sie endlich dahinfahren, wo sie herkamen:
    Zur Hölle!

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    • Erfrischend, wenn man Worte von jemanden liest, der begriffen hat, was „Religion“ wirklich war und noch immer ist: die Menschen in ihrer Freiheit beschneiden, sie finanziell auspressen wollen, Macht über sie erlangen wollen.

      Was ist der große Unterschied von einer Sekte und einer Sekte? Nichts. Ratzinger gehörte einer katholischen Sekte an, deren Machtzentrum noch immer im Vatikan zu finden ist. Nur weil eine verlauste Heerschar von der sozialistischen Sekte über den Tod des Ratzinger witzelt, ist die Kirche plötzlich einer Verbündeter der Freigeister? Die Kirche war das Übel des Mittelalters, der Neuzeit, der Gegenwart. Nur daß sie allmählich an Macht verloren hat. Der Sozialismus/Kommunismus ist das Übel der Moderne. Und seine Macht ist wieder stärker denn je. Pest, Cholera… soll ich wirklich das eine gegen das andere austauschen?

      Letzt hab ich mit einem Moslem über die Manipulation des Wetters gesprochen, Geoengineering, dass man künstlich Wolken bildet, um Regen zu erzeugen. Antwort des Sektenmitglied der Allah-Sekte: gibt es nicht, nur Gott ist für das Wetter verantwortlich… Auf meinen Ratschlag, sich damit auseinanderzusetzen, kommt seine Antwort: er hat seine Meinung, ich hätte meine Meinung. Wissenschaft ist also nur eine Meinung.

      Noch einen? Ich lernte eine Frau kennen, deren Eltern glaubten an die unbefleckte Empfängnis! Nein, das ist kein Scherz.

      Deutschland im Jahr 2022! Religionen halten sich am Leben durch die Verblödung der Gläubigen. Wie sagte schon Schopenhauer: Wenn jemand über Gott redet, weiß ich nicht, worüber er redet.

      Die Kirche ist Mittäter an der Zerstörung der westlichen Welt. Tägliche Beweise massenhaft auffindbar.

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    • Sehr gut Gesagt !
      Der Mensch hat einen Fehler – man will gerade in solchen Zeiten wie heuer an was gutes glauben.
      Landen aber bei den Fischern im Netz. Besonders trefflich die Aneignung im Mittelalter!
      Ein frohes gesundes neues Jahr 2023 wünsche ich ALLEN auf diesem Blog.

  7. Seine größte Tat war sein Rücktritt, als er erkannt hatte, in welchem Sumpf er sich und seine Kirche sich bewegen. Es hat wohl Jahre gedauert, bis er das ganze Ausmaß begriffen hatte!
    Das Deprimierenste für ihn war sicher, dass seine untergeordneten Berufsgläubigen nicht nur das weltliche Gesetz, sondern sogar die angeblich göttlichen Worte missachtet hatten und haben.

    Lukas 17,1:
    „Er sagte zu seinen Jüngern: Es ist unvermeidlich, dass Verführungen kommen. Aber wehe dem, der sie verschuldet. Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt. Seht euch vor!“

    Wie ernst die Angelegenheit gesehen wurde, macht deutlich, dass auch Matthäus 18,6 deutlich, da nur wenige Stellen in den Evangelien annähernd textgleich wiedergegeben werden:
    „Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde. Wehe der Welt mit ihrer Verführung!“

    Vom „Mühlstein“ war wenig zu sehen – ganz im Gegenteil, gibt doch das Dogma vor, dass Priester in jedem Fall „zu schützen seien“.

    Doch auch diese Stellen werden in neueren Texten „weichgespült“. So wird an anderer Stelle schon mal aus „einem Griff zum Schwert“ ein „Streitgespräch“. In der Dogmatik tut sich so gut wie nichts, weswegen auf Frauen bis zum Sanktnimmerleinstag auf eine Gleichberechtigung in der katholischen Kirche – erst recht unter einem Ratzinger – warten konnten und können, bei den Textänderungen/-verharmlosungen zeigt man unter der Verschleierung „zu moderner Sprache“, dass da viel wegretuschiert werden kann. Wer zwei Bibeln aus verschiedenen Zeiten (immer offizielle Fassungen versteht sich!) vergleicht, wird sich wundern. Die Quellen des Christentums sind so kaum mehr ausfindig zu machen, solange man nicht ein Buch wie „Denken statt glauben“ als Leitschnur zur Verfügung hat.

  8. MC Carthy Fan sieht das richtig.

    Aber es gibt halt viele Konservative, die leben im gestern universalen der AfD den Ruf. Er zb, der Hammer Karl:

    „Queer/Trans/Schwul sind PERVERSE und ihnen gehört die ihnen zukommende Strafe. Solche Existenzen verdienen höchste Verachtung. Zu normalen Zeiten gab es den Paragraphen 175. Meine Verehrung für Präsident Putin, der dieses perverse Getue ablehnt.“

    Einfach unterirdisch. Hoffe er kriegt mal ein schwules Kind.

    Für Russland kann man als deutscher Patriot zumindest Verständnis aufbringen.
    Aber deshalb noch lange nicht Putin bewundern
    Wer von uns möchte schon wirklich unter ihm leben……

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  9. Am besten gefielen mir die Ratzinger-Brüder bei Schleich Fernsehen. Diese Parodien vermisse ich sehr.

    Also ehemaliger Katholik geht mir jeder „Würdenträger“ am A….. vorbei. Jeder!

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  10. Ich möchte das mal so sagen.Diese Queer/Trans/ und Schwulenhinterlader können sich jetzt freuen.Einer der sich aber auf die Zukunft der Queer/Trans und Schwulengetue freut wenn der Politische Islam die Regierung hier in Deutschland stellt bin ich.Ihr Schwulenvertreter sollt nicht den Mund so voll nehmen denn ihr Queeren seit den Islam ein Dorn im Auge.Euch wird doch bekannt sein,was sie mit euch machen.Ich werde nach jedem Freitagsgebet zur stelle sein.

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  11. Ich hoffe, das wir das Ruder herumreissen können.

    Wenn nicht, dann hoffeich , dass ich noch lange genug lebe, um die Machtergreifung des Islams mitzubekommen.
    Ich freue mich jetzt schon auf die Gesichter der LGT… usw Gender, wenn der Islam den großen Hammer kreisen lässt.

    Ich glaube, an dem Tag, werde ich so lange und so laut lachen, dass ich daran sterben werde.

  12. @McCarthyFan
    „Nur weil jemand in irgendeinem Punkt meine Werte teilt, muß ich den nicht auf einmal für gut halten,“

    Das Gleiche gilt für die Philosophen der Vergangenheit, heute und den Dichtern und Denkern.
    Philosophie ist aus meiner Sicht so wie so eine Geisteskrankheit der nutzlosen Kinder des Mittelstandes, auch der Vergangenheit, die zur Wissenschaft erklärt wurde.

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    • „Das Gleiche gilt für die Philosophen der Vergangenheit, heute und den Dichtern und Denkern.
      Philosophie ist aus meiner Sicht so wie so eine Geisteskrankheit der nutzlosen Kinder des Mittelstandes, auch der Vergangenheit, die zur Wissenschaft erklärt wurde…“.

      So kann man reden, wenn man, wie der Sozialist, sich für die Vergangenheit nicht interessiert.

      Dann will ich mal:

      Die Religionen waren zu Beginn des denkenden und fühlenden Menschen ein Versuch, das Leben an sich verstehen zu wollen. Daran ist nichts auszusetzen.

      Die Philosophie war der darauffolgende, und richtigere Versuch, das Leben an sich zu verstehen. Auch daran ist nichts auszusetzen.

      Die moderne Naturwissenschaft ist zur Zeit der gegenwärtige und beste Versuch, das Leben an sich zu verstehen. Und glücklicherweise gibt es daran auch nichts auszusetzen.

      Alle diese Versuche waren und sind in ihrer ursprünglichen naiven Weise des Menschen Drang und Streben nach Erkenntnis und Wahrheit. Aber diesem Drang nach Erkenntnis und Wahrheit steht ein anderer Drang entgegen: der Drang nach unbegrenzter Macht.

      Jeder Aufgeklärte sieht in den alten Versuchen der Religionen nichts falsches. Nur weiß er, dass es eben kein alten Mann mit Rauschebart gibt, der der Schöpfer des Menschen und des Wetters ist. Auch weiß der Aufgeklärte, dass die Philosophie sehr gute und teils richtige Denkansätze hatte, aber insgesamt an der Tatsache scheiterte, dass ihr das Wissen der Naturwissenschaft fehlte, um das Leben, und erst recht den Menschen, zu begreifen. Wenn Jahrhunderte lang nach dem Sitz der Seele gestritten wurde, weiß der Aufgeklärte heute, dass es sie nicht gibt, sondern nur Organe, die jedes seine Funktion besitzt. Das komplexe Gehirn aber, bleibt, trotz Naturwissenschaft, noch immer ein Rätsel. Und nicht nur das! Nein, das Sein selbst, die Tatsache, dass man existiert, atmet, denkt, … und das mit dem Bewußtsein des sich-selbst-erkennens, das treibt noch bis heute einige in die Klapse, die meisten zu Rauschmittel aller Art.

      Religionen, Philosophie und Naturwissenschaften waren und sind Versuche, das alles um uns herum und uns selbst zu verstehen.

      Nun aber kommt die Macht daher und mit ihr die bösen Machtgierigen. Diese nutzten die Versuche, um die anderen Menschen sich untertan zu machen. Und wie der Aufgeklärte weiß, endete so etwas immer in Krieg, Hunger, Zerstörung, Hass, Spaltung und Genplörrung.

      Und genau darum geht es hierbei: wenn hier einige, ich gehöre dazu, die Kirchen, die Sekten, die Sozialisten angreifen, dann wissen sie in der Regel warum. Weil es eben nicht um den einst naiven Versuch ging, das Leben an sich zu verstehen, sondern darum, Macht auszuüben durch Terror, Inquisition, angebliche Experten usw.

      Was Sie schreiben, geht daher irgendwie am Thema vorbei.

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      • Danke! Wunderbar auf den Punkt gebracht.
        Diskutiere nie mit einem Gläubigen über seinen Glauben, egal, an was er er glaubt, es ist vergeudete Zeit. Er wird dich nicht verstehen und du ihn nicht und überzeugen kann auch keiner den anderen.
        Manchmal beneide ich die Menschen, die sagen und es auch glauben, dass Gott es schon richten und alles gut wird. Zumindest bleibt ihnen dann noch etwas mehr Zeit, bis sie begriffen haben, dass kein Gott hier etwas zum Positiven bringt.
        Und die Moslems sind noch etwas ganz Besonderes, die flüchten aus ihrer gefährlichen Scharia-Zone und wollen sie dann in der neuen Heimat genauso installieren.
        Wenn es schnell und schmerzlos geht, dann bitte schnell den großen Knall, es wird unerträglich!

      • Cyniker 1. Januar 2023 Beim 18:27
        „So kann man reden, wenn man, wie der Sozialist, sich für die Vergangenheit nicht interessiert.“

        Als kritischer Atheist und Sozialist schon gar nicht, habe ich mich sehr wohl für die Vergangenheit Interessiert. Habe 1 Semester philosophische Ästhetik studiert, ohne Abschluss wie es bei den Geschwätzwissenschaften so üblich ist, außerdem für ein Kunsthandwerk der vergangenen Epochen. Habe persönlichen Kontakt mit einigen verlogenen Vertretern der katholischen Religion gehabt. Berufsbedingt auch mit anderen Religionen.
        Habe mir die Sendungen über Philosophen von BR alpha aufgezeichnet und angesehen.
        Daher meine entsprechende Einstellung, die auch aus der Wirklichkeit entstanden ist und nicht von irgend welchen Vordenkern stammt. Genau genommen nicht am Thema vorbei, wie man anders Denkenden gerne unterstellt. Machtausübung ist nun mal das Bestandteil des gesamten biologischen Lebens, mal mehr mal weniger ausgeprägt, ob bewusst oder unbewusst.
        So das wars.

  13. Interessiert ich so, wie der umgefallene Sack Reis in China.

    Es starb ein Mensch, wie alle paar Sekunden einer stirbt.
    Nicht mehr und nicht weniger.

    Die Päpste werden ja nicht von Gott eingesetzt, sondern von Menschen. Sie nehmen für sich in Anspruch, für Gott zu sprechen.
    Witzig … Denn das tut kein Mensch.

    Nun ja … Es ist ja nur der Körper tot.

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  14. Egal. Sein Werk und Wirken wird Jahrtausende überdauern, falls es die Menschheit noch solange macht. Das seiner Gegner nicht.

  15. Die philosophische Ästhetik, welche auch Bestandteil von Religionen ist, was man an vielen Bildern sieht, befasst sich mit dem Verhältnis zwischen dem Schönen und Guten. Wenn Aristoteles das Schöne automatisch für Gut hält dann sollte man das doch hinterfragen, genau wie die anderen Ansichten der Philosophen die da sonderbare Ansichten haben.
    Die Machtfrage im Biologischen heißt nur anders, Erhaltung der Art. Warum verdrängen denn Z.B. Kräftigere Pflanzen schwächere aus bestimmten Regionen.
    Mal was zum Nachdenken. Liebe Redaktion.

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